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Stauffenberg-Attentat: Pflicht zum Tyrannenmord?

Titre: Stauffenberg-Attentat: Pflicht zum Tyrannenmord?

Essai , 2013 , 8 Pages , Note: 15 Punkte

Autor:in: Jakob Strickler (Auteur)

Philosophie - Philosophie du XXe siècle
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In dem Essay wird die Fragestellung der Pflicht zum Tyrannenmord nach staatsphilosophischer Argumentation, vor allem im Bezug auf die Analysen Hannah Arendts diskutiert. Desweiteren folgt eine Einbeziehung der Positionen von Jürgen Habermas, Robert Spaemann und Hermann Lübe zum Widerstand im Nationalsozialismus, welche miteinander vergleichen und argumentativ erörtert wird. Schlussendlich wird auf Basis der Diskussion eine eigene Sichtweise begründet dargelegt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Hauptteil

Jürgen Habermas

Schluss / Konklusion

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich philosophisch mit der Legitimität des Widerstands im Nationalsozialismus auseinander, wobei das Stauffenberg-Attentat als zentrales Fallbeispiel dient. Die zentrale Fragestellung zielt darauf ab, unter welchen staatsphilosophischen Bedingungen ein Tyrannenmord als moralische Pflicht oder legitimes Mittel gerechtfertigt werden kann.

  • Analyse totalitärer Herrschaftselemente nach Hannah Arendt
  • Vergleichende Betrachtung der Widerstandspositionen von Jürgen Habermas, Robert Spaemann und Hermann Lübbe
  • Deontologische vs. utilitaristische Bewertung des Tyrannenmords
  • Verfassungsrechtlicher Kontext des Widerstandsrechts (Weimarer Reichsverfassung vs. Grundgesetz)
  • Die moralische Problematik des Tötungsverbots in totalitären Systemen

Auszug aus dem Buch

Claus Philipp Maria Schenk Graf von Stauffenberg

Trotzdem bedient sich dieser Widerstand einem Mittel, dessen zu erwartende Folge es durch die Handlung vermeiden möchte: dem Mord als Zerstörung von Menschenleben. Im Sinne einer utilitaristischen Argumentation wäre die Handlung nach einem Nutzen-Kalkül durchaus zu rechtfertigen. Nach dem universalistischen Prinzip würde der Umsturz der NS-Diktatur zur Maximierung der Nutzensumme beitragen, d.h. der Durchschnittsnutzen für die gesamtdeutsche Bevölkerung wäre nach diesem Umsturz größer. Das Urteil zum Tyrannenmord an Hitler wäre die Handlungskonsequenz der moralischen Entscheidung aufgrund einer Kalkulation der empirisch zu erwartenden Folgen. Die unmoralische Handlung der Tötung einer Person (Hitlers) verursacht in diesem Falle weniger Unglück (bei Angehörigen, Freunden, dem deutschen Volk), als das Glück in der deutschen Bevölkerung über einen beendeten Krieg, keine Verfolgung / Hinrichtung etc.

Betrachten wir hingegen die deontologische Argumentation Immanuel Kants, so steht die Würde des Menschen über solch einem Nutzen-Kalkül, unabhängig davon, dass eine größere Anzahl an Menschen in der Zukunft durch die einmalige Verletzung der Menschenwürde Hitlers vor Ihrer Verletzung durch eben dieses bewahrt werden würde.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Der Autor führt in die historische Situation des 20. Juli 1944 ein und formuliert das Ziel, die moralische Pflicht zum Tyrannenmord anhand verschiedener philosophischer Positionen zu diskutieren.

Hauptteil: Hier werden die Theorien von Hannah Arendt zur totalitären Herrschaft sowie die Überlegungen von Robert Spaemann zur Legitimität von Widerstand analysiert und auf das Attentat angewandt.

Jürgen Habermas: Dieser Abschnitt erörtert die Ansichten von Hermann Lübbe und Jürgen Habermas zum Widerstandsrecht und setzt sich mit der Motivation der NSDAP-Machtergreifung sowie dem Stauffenberg-Attentat auseinander.

Schluss / Konklusion: Der Autor resümiert die moralische Debatte und kommt zu dem Ergebnis, dass der Tyrannenmord in einer ausweglosen Situation wie der des Nationalsozialismus moralisch legitimiert ist.

Schlüsselwörter

Stauffenberg-Attentat, Tyrannenmord, Widerstandsrecht, Hannah Arendt, Nationalsozialismus, Totalitarismus, Utilitarismus, Deontologie, Immanuel Kant, Robert Spaemann, Jürgen Habermas, Menschenwürde, Moral, Ethik, Politische Philosophie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die moralische und staatsphilosophische Rechtfertigung des Widerstands gegen totalitäre Regime am Beispiel des Attentats auf Adolf Hitler durch Claus von Stauffenberg.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Natur totalitärer Herrschaft, die moralische Abwägung zwischen Tötungsverbot und Pflicht zum Widerstand sowie der Vergleich zwischen utilitaristischen und deontologischen ethischen Ansätzen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu begründen, ob und unter welchen Umständen ein Tyrannenmord als moralisch legitim angesehen werden kann, wenn andere rechtsstaatliche Mittel zur Abhilfe versagen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor verwendet eine diskursive Analyse staatsphilosophischer Positionen (Arendt, Spaemann, Habermas) und setzt diese in Bezug zu historischen Fakten und aktuellen verfassungsrechtlichen Rahmenbedingungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung totalitärer Herrschaft, die Legitimität von Widerstand gegen einen verbrecherischen Staat und die ideologischen Hintergründe der NS-Diktatur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Tyrannenmord, Totalitarismus, moralische Legitimität, Widerstandsrecht und die Auseinandersetzung mit ethischen Prinzipien von Kant geprägt.

Wie unterscheidet sich die Sichtweise von Arendt und Spaemann im Kontext des Widerstands?

Während Arendt primär die Elemente und die Funktionsweise totalitärer Herrschaft analysiert, leitet Spaemann aus der Verletzung grundlegender Menschenrechte und der fehlenden Möglichkeit zur rechtlichen Korrektur direkt eine Legitimation für außergesetzlichen Widerstand ab.

Warum hält der Autor den Tyrannenmord trotz des Tötungsverbots für legitim?

Der Autor argumentiert, dass in einer moralisch ausweglosen Situation, in der ein Regime die Menschenwürde systematisch missachtet und keine friedliche Abhilfe möglich ist, die Pflicht zum Schutz der Gemeinschaft und der Menschenrechte schwerer wiegt als das allgemeine Tötungsverbot.

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Résumé des informations

Titre
Stauffenberg-Attentat: Pflicht zum Tyrannenmord?
Note
15 Punkte
Auteur
Jakob Strickler (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
8
N° de catalogue
V213302
ISBN (ebook)
9783656416418
Langue
allemand
mots-clé
Tyrannenmord Arendt Lübe Havemann Spaemann
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Jakob Strickler (Auteur), 2013, Stauffenberg-Attentat: Pflicht zum Tyrannenmord?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213302
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