Im Folgenden wird detailliert die Konzeption eines Kurskonzeptes zum Erlernen
der Progressiven Relaxation, kurz PR, beschrieben. Hierbei handelt es sich um
einen Kurs, der aus acht Einheiten besteht und für Anfänger gedacht ist.
Die Entspannungsmethode der PR ist mit am weitesten verbreitet und erforscht,
dabei steht der Gedanke der Selbststeuerung und Selbstverantwortung im Vordergrund.
Es soll kein Abhängigkeitsverhältnis zu einer Person, wie einem Therapeuten
bestehen, sondern eine Hilfe zur Selbsthilfe sein. Diesen Vorteil, zusammen
mit dem raschen Erfolgserlebnis der Entspannung schon während der ersten
Einheiten, macht sich die Wahl des Kurskonzeptes zu Nutze (vgl. OHM, 2007, S.
8f.).
Inhaltsverzeichnis
1 Inhalte und Aufbau des Kurskonzeptes
1.1 Informationen zu den Kurseinheiten
1.1.1 Zeitaufteilung der Kurseinheiten
1.1.2 Inhalte und Lernziele der Kurseinheiten
1.1.2.1 Allgemeine Zielsetzung des Konzeptes
1.1.2.2 Spezifische Zielsetzung der einzelnen Einheiten
1.1.3 Allgemeine Didaktische Prinzipien
1.1.3.1 Relevante didaktisch-methodische Prinzipien der PR
1.1.3.2 Relevante Methodische Prinzipien der Fantasiereise
1.2 Organisation
1.2.1 Personelle und Materielle Ressourcen
1.2.2 Informationsmaterial für die Teilnehmer
2 Detaillierte Darstellung der ersten Kurseinheit
2.1 Vorbereitung der Stunde
2.2 Vor der Entspannung
2.3 Erklären der Entspannungsübungen
2.4 Durchführen der Entspannung
2.5 Fantasiereise
2.6 Rücknahme und Abschluss der Einheit
3 Fazit
3.1 Vorteile des Kurskonzeptes
3.2 Mögliche Umsetzungsprobleme in der Praxis
3.3 Positive Veränderungen der Praxiseinheit
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht in der Erstellung eines praxisorientierten Kurskonzeptes für einen achtwöchigen Anfängerkurs zur Progressiven Relaxation (PR), wobei der Fokus auf der Vermittlung von Selbststeuerung und Hilfe zur Selbsthilfe liegt. Die Forschungsfrage untersucht dabei, wie eine strukturierte Konzeption und deren professionelle Umsetzung durch einen geschulten Trainer langfristige Entspannungserfolge bei den Kursteilnehmern fördern kann.
- Strukturierung und didaktischer Aufbau von acht aufeinanderfolgenden Kurseinheiten
- Methodische Gestaltung von Entspannungstechniken und Fantasiereisen
- Organisation von Rahmenbedingungen und Ressourcen für eine geschlossene Trainingsgruppe
- Qualitätssicherung durch Feedbackmechanismen und Selbsteinschätzung des Lernfortschritts
- Umsetzung von Videoaufnahmen als ergänzendes Lehrmittel zur Kurseinheit
Auszug aus dem Buch
1.1.3 Allgemeine Didaktische Prinzipien (vgl. MATHESIUS, 2012, S. 109f.)
Ein schlechtes Konzept kann nicht durch eine gute Umsetzung wett gemacht werden. Aber ein gutes Konzept kann durch eine schlechte Umsetzung scheitern.
Da der Kursleiter für die optimale Umsetzung verantwortlich ist, sollte dieser einige Prinzipien wahren, um den Erfolg für die Teilnehmer zu gewährleisten:
– Vorbildfunktion: Ausstrahlen von Ruhe und Gelassenheit
– Griffiges Konzept: Dem Kursleiter ist sein Konzept bewusst und dieses setzt er zuverlässig um, wobei er klug steuernd eingreift. Jede Einheit hat einen Aufbau, Schwerpunkte und ein Ziel. Dieses vermittelt er mit Hilfe der Stundenvorschau.
– Hintergrundwissen vermitteln: Die Teilnehmer wissen, warum sie die PR durchführen und von wem dieses Konzept entwickelt wurde, sie können sich besser damit identifizieren.
– Wiederholung von Übungen / Übungskomplexen: Damit die Teilnehmer etwas mit nach Hause nehmen können und selbstständig in ihren Alltag integrieren können.
– Übungen werden erklärt, demonstriert und ausprobiert: Garantiert eine angenehme Ausführungsweise, die jedem bekannt ist und bietet Ansatz zu individuellen Bewegungslösungen. Ziel ist nicht das perfekte Ausführen, sondern eine verbesserte Körperwahrnehmung
– Ruhige Sprache und ausreichende Sprechpausen: Garantieren genug Zeit zum Erspüren, Wahrnehmen, Vertiefen während der Entspannung und festigen den Erfolg.
– Ausreichende Rücknahme: Um einem Müdigkeitsgefühl nach der Entspannung vorzubeugen, insbesondere bei geschlossenen Augen wie zum Beispiel bei einer Fantasiereise.
– Richtiger Einsatz von Musik: Musik muss gewählt eingesetzt werden, da sie sonst die Stimme übertönen kann und von der Körperwahrnehmung ablenkt, insbesondere wenn Stimmen in der Musik vorkommen. Daher wird bei diesem Kurskonzept bewusst auf den Einsatz von Musik verzichtet.
– Zeit für Feedback einplanen: Um bestmögliche Rückmeldung zu bekommen sollte am Ende jeder Kurseinheit ein Feedbackgespräch innerhalb der Gruppe stattfinden, um so folgende Einheiten verbessern zu können und individuell den Erfolg sichern können.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Inhalte und Aufbau des Kurskonzeptes: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Rahmenbedingungen und die didaktische Struktur des achtwöchigen Entspannungskurses sowie die notwendigen organisatorischen Ressourcen.
2 Detaillierte Darstellung der ersten Kurseinheit: Hier wird der konkrete Ablauf der Einführungsveranstaltung beschrieben, inklusive Vorbereitung, Begrüßung und der methodischen Einführung in die Progressive Relaxation.
3 Fazit: Das Fazit fasst die Vorteile des gewählten Kurskonzepts zusammen, diskutiert potenzielle Praxisprobleme und reflektiert die durchgeführten Verbesserungen an den Praxiseinheiten.
Schlüsselwörter
Progressive Relaxation, Entspannungstraining, Kurskonzept, Selbststeuerung, Körperwahrnehmung, Fantasiereise, Didaktik, Gruppendynamik, Stressbewältigung, Gesundheitsförderung, Salutogenese, Selbsteinschätzung, Entspannungsmethode, Kursleiter, Praxistransfer.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption und strukturierten Planung eines achtwöchigen Beginnerkurses zur Progressiven Relaxation mit dem Ziel, Teilnehmern Hilfe zur Selbsthilfe bei der Stressbewältigung zu bieten.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen umfassen die didaktische Gestaltung von Entspannungseinheiten, die Vermittlung von Körperwahrnehmung sowie die organisatorische Planung von geschlossenen Kursgruppen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Erstellung eines nachvollziehbaren Kurskonzeptes, das durch eine feste Struktur und qualifizierte Anleitung langfristig die Fähigkeit zur selbstständigen Entspannung im Alltag fördert.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf etablierte didaktische Prinzipien der Progressiven Relaxation nach Mathesius und integriert praktische Erfahrungen aus der Kursleiterperspektive sowie Reflexionsbögen zur Erfolgskontrolle.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Kursaufbaus, die detaillierte Ablaufplanung der ersten Kurseinheit sowie die organisatorische Planung von Ressourcen und Materialien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Progressive Relaxation, Selbststeuerung, Kurskonzept, Didaktik und Körperwahrnehmung charakterisiert.
Warum wurde bei diesem Kurskonzept bewusst auf Musik verzichtet?
Auf Musik wurde verzichtet, um zu verhindern, dass die Stimme des Kursleiters übertönt wird und um Ablenkungen von der reinen Körperwahrnehmung der Teilnehmer zu vermeiden.
Welche Funktion hat das "Thermometer" innerhalb des Kurses?
Das "Thermometer" dient in der ersten Kurseinheit dazu, dass die Teilnehmer ein Gefühl für ihren subjektiv angenehmen Anspannungsgrad auf einer Skala von 0 bis 100% entwickeln.
- Citar trabajo
- Moritz Wenninger (Autor), 2013, Wie kann die Progressive Relaxation erlernt werden?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213280