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Diplomatische Beziehungen zwischen England und Preußen bzw. Frankfurt während des ersten Deutsch-Dänischen Krieges

Die Beurteilungen durch englische Gesandte

Titre: Diplomatische Beziehungen zwischen England und Preußen bzw. Frankfurt während des ersten Deutsch-Dänischen Krieges

Dossier / Travail , 2008 , 20 Pages , Note: 2,7

Autor:in: Michael Kulüke (Auteur)

Histoire de l'Allemagne - 1848, Empire, Impérialisme
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Die Krise um die Herzogtümer Schleswig und Holstein stellte die erste außenpolitische Herausforderung größeren Ausmaßes für die Frankfurter Nationalversammlung und den Deutschen Bund dar, und sollte sich im Laufe der Jahre zu einem der Kernkonflikte entwickeln, die zur Gründung des Deutschen Reichs führen sollten.
Die klassisch-aristokratisch orientierten Erbfolgestreitigkeiten, die in der Vergangenheit weniger Aufsehen erregt hätten, entwickelten unter dem Druck nationalistischer und liberaler Strömungen in Europa eine Dynamik die wohl selbst die erfahrensten Machthaber überrascht haben dürfte.
Die Verstrickungen zwischen hegemonialem Interesse an den Herzogtümern, nationalistischen Ideologien und Reichsbildungstendenzen führten symbolisch für die gesamten Revolutions- und Reformationsbewegungen in Europa zu einem Konflikt europäischer Mächte, die sich ansonsten eher durch politisches Wohlwollen als durch unbedingte Konkurrenzhaltung ausgezeichnet hatten.
Der Hilferuf des Königreichs Dänemark an imperiale Großmächte wie England, Russland oder Frankreich, sorgte dafür dass der Konflikt, bei dem es auf der aristokratischen Seite vor allem um Territoriumsfestigung ging, auf der anderen um die Bildung eines Nationalstaats-ähnlichen Gebildes unter Berücksichtigung der Volksverteilung, zu einer ernst zunehmenden internationalen Krise auswuchs, welche schließlich militärische Züge trug, und in die Geschichtsbücher als 'erster dänisch-deutscher Krieg' einging.
Die Betrachtung dieser Thematik und der damaligen Problematik bietet ein unglaubliches Spektrum an Möglichkeiten, und es fällt schwer sich auf etwas festzulegen, da die Umstände und Einflüsse stark miteinander verwoben sind, und es scheint fast untrennbar.
Dennoch möchte ich mit dieser Arbeit den Versuch unternehmen, etwas Licht in die Problematik der damaligen diplomatischen Beziehungen zwischen England und dem Königreich Preußen, respektive der deutschen Nationalversammlung in Frankfurt, während dieser Krise bringen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Der erste dänisch-deutsche Krieg

2.1. Die Untrennbarkeit der Herzogtümer Schleswig und Holstein

2.2. Vorzeichen des Konflikts

2.3. Ausbruch des Konflikts

2.4. Der Krieg

2.5. Diplomatische Bemühungen und Ende des Krieges

3. England und der Deutsche Bund

3.1. Englische Außenpolitik im 19. Jahrhundert

3.2. Das System des Diplomatic Service

3.3. Die Briten im deutsch-dänischen Konflikt 1848

4. Die Quellen

4.1. Englische Gesandte in Berlin und Frankfurt

4.3. Analyse

4.4. Schlussfolgerung

5. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die diplomatischen Beziehungen zwischen England und Preußen bzw. der deutschen Nationalversammlung während der Krise um Schleswig und Holstein. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie die englischen Gesandten in Berlin und Frankfurt die revolutionären Ereignisse und den deutsch-dänischen Konflikt wahrnahmen und bewerteten.

  • Die diplomatische Rolle Englands im ersten deutsch-dänischen Krieg 1848–1851.
  • Strukturen und Arbeitsweisen des britischen Diplomatic Service im 19. Jahrhundert.
  • Die Wahrnehmung der Frankfurter Nationalversammlung durch britische Diplomaten.
  • Das Spannungsfeld zwischen offizieller Außenpolitik und den Berichten der Gesandten vor Ort.
  • Der Einfluss von Patronage und gesellschaftlicher Herkunft auf das diplomatische Personal.

Auszug aus dem Buch

3.2. Das System des Diplomatic Service

Das Vereinigte Königreich unterhielt teilweise intensive diplomatische Dialoge mit führenden und weniger führenden Nationen aller Kontinente, und konnte auf ein Personal in hundertfacher Stärke zurückgreifen. Die Botschafter des Diplomatic Service stellten sich vornehmlich aus der gesellschaftlichen Elite zusammen. Waren im House Of Commons des englischen Parlaments in den Jahren 1841-47 zum Beispiel beinahe 50% der Abgeordneten vom niederen Adel, waren es im Diplomatic Service gerade einmal 20%.4

Allerdings lässt sich feststellen dass das englische Außenministerium alles andere als exklusiv waren, so gibt eine Auflistung des kompletten Personals von 1815-60 Aufschluss darüber dass die Angestellten im Dienste des Diplomatic Service zwar beinahe zu gleichen Teilen aus Hochadel wie niederer Adel bzw. Bürgerschicht bestanden.

Seine Auflistung, dass von 370 Bediensteten des Diplomatic Service im Zeitraum von 1815-60 203 aristokratischer Herkunft waren, und 167 aus der "gemeinen" Bevölkerung, unterschreibt Raymond wie folgt:

"As one in four diplomats possessed neither hereditary title nor close connections with the aristocracy and landed gentry, it is clearly not the case that the service was socially exclusive [...]"5

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Einführung in die Thematik der Schleswig-Holstein-Krise als erste außenpolitische Herausforderung für die Frankfurter Nationalversammlung.

2. Der erste dänisch-deutsche Krieg: Darstellung der historischen Wurzeln des Konflikts, der Eskalation durch die Revolutionsereignisse und der verschiedenen Phasen der militärischen Auseinandersetzungen.

3. England und der Deutsche Bund: Analyse der englischen Außenpolitik unter Palmerston und der spezifischen Struktur sowie Arbeitsweise des britischen Diplomatic Service im 19. Jahrhundert.

4. Die Quellen: Untersuchung der Korrespondenz englischer Gesandter in Berlin und Frankfurt zur Bewertung der diplomatischen Stimmung und der Handlungsspielräume der Akteure.

5. Bibliographie: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur sowie einschlägiger diplomatischer Berichte.

Schlüsselwörter

Schleswig-Holstein, Deutscher Bund, Frankfurter Nationalversammlung, Lord Palmerston, Diplomatic Service, Außenpolitik, Preußen, Dänemark, Revolution 1848, Waffenstillstand von Malmö, Diplomatie, Britische Gesandte, Baron Cowley, Earl of Westmorland, Staatsintegrität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der Rolle und Wahrnehmung des ersten deutsch-dänischen Krieges (1848-1851) aus der Perspektive britischer Diplomaten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die deutsch-dänische Erbfolgeproblematik, die Rolle der Frankfurter Nationalversammlung sowie die britische Diplomatiegeschichte im 19. Jahrhundert.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, Licht in die diplomatischen Beziehungen zwischen England und der deutschen Nationalversammlung während der Schleswig-Holstein-Krise zu bringen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine quellenkritische Analyse der Korrespondenz englischer Gesandter (Botschafterbriefe) in Berlin und Frankfurt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Struktur des britischen Diplomatic Service, die politische Haltung von Außenminister Palmerston und die spezifischen Beobachtungen der britischen Gesandten vor Ort.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Schleswig-Holstein-Frage, Diplomatie, 1848er Revolution und britische Außenpolitik.

Wie bewerten die Diplomaten die Rolle Preußens?

Die Gesandten beobachten, dass die preußische Regierung oft eigenmächtig und unter Umgehung der Frankfurter Nationalversammlung agiert, was das Parlament politisch schwächt.

Welche Bedeutung hatte der "Diplomatic Service" für die Berichterstattung?

Das System war elitär geprägt, unterlag jedoch im 19. Jahrhundert einem Wandel durch neue Kommunikationsmittel, was die Handlungsfreiheit der Gesandten vor Ort zunehmend einschränkte.

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Résumé des informations

Titre
Diplomatische Beziehungen zwischen England und Preußen bzw. Frankfurt während des ersten Deutsch-Dänischen Krieges
Sous-titre
Die Beurteilungen durch englische Gesandte
Université
University of Cologne  (Historisches Seminar - Mittlere und Neuere Geschichte)
Cours
1848 – Aufruhr, Rebellion, Revolution
Note
2,7
Auteur
Michael Kulüke (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
20
N° de catalogue
V211315
ISBN (ebook)
9783656392996
ISBN (Livre)
9783656394594
Langue
allemand
mots-clé
1848 Englische Gesandte Außenpolitik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Michael Kulüke (Auteur), 2008, Diplomatische Beziehungen zwischen England und Preußen bzw. Frankfurt während des ersten Deutsch-Dänischen Krieges, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/211315
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Extrait de  20  pages
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