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Konstruktivismus in den aktuellen Kompetenzmodellen. Ein Vergleich zweier widerstreitender Kompetenzmodelle

Titre: Konstruktivismus in den aktuellen Kompetenzmodellen. Ein Vergleich zweier widerstreitender Kompetenzmodelle

Dossier / Travail de Séminaire , 2013 , 17 Pages , Note: 1,5

Autor:in: Anonym (Auteur)

Didactique - Politique, Education politique
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Schüßler stellte 2005 die These auf: „Der Konstruktivismus erscheint mir für das didaktische Handeln nur teilweise „viabel“, was erklärt, dass in diesem Feld vorrangig ein „gemäßigter Konstruktivismus vertreten wird.“ (Schüßler 2005: 92)
Hierbei stellt sich die Frage, ob sie mit seiner These Recht behält, oder ob es nicht auch möglich wäre, eine andere konstruktivistische Theorie, wie zum Beispiel den radikalen Konstruktivismus als Basis für eine didaktische Konzeption und insbesondere für ein Kompetenzmodell zu wählen.
Diese Fragestellung soll nachfolgend speziell im Rahmen der Politikdidaktik behandelt werden. Es wurden dafür zum einen das Kompetenzmodell des Fachwissens von Weißeno et al. und zum anderen das Kompetenzmodell nach Wolfgang Sander ausgewählt. Diese werden zunächst in ihrem Aufbau beschrieben. Hierbei wird das Kompetenzmodell Sanders nicht nur erläutert, sondern zuzüglich in seinen einzelnen Bestandteilen mit dem Modell von Weißeno et al. verglichen. Anschließend erfolgt sowohl eine Darstellung des radikalen als auch des gemäßigten Konstruktivismus, auf welche darauf folgend Bezug genommen wird, indem die beiden Kompetenzmodelle auf Parallelen zu den konstruktivistischen Theorien untersucht werden. Abschließend werden die erläuterten Aspekte in einem Fazit zusammengeführt, welches hervorhebt, welche positiven und negativen Rückschlüsse aus den Theorien für die Politikdidaktik gezogen werden können.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kompetenzmodelle

2.1 Kompetenzen im Unterricht

2.2 Kompetenzmodell des Fachwissens nach Weißeno et al.

2.2.1 Basiskonzepte und Fachkonzepte

2.2.2 Civic Literacy alias politische Grundbildung

2.3 Kompetenzmodell nach Sander

2.3.1 Kritik am schulischen Wissen

2.3.2 Sanders Konzeptverständnis

2.3.3 Das Kompetenzmodell Sanders und seine Unterschiede zum Kompetenzmodell des Fachwissens von Weißeno et al.

3. Konstruktivistische Ansätze

3.1 Radikaler Konstruktivismus

3.2 gemäßigter Konstruktivismus

4. Vereinbarkeit der konstruktivistischen Theorien mit den Kompetenzmodellen

4.1 Kompetenzmodell des Fachwissens von Weißeno et al.

4.2 Kompetenzmodell von Sander

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretische Fundierung aktueller politikdidaktischer Kompetenzmodelle im Hinblick auf konstruktivistische Lerntheorien. Ziel ist es, die Modelle von Weißeno et al. und Wolfgang Sander vergleichend gegenüberzustellen und zu analysieren, inwieweit diese mit den Ansätzen des radikalen bzw. gemäßigten Konstruktivismus vereinbar sind.

  • Vergleich des Kompetenzmodells nach Weißeno et al. mit dem Modell nach Sander
  • Analyse des radikalen Konstruktivismus und dessen Auswirkungen auf das Lernen
  • Untersuchung des gemäßigten Konstruktivismus im schulischen Kontext
  • Bewertung der Praxisnähe und Überprüfbarkeit der Kompetenzmodelle
  • Diskussion der Vereinbarkeit von Theorieansätzen und didaktischer Anwendung

Auszug aus dem Buch

3.1 Radikaler Konstruktivismus

Der radikale Konstruktivismus ist ein Teil der Erkenntnistheorie. Die von Ernst von Glasersfeld begründete Strömung basiert zum Teil auf Aussagen Jean Piagets. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts beschäftige er sich mit der Lernpsychologie der Schülerinnen und Schüler. Die beiden Schlüsselbegriffe seiner Theorie, welche auch im radikalen Konstruktivismus noch eine Rolle spielen, sind Assimilation und Akkommodation. Die Assimilation, das Eingliedern einer Wahrnehmung in ein bereits vorhandenes Schema, stellt in diesem Fall die Basis für die Akkommodation, das Schaffen eines neuen Wahrnehmungsschemas, dar. Diese Begrifflichkeiten beschreiben somit, wie sich Menschen für Wissen bereit machen, indem sie einen Wandel in ihrer mentalen Struktur vornehmen.

Ein Kernproblem des radikalen Konstruktivismus stellt die Frage nach der Realität dar (vgl. Glasersfeld, 1997: 51 - 53). Der Begriff „Realität“, abgeleitet von lat. realitas – das Ding, wird von den radikalen Konstruktivisten als sehr kritisch angesehen, da er vorgibt, objektiv das zu benennen, was wirklich existiere. Im Gegensatz zur Realität ist es möglich, von einer Wirklichkeit zu sprechen. Glasersfeld definiert Wirklichkeit als „ein Netzwerk von Begriffen, die sich in der bisherigen Erfahrung des Erlebenden als angemessen, brauchbar oder „viabel“ erwiesen haben, und zwar dadurch, daß sie wiederholt zur erfolgreichen Überwindung von Hindernissen oder zur begrifflichen „Assimilation“ von Erfahrungskomplexen gedient haben.“ (Glasersfeld, 1997: 47)und greift somit auch einen Aspekt Piagets wieder auf. Ein wichtiger Aspekt dieser Wirklichkeit ist die Art und Weise, wie wir sie erfahren können. Ganz im Sinne der Assimilation sollte dies induktiv vor sich gehen. Bezogen auf den Unterricht bedeutet dies, dass die Schülerinnen und Schüler durch ihr eigenes Sensorium ihre persönliche Erfahrungswelt aufbauen – sie konstruieren sie. Sie sollen sich selbständig an Aufgaben herantrauen und durch die Arbeit mit ihnen sowohl negative als auch positive Erfahrungen machen, die letztendlich ihr Bild von der Welt prägen (ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Fragestellung nach der theoretischen Basis didaktischer Konzeptionen und die Auswahl der zu vergleichenden Kompetenzmodelle vor.

2. Kompetenzmodelle: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Ansätze von Weißeno et al. und Sander, inklusive ihrer unterschiedlichen Auffassungen zu Fachwissen und Kompetenz.

3. Konstruktivistische Ansätze: Hier werden die theoretischen Grundlagen des radikalen und gemäßigten Konstruktivismus als erkenntnistheoretische Positionen dargelegt.

4. Vereinbarkeit der konstruktivistischen Theorien mit den Kompetenzmodellen: Die Kapitel untersuchen die inhaltlichen Parallelen und Konfliktpunkte zwischen den konstruktivistischen Theorien und den gewählten Kompetenzmodellen.

5. Fazit: Das Fazit bewertet die Eignung der Modelle für den Politikunterricht und resümiert, dass das Modell von Weißeno et al. praxisnäher erscheint.

Schlüsselwörter

Politikdidaktik, Kompetenzmodell, Konstruktivismus, Weißeno et al., Wolfgang Sander, Radikaler Konstruktivismus, Gemäßigter Konstruktivismus, Fachwissen, Civic Literacy, Basiskonzepte, Politische Bildung, Lernpsychologie, Assimilation, Akkommodation, Schulunterricht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit dem theoretischen Vergleich zweier unterschiedlicher Kompetenzmodelle in der Politikdidaktik vor dem Hintergrund konstruktivistischer Lerntheorien.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse von Kompetenzmodellen, der Gegenüberstellung von fachwissenschaftlichem Anspruch und individueller Lernkonstruktion sowie der Frage nach der Anwendbarkeit dieser Theorien im Schulalltag.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu prüfen, inwieweit die Kompetenzmodelle von Weißeno et al. und Sander konstruktivistische Ansätze widerspiegeln und welche daraus resultierenden Konsequenzen für die didaktische Praxis in der politischen Bildung zu ziehen sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Es wird eine vergleichende Literatur- und Modellanalyse durchgeführt, bei der die theoretischen Grundlagen der Autoren kritisch mit konstruktivistischen Konzepten in Beziehung gesetzt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Kompetenzmodelle, eine Einführung in den radikalen und gemäßigten Konstruktivismus sowie die systematische Analyse der Vereinbarkeit beider Bereiche.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind Politikdidaktik, Kompetenzmodell, Konstruktivismus, Fachwissen und Politische Bildung.

Worin liegt der Hauptunterschied zwischen dem Modell von Weißeno et al. und dem Modell von Sander?

Während Weißeno et al. Wert auf strukturierte Fachkonzepte und überprüfbare Standards legen, bevorzugt Sander ein flexibleres, offeneres Modell, das stärker an den individuellen Vorstellungen der Lernenden ansetzt.

Warum wird der radikale Konstruktivismus als für den Unterricht weniger praktikabel eingestuft?

Aufgrund der radikalen Subjektivität des Wissens im radikalen Konstruktivismus wird eine zielgerichtete Instruktion und die Festlegung verbindlicher Lernergebnisse, wie sie das Schulsystem erfordert, nahezu unmöglich.

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Titre
Konstruktivismus in den aktuellen Kompetenzmodellen. Ein Vergleich zweier widerstreitender Kompetenzmodelle
Université
Karlsruhe University of Education
Note
1,5
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
17
N° de catalogue
V212265
ISBN (ebook)
9783656403524
ISBN (Livre)
9783656403791
Langue
allemand
mots-clé
konstruktivismus kompetenzmodellen vergleich kompetenzmodelle
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Citation du texte
Anonym (Auteur), 2013, Konstruktivismus in den aktuellen Kompetenzmodellen. Ein Vergleich zweier widerstreitender Kompetenzmodelle, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212265
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