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Medienethische Analyse der Berichtserstattungen und Verwendung von ethischen Implikationen nach Funiok

Title: Medienethische Analyse der Berichtserstattungen und Verwendung von ethischen Implikationen nach Funiok

Seminar Paper , 2010 , 20 Pages , Grade: 1

Autor:in: Anonym (Author)

Communications - Ethics in the Media
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Die Medien stehen für die meisten Menschen als ein vertrauenswürdiges Medium da. Demnach sind sehr viele davon überzeugt, stets die Wahrheit in den Nachrichten vorzufinden. Denn die Medien werden als ein meritorisches Gut, durch den Bund und Länder stets mit gut ausgearbeiteten Rahmenbedingung und Richtlinien geschützt sowie kontrolliert, angesehen.
Allerdings kann man in den vergangenen Jahren eine Entwicklung feststellen, die genau das Gegenteil von den Medien verkörpert. Demnach werden bei den Berichtserstattungen gewisse Richtlinien, beispielsweise Wahrung der Privatsphäre, vernachlässigt.
Des Weiteren ist auch ein Trend in unserer Gesellschaft zu verzeichnen, welches sich dahingehend bewegt, dass die Personen es selber inszenieren – sich in das „Rampenlicht“ zu stellen.
In der folgenden Arbeit werden zwei unterschiedliche, in den Medien stark diskutierten Fälle „Jugendlicher begeht Selbstmord live im Internet“ und „Kassiererin wegen 1,30 Euro entlassen“ miteinander verglichen. Im Fokus der Arbeit steht hierbei eine Analyse unter Verwendung von Funioks ethischen Implikationen. Im Verlauf soll anhand dessen festgestellt werden, ob und wie weit die medienethischen Grundsätze verletzt wurden oder die sich daraus gebildeten Folgen von den Betroffenen gewollt bzw. inszeniert wurden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Überblick über der Medienberichtserstattungen

2.1 „Jugendlicher begeht Selbstmord live im Internet 2008“

2.1.1 Verlauf des Ereignisses

2.1.2 Medienresonanz

2.2 „Kassiererin wegen 1,30 Euro entlassen 2008“

2.2.1 Verlauf des Ereignisses

2.2.2 Medienresonanz

3 Medienethische Analyse

3.1 Kurzer Exkurs in die Medienordnung der deutschen Republik

3.2 Marktversagen durch „Instrumentalisierung“ beim Meritorischem und öffentlichem Gut (Darstellung anhand der Zeitungen)

3.3 Gesetze bzw. Regelungen zur Wahrung der Privatsphäre

3.3.1 Vergleich der beiden Fälle auf inszenierte bzw. ungewollte Öffentlichkeit

4 Medialisierung

4.1 Internet als ein positives Medium

4.2 Internet als ein negatives Medium

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen journalistischer Berichterstattung, Medienethik und der zunehmenden „Selbstinszenierung“ von Privatpersonen im Internet anhand zweier konträrer Fallbeispiele. Es wird analysiert, inwieweit Medien bei der Informationsbeschaffung ethische Grundsätze verletzen und welchen Einfluss die mediale Darstellung auf die Betroffenen hat.

  • Medienethische Analyse der Berichterstattung
  • Vergleich von inszenierter und ungewollter Öffentlichkeit
  • Die Rolle des Internets als positives und negatives Medium
  • Instrumentalisierung von Informationen
  • Einfluss von Medien auf die Wahrung der Privatsphäre

Auszug aus dem Buch

3.3.1.2 „Kassiererin wegen 1,30 entlassen 2008“

Ganz im Gegenteil zum oberen Fall „Jugendlicher begeht Selbstmord live im Internet 2008“ war hier keine Öffentlichkeit gewollt.

Nach den bereits oben erwähnten Regelungen zu urteilen, die den Journalisten erlauben über die Privatsphäre von bestimmten Personen zu berichten, könnte man sie in diesem Zusammenhang nicht anwenden. Auch die Attribute, wie eine wichtige Person der Zeitgeschichte, die auf Barbara E. zutreffen könnten, um die Regelungen außer Kraft zu setzen, passen an dieser Stelle nicht. Somit kann festgestellt werden, dass es bei dem Fall „Emely“ ein aktiver Eingriff in ihre Privatsphäre war.

Anschließend ist auch zusagen, dass nicht nur der Pressekodex verletzt wurde, sondern auch die Grundrechte auf „Wahrung der Privatsphäre“ missachtet wurden. Dieses ist nicht nur eine publizistische Fehlleistung, sondern kann auch juristisch gesehen zur einen Klage führen. Denn in den Medien wurde Barbara E. als eine Diebin dargestellt. Sie habe angeblich zwei Pfandbons im Wert von 1,30 Euro, die anderen Personen angehörten für ihre Zwecke eingelöst. Auch wenn die Gerichte sie für schuldig erklärten, beharrt Frau E. noch immer auf ihre Unschuld. Daher kann davon ausgegangen werden, dass es nicht zu 100 prozentig geklärt werden kann, ob sie auch tatsächlich gewesen ist oder nicht; zumal es auch keine verlässlichen Augenzeugen gab. Allerdings stand es für die Medien ohne Zweifel, dass Frau E. Schuld daran hat. Die Berichtserstattung erfolgte überwiegend einseitig.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt das Vertrauen der Gesellschaft in Medien als meritorisches Gut dar und leitet die Problemstellung der vernachlässigten Privatsphäre und Selbstinszenierung im Netz ein.

2 Überblick über der Medienberichtserstattungen: Dieses Kapitel vergleicht detailliert die beiden Fallbeispiele „Jugendlicher Selbstmord“ und die „Kassiererin Emely“ hinsichtlich ihres Verlaufs und der medialen Resonanz.

3 Medienethische Analyse: Hier erfolgt eine theoretische Einordnung der Medienordnung sowie eine Analyse von Marktversagen und Privatsphäre-Verletzungen anhand ethischer Implikationen.

4 Medialisierung: Das Kapitel beleuchtet den Wandel des Medienangebots und die Rolle des Internets, unterteilt in positive Aspekte wie Bürgerjournalismus und negative Dynamiken wie Voyeurismus.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, kritisiert die journalistische Informationsgier und appelliert an ein stärkeres Bewusstsein für Moral und ethische Verantwortung.

Schlüsselwörter

Medienethik, Privatsphäre, Pressekodex, Medialisierung, Selbstinszenierung, investigative Berichterstattung, Fallbeispiel Emely, Internet, Medienkonkurrenz, journalistische Verantwortung, Marktversagen, Voyeurismus, Online-Journalismus, Datenschutz, öffentliche Wahrnehmung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert kritisch die mediale Berichterstattung in Deutschland und untersucht, wie Journalisten bei der Informationsbeschaffung ethische Richtlinien einhalten oder verletzen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind Medienethik, der Schutz der Privatsphäre im digitalen Zeitalter, die Folgen von Medienrummel auf Individuen und der Wandel des Internetgebrauchs.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist der Vergleich zweier konträrer Fälle, um festzustellen, ob medienethische Grundsätze verletzt wurden und ob die Öffentlichkeit durch die Betroffenen selbst inszeniert oder durch die Medien forciert wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Fallstudienanalyse unter Anwendung ethischer Implikationen, insbesondere gestützt auf die Theorien von Rüdiger Funiok.

Welche Aspekte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Ereignisse, eine medienethische Einordnung inklusive rechtlicher Grundlagen und eine Untersuchung der „Medialisierung“ als gesellschaftliches Phänomen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit zusammenfassen?

Wichtige Begriffe sind Medienethik, Privatsphäre, Selbstinszenierung, Pressekodex, investigative Berichterstattung und mediale Voyeurismus-Dynamiken.

Wie unterscheidet sich der Fall „Emely“ vom Fall des Jugendlichen im Internet?

Im Fall „Emely“ sieht die Autorin einen aktiven Eingriff in die Privatsphäre einer unwilligen Person, während der Fall des Jugendlichen als explizit inszenierte Darstellung der eigenen Person betrachtet wird.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der journalistischen Verantwortung?

Die Autorin appelliert an Journalisten, sich mehr der Moral zu widmen, statt sich nur von wirtschaftlichem Konkurrenzdruck und einer Gier nach spektakulären Inhalten leiten zu lassen.

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Details

Title
Medienethische Analyse der Berichtserstattungen und Verwendung von ethischen Implikationen nach Funiok
College
University of Applied Sciences München
Grade
1
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2010
Pages
20
Catalog Number
V211573
ISBN (eBook)
9783656409557
ISBN (Book)
9783656412007
Language
German
Tags
Medien Ethik Medienordnung Mediengesetzt Medienlandschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2010, Medienethische Analyse der Berichtserstattungen und Verwendung von ethischen Implikationen nach Funiok, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/211573
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