Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Ciencias de la enfermería - Gestión de enfermería

Perspektiven einer privaten Kindertageseinrichtung vor dem Hintergrund des Rechtsanspruchs nach § 24 II SGB VIII

Título: Perspektiven einer privaten Kindertageseinrichtung vor dem Hintergrund des Rechtsanspruchs nach § 24 II SGB VIII

Tesis de Máster , 2012 , 84 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Linda Blankenstein (Autor)

Ciencias de la enfermería - Gestión de enfermería
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Fehlende Krippenplätze, gute Kinderbetreuung, Frühförderung, Kita-Ausbau und vor allem der Rechtsanspruch auf frühkindliche Förderung für Kinder unter drei Jahren ab August 2013 – so lauten die Schlagwörter, welche nahezu täglich in der Presse zu finden sind. Schlagwörter, die vor allem durch den „PISA-Schock“ im Jahr 2002 ins Rollen gebracht wurden. Doch bereits Jahrzehnte, wenn nicht sogar Jahrhunderte zuvor, schrien Experten nach Bildungsreformen, die bei den Jüngsten beginnen sollten. Mit der Verabschiedung des Kinderförderungsgesetzes im Dezember 2008, dem Gesetz zur Förderung von Kindern unter drei Jahren in Tageseinrichtungen und in Tagespflege, scheint ein entscheidender Schritt zur Erreichung von Bildungsqualität in Deutschland getan zu sein.

Im Trägerdschungel zwischen öffentlichen, freien und konfessionellen Einrichtungen werden private Kindertageseinrichtungen nicht in die Debatte eingebunden. Ihr Beitrag zur Bedarfsdeckung und primär die Zukunfts-perspektiven einer privaten Kindertageseinrichtung im Hinblick auf die Einführung des Rechtsanspruches sollen näher beleuchtet werden.

Die Erläuterungen der gesetzlichen Zusammenhänge geben zudem grundlegend Aufschluss über die Komplexität der Förderbedingungen von Kindertageseinrichtungen und im Speziellen über die Fördermöglichkeiten privater Einrichtungen.
 
Neben dem Rechtsanspruch aus dem achten Sozialgesetzbuch (im Weiteren kurz: SGB VIII) werden anschließend weitere relevante Paragraphen, Vereinbarungen und Gesetzte erläutert.
Im dritten Kapitel wird eine Situationsanalyse zum derzeitigen Ausbaustand der Betreuungsplätze vorgenommen. Diese wird durch geeignete Zahlen und Statistiken untermauert. Im Vordergrund stehen dabei die Analysen der Bundesrepublik im Verhältnis zum Land Nordrhein-Westfalen.

Nachfolgend wird ein Gründungskonzept für eine private Kindertageseinrichtung seitens der Autorin entwickelt und veranschaulicht. Die Ergebnisse fließen dann in die konkrete Liquiditätsplanung mit ein.

Im fünften Kapitel werden die Perspektiven einer privaten Kindertageseinrichtung beleuchtet. Zudem erfolgt die Ausarbeitung von Hypothesen, welche die Erfolgsaussichten einer privaten Kindertageseinrichtung nach Einführung des Rechtsanspruches aufzeigen.

In der Abschlussbetrachtung wird evaluiert, ob die Gründung einer privaten Kindertageseinrichtung aus wirtschaftlicher Sicht lukrativ ist und inwieweit diese Form der Kinderbe-treuung einen Beitrag zur Erfüllung des Rechtsanspruches leistet.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Rechtliche Rahmenbedingungen

2.1 Anspruch auf Förderung in Kindertageseinrichtungen

2.1.1 Hintergründe und Entstehung

2.1.2 Ziele und Auswirkungen

2.2 Kinderbildungsgesetz

2.3 Weitere relevante Paragraphen, Vereinbarungen und Gesetze

3. Aktuelle Situation der Kindertagesbetreuung

3.1 Bedarfsanalyse

3.2 Ausbaustand und dynamische Entwicklung

4. Gründungsentwurf einer privaten Kindertageseinrichtung

4.1 Geschäftsidee und konzeptionelle Grundlagen

4.1.1 Eckpunkte der pädagogischen Konzeption

4.1.2 Fachliche Eignung

4.1.3 Betriebserlaubnis

4.1.4 Rechtsform

4.2 Marktanalyse

4.3 Standortanalyse

4.4 Wirtschaftlichkeitsanalyse

4.4.1 Notwendige Privatentnahmen

4.4.2 Kapitalbedarfsanalyse

4.4.3 Szenarioanalyse

4.4.4 Preisgestaltung

5. Perspektiven einer privaten Kindertageseinrichtung

5.1 Chancen

5.2 Risiken

6. Abschlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Perspektiven und Erfolgsaussichten einer privatgewerblichen Kindertageseinrichtung vor dem Hintergrund des seit August 2013 geltenden Rechtsanspruchs auf frühkindliche Förderung. Dabei wird analysiert, wie sich private Träger in einem durch öffentliche und freie Trägerschaften dominierten Markt etablieren können, welche betriebswirtschaftlichen Hürden bestehen und ob eine wirtschaftlich lukrative Gründung möglich ist.

  • Rechtliche Grundlagen und Förderbedingungen im SGB VIII und KiBiz
  • Bedarfsanalyse für U3-Betreuungsplätze unter Berücksichtigung demografischer Faktoren
  • Erstellung eines Gründungskonzepts inklusive Businessplan und Standortanalyse für Bottrop
  • Wirtschaftlichkeitsprüfung mittels Szenarioanalyse
  • Chancen und Risiken privater Trägerschaft im Spannungsfeld von Gewinnorientierung und pädagogischem Auftrag

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Eckpunkte der pädagogischen Konzeption

An dieser Stelle werden konzeptionelle Eckpunkte beschrieben. Von einem Anspruch auf Vollständigkeit muss aus Platzgründen abgesehen werden.

Die pädagogische Grundorientierung basiert auf den Ideen des Arztes und Pädagogen Janusz Korczak, welcher mit seiner Forderung nach Kinderrechten als Vorreiter in der Erziehungsgeschichte gilt. Als elementares Recht ist in erster Linie das Recht des Kindes auf Achtung zu nennen. Erfüllt werden kann dieses, indem Erwachsene Kindern mit Respekt und Wertschätzung begegnen und ihnen das Recht einräumen, eigene Gedanken auszusprechen und aktiv an Entscheidungen, welche die eigene Person betreffen, mitzuwirken. Passend dazu formulierte er seine Überzeugung, dass Kinder nicht erst zu Menschen werden, sondern schon welche sind (vgl. Beiner, 2008:151). Zur Umsetzung bedarf es daher nicht einer erlernten Erziehungsmethode. Die Fachkraft hat vielmehr diese Überzeugung zu verinnerlichen und ihr Rollenverständnis dahingehend auszuleben.

Im Alltagsgeschehen wird besonderer Wert auf Rahmenbedingungen gelegt, die es den Kindern ermöglichen, sich auszuprobieren. Zeitgleich wird die Gefahr gebannt, durch ein Übermaß an Fürsorge die Entwicklungsmöglichkeiten einzuschränken. In der Einrichtung haben sie daher die Möglichkeit, sich selbst und ihre Grenzen zu erfahren. Dieser Gedanke beruht auf dem von Korczak formulierten Recht des Kindes auf seinen Tod, wie er es überspitzt ausdrückt (vgl. Beiner, 2008:25 f.). Folgendes Zitat verdeutlicht seine Position.

„Aus Furcht, der Tod könnte uns das Kind entreißen, entreißen wir das Kind dem Leben; wir wollen nicht, dass es stirbt und erlauben ihm deshalb nicht zu leben.“ (vgl. Korczak, 1999:49)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Debatte um den Kita-Ausbau und den Rechtsanspruch auf U3-Betreuung und führt in die Problematik ein, dass private Einrichtungen in der Förderlandschaft bisher oft benachteiligt sind.

2. Rechtliche Rahmenbedingungen: Dieses Kapitel erläutert das Zusammenwirken von Bundesrecht (SGB VIII) und Landesrecht (KiBiz NRW) und analysiert die schwierigen Bedingungen für die öffentliche Förderung privater, gewinnorientierter Einrichtungen.

3. Aktuelle Situation der Kindertagesbetreuung: Es werden statistische Daten zum Ausbaustand der Kinderbetreuung in Deutschland und spezifisch in Nordrhein-Westfalen analysiert, um den tatsächlichen Bedarf für 2013 zu ermitteln.

4. Gründungsentwurf einer privaten Kindertageseinrichtung: In diesem Kapitel wird ein konkretes Gründungskonzept entwickelt, das von der pädagogischen Konzeption über Standort- und Marktanalyse bis zur betriebswirtschaftlichen Kalkulation alle Aspekte eines Businessplans für eine Kita in Bottrop umfasst.

5. Perspektiven einer privaten Kindertageseinrichtung: Hier werden die Chancen (z.B. Nischenmärkte, Flexibilität) gegen die Risiken (z.B. Gewinnvorurteil, hoher Kostendruck) abgewogen, um die Zukunftsfähigkeit des Modells zu bewerten.

6. Abschlussbetrachtung: Das Fazit evaluiert die Gesamtsituation und kommt zu dem Schluss, dass die Gründung ohne staatliche Subventionen zwar ein risikobehaftetes Projekt bleibt, bei passgenauer Ausrichtung auf bestimmte Zielgruppen jedoch eine Nische bedienen kann.

Schlüsselwörter

Kindertageseinrichtung, U3-Betreuung, Rechtsanspruch, SGB VIII, KiBiz, private Trägerschaft, Gründung, Wirtschaftlichkeitsanalyse, Bedarfsanalyse, Betreuungsplatz, pädagogische Konzeption, Standortanalyse, Finanzierung, Familienpolitik, frühkindliche Bildung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Gründung und den Zukunftsperspektiven einer privatgewerblichen Kindertageseinrichtung vor dem Hintergrund des staatlichen Rechtsanspruchs auf frühkindliche Förderung für Kinder unter drei Jahren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Bedarfsentwicklung an Betreuungsplätzen, die strategische Planung einer Kita-Gründung sowie die betriebswirtschaftliche Rentabilitätsprüfung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, herauszuarbeiten, ob und unter welchen Bedingungen private Kindertageseinrichtungen als gewinnorientierte Unternehmen in einem staatlich subventionierten Marktumfeld erfolgreich bestehen und zur Deckung des Betreuungsbedarfs beitragen können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse rechtlicher und pädagogischer Grundlagen, die Auswertung von Statistiken (DJI, Statistisches Bundesamt) sowie die Erstellung eines detaillierten Businessplans inklusive einer Szenarioanalyse zur Wirtschaftlichkeitsberechnung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der gesetzlichen Förderkriterien, eine detaillierte Bedarfs- und Standortanalyse für die Stadt Bottrop sowie die betriebswirtschaftliche Kalkulation von Investitionskosten, Betriebskosten und Preisgestaltung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Kindertageseinrichtung, U3-Betreuung, Rechtsanspruch, private Trägerschaft, KiBiz, Wirtschaftlichkeitsanalyse, Standortanalyse und frühkindliche Bildung.

Warum haben es private Kitas in NRW schwer, Fördergelder zu erhalten?

In Nordrhein-Westfalen sind die Förderpauschalen ("Kindpauschalen") nach dem Kinderbildungsgesetz (KiBiz) primär auf nicht-gewinnorientierte Träger ausgerichtet. Private, gewinnorientierte Einrichtungen sind von dieser Regelförderung meist ausgeschlossen, da ihre Gewinnerzielungsabsicht den Grundsätzen der Gemeinnützigkeit widerspricht.

Welchen Stellenwert nimmt das "Berliner Modell" in dieser Arbeit ein?

Das Berliner Modell wird als konkrete methodische Empfehlung für die individuelle Eingewöhnung der Kinder in der geplanten privaten Einrichtung herangezogen, um Sicherheit und Vertrauen als Basis für die pädagogische Arbeit zu schaffen.

Final del extracto de 84 páginas  - subir

Detalles

Título
Perspektiven einer privaten Kindertageseinrichtung vor dem Hintergrund des Rechtsanspruchs nach § 24 II SGB VIII
Calificación
1,0
Autor
Linda Blankenstein (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
84
No. de catálogo
V212753
ISBN (Ebook)
9783656403913
ISBN (Libro)
9783656407461
Idioma
Alemán
Etiqueta
perspektiven kindertageseinrichtung hintergrund rechtsanspruchs viii
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Linda Blankenstein (Autor), 2012, Perspektiven einer privaten Kindertageseinrichtung vor dem Hintergrund des Rechtsanspruchs nach § 24 II SGB VIII, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212753
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  84  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint