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Das inklusive Konzept der Montessori-Pädagogik und das Menschenrecht auf Bildung für Behinderte

Ein mögliches Vorbild für ein deutsches inklusives Bildungssystem

Título: Das inklusive Konzept der Montessori-Pädagogik und das Menschenrecht auf Bildung für Behinderte

Trabajo Escrito , 2012 , 20 Páginas

Autor:in: Eva Herrmann (Autor)

Pedagogía - Pedagogía curativa y especial
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Integration und Inklusion sind (pädagogisch) zentrale Begriffe der Gegenwart, die heutzutage auch in den Medien zunehmend verbreitet sind. Nicht selten werden sie im alltäglichen Gebrauch miteinander gleichgesetzt, weil man denken könnte, das Wort Inklusion hat das der Integration abgelöst. Dabei verbergen sich hinter diesen zwei Begriffen unterschiedliche Forderungen und Ziele, welche im Feld der Pädagogik eine sehr wichtige Rolle einnehmen, darunter auch im Bereich der Schule. Was die Integrations- und Inklusionspädagogik gemeinsam haben, ist der Anspruch, Kinder und Jugendliche zusammen zu unterrichten, unabhängig von ihren individuellen Fähigkeiten und Behinderungen sowie von ihrer sozialen, ethischen und kulturellen Herkunft. Seit 2009 hat sich Deutschland dazu verpflichtet, ein inklusives Bildungssystem zu errichten, und somit einen gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderungen zu gewährleisten. Jedoch stellt sich immer wieder die Frage, wie dies umgesetzt werden kann. Befasst man sich mit der Montessori-Pädagogik, so wird deutlich, dass hier bereits eine lange Erfahrung mit einem inklusiven Konzept besteht.
In der folgenden Arbeit soll die Inklusion von Menschen mit Behinderungen im Bereich der Schule im Mittelpunkt stehen. Zunächst einmal soll gezeigt werden, warum die Worte Integration und Inklusion oftmals nebeneinander auftauchen, und wie diese v.a. im pädagogischen Diskurs miteinander zusammenhängen. An-schließend werde ich den Begriff Inklusion definieren. Dazu ist es nötig, diesen von dem der Integration abzugrenzen, um ein klares Bild davon zu bekommen, in welchen Punkten sich die beiden voneinander unterscheiden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsklärung von Integration und Inklusion

2.1 Zusammenhang der beiden Begriffe im pädagogischen Diskurs

2.2 Definition und Abgrenzung der Begriffe Integration und Inklusion

3. Der rechtlich verankerte Anspruch auf Inklusion im deutschen Bildungssystem als Menschenrecht

3.1 Die Salamanca-Erklärung

3.2 Die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen

4. Schulische Inklusion in der Montessori-Pädagogik

4.1 Maria Montessori und ihr Erziehungskonzept

4.2 Inklusive Ansätze in der Montessorischen Praxis

5. Erweiterter Schlussteil

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Umsetzung schulischer Inklusion unter besonderer Berücksichtigung des Montessori-Erziehungskonzepts. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Vordergrund, inwiefern die Montessori-Pädagogik als Vorbild für ein inklusives staatliches Bildungssystem in Deutschland dienen kann, insbesondere unter dem Aspekt der rechtlichen Anforderungen der UN-Behindertenrechtskonvention.

  • Pädagogische Differenzierung zwischen Integration und Inklusion
  • Rechtliche Grundlagen der Inklusion (Salamanca-Erklärung und UN-BRK)
  • Maria Montessori und die historische Entwicklung ihres Erziehungskonzepts
  • Praktische Umsetzung inklusiver Ansätze in Montessori-Schulen
  • Kritische Analyse zur Übertragbarkeit auf das deutsche Regelschulsystem

Auszug aus dem Buch

4.2 Inklusive Ansätze in der Montessorischen Praxis

Heutzutage ist es für viele Vertreter der Montessori-Pädagogik eine Selbstverständlichkeit, Kinder mit Behinderungen in die „normale“ Gesellschaft einzugliedern bzw. aufzunehmen. Es wird von ihnen als möglich und durchaus sinnvoll angesehen, heterogene soziale Gruppen bestehend aus Behinderten und Nichtbehinderten zu bilden, weil dadurch zum einen die Bedürfnisse der behinderten Kinder gewürdigt und zum anderen die Kinder ohne Behinderungen in ihrem Verhalten positiv geprägt werden. Diesbezüglich sagte Montessori einst: „Der Weg, auf dem sich die Schwachen stärken ist der gleiche, wie der, auf dem sich die Starken vervollkommnen“ (Montessori, zit. bei Anderlik 2010, S. 126). Daher dienen Kinderhäuser und Montessori-Schulen mit dieser Überzeugung bis heute oftmals als Vorbild für die Gründung neuer Institutionen (vgl. ebd.). Jedoch wie äußert sich Montessoris inklusives Erziehungskonzept in der Praxis?

Zunächst einmal ist es sinnvoll, das Menschenbild der Montessori-Pädagogik zu betrachten, da es die Grundlage des Konzepts bildet und, wie in 4.1 bereits erwähnt wurde, eines der Charakteristika dessen ist. Für Maria Montessori war es primär von großer Bedeutung, dass man allen Menschen die Zugehörigkeit zur Gattung Mensch zugesteht. In Bezugnahme auf ihr inklusives Konzept in der Schule ist es also wichtig, dass man ein Kind als Kind anerkennt. Zweitrangig ist es dann erst pädagogisch bedeutsam, welche Beeinträchtigung dieses Individuum hat. An diesem Menschenbild richtet sich schließlich die Praxis der Montessori-Schule aus (vgl. Winkler 2010, S. 88).

Die Montessori-Heilpädagogik und die Montessori-Therapie geben Kindern wie auch Erwachsenen in bereits gebildeten Gruppen die nötige Unterstützung, um auf andere zugehen zu können, miteinander zurechtzukommen und schlussendlich auch um gemeinsam zu wachsen und stark zu werden. Damit diese Ziele erreicht werden können, werden entsprechende Vorbereitungen getroffen, welche im Folgenden aufgezeigt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die begriffliche Unterscheidung zwischen Integration und Inklusion ein und umreißt die Relevanz inklusiver Pädagogik sowie die Rolle der Montessori-Pädagogik innerhalb dieses Diskurses.

2. Begriffsklärung von Integration und Inklusion: Dieses Kapitel erläutert die terminologischen Unterschiede und Zusammenhänge, wobei Inklusion als ein umfassenderer, auf Teilhabe ausgerichteter Ansatz definiert wird.

3. Der rechtlich verankerte Anspruch auf Inklusion im deutschen Bildungssystem als Menschenrecht: Hier werden die Salamanca-Erklärung und die UN-Behindertenrechtskonvention als zentrale politische Meilensteine für den Inklusionsanspruch in Deutschland analysiert.

4. Schulische Inklusion in der Montessori-Pädagogik: Das Kapitel widmet sich der historischen Entstehung des Montessori-Konzepts und dessen praktischer Ausgestaltung in Bezug auf heterogene Lerngruppen und individuelle Förderung.

5. Erweiterter Schlussteil: Der Schlussteil reflektiert die Stärken des Montessori-Ansatzes in Bezug auf die Inklusionsforderungen und diskutiert kritisch die Herausforderungen bei der Übertragung auf staatliche Regelschulen.

Schlüsselwörter

Inklusion, Integration, Montessori-Pädagogik, Sonderpädagogik, UN-Behindertenrechtskonvention, Salamanca-Erklärung, Inklusives Bildungssystem, Heterogene Lerngruppen, Vorbereitete Umgebung, Individuelle Förderung, Menschenrecht, Teilhabe, Schulentwicklung, Förderbedarf, Regelschule

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die Inklusion von Menschen mit Behinderungen im schulischen Kontext und untersucht, wie die Montessori-Pädagogik hierzu beitragen kann.

Welche Themenfelder stehen dabei im Fokus?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung von Integration und Inklusion, die rechtlichen Grundlagen durch internationale Abkommen sowie die praktische Umsetzung inklusiver Pädagogik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu prüfen, ob das Montessori-Konzept die Anforderungen an ein inklusives Bildungssystem erfüllt und ob es als Modell für das staatliche Schulwesen dienen kann.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auseinandersetzung mit pädagogischen und rechtlichen Primär- und Sekundärquellen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung, die rechtliche Analyse (Art. 24 UN-BRK) sowie die detaillierte Darstellung der Montessori-Praxis und deren inklusiver Ansätze.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Inklusion, Montessori-Pädagogik, Menschenrecht und das Konzept der „vorbereiteten Umgebung“ geprägt.

Wie unterscheidet sich die Montessori-Praxis in Bezug auf die Gruppenzusammensetzung?

In Montessori-Gruppen werden bewusst heterogene soziale Gruppen aus behinderten und nichtbehinderten Kindern gebildet, wobei das Prinzip der gegenseitigen Unterstützung und der Arbeit mit Vorbildern im Mittelpunkt steht.

Welchen kritischen Nachteil der Montessori-Schulen arbeitet die Autorin heraus?

Ein wesentlicher Nachteil besteht darin, dass es sich um private Schulen handelt, die auf Schulgeld basieren, was zu einer sozialen Segregation führen kann, anstatt eine für alle zugängliche, staatliche Inklusion zu gewährleisten.

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Detalles

Título
Das inklusive Konzept der Montessori-Pädagogik und das Menschenrecht auf Bildung für Behinderte
Subtítulo
Ein mögliches Vorbild für ein deutsches inklusives Bildungssystem
Universidad
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Pädagogik)
Curso
Menschenrechtsbildung
Autor
Eva Herrmann (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
20
No. de catálogo
V211852
ISBN (Ebook)
9783656394938
ISBN (Libro)
9783656395324
Idioma
Alemán
Etiqueta
Menschenrechte inklusives Bildungssystem Sonderpädagogik Montessori Menschenrecht Menschen mit Behinderung Inklusion Pädagogik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Eva Herrmann (Autor), 2012, Das inklusive Konzept der Montessori-Pädagogik und das Menschenrecht auf Bildung für Behinderte, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/211852
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