Überschriften wie, die Warnung von Volkswirten, dass der starke Euro den deutschen Export bedroht, oder die deutsche Export-Statistik durch den starken Euro belastet wird, finden sich in Zeiten eines hohen Wechselkurses schnell in den regionalen, sowie überregionalen Zeitungen. Zur gleichen Zeit erfolgen auch Veröffentlichungen, dass der deutsche Export dem starken Euro trotzt.
Zielsetzung dieser Arbeit ist die Untersuchung der Fragestellung ob durch eine Aufwertung des Euro die Exportwirtschaft in Deutschland negativ beeinträchtigt wird. Somit soll ebenfalls geklärt werden, ob die Aufwertung des Euro sich gar positiv auf die Exporte in Deutschland ausgewirkt oder keinen Einfluss nimmt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Erläuterungen der Kernaspekte
2.1 Definition Exportwirtschaft
2.2 Definition Euro
3. Außenwirtschaftstheorie
3.1 Theorie der realen Außenwirtschaft
3.2 Theorie der monetären Außenwirtschaft
3.3 Die internationale wirtschaftliche Integration
4. Anwendung in der Realität
4.1 Wechselkurs- versus Exportverlauf
4.2 Wechselkursabhängige Exporte
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Fragestellung, ob eine Aufwertung des Euro die deutsche Exportwirtschaft negativ beeinflusst oder ob diese trotz eines starken Wechselkurses stabil bleibt. Dabei wird der Zusammenhang zwischen Währungsentwicklung und Exportvolumen unter Berücksichtigung theoretischer Modelle und realer Wirtschaftsdaten analysiert.
- Grundlagen der Exportwirtschaft und der Rolle des Euro
- Theoretische Modelle der realen und monetären Außenwirtschaft
- Empirische Analyse des deutschen Exportverlaufs zum Wechselkurs
- Bedeutung der regionalen Exportverteilung für die Wechselkursabhängigkeit
Auszug aus dem Buch
3.1 Theorie der realen Außenwirtschaft
Im Zuge der Globalisierung und der damit einhergehenden Verflechtungen der Volkswirtschaften untereinander, gewinnen Aspekte der Außenwirtschaftstheorie immer mehr an Bedeutung. Die vorherrschende nationale Wirtschaftspolitik wird in vielen Nationen von den sich verändernden Rahmenbedingungen der Weltwirtschaft überdeckt. Der Bereich der realen oder auch güterwirtschaftlichen Außenwirtschaftstheorie behandelt die Fragestellung in wie weit Faktoren für den Handel mit Waren und Dienstleistungen über die Grenzen des Inlandes hinweg verantwortlich sind, unter Ausschluss von monetären Gesichtspunkten. Als Gründe können komparative Kostenvorteile, Preisdifferenzen von Produkten und Produkteigenschaften genannt werden.
Die Frage nach den Vorteilen von Arbeitsteilung zwischen Staaten wurde erstmals von David Ricardo im Jahr 1817 umfassend behandelt. Damit wurde der Grundstein für die moderne Außenwirtschaftstheorie gelegt. Der Vorteil ergibt sich nach Ricardo, aus einer arbeitsteiligen Spezialisierung der Länder auf die Güter, in deren Herstellung sie komparative und nicht absolute Kostenvorteile besitzen. Ein Land besitzt dann einen komparativen Kostenvorteil, wenn bei der Produktion eines beliebigen Gutes, dieses mit niedrigeren Opportunitätskosten produzieren kann als ein anderes Land. Opportunitätskosten sind definiert als eine Menge eines Gutes, welche entfällt, wenn eine zusätzliche Einheit eines anderen Gutes hergestellt wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung stellt die problemorientierte Fragestellung vor, inwiefern der starke Euro den deutschen Export beeinflusst, und gibt einen Überblick über den Aufbau der Arbeit.
2. Erläuterungen der Kernaspekte: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Exportwirtschaft sowie Euro und erläutert deren organisatorische und historische Hintergründe.
3. Außenwirtschaftstheorie: Es werden die theoretischen Grundlagen der realen und monetären Außenwirtschaft sowie die Aspekte der internationalen wirtschaftlichen Integration dargestellt.
4. Anwendung in der Realität: Hier wird anhand empirischer Daten der Verlauf von Export und Wechselkurs in der Praxis untersucht und die Bedeutung der Exportmärkte analysiert.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, wonach der deutsche Export weniger stark von Wechselkursschwankungen abhängt als theoretisch angenommen.
Schlüsselwörter
Exportwirtschaft, Euro, Außenwirtschaftstheorie, Wechselkurs, Zahlungsbilanz, Handelsbilanz, Komparative Kostenvorteile, Faktorproportionen-Theorem, Europäische Zentralbank, Preisstabilität, Wirtschaftsintegration, Exportverlauf, Realer Wechselkurs, Nominaler Wechselkurs, Kaufkraftparität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, ob eine Aufwertung des Euro einen negativen Effekt auf die deutsche Exportwirtschaft hat oder ob andere Faktoren eine stabilisierende Rolle spielen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Arbeit behandelt die Definition der Exportwirtschaft, die Theorie der Außenwirtschaft (real und monetär) sowie die praktische Anwendung und Untersuchung dieser Theorien anhand deutscher Wirtschaftsdaten.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist zu klären, ob die Aufwertung des Euro die Exportwirtschaft in Deutschland negativ beeinträchtigt oder ob deutsche Exporte gegenüber Wechselkursentwicklungen weitgehend unabhängig sind.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus theoretischer Literaturanalyse und der empirischen Auswertung realer Wirtschaftsdaten, inklusive grafischer Darstellungen der Export- und Wechselkursverläufe.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Ricardos komparative Kostenvorteile, Heckscher-Ohlin-Theorem, monetäre Außenwirtschaft) und deren Anwendung auf reale historische Daten seit der Euro-Einführung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Exportwirtschaft, Euro, Außenwirtschaftstheorie, Wechselkurs, Zahlungsbilanz sowie die internationale wirtschaftliche Integration.
Warum wirkt sich ein starker Euro laut Autor nicht zwangsläufig negativ auf deutsche Exporte aus?
Der Autor führt dies vor allem auf die regionale Verteilung der Exporte zurück, da ein Großteil des deutschen Exports innerhalb der Eurozone stattfindet, wo keine Wechselkursrisiken bestehen.
Welche Rolle spielt die regionale Verteilung der Exporte für die Ergebnisse?
Da über 71 % der deutschen Ausfuhren in die Region Europa entfallen, ist die deutsche Wirtschaft in erheblichem Maße vor Wechselkursrisiken gegenüber dem US-Dollar geschützt.
- Citation du texte
- Niclas Meier (Auteur), 2011, Beeinflusst die Aufwertung des Euros die deutsche Exportwirtschaft?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/211382