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Evaluation kennzahlengestützter Unternehmensbewertungsverfahren vor dem Hintergrund des Shareholder-Values

Titel: Evaluation kennzahlengestützter Unternehmensbewertungsverfahren vor dem Hintergrund des Shareholder-Values

Diplomarbeit , 2002 , 82 Seiten , Note: 1.5

Autor:in: Andre Wiedenhofer (Autor:in)

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Situation in der New Economy im Sommer 2000 machte deutlich, welchen Stellenwert die Unternehmensbewertung derzeit einnimmt. Immer wieder häuften sich Fusionen, Unternehmensübernahmen und Überbewertungen mit anschließenden Kurseinbrüchen. Diese Situation führte zu einer erneuten Diskussion über die Notwendigkeit neuer Bewertungsverfahren.
Die Unternehmensbewertung soll für Unternehmen und Unternehmensteile potentielle Preise bestimmen unter Berücksichtigung der zukünftigen Einflüsse und Erfolgspotentiale. Sämtliche Charakteristika der Unternehmen müssen hierbei abgebildet werden: wachsende Globalisierung, verkürzte Produktzyklen, Planungszeiträume mit negativem Cash Flow, unternehmerische Flexibilität, sehr hohe Dynamik des Kapitalmarktes sowie die Bedeutung immaterieller Vermögensgegenstände.
Seit einiger Zeit findet sich in der Literatur immer häufiger der Vorwurf wieder, dass traditionelle Verfahren der Investitionsrechnung nicht geeignet seien, den Gesamtwert des Unternehmens ausreichend für den subjektiven Betrachter darzustellen.

Die Analyse unterschiedliche Unternehmensbewertungsverfahren als Maßstab für den Shareholder Value ist das Ziel dieser Arbeit. Angesichts der veränderten Forderungen an die Unternehmen auf den Kapitalmärkten und der Vielzahl von Investitionsalternativen wird die Notwendigkeit der Orientierung am Unternehmenswert herausgestellt. Da der Unternehmenswert zudem in den Entscheidungsprozeß des Managements integriert wird, formuliert der Autor zunächst grundsätzliche Anforderungen an Bewertungsverfahren. Anhand einer kritischen Würdigung werden anschließend ausgewählte Bewertungsverfahren evaluiert. Diese Evaluation zeigt Vor- und Nachteile der unterschiedlichen - vorher definierten - Verfahrensklassen auf.

Es wird gezeigt, dass der Shareholder selbst wählen muss, welchen Nachteil der Bewertungsverfahren er bevorzugt. Die Wahl eines Bewertungsansatzes bedeuted zugleich die Wahl von Verfahrensgrenzen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung

1.3 Gang der Untersuchung

2 GRUNDLAGEN DES SHAREHOLDER VALUE-KONZEPTES

2.1 Das Kalkül der Marktwertmaximierung

2.2 Der Shareholder Value als Unternehmensziel

2.3 Konkretisierung durch Value-Based Management

3 FUNKTIONALE UNTERNEHMENSBEWERTUNGSLEHRE

3.1 Anlässe und Zweck der Unternehmensbewertung

3.2 Die Bestimmung des Entscheidungswertes

3.3 Methodenvielfalt der Bewertungsverfahren

3.3.1 Summarische Bewertungsverfahren

3.3.2 Analytische Bewertungsverfahren

3.4 Zusammenfassung und Anforderungskatalog

3.4.1 Definition der Zielgröße

3.4.2 Adäquanz

3.4.3 Zeitliche Einbeziehung der Erfolgsgrößen

3.4.4 Flexibilität

3.4.5 Anwendungsbreite

3.4.6 Verdichtungsgrad

4 KONZEPTION UND EVALUATION DER BEWERTUNGSANSÄTZE

4.1 Gewinnorientierte Verfahren

4.1.1 Marktwert/Buchwert-Ansatz

4.1.2 Return on Investment

4.1.3 Evaluation und Würdigung der gewinnorientierten Verfahren

4.2 Residualbasierte Verfahren

4.2.1 Der Economic Value Added-Ansatz

4.2.2 Cash Flow Return on Investment-Ansatz

4.2.3 Evaluation und Würdigung der residualbasierten Bewertungsverfahren

4.3 Barwertbasierte Verfahren

4.3.1.1 Ertragswertverfahren

4.3.1.1.1 Konzeptionelle Darstellung

4.3.1.1.2 Definition der Erfolgsgröße

4.3.1.1.3 Prognose der Zukunftserfolge

4.3.1.1.4 Ermittlung des Kapitalisierungszinssatzes

4.3.1.2 Das Discounted Cash Flow-Verfahren

4.3.1.2.1 Konzeptionelle Darstellung der DCF-Methode

4.3.1.2.2 Weighted Average Cost of Capital

4.3.1.2.3 Equity-Approach

4.3.1.2.4 Entity-Approach

4.3.1.3 Realoptionsansatz

4.3.1.3.1 Flexibilität als Realoption

4.3.1.3.2 Übersicht finanzwirtschaftlicher Optionsbewertungsmodelle

4.3.1.3.3 Das Binomialmodell

4.3.1.3.4 Das Black/Scholes-Modell

4.3.2 Evaluation und Würdigung der barwertbasierten Verfahren

4.4 Analytische Bewertungsverfahren

4.4.1 Die Balanced Scorecard

4.4.2 Der Skandia Intellectual Capital Navigator

4.4.3 Intangible Asset Monitor

4.4.4 Evaluation und Würdigung der analytischen Bewertungsverfahren

4.5 Zusammenfassung der Evaluationsergebnisse

5 GANZHEITLICHE GEGENÜBERSTELLUNG DER VERFAHRENSKLASSEN

5.1 Gewinnorientierte Bewertungsverfahren

5.1.1 Bewertung und Vergleich

5.1.2 Schlussfolgerung für das Bewertungssubjekt

5.2 Barwertorientierte Bewertungsverfahren

5.2.1 Bewertung und Vergleich

5.2.2 Schlussfolgerung für das Bewertungssubjekt

5.3 Residualwertbasierte Bewertung

5.3.1 Bewertung und Vergleich

5.3.2 Schlussfolgerung für das Bewertungssubjekt

5.4 Analytischer Bewertungsverfahren

5.4.1 Bewertung und Vergleich

5.4.2 Schlussfolgerung für das Bewertungssubjekt

6 SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit analysiert verschiedene Unternehmensbewertungsverfahren im Hinblick auf deren Eignung als Maßstab für den Shareholder Value. Ziel ist es, die Notwendigkeit einer wertorientierten Unternehmensführung aufzuzeigen und die Anwendbarkeit klassischer sowie moderner Bewertungskonzepte kritisch zu evaluieren, um Entscheidungsträgern eine fundierte Methode zur Marktwertmaximierung an die Hand zu geben.

  • Grundlagen des Shareholder Value-Konzepts und Value-Based Management
  • Klassifizierung und kritische Evaluation von Bewertungsverfahren (gewinnorientiert, residualbasiert, barwertbasiert)
  • Analyse und Bedeutung unternehmerischer Flexibilität und Realoptionen
  • Einsatz analytischer Bewertungsverfahren (z. B. Balanced Scorecard, Intangible Asset Monitor)
  • Ganzheitlicher Vergleich der Verfahrensklassen

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Bestimmung des Entscheidungswertes

Die unterschiedlichen werttheoretischen Ansätze der Unternehmensbewertungstheorie finden sich in der Diskussion zwischen objektiver und subjektiver Bewertungslehre wieder. Im Rahmen der objektiven Werttheorie wird der Unternehmenswert als der Wert verstanden, der seinem Marktpreis entspricht. Da der Marktpreis eines Unternehmens in der Realität jedoch nicht abbildbar ist, wird dieser von den individuellen Wirtschaftssubjekten abstrahiert. Um bei dieser Vorgehensweise zu dem „objektiven“ Wert zu gelangen, werden sämtliche Interessen der Wirtschaftssubjekte negiert, um die Wertermittlung von den Bestimmungsgründen abhängig zu machen, die dem Unternehmen innewohnen.

Der objektive Bewertungsansatz versucht somit, den Vorgang der Bewertung unter der Prämisse eines „normalen“ (Des-) Investors, der von allen äußeren Effekten freigehalten wird, zu ermitteln. Hinter dieser scheinbar „objektiven“ Wertermittlung steht auch der Wert, zu dem ein unparteiischer, neutraler Gutachter gelangen würde. Man bezeichnet ihn auch als „gemeinen“ oder „inneren“ Wert. Die objektive Bewertungslehre geht also von einem Wert aus, der für sämtliche individuellen Wirtschaftssubjekte allgemeingültig ist. Eine Einbeziehung besonderer Unsicherheitsfaktoren entfällt hier weitgehend. Da diese objektive Bewertungslehre jedoch die Fiktion des „unparteiischen Gutachters“, oder des „normalen (Des-) Investors“ innehat und infolgedessen mit keiner der realen Bewertungssubjekte identisch erscheint, kann es an einem fehlenden Maßstab liegen, warum die objektiven Bewertungsverfahren nicht zu dem gewünschten Entscheidungswert gelangen.

Da die Unternehmensbewertung der Preisverhandlung stets voran geht und somit den Ausgangspunkt der Verhandlung darstellt, besteht ein weiterer Kritikpunkt der objektiven Bewertungslehre darin, dass diese keine konkreten Orientierungshilfen für praktische Entscheidungen im Rahmen der Unternehmensbewertung leisten kann. Aufgrund der zielgerichteten, subjektiven Bewertungsanlässe erscheint es geradezu als Gebot, individuelle Ziele, Wünsche und Pläne in das Kalkül mit einzubeziehen. Andernfalls wäre eine Transaktion nicht denkbar.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Darstellung der Relevanz der Unternehmensbewertung durch die New Economy und Definition der Zielsetzung dieser Arbeit.

2 GRUNDLAGEN DES SHAREHOLDER VALUE-KONZEPTES: Theoretische Herleitung der Marktwertmaximierung als Unternehmensziel und Erläuterung des Prinzipal-Agent-Konflikts.

3 FUNKTIONALE UNTERNEHMENSBEWERTUNGSLEHRE: Klassifizierung verschiedener Bewertungsverfahren und Entwicklung eines Anforderungskatalogs für die spätere Evaluation.

4 KONZEPTION UND EVALUATION DER BEWERTUNGSANSÄTZE: Tiefgehende Darstellung gewinn-, residual-, barwert- und analytischer Verfahren mit kritischer Evaluation anhand des Anforderungskatalogs.

5 GANZHEITLICHE GEGENÜBERSTELLUNG DER VERFAHRENSKLASSEN: Zusammenführender Vergleich der verschiedenen Verfahrensklassen zur Identifizierung der besten Eignung für den Shareholder Value.

6 SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und kritische Reflexion der Anwendbarkeit moderner Bewertungsmethoden.

Schlüsselwörter

Unternehmensbewertung, Shareholder Value, Value-Based Management, Marktwertmaximierung, Entscheidungswert, Discounted Cash Flow, Realoptionen, Ertragswertverfahren, Economic Value Added, Balanced Scorecard, Kapitalkosten, Finanzplanung, Unternehmensführung, Strategie, Investitionsrechnung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der Evaluation verschiedener Unternehmensbewertungsverfahren vor dem Hintergrund des Shareholder-Value-Konzepts.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit fokussiert auf die theoretische Fundierung des Shareholder Value, die kritische Analyse verschiedener Methoden zur Wertermittlung (gewinn-, barwert- und residualwertorientiert) sowie die Anwendung komplexer analytischer Kennzahlensysteme.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu analysieren, welche Bewertungsverfahren sich am besten als Maßstab für die Wertsteigerung aus Sicht der Kapitalgeber (Shareholder) eignen und dabei notwendige Anforderungen an ein solches Verfahren zu definieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine systematische Klassifizierung und kritische Evaluation (Würdigung) der Literatur sowie die Ableitung eines Anforderungskatalogs vorgenommen, an dem die unterschiedlichen Bewertungsverfahren gemessen werden.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung klassischer gewinnorientierter Methoden, moderner barwertbasierter Verfahren, residualwertbasierter Ansätze (wie EVA und CFROI) sowie komplexer analytischer Indikatorensysteme wie der Balanced Scorecard.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Marktwertmaximierung, Entscheidungswert, Barwert, Realoptionen, Unternehmenssteuerung und der Shareholder Value-Ansatz.

Warum ist der Realoptionsansatz für die Unternehmensbewertung relevant?

Der Realoptionsansatz wird behandelt, da er die unternehmerische Flexibilität und strategische Handlungsspielräume – im Gegensatz zu starren klassischen Methoden – in die Bewertung einbezieht.

Warum werden analytische Verfahren wie die Balanced Scorecard kritisch hinterfragt?

Die Arbeit kritisiert, dass analytische Verfahren oft subjektiv gestaltbar sind, auf komplexen und nicht immer monetär quantifizierbaren Daten basieren und somit für den Shareholder hinsichtlich eines objektiven Unternehmenswertvergleichs schwer interpretierbar sein können.

Ende der Leseprobe aus 82 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Evaluation kennzahlengestützter Unternehmensbewertungsverfahren vor dem Hintergrund des Shareholder-Values
Hochschule
Universität der Bundeswehr München, Neubiberg  (Fachbereich Betriebswirtschaft)
Note
1.5
Autor
Andre Wiedenhofer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
82
Katalognummer
V21068
ISBN (eBook)
9783638247740
ISBN (Buch)
9783638700986
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Evaluation Unternehmensbewertungsverfahren Hintergrund Shareholder-Values
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Andre Wiedenhofer (Autor:in), 2002, Evaluation kennzahlengestützter Unternehmensbewertungsverfahren vor dem Hintergrund des Shareholder-Values, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21068
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Leseprobe aus  82  Seiten
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