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Der Oslo-Friedensprozess. Die Gründe für das Scheitern des Friedensprozesses

Titre: Der Oslo-Friedensprozess. Die Gründe für das Scheitern des Friedensprozesses

Dossier / Travail , 2012 , 19 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Axel Hausin (Auteur)

Politique - Sujet: Paix et Conflits, Sécurité
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die vorliegende Hausarbeit soll zuerst einen kurzen chronologischen Einblick in die Geschichte der Oslo-Friedensverhandlungen geben. Dabei werden kurz die wichtigsten Abkommen besprochen. Im weiteren Verlauf der Hausarbeit werden die Hauptpunkte, die zum Scheitern des Oslo-Friedensprozesses führten genau reflektiert. Es wird dabei vor allem auf die wirtschaftliche, politische und ideologische Ungleichheit der beiden Verhandlungspartner eingegangen. Es ist zwar offensichtlich, dass die PLO eine schwächere Ausgangslage besaß als Israel (allein rein militärisch betrachtet), jedoch werden die Punkte dargelegt die dazu führten, dass sich die Palästinenser intern selbst schwächten und das Vertrauen Israels nicht nutzten. Außerdem werden die Hauptakteure mit ihren Nöten erläutert, wobei das Hauptaugenmerk auf Yassir Arafat und Benyamin Netanyahu liegen wird. Zwei Streitpunkte, die zu weiteren Vertrauensproblemen der beiden Seiten führten, die Siedlungspolitik und der Terrorismus werden nur kurz angesprochen, bevor das politische System Israels in den neunziger Jahren untersucht wird um festzustellen in wie weit innenpolitische Zwänge ein Scheitern des Prozesses verschulden. Daran angehängt wird noch eine Analyse der öffentlichen Meinung auf beiden Seiten. Zum Abschluss werden noch kurz Verstöße gegen die DoP überblickt um zum Ende die strukturellen Schwächen der Rahmenvereinbarung unter die Lupe zu nehmen und daraufhin Verbesserungsvorschläge zu nennen, die eventuell für eine längere Lebensdauer des Oslo-Friedensprozess geführt hätten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Literaturskizzierung

3. Chronologie der Ereignisse

3.1. Die Verhandlungen von Madrid

3.2. Der Oslo-Friedensprozess

3.2.1. Oslo I

3.2.2. Oslo II

3.2.3. Wye-Abkommen

4. Die Gründe für das Scheitern des Oslo-Friedensprozesses

4.1. Die Gründe für die Ungleichheit zwischen den Verhandlungspartnern Israel und PLO

4.1.1. Die Schwäche der PLO

4.1.2. Die Rolle der palästinensischen Wirtschaft am Scheitern des Prozesses

4.1.3. Die Korruption in der PNA

4.2. Die Hauptakteure

4.2.1. Yassir Arafat, ein Unterstützer des Terrors?

4.2.2. Der Tod Rabins, das Ende des Friedensprozesses?

4.2.3. Netanyahu, konservativer Hardliner oder Sklave der eigenen Koalition?

4.2.4. Baraks Liaison mit Syrien

4.3. Der fortlaufende Siedlungsbau seitens Israel

4.4. Das „Veto-Recht“ der Fanatiker

4.5. Das politische System Israels

4.5.1. Allgemeine Schwäche des politischen Systems

4.5.2. Die Rolle der Siedler

4.5.3. Exkurs: Sind Wahlen in Israel endscheidend für den Frieden?

4.6. Die öffentliche Meinung

4.7. Verstöße gegen die DoP

4.8. Strukturelle Defizite der DoP

4.8.1. Verbesserungsmöglichkeiten

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen für das Scheitern des Oslo-Friedensprozesses. Dabei wird analysiert, welche wirtschaftlichen, politischen und ideologischen Ungleichheiten sowie strukturellen Defizite in der Rahmenvereinbarung den Prozess nachhaltig schwächten und ein dauerhaftes Friedensergebnis verhinderten.

  • Chronologische Aufarbeitung der Friedensbemühungen von Madrid bis zum Oslo-Prozess.
  • Analyse der Machtasymmetrien zwischen der PLO und dem Staat Israel.
  • Untersuchung der Rolle zentraler Akteure wie Yassir Arafat und Benyamin Netanyahu.
  • Bewertung struktureller Schwächen innerhalb der "Declaration of Principles" (DoP).
  • Einordnung des politischen Systems Israels und des israelischen Siedlungsbaus als Einflussfaktoren.

Auszug aus dem Buch

4.1.2 Die Rolle der palästinensischen Wirtschaft am Scheitern des Prozesses

In den achtziger Jahren kam es zu einem überraschenden wirtschaftlichen Aufschwung in den Palästinensergebieten. Zehn Jahre später war von diesem Aufschwung nicht mehr viel übrig. Der sinkende Ölpreis, die Intifada und die ausbleibenden Zahlungen von in Kuwait arbeitenden Palästinensern waren schuld daran. Nur Wochen nach der Unterzeichnung der „Declaration of Principles“ in Washington wurden den Palästinensern Milliarden an Hilfszahlungen zugesprochen. Zahlreiche Staaten sicherten Hilfsgelder zu, insgesamt 6,5 Milliarden US-Dollar (Kimmerling/Migdal 2003: 386-387).

Trotz alledem blieb die palästinensische Wirtschaft hinter allen Erwartungen zurück. Dies lag zum einem an dem konstant niedrigen Ölpreis, wodurch Zahlungen der ölreichen arabischen Staaten und der in diesen Staaten arbeiteten Palästinenser ausblieben. Zum anderen wurden internationale Gelder zurückgehalten, da es Anzeichen von Korruption in der PNA gab. In wieweit Korruption innerhalb der PNA ausgeprägt war wird im nächsten Punkt besprochen. Fakt ist jedoch, dass der Löwenanteil der gespendeten Gelder von der PNA einbehalten wurde um die Institutionen der Autonomiebehörde aufzubauen. So wurden 44 Prozent des Geldes für Löhne ausgegeben, 12.6 Prozent für die Polizei und 11 Prozent für Regierungsämter. Auch wohlhabende Palästinenser, die in die Entwicklung ihres Heimatlandes investieren wollten, investierten meistens in private Anlagen, anstatt in Industrie. Abschließend ist zu erwähnen, dass dem palästinensischen Wunsch eine eigene Bank und eine eigene Währung aufzubauen seitens der Israelis nicht stattgegeben wurde (Kimmerling/Migdal 2003: 386-388).

Anstatt durch eine florierenden Wirtschaft zu profitieren, sank der Lebensstandard der Palästinenser, insbesondere im Gazastreifen, im Laufe der neunziger Jahre stetig, das Durchschnittseinkommen sank bis 1998 um ein Viertel (Kimmerling/Migdal 2003: 389).

Ghassan Khatib sieht in den Hilfsgeldern sogar eine Schwächung der PNA. Durch den wirtschaftlichen Niedergang sieht Khatib die PNA gezwungen, Hilfsgelder anzunehmen. Da die USA, ein enger Verbündeter Israels und der meistzahlende Geldgeber nur zur Zahlung bereit war, wenn die palästinensische Seite Zugeständnisse machte. Dies führte zu einer weiteren Schwächung der PNA in den Verhandlungen mit Israel (Khatib 2010: 159).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit gibt einen chronologischen Überblick über den Oslo-Friedensprozess und definiert die Zielsetzung, die Hauptgründe für das Scheitern, insbesondere die Ungleichheit der Partner und strukturelle Schwächen, zu reflektieren.

2. Literaturskizzierung: Der Forschungsstand wird diskutiert, wobei die unterschiedlichen Positionen der Autoren zur Objektivität der Prozessanalyse sowie zu den spezifischen Beiträgen über die PLO und israelische Politik dargestellt werden.

3. Chronologie der Ereignisse: Dieses Kapitel zeichnet den historischen Verlauf von der Madrider Konferenz bis hin zu den verschiedenen Oslo-Abkommen und dem Wye-Abkommen nach.

4. Die Gründe für das Scheitern des Oslo-Friedensprozesses: Das umfangreiche Kernkapitel analysiert detailliert Machtasymmetrien, die Rolle einzelner Akteure, Siedlungspolitik, innenpolitische Instabilitäten in Israel und strukturelle Defizite der Vertragsgrundlage.

5. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass das Scheitern keinem einzelnen Faktor zuzuschreiben ist, sondern das Resultat eines komplexen Zusammenspiels aus strukturellen Problemen und politischen Versäumnissen auf beiden Seiten darstellt.

Schlüsselwörter

Oslo-Friedensprozess, Nahostkonflikt, Palästinensische Autonomiebehörde, PLO, Israel, Friedensverhandlungen, Siedlungsbau, Yassir Arafat, Benyamin Netanyahu, Declaration of Principles, Politische Stabilität, Wirtschaftliche Entwicklung, Korruption, Internationale Hilfsgelder.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Gründe für das Scheitern des Oslo-Friedensprozesses, der in den neunziger Jahren als große Hoffnung für eine dauerhafte Lösung des Nahostkonfliktes galt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Untersuchung deckt die wirtschaftliche, politische und ideologische Ungleichheit der Verhandlungspartner, das politische System Israels und die strukturellen Defizite der geschlossenen Abkommen ab.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Faktoren zu identifizieren, die den Friedensprozess nachhaltig schwächten, um ein besseres Verständnis für das endgültige Scheitern der Verhandlungen zu erlangen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse, die verschiedene wissenschaftliche Perspektiven auf den Friedensprozess zusammenführt und durch eine chronologische Aufarbeitung sowie eine kategoriale Fehleranalyse strukturiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine chronologische Ereignisübersicht sowie eine detaillierte Reflektion über die Rolle der Hauptakteure, die wirtschaftliche Lage der PNA, den Siedlungsbau und die innenpolitischen Zwänge in Israel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Oslo-Friedensprozess, PLO, Siedlungspolitik, Machtasymmetrie, PNA, politische Stabilität und strukturelle Defizite.

Wie bewertet der Autor die Rolle der PNA-Korruption?

Der Autor führt die Korruption als einen wesentlichen Faktor an, der die Legitimation der Palästinensischen Autonomiebehörde in der Bevölkerung schwächte und die internationale Unterstützung sowie das Vertrauen der palästinensischen Bürger untergrub.

Welchen Einfluss hatten die verschiedenen israelischen Regierungen auf den Prozess?

Das Werk zeigt auf, dass mangelnde politische Kontinuität und der Einfluss radikaler Koalitionspartner sowie Siedlergruppen die Handlungsspielräume der israelischen Regierung für notwendige Zugeständnisse stark einschränkten.

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Résumé des informations

Titre
Der Oslo-Friedensprozess. Die Gründe für das Scheitern des Friedensprozesses
Université
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Politische Wissenschaft)
Note
1,7
Auteur
Axel Hausin (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
19
N° de catalogue
V212514
ISBN (ebook)
9783656407904
ISBN (Livre)
9783656408161
Langue
allemand
mots-clé
Nahostkonflikt Oslo-Friedensprozess Israel Palästina
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Axel Hausin (Auteur), 2012, Der Oslo-Friedensprozess. Die Gründe für das Scheitern des Friedensprozesses, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212514
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