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Kritisch-kommunikative Didaktik in der Berufsschule

Titel: Kritisch-kommunikative Didaktik in der Berufsschule

Hausarbeit , 2011 , 12 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Felix Ruckdeschel (Autor:in)

Didaktik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der bereits in der siebziger Jahren entwickelten Unterrichtsform „Kritisch- kommunikative Didaktik“ wurde bis jetzt wenig Freiraum in den Lehrplänen gelassen. Weltweit wird Demokratie propagiert, in der Schule ist sie aber noch nicht angekommen. Die hierarchische Struktur der Schuladministration zu verändern (nicht nur zu kritisieren) trauen sich nur wenige. Natürlich hat sich schon einiges verändert; Schülersprecher und Eltern haben mittlerweile mehr Einfluss auf die Schulpolitik. Nicht aber auf den Unterricht, was ja der Sinn der Schule ist. Boettcher formuliert dazu:
„Jede Diskussion und Entscheidung über schulische Lernziele bleibt in schwerwiegender Weise Verkürzt, wenn sie nicht auch die ,Unterrichtsstile‘ diskutiert, die die Erreichung dieser Lernziele unterstützen oder hemmen.“1
Obwohl bekannt ist, dass Frontalunterricht eine der ungeeignetsten und veraltetsten Methoden ist, wir er immernoch (wohl auch aus Bequemlichkeit) zu oft angewandt.
Die Kritisch-kommunikative Didaktik demokratisiert den Unterricht, das bedeutet, die Schüler haben direkten Einfluss auf die Form der Unterrichtsweise und die Inhalte. In der Schulischen Allgemeinbildung ist es natürlich nicht Sinnvoll den Schülern volle Entscheidungsfreiheit für den Unterrichtsinhalt zu geben, da diese pauschal gesehen noch nicht wissen, welches Wissen für sie und ihre Zukunft wichtig ist. Dennoch ist es wichtig sich an ihren Interessen zu orientieren, da bekannter Weise Bildung am besten durch positive Motivation funktioniert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffserklärung

2.1 Der kritische Aspekt

2.2 Der kommunikative Aspekt

3. Probleme und Möglichkeiten in der Praxis, bezogen auf berufsbildende Schulen mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik

3.1 Anwendung der kritisch-kommunikativen Didaktik im Berufsschulunterricht

3.1.1 Positive Aspekte in der Berufsschulpraxis

3.1.2 Negative Aspekte in der Berufsschulpraxis

3.2 Übertragung auf die Arbeit der zukünftigen Erzieher

4 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der kritisch-kommunikativen Didaktik und dessen Anwendungsmöglichkeiten sowie Herausforderungen im schulischen Kontext, insbesondere mit Fokus auf die Ausbildung von Erziehern an berufsbildenden Schulen.

  • Grundlagen und theoretische Definition der kritisch-kommunikativen Didaktik
  • Analyse des didaktischen Mehrwerts durch Partizipation und Kommunikation
  • Identifikation praktischer Hemmnisse wie Zeitmangel und Heterogenität der Schülerschaft
  • Transfer der Didaktiktheorie auf die berufspraktische Arbeit in Kindertagesstätten
  • Rolle des Lehrenden als Mediator und Anreger im Unterrichtsprozess

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Positive Aspekte in der Berufsschulpraxis

In Unterrichtsfächern, wie Geschichte, oder Mathematik ist es nicht einfach am Konzept der kritisch-kommunikativen Didaktik festzuhalten, da der Praxisbezug oft fehlt. In Geschichte gibt es einige Fakten, die nur auswendig gelernt, aber nicht überprüft werden können, in der Mathematik gibt es grundlegende Gesetze, die nicht falsifizierbar sind und nur ausprobiert, nicht aber verändert werden können. Dies macht das forschende, kritische Lernen oft unmöglich. Daten müssen einfach ohne große Verarbeitung aufgenommen werden.

In Berufsschulen, wo Bildung eine bestimmte Richtung bekommt und die Praxis Teil der Curricula ist, kann der Unterricht ohne große Schwierigkeiten kritisch-kommunikativ stattfinden. Besonders in der Sozialpädagogik gibt es viele Theorien, deren Aussagen jederzeit auf die Gegenwart bezogen werden sollten, um ihre Richtigkeit zu bestätigen, oder anzufechten. In Praktika, oder in der Gruppenarbeit haben die Berufsschüler die Möglichkeit auszuprobieren, zu beobachten und auswertend zu diskutieren. Gerade in der Jugendbildung ist die Beobachtung aus den Augen der Schüler, welche meistens selbst noch zur Jugend gehören wichtig und kann auch für die Lehrenden informativ sein.

Im stetigen Wandel der Gesellschaft müssen Konzepte immer wieder neu angepasst werden. Diesen Wandel können Menschen, die Teil, oder Auslöser des Wandels sind näher Beobachten, als Menschen aus vorigen Generationen. Diese beobachteten Informationen auszuwerten und zu analysieren muss gelernt sein, wo nun der Lehrende wieder ins Spiel kommt. Der Lehrende bietet Basiswissen und Unterstützung an, die Schüler Nutzen dieses Wissen bei der Analyse des Beobachteten und diskutieren alles zusammen aus. So entsteht idealer Weise ein Lernprozess, der einigen gar nicht bewusst zu sein mag, da aus eigenem Interesse Wissen geschafft und aufgenommen wird. Die Motivation Neues herauszufinden, bzw. zu lernen entsteht durch die Kommunikation in einer Gruppe, wo eigene Meinungen respektiert, aber auch im gemeinsamen Interesse kritisch hinterfragt werden können, um zu einem allgemein akzeptierten Ergebnis zu kommen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die mangelnde Umsetzung demokratischer Unterrichtsformen in der schulischen Praxis und betont die Notwendigkeit, Unterrichtsstile kritisch zu hinterfragen.

2. Begriffserklärung: Hier werden die Komponenten der kritischen sowie der kommunikativen Didaktik definiert und deren synergetische Bedeutung für einen emanzipatorischen Unterricht erläutert.

3. Probleme und Möglichkeiten in der Praxis, bezogen auf berufsbildende Schulen mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik: Dieses Kapitel verknüpft die theoretischen Ansätze mit der schulischen Realität angehender Erzieher und analysiert Stärken, Schwächen sowie den Transfer in die frühkindliche Pädagogik.

4 Ausblick: Der Ausblick resümiert die theoretische Stärke des Konzepts bei gleichzeitiger Anerkennung der praktischen Hürden, die eine flächendeckende Implementierung erschweren.

Schlüsselwörter

Kritisch-kommunikative Didaktik, Berufsschule, Sozialpädagogik, Erzieherausbildung, Unterrichtsmethodik, Partizipation, Kommunikation, Lehrpläne, Lernmotivation, Theorie-Praxis-Bezug, Pädagogik, Demokratisierung, Wissensaneignung, Didaktik, Reflexion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Unterrichtsform der kritisch-kommunikativen Didaktik und untersucht deren theoretische Ansätze sowie die Anwendbarkeit in der Ausbildung an Berufsschulen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Demokratisierung von Unterrichtsprozessen, die Bedeutung störungsfreier Kommunikation zwischen Lehrenden und Lernenden sowie die Herausforderungen bei der Umsetzung in einem starren curricularen System.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie kritisch-kommunikative Didaktik in der Berufsschule, insbesondere bei werdenden Erziehern, praktisch umgesetzt werden kann und welche Faktoren den Erfolg oder das Scheitern dieser Methode beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Auseinandersetzung mit didaktischen Fachdiskursen, die in den Kontext der berufsschulischen Praxis der Sozialpädagogik übertragen werden.

Was ist Gegenstand des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Fundierung und die praktische Analyse der Anwendungsmöglichkeiten sowie Probleme im Unterricht, ergänzt durch Überlegungen zur Übertragbarkeit auf die spätere Arbeit in Kindertagesstätten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind kritisch-kommunikative Didaktik, Erzieherausbildung, Partizipation, Theorie-Praxis-Bezug und die Rolle des Lehrenden.

Warum ist die Rolle des Lehrenden in diesem Konzept so anspruchsvoll?

Der Lehrende muss einen schwierigen Balanceakt zwischen einer anregenden, demokratischen Begleitung und der notwendigen didaktischen Führung vollziehen, ohne in autoritäre oder zu freundschaftliche Muster zu verfallen.

Welche Bedeutung hat das "Warum" für die Kinder in der Erzieherausbildung?

Die Arbeit betont, dass das Hinterfragen und Verstehen-Wollen der Kinder im Spiel ein wesentlicher Aspekt ist, der dem forschenden Lernen entspricht und das Fundament für spätere Bildungsprozesse bildet.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kritisch-kommunikative Didaktik in der Berufsschule
Hochschule
Leuphana Universität Lüneburg
Note
1,3
Autor
Felix Ruckdeschel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
12
Katalognummer
V210974
ISBN (eBook)
9783656391098
ISBN (Buch)
9783656391562
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kritisch-kommunikative didaktik berufsschule Sozialpädagogik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Felix Ruckdeschel (Autor:in), 2011, Kritisch-kommunikative Didaktik in der Berufsschule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/210974
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Leseprobe aus  12  Seiten
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