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Vor- und Nachteile von kollaborativer Gruppenarbeit in virtuellen Lernumgebungen

Title: Vor- und Nachteile von kollaborativer Gruppenarbeit in virtuellen Lernumgebungen

Term Paper , 2012 , 25 Pages

Autor:in: Claudia Steinfeld (Author)

Didactics - Common Didactics, Educational Objectives, Methods
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Mit dem Auf- und Ausbau des Internet und der hierauf basierenden vernetzenden Anwendungen, Strukturen und Dienste haben sich Gestaltungsspielräume für netzbasierte Zusammenarbeit und kollaborative Lernszenarien entwickelt, so dass Teilnehmer virtueller Lerngemeinschaften computerunterstützte und multimediale Technologien für ihren individuellen wie gemeinsamen Wissenserwerb zielführend nutzen können. Dabei strukturieren bzw. wählen Lernende, in Abstimmung mit den anderen Teilnehmern ihrer Lerngruppe, orts- und zeitflexibel ihr Lerntempo wie auch die Schwierigkeit des Lernstoffes weitgehend individuell und steuern somit ihre persönliche Wissensgenerierung und -erweiterung selbst. Bei dieser Form des Lernens spricht man mediendidaktisch von computersupported collaborative/ cooperative learning (CSCL). Eine gelungene virtuelle Lernkooperation ist abhängig von mehreren, komplexen und miteinander verbundenen Faktoren, die bei der Konzeption und Realisierung von E-Learning Angeboten zu bedenken sind. Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist es differenziert aufzuzeigen, welche Rahmenbedingungen berücksichtigt werden sollten, damit kollaborative Gruppenarbeiten zu einem erfolgreichen Wissenstransfer führen können.
Beim kollaborativen Lernen wechseln sich Phasen des individuellen Lernens und Gruppenlernphasen ab, so dass es in E-Learning-Szenarien nicht nur darum geht, dass jeder Teilnehmer für sich seinen Lernprozess individuell reguliert, sondern vielmehr auch darum, dass Gruppenaktivitäten aufeinander abgestimmt und in Einklang gebracht werden. Zudem stellen der technische Aufbau bzw. die Lernplattform, sowie die Betreuung der Lernszenarien durch E-Moderatoren und die methodisch-didaktische Vorbereitung wesentliche Eckpfeiler für zielführendes und erfolgreiches computerunterstützes kooperatives Lernen dar.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 COMPUTERUNTERSTÜTZES KOLLABORATIVES LERNEN - CSCL

3 KOMMUNIKATION UND ONLINE LERNEN IN GRUPPENARBEITEN

3.1 Direkte und vermittelte indirekte Kommunikation

3.2 Synchrone und asynchrone Kommunikationsmedien

3.3 Vorteile Computervermittelter Kommunikation

3.4 Nachteile Computervermittelter Kommunikation

4. RAHMENBEDINGUNGEN FÜR KOLLABORATIVES ONLINE-LERNEN

4.1 Kompetenzen von Lernenden

4.1.1 Metakognition

4.1.2 Selbstreguliertes Lernen

4.1.3 Motivation der Lernenden

4.1.4 Bedingungen für Lernprozesse in Gruppen

4.1.5 Computer- und Medien Kompetenz

4.2 E-Moderation von Gruppen

4.2.1 Rollen der Tele-Tutoren

4.2.2 Kompetenzen zur Online-Moderation

4.3 Die Rückmeldung

4.4 Die Lerngruppe

4.4.1 Gruppengröße

4.4.2 Gruppenheterogenität

4.5 Technische Erfordernisse von E-Learning

4.5.1 Usability

4.5.2 Learning Management System - LMS

4.6 Lehr- und Lernziele

4.7 Lernaufgaben

4.7.1 Kollaborative Aufgabengestaltung

4.7.2 Sozialformen der Aufgabenbearbeitung

4.8 Evaluation multimedialer Lernangebote

5. REFLEXION UND AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, die komplexen Rahmenbedingungen zu identifizieren, die für eine erfolgreiche Umsetzung von kollaborativen Gruppenarbeiten in virtuellen Lernumgebungen erforderlich sind, um einen effektiven Wissenstransfer zu gewährleisten.

  • Computerunterstütztes kollaboratives Lernen (CSCL) und dessen didaktische Ansätze.
  • Einfluss von Kommunikationsformen auf den Lernerfolg in Online-Gruppen.
  • Relevante Kompetenzen von Lernenden und Lehrenden für E-Learning-Szenarien.
  • Methodische Gestaltung von Lernaufgaben und Gruppeninteraktionen.
  • Technische Voraussetzungen und die Rolle der Usability bei der Lernunterstützung.

Auszug aus dem Buch

3.4 Nachteile Computervermittelter Kommunikation

Nonverbales Verhalten wie Gestik und Mimik und darin enthaltene Informationen über Gefühle, Stimmungen und Intentionen einer Person stehen den Gesprächspartnern in computervermittelter Kommunikation in geringerem Umfang zur Verfügung, als in der Face-to-Face Kommunikation.

Dem Fehlen nonverbaler Signale, die dem Empfänger zusätzliche Informationen zur Interpretation der Nachricht geben können, kann jedoch durch textbasierten Einsatz paralinguistischer Möglichkeiten begegnet werden, wie z.B. durch Emoticons. Dabei handelt es sich um ein Kunstwort aus „Emotion“ (Gefühl) und „Icon“ (Bild), das umgangssprachlich als „Smilies“ Einsatz findet und für verschiedenste Gesichtsausdrücke bzw. damit einhergehende Stimmungen/ Gefühle steht (Boos, 2011, S. 27). Dennoch bleibt das „Grounding“, d.h. die Verständigung über die gemeinsame Wissensgrundlage als „Common Ground“ in computervermittelter Kommunikation erschwert, da die Sichtbarkeit nonverbaler Signale und Rückmeldungen (z.B. Nicken und Kopfschütteln) geringer ist, als in der Face-to-Face Kommunikation (Hinze, 2004, S. 42). Ein weiterer Nachteil in kollaborativen Online-Lernszenarien besteht hinsichtlich des Partizipationsverhaltens mancher Lernenden, das auf „Trittbrettfahrerei“ ausgerichtet ist und mit dem Phänomen des „Lurking“ (lauern) bezeichnet wird. Ohne selber etwas zur Wissensgenerierung gemeinsamen Wissens beizutragen, schöpfen die als „Lurker“ bezeichneten passiven Teilnehmer das Wissen und die Informationen aktiver Teilnehmer ab, wodurch das inhaltliche Arbeiten in einer Gruppe stark behindert oder sogar blockiert werden kann (Seel & Ifenthaler, 2009, S. 97). Dieses Phänomen tritt besonders in Situationen auf, in denen die Gruppe eine einzelne Aufgabe zu erledigen hat, wie dem Schreiben einer Hausarbeit, d.h. wenn das Gesamtergebnis der Gruppe bewertet wird und die Individualleistungen weniger sichtbar sind (Niegemann et al., 2008, S. 339).

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Diese Einleitung führt in die Bedeutung von CSCL ein und skizziert die Notwendigkeit, Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche virtuelle Lernkooperation zu untersuchen.

2 COMPUTERUNTERSTÜTZES KOLLABORATIVES LERNEN - CSCL: Hier wird der didaktische Ansatz des CSCL erläutert und die Unterscheidung zwischen kooperativem und kollaborativem Lernen innerhalb von Gruppenprozessen beschrieben.

3 KOMMUNIKATION UND ONLINE LERNEN IN GRUPPENARBEITEN: Dieses Kapitel analysiert die verschiedenen Kommunikationsformen sowie deren Vorteile und Nachteile bei der computervermittelten Zusammenarbeit.

4. RAHMENBEDINGUNGEN FÜR KOLLABORATIVES ONLINE-LERNEN: Ein umfassendes Kapitel, das kritische Faktoren wie Lernkompetenzen, Moderationsrollen, Rückmeldungen, Gruppendynamik, technische Anforderungen und die Gestaltung von Lernaufgaben beleuchtet.

5. REFLEXION UND AUSBLICK: Das Kapitel resümiert die vielschichtigen Anforderungen an Online-Lernszenarien und betont die Bedeutung von Moderation, Motivation und Evaluation für den Wissenserfolg.

Schlüsselwörter

E-Learning, CSCL, Kollaboratives Lernen, Online-Moderation, Gruppenarbeit, Mediale Kommunikation, Selbstreguliertes Lernen, Wissensgenerierung, Lernplattform, Usability, Kompetenzentwicklung, Rückmeldung, Gruppenkohäsion, E-Moderator, Lernaufgaben.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht die Vor- und Nachteile sowie die notwendigen Rahmenbedingungen für die erfolgreiche Durchführung von kollaborativen Gruppenarbeiten in virtuellen Lernumgebungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind computerunterstütztes kollaboratives Lernen (CSCL), die Besonderheiten der Online-Kommunikation, die Gestaltung von Rahmenbedingungen wie Moderation, Gruppendynamik und technische Unterstützung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, differenziert aufzuzeigen, welche Voraussetzungen und Rahmenbedingungen erfüllt sein müssen, damit kollaborative Gruppenarbeiten in E-Learning-Settings zu einem erfolgreichen Wissenstransfer führen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Zusammenführung bestehender mediendidaktischer Literatur zum Thema CSCL und netzbasierter Kooperation.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Kommunikationsprozessen, die Analyse der Lernkompetenzen, die Rolle der E-Moderation, die Bedeutung von Feedback sowie technische und aufgabenbezogene Aspekte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Charakteristische Begriffe sind CSCL, E-Learning, kollaboratives Lernen, Online-Moderation, Gruppenkohäsion und Medienkompetenz.

Was unterscheidet kooperatives von kollaborativem Lernen laut dem Text?

Kooperatives Lernen zerlegt Aufgaben in Teilbereiche, die individuell bearbeitet werden, während beim kollaborativen Lernen alle Mitglieder gemeinsam an derselben Aufgabe ohne Unterteilung arbeiten.

Warum ist die Online-Moderation für Gruppen so bedeutend?

Die E-Moderation ist entscheidend für die Begleitung der Gruppenprozesse, die Motivation der Teilnehmer und die Herstellung eines Klimas der wechselseitigen Bezugnahme und des Respekts.

Was genau bedeutet das Phänomen des „Lurking“?

Lurking bezeichnet ein passives Partizipationsverhalten, bei dem Teilnehmer das Wissen aktiver Gruppenmitglieder „abschöpfen“, ohne selbst einen Beitrag zur Wissensgenerierung zu leisten.

Warum ist das „Grounding“ bei Online-Kommunikation schwierig?

Grounding, also die Verständigung über eine gemeinsame Wissensgrundlage, ist erschwert, da die für die menschliche Kommunikation wichtigen nonverbalen Signale und sozialen Hinweisreize fehlen.

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Details

Title
Vor- und Nachteile von kollaborativer Gruppenarbeit in virtuellen Lernumgebungen
College
University of Hagen
Author
Claudia Steinfeld (Author)
Publication Year
2012
Pages
25
Catalog Number
V212639
ISBN (eBook)
9783656410225
ISBN (Book)
9783656412236
Language
German
Tags
Kollaboratives Lernen Virtuelle Lernkooperation E-Learning Computer Supported Cooperative Learning
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Claudia Steinfeld (Author), 2012, Vor- und Nachteile von kollaborativer Gruppenarbeit in virtuellen Lernumgebungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212639
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