Lokale Wirtschaftsförderung

Am Beispiel des Technologie- und Gründerzentrums Oldenburg


Hausarbeit (Hauptseminar), 2008

13 Seiten, Note: 1


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Warum gibt es Gründerzentren?

3. Typologie der Gründerzentren
3.1 Gewerbehof
3.2 Gründerzentrum
3.3 Technologiezentrum
3.4 Forschungsparks

4. Das Technologie- und Gründerzentrum Oldenburg (TGO)
4.1 Geschichte des TGO
4.2 Finanzierung
4.3 Das Angebot im TGO
4.4 Ziele des TGO
4.5 Die Erfolge des TGO
4.6 Ein eigenes Spin-Off: Venture-Lab

5. Abschlussbewertung

6. Quellenverzeichnis

1. Einleitung

Wirtschaftsförderung ist ein wichtiger Teil der lokalen Politik. Erfolgreiche Wirtschaft heißt: mehr Arbeitsplätze, mehr Gewerbesteuer, mehr Einkommenssteuer, mehr Wohlstand. Doch welche Form der Wirtschaftsförderung ist sinnvoll und machbar? Neben der Variante, bereits existierende Unternehmen in eine Region zu locken, gibt es auch die Variante, Unternehmensgründungen in der Stadt zu fördern. Diesem Zweck sollen Gründerzentren dienen.

In dieser Arbeit werden zunächst einige Grundlagen zu Gründerzentren allgemein aufgeführt. Danach wird das Technologie- und Gründerzentrum Oldenburg (TGO) beispielhaft für eine Variante eines Gründerzentrums vorgestellt. Am Schluss wird in einer abschließenden Bewertung der Sinn des TGO auf die Probe gestellt.

2. Warum gibt es Gründerzentren?

Das Vorhaben, eine Idee, ein Produkt oder eine Dienstleistung durch ein eigenes Unternehmen verkaufen zu wollen, ist alt. Und immer wieder hatten Unternehmer auch Erfolg damit, schafften mitunter den Sprung von der eigenen Garage in den großen Markt. Die Frage sei also erlaubt, warum es Gründerzentren gibt, wo doch wirtschaftlicher Erfolg auch ohne dieses Hilfsmittel möglich ist.

Wer in Wirtschaft, Forschung oder Entwicklung einsteigen will, muss persönliche Risiken eingehen, um beispielsweise die finanzielle Grundlage für den Start eines Unternehmens zu legen. Gleichzeitig ist der freie Markt zwar in Teilen berechenbar, in anderen Teilen aber auch mit großen Unsicherheiten verbunden. Hundertprozentig sicher kann man sich beispielsweise nie sein

- über den Fortgang beim Verkauf derzeitiger Produkte einer Firma,
- über die Innovationsaktivität und vor allem den Innovationserfolg von Wettbewerbern und
- über die Profitabilität der eigenen Innovationen, wobei sich dieser Aspekt noch weiter differenzieren lässt in

- die Unsicherheit über die Kosten für die Produktion von neuem technischen Wissen,
- die Unsicherheit über die bis zu einem verwertbaren Ergebnis notwendige Zeit sowie
- die Unsicherheit über den Nutzen, den das neue technische Wissen zu stiften vermag.[1]

Technologieparks und Gründerzentren sollen diese Unsicherheiten verringern helfen,[2] indem sie

- regionale und kommunale strukturpolitische Defizite ausgleichen,
- technische Innovationen fördern und den Technologietransfer beschleunigen und
- die Wettbewerbsfähigkeit, auch im internationalen Vergleich, verbessern.[3]

3. Typologie der Gründerzentren

Gründerzentren sind nicht immer gleich. Bisweilen gibt es sogar erhebliche Unterscheide, die durch die jeweilige Zielsetzung, die Wahl des Ortes oder anderen Kriterien bestimmt werden. Um welche Art Gründerzentrum es sich handelt, hängt im Wesentlichen von folgenden Faktoren ab:

- den Institutionen, die Grundstück und Gebäude bereitgestellt haben,
- der Organisation des Zentrumsbetriebs,
- der Gebäudeausstattung,
- dem Umfang gemeinschaftlich nutzbarer Einrichtungen und Serviceleistungen,
- den für die Zentren vorgesehenen Zielgruppen sowie
- der vertraglichen Gestaltung der Mietverhältnisse.

Wie die Zentren genau gestaltet sind, hängt im Einzelfall vom jeweiligen Träger und dessen Zielen ab. Bei der institutionellen Herkunft der Träger finden sich meist Kommunen, Industrie- und Handelskammern sowie lokale Banken, vereinzelnd auch private Immobilienbesitzer und Industrieunternehmen.[4]

Insgesamt lassen sich vier Grundtypen von Gründerzentren erkennen, die im Folgenden vorgestellt werden.

[...]


[1] Vgl. Nicolai Dose/Alexander Drexler, Einleitung: Technologieparks – Ursachen und Ideologien. Opladen 1988, S. 15

[2] Vgl. Dose/Drexler, a.a.O., S. 17

[3] Vgl. Norbert Krepp, Kritik an Idee und Ausführung von Technologieparks aus arbeitnehmerorientierter Sicht. Opladen 1988, S. 188

[4] Vgl. Michael Mayer, Gründer- und Technologiezentren in der Bundesrepublik Deutschland. Opladen 1988, S. 36

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Lokale Wirtschaftsförderung
Untertitel
Am Beispiel des Technologie- und Gründerzentrums Oldenburg
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg  (Sozialwissenschaften)
Veranstaltung
Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung
Note
1
Autor
Jahr
2008
Seiten
13
Katalognummer
V213619
ISBN (eBook)
9783656417958
ISBN (Buch)
9783656419440
Dateigröße
534 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wirtschaftsförderung, Gründerzentrum, Kommunalpolitik
Arbeit zitieren
Patrick Buck (Autor), 2008, Lokale Wirtschaftsförderung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213619

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