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Vergleich der Grundlagen des Jahresabschlusses nach dem Handelsgesetzbuch und den International Financial Reporting Standards

Inklusive Bewertung von Bauaufträgen (langfristigen Fertigungsaufträgen)

Titre: Vergleich der Grundlagen des Jahresabschlusses nach dem Handelsgesetzbuch und den International Financial Reporting Standards

Travail de Projet (scientifique-pratique) , 2012 , 34 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Anika Lasseck (Auteur)

Gestion d'entreprise - Comptabilité, Fiscalité
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Vermeidung von Falschangaben in der Bilanz begründet die Notwendigkeit zur Schaffung einheitlich geltender Rechtsnormen. In Deutschland wurde dafür das Handelsgesetzbuch (HGB) eingeführt, welches Gültigkeit für alle Kaufleute besitzt.
Kaufmann ist im Sinne des § 1 Abs. (Absatz) 1 HGB derjenige, der ein Handelsgewerbe betreibt. Ein Handelsgewerbe ist gemäß § 1 Abs. 2 HGB jeder Gewerbebetrieb, der nach Art oder Umfang einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert.2
Die bestehenden nationalen Gesetze basieren auf dem Vorsichtsprinzip und dem Gläubigerschutz. Der Kaufmann soll sich nach dem HGB lieber ärmer als reicher rechnen, das dient der Vermeidung von ungerechtfertigter Gewinnausschüttung. In den letzten Jahren stand der deutsche Jahresabschluss zunehmend in der Kritik.
Hauptproblem des Jahresabschlusses nach dem HGB besteht darin, dass für die Unternehmen die Möglichkeit besteht, stille Reserven zu bilden, welche in schlechten Zeiten aufgelöst werden können. Dadurch entsteht eine nicht der Wirklichkeit entsprechende Darstellung. Aber auch die zunehmende Globalisierung hat die Entwicklung von neuen, über die deutschen Staatsgrenzen hinaus geltenden, Regelungen gefordert. Um dem entgegenzuwirken wurden Vorschriften im Rahmen des internationalen Rechnungswesens festgelegt. Anfangs waren diese unter der Bezeichnung International Accounting Standards bekannt, heute sind das die weiter entwickelten International Financial Reporting Standards (IFRS). Das Hauptziel der IFRS ist die Wiedergabe der tatsächlichen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Unternehmens und die Erfüllung einer Informationsfunktion für die Abschlussadressaten.3
In meiner Praxisarbeit werde ich mich vorrangig mit den Grundprinzipien des HGB’s und der IFRS auseinandersetzen. Des Weiteren werde ich auf die verschiedenartigen Bilanzansätze für langfristige Fertigungsaufträge eingehen, weil in der Bauwirtschaft die Abwicklung von komplexen Bauvorhaben meist einen Zeitraum über einen oder mehrere Bilanzstichtage beansprucht.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Jahresabschluss nach dem Handelsgesetzbuch

2.1 Allgemeine Informationen und die Entstehung des Handelsgesetzbuches

2.2 Der Aufbau des Dritten Buches des Handelsgesetzbuch

2.3 Die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung

2.3.1 Der Grundsatz der Richtigkeit und der Willkürlichkeit

2.3.2 Der Grundsatz der Klarheit

2.3.3 Der Grundsatz der Vollständigkeit

2.3.4 Der Grundsatz der Stetigkeit

2.3.5 Der Grundsatz der Vorsicht

2.3.6 Abgrenzungsgrundsätze

2.4 Die Bestandteile des Jahresabschlusses

2.5 Die Bilanzierung von langfristigen Fertigungsaufträgen

3 Der Jahresabschluss nach den International Financial Reporting Standards

3.1 Hintergründe zur Entstehung der IFRS und Ziele

3.2 Der Aufbau der IFRS

3.3 Die Grundprinzipien der IFRS-Rechnungslegung

3.3.1 Die Grundannahmen

3.3.2 Die qualitativen Anforderungen

3.3.3 Die Beschränkungen für die relevanten und zuverlässigen Informationen

3.4 Die Bestandteile des Jahresabschlusses

3.5 Die Bilanzierung von Fertigungsaufträgen

4 Vergleich und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit vergleicht die grundlegenden Konzepte der handelsrechtlichen Rechnungslegung nach dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB) mit den internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS). Besonderer Fokus liegt dabei auf der Bewertung von langfristigen Fertigungsaufträgen, die aufgrund ihrer Dauer über mehrere Bilanzstichtage hinweg spezifische Herausforderungen für die Rechnungslegung darstellen.

  • Grundprinzipien und Ziele der Rechnungslegung nach HGB
  • Struktur und Konzeption der IFRS
  • Vergleich der Bilanzbestandteile und Bewertungsmethoden
  • Bilanzierung langfristiger Fertigungsaufträge nach HGB (Completed-Contract-Methode)
  • Bilanzierung langfristiger Fertigungsaufträge nach IFRS (Percentage-of-Completion-Methode)

Auszug aus dem Buch

2.5 Die Bilanzierung von langfristigen Fertigungsaufträgen

In der Bauwirtschaft tritt in der Regel der Fall ein, dass Bauvorhaben über einen längeren Zeitraum realisiert werden und dadurch bedarf es einer besonderen Beachtung bei der Bilanzierung.

Im handelsrechtlichen Verständnis werden unter langfristigen Fertigungsaufträgen die Aufträge verstanden, bei denen zwischen Auftragsbeginn und Fertigstellung mindestens ein Bilanzstichtag liegt. Das Handelsrecht sieht hierzu keine explizite Regelung vor, aufgrund dessen werden hier die allgemeinen Grundsätze wie das Realisations- und Vorsichtsprinzip berücksichtigt. Grundsätzlich unterscheidet man, neben noch anderen Möglichkeiten, zwei Verfahren für die Bilanzierung: die Completed-Contract-Methode(siehe Beispiel Anhang 3) und die Percentage-of-Completion-Methode. Die Completed-Contract-Methode ist eine handels- und steuerrechtlich anerkannte und zulässige Methode, weil gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB ein Umsatzausweis mit entsprechender Ergebnisrealisation erst zum Zeitpunkt der Übergabe des Gesamtwerkes durchgeführt werden darf. Der Percentage-of-Completion-Methode steht grundsätzlich das Vorsichts- und Realisationsprinzip entgegen und steuerrechtlich ist diese Art der Bilanzierung verboten.

Bei der Completed-Contract-Methode gilt die Übergabe des Gesamtwerkes an den Auftraggeber als Realisationszeitpunkt, dieser erkennt die Funktionsfähigkeit durch die Abnahme an und es erfolgt die Schlussrechnungsstellung. Erst nach Abnahme des Werkes darf für den Auftrag ein Umsatzausweis mit Ergebnisrealisierung erfolgen. Problematisch ist die Anwendung des Realisationsprinzips bei Bauwerken mit einer Fertigstellungsdauer über mehrere Jahre hinweg, weil der unfertige Auftrag zu handels- bzw. steuerrechtlichen Herstellungskosten zu aktivieren ist. Dadurch können Auftragszwischenverluste entstehen, weil die nicht aktivierten bzw. aktivierungsfähigen Selbstkostenbestandteile nicht in Ansatz gebracht wurden. Im Jahr der Fertigstellung und der Abnahme wird nicht nur der eigentliche Auftragsgewinn als Differenz zwischen Erlösen und Selbstkosten ausgewiesen, sondern auch die in den Vorjahren als Aufwand gebuchten Selbstkostenbestandteile. Folglich wird bei Fertigungsaufträgen über mehrere Perioden hinweg, nur ein unzureichender Einblick in die Ertragslage des Unternehmens gewährt und die Vergleichbarkeit der Abschlüsse wird dadurch beschränkt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die Notwendigkeit einheitlicher Rechtsnormen für Bilanzen und führt in die Thematik des Vergleichs zwischen HGB und IFRS sowie die Relevanz für Bauaufträge ein.

2 Der Jahresabschluss nach dem Handelsgesetzbuch: Dieses Kapitel erläutert den Aufbau, die Rechtsgrundlagen sowie die maßgeblichen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) des HGB und beschreibt die Anwendung auf Fertigungsaufträge.

3 Der Jahresabschluss nach den International Financial Reporting Standards: Dieses Kapitel stellt das Rahmenkonzept und die Grundprinzipien der IFRS vor und beschreibt die spezifischen Regeln zur Bilanzierung von Fertigungsaufträgen mittels der Percentage-of-Completion-Methode.

4 Vergleich und Fazit: Das abschließende Kapitel stellt die zentralen Unterschiede zwischen HGB und IFRS gegenüber und gibt einen Ausblick auf die zunehmende Bedeutung internationaler Normen.

Schlüsselwörter

Handelsgesetzbuch, HGB, IFRS, Jahresabschluss, Bilanzierung, langfristige Fertigungsaufträge, Realisationsprinzip, Vorsichtsprinzip, Completed-Contract-Methode, Percentage-of-Completion-Methode, GoB, Gläubigerschutz, Rechnungslegung, Bewertung, Bauwirtschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Praxisarbeit behandelt den systematischen Vergleich zwischen den nationalen deutschen Rechnungslegungsvorschriften (HGB) und den internationalen Standards (IFRS) mit einem Fokus auf die Bewertung langfristiger Fertigungsaufträge.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind der Aufbau von Jahresabschlüssen, die Grundprinzipien der ordnungsmäßigen Buchführung, die Anforderungen an die Informationsvermittlung sowie die spezifische Bilanzierung komplexer Bauvorhaben.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel besteht darin, die konzeptionellen Unterschiede zwischen HGB und IFRS herauszuarbeiten und aufzuzeigen, wie sich diese auf die Abbildung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bei Fertigungsaufträgen auswirken.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Analyse, die auf Literaturrecherche, der Auswertung gesetzlicher Texte (HGB) und internationaler Standards (IFRS/IAS) sowie der Anwendung der Methoden auf praktische Beispiele basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung des HGB-Jahresabschlusses, eine Analyse der IFRS-Grundprinzipien und eine spezifische Untersuchung der Bilanzierungsmethoden für langfristige Fertigungsaufträge.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie HGB, IFRS, Jahresabschluss, Fertigungsaufträge, Realisationsprinzip und Bewertungsmethoden wie die Completed-Contract- oder Percentage-of-Completion-Methode charakterisieren.

Warum ist die Bilanzierung von Bauaufträgen eine besondere Herausforderung?

Da Bauvorhaben meist über mehrere Bilanzstichtage hinweg andauern, stellt sich die Frage, zu welchem Zeitpunkt Gewinne realisiert und Kosten in der Bilanz erfasst werden dürfen, um die Ertragslage des Unternehmens korrekt abzubilden.

Worin liegt der Hauptunterschied bei der Ergebnisrealisation zwischen HGB und IFRS bei Bauaufträgen?

Während das HGB aufgrund des Vorsichtsprinzips meist erst nach Abnahme (Completed-Contract) realisiert, erlaubt oder fordert die IFRS-Methode (Percentage-of-Completion) eine gewinnwirksame Vereinnahmung entsprechend dem tatsächlichen Baufortschritt.

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Résumé des informations

Titre
Vergleich der Grundlagen des Jahresabschlusses nach dem Handelsgesetzbuch und den International Financial Reporting Standards
Sous-titre
Inklusive Bewertung von Bauaufträgen (langfristigen Fertigungsaufträgen)
Université
University of Cooperative Education Glauchau
Note
1,7
Auteur
Anika Lasseck (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
34
N° de catalogue
V212435
ISBN (ebook)
9783656405030
ISBN (Livre)
9783656406433
Langue
allemand
mots-clé
HGB IFRS Bilanzierung langfristige Fertigungsaufträge
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anika Lasseck (Auteur), 2012, Vergleich der Grundlagen des Jahresabschlusses nach dem Handelsgesetzbuch und den International Financial Reporting Standards, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212435
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Extrait de  34  pages
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