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Die Gesamtschule und das Prinzip der Chancengleichheit der modernen Gesamtschule

Titre: Die Gesamtschule und das Prinzip der Chancengleichheit der modernen Gesamtschule

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2012 , 16 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Lars Johannes Nowack (Auteur)

Sociologie - Connaissances et Information
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Résumé Extrait Résumé des informations

1. Einleitung
Schulformen, wie die Gesamtschule oder ganz aktuell die Oberschule nehmen immer größeren Diskussionsraum ein und sind aus dem politischen Alltag kaum noch wegzudenken, besonders wenn man die politische Lage auf Länderebene betrachtet. Es gibt viele Befürworter sowie Verfechter dieser Schulform unabhängig davon, ob es sich um Politiker handelt oder um Personen, welche sich um die schulische Situation des Landes Gedanken machen. Verfechter sowie Befürworter versuchen ein Schulsystem bzw. eine Schulform zu erschaffen oder zu verteidigen, welche die beste Form darstellt, um die zukünftige Generationen auf geeignetste Weise auszubilden und in die Ökonomie und Wirtschaft des Landes einzugliedern. Bildung ist in unserer heutigen Gesellschaft wichtiger als je zuvor. So wird es als eines der herrschenden Kapitale betrachtet laut Bourdieu. Die Schule ist heutzutage eine Institution, welche neben der rein ökonomisch intendierten Absicht gut ausgebildete Fachkräfte zu schaffen auch eine gesellschaftliche Verantwortung besitzt. So übernimmt sie auch die Sozialisation von Kindern nach einem gesellschaftlichen Normbild teilweise mit, soweit dies im Elternhaus oder in anderen sozialen Bezugssystemen nicht nach den gesellschaftlich akzeptierten Leitbildern geschehen ist. Dort nimmt die Gesamtschule sogar eine besondere Stellung ein, da sie die Sozialisation von Kindern aus verschiedenen Schichten übernehmen soll und dies im Sinne der Einheitlichkeit und Gleichheit, unabhängig der sozialen Herkunft. Doch unabhängig davon, welche Schulform nun die geeignetste ist, ist die Frage interessant, wie es um die Vergangenheit der Diskussion um diese Schulformen steht und wie diese in Deutschland ihren Anfang fand.
Diese Ausarbeitung versucht die Anfänge und den historischen Weg der Diskussion Schulform in Deutschland aufzuzeigen und die wichtigsten Ereignisse auszugliedern sowie im historischen Kontext darzustellen. So wird der Grundstein der Diskussion, welche schon im 19. Jahrhundert begonnen hat, beleuchtet und endet mit der Betrachtung der aktuellen politischen Situation bezüglich dieses Themas. Es ist zu sagen, dass nicht alle Ereignisse und Forderungen, welche bezüglich des Themas im 19. Jahrhundert genannt wurden, in dieser Arbeit beachtet wurden. Dies ist so, da es zwar viel Diskussionen, Meinungen und Ideen über einheitliche Schulformen gab, diese aber nie formal bestätigt wurden und meistens nur Ideen auf dem Papier blieben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historie der Gesamtschule im historischen Kontext

3. Der Begriff der Chancengleichheit im Schulsystem

4. Argumente und Standpunkte der Befürworter und Gegner der Gesamtschulen

4.1 Der Standpunkt der Befürwörter des dreigleidrigen Systems

4.2 Der Standpunkt der Gesamtschulbefürworter

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung der Gesamtschule in Deutschland sowie deren Rolle bei der Verwirklichung des Prinzips der Chancengleichheit innerhalb des deutschen Bildungssystems.

  • Historische Ursprünge und Konzepte der Gesamtschuldiskussion
  • Definition und theoretische Einordnung der Chancengleichheit
  • Kontroverse Argumentationslinien von Befürwortern und Gegnern
  • Differenzierungsformen an der Gesamtschule
  • Problematiken wie der Creaming-Effekt und die öffentliche Wahrnehmung

Auszug aus dem Buch

2. Historie der Gesamtschule im historischen Kontext

Das Thema beziehungsweise die Diskussion Gesamtschule existiert bereits seit dem 19. Jahrhundert, wobei die Begriffe für die Schulform Gesamtschule in der Geschichte variierten. So wurde diese zum Beispiel Nationalschule oder Einheitsschule genannt. Dennoch sind die Argumente sowie die Gegenargumente, die während dieser Diskussion angeführt wurden, beinahe unverändert. Dennoch bleibt festzuhalten, dass man in den vorgestellten Systemen nie eine radikale Verschmelzung aller Schulsysteme im Sinn hatte. Es handelte sich vielmehr um die Forderung, dass alle Kinder unabhängig ihres Standes oder sozialen Herkunft gemeinsam lernen durften und dies an denselben Bildungseinrichtungen.

Schon 1812 wurde von dem preußischen Schulrat Reinhold Bernhard Jachmann, der vorher auch Direktor des Conradiums in Danzig war, die Forderung nach einer Art Gesamtschule laut, wobei er diese mit dem Wort Nationalschule betitelte. Dennoch war das Konzept, welches er verfolgte, der späteren Gesamtschule ähnlich. So sollte jeder Schüler ab dem schulfähigen Alter bis hin zum Erwachsensein diese Schule besuchen, wobei dies wahrscheinlich nur für Jungen galt. Die Nationalschule war stufenweise aufgebaut wie sie 1822 von Seiten der Volksschullehrerschaft als Einheitsidee verfasst wurde. So sollte die Nationalschule in die Volksschule, Hauptschule und Bürgerschule aufgeteilt sein. Nach dieser war dann die Berufsbildung oder die Gelehrtenbildung vorgesehen. Ein Grund für das Entwickeln des Systems Nationalschule war für Jachmann, dass die gesellschaftlich höher und nieder gestellten Schulen geeint werden, damit es zu einer geringeren sozialen Ungerechtigkeit im Schulsystem käme.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Relevanz des Themas Gesamtschule und formuliert die zentralen Fragestellungen zur historischen Entwicklung sowie zur Chancengleichheit.

2. Historie der Gesamtschule im historischen Kontext: Dieses Kapitel zeichnet den Weg der Gesamtschulidee vom 19. Jahrhundert bis zur Nachkriegszeit nach und zeigt, dass die Grunddebatten über soziale Herkunft und gemeinsames Lernen zeitlos sind.

3. Der Begriff der Chancengleichheit im Schulsystem: Hier wird der theoretische Rahmen der Chancengleichheit definiert und zwischen außerschulischen und innerschulischen Einflussfaktoren auf Bildungschancen unterschieden.

4. Argumente und Standpunkte der Befürworter und Gegner der Gesamtschulen: Dieses Kapitel stellt die gegensätzlichen Positionen zum dreigliedrigen Schulsystem und zur Gesamtschule detailliert gegenüber.

4.1 Der Standpunkt der Befürwörter des dreigleidrigen Systems: Es werden die Argumente der Kritiker der Gesamtschule erläutert, insbesondere Sorgen um Bildungsqualität, Anonymität und soziale Selektion.

4.2 Der Standpunkt der Gesamtschulbefürworter: Hier werden die Gegenargumente der Gesamtschulbefürworter angeführt, die den Fokus auf Fachleistungsdifferenzierung und soziale Integration legen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert kritisch die aktuelle Situation der Gesamtschule im Kontext des sogenannten Creaming-Effekts.

Schlüsselwörter

Gesamtschule, Chancengleichheit, Bildungssystem, dreigliedriges System, Nationalschule, Einheitsschule, soziale Herkunft, Fachleistungsdifferenzierung, Bildungspolitik, Chancengerechtigkeit, Selektion, Schulentwicklung, IGLU-Studie, Creaming-Effekt, soziale Integration

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische Entstehung und Entwicklung der Gesamtschule in Deutschland und untersucht deren Ambitionen, das Prinzip der Chancengleichheit im Schulwesen zu verwirklichen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Bildungsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, soziologische Konzepte von Chancengleichheit sowie die didaktischen und strukturellen Debatten zwischen den Befürwortern der Gesamtschule und des dreigliedrigen Schulsystems.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, den historischen Weg der Gesamtschule aufzuzeigen und zu erörtern, inwiefern die heutige Gesamtschule tatsächlich den Anspruch auf Chancengleichheit einlösen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte, historische und politikwissenschaftliche Analyse, die den Diskurs um Schulformen anhand maßgeblicher bildungshistorischer Quellen und Studien auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Gesamtschulkonzepte, eine theoretische Begriffsbestimmung der Chancengleichheit und eine detaillierte Gegenüberstellung der Argumente von Befürwortern und Gegnern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Chancengleichheit, Gesamtschule, dreigliedriges Schulsystem, soziale Herkunft, Selektion und Bildungsgerechtigkeit.

Was ist mit dem im Fazit erwähnten "Creaming-Effekt" gemeint?

Der Creaming-Effekt beschreibt das Phänomen, dass leistungsstarke Schüler zunehmend von der Gesamtschule abwandern, insbesondere hin zum Gymnasium, wodurch die Attraktivität und das angestrebte Ziel einer Schule für alle gefährdet werden.

Warum wird im Text Bezug auf die IGLU-Studie genommen?

Die IGLU-Studie von 2006 wird als empirischer Beleg dafür angeführt, dass das deutsche Schulsystem sozial präformiert ist und Kinder aus bildungsfernen Schichten systematisch benachteiligt werden.

Wie unterscheidet sich die Auffassung von Chancengleichheit bei den verschiedenen Lagern?

Während Kritiker der Gesamtschule häufig eine liberale Startgerechtigkeit betonen, verfolgen Gesamtschulbefürworter einen sozialdemokratischen Ansatz, der auf Ergebnisgleichheit und den Abbau gesellschaftlicher Vorrechte zielt.

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Résumé des informations

Titre
Die Gesamtschule und das Prinzip der Chancengleichheit der modernen Gesamtschule
Université
University of Vechta  (Institut für Sozialwissenschaften und Philosophie)
Cours
SO-3.1 Bildungstheorien
Note
1,0
Auteur
Lars Johannes Nowack (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
16
N° de catalogue
V212436
ISBN (ebook)
9783656405023
ISBN (Livre)
9783656406310
Langue
allemand
mots-clé
Chancengleichheit Bildungssystem
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Lars Johannes Nowack (Auteur), 2012, Die Gesamtschule und das Prinzip der Chancengleichheit der modernen Gesamtschule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212436
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Extrait de  16  pages
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