Aufgrund der zunehmenden Konkurrenz zwischen Kultureinrichtungen bei gleichzeitig eher rückläufigen öffentlichen Fördermitteln ergeben sich eine Reihe zusätzlicher Aufgaben für Kultureinrichtungen. Sie müssen zum einen um Aufmerksamkeit auf dem Angebotsmarkt kämpfen, zum anderen sollten sie sich verstärkt um die Erschließung neuer Zielgruppen kümmern und um ihr Vertrauen werben. Somit wird auch die Aufgabe der PR für Kultureinrichtungen immer bedeutender.
Der erste Teil der vorliegenden Arbeit beschäftigt sich deshalb nach Klärung relevanter Begriffe mit den konkreten Aufgaben und Zielen von Kultur-PR.
Danach sollen die Besonderheiten von PR im Kulturbereich geklärt und die Vorteile der zunehmend an Wichtigkeit gewinnenden PR-Maßnahmen von Kultur-PR im Internet offengelegt werden.
Schließlich werden wesentliche Beispiele für den Einsatz von Social Media-Anwendungen diskutiert und deren Chancen und Risiken näher beleuchtet bevor im Fazit die wichtigsten gewonnenen Erkenntnisse zusammengefasst werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 PR im Kulturbereich
2.1 Begriffsklärung
2.2 Aufgaben und Ziele der Kultur-PR
2.3 Besonderheiten der Kultur-PR
2.4 Vorteile und Maßnahmen von Kultur-PR im Internet
3 Kommunikationsinstrument Social Media im Web 2.0
3.1 Definitionen
3.2 Beispiele für Social Media-Anwendungen
3.3 Chancen und Risiken der Kultur-PR im Social Web
4 Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die zunehmende Bedeutung der Public Relations (PR) für Kultureinrichtungen in einem Umfeld verschärfter Konkurrenz und knapper werdender öffentlicher Fördermittel. Dabei wird analysiert, wie Kultureinrichtungen durch den gezielten Einsatz digitaler Kommunikationsinstrumente – insbesondere der Social Media – ihre Sichtbarkeit erhöhen, Vertrauen aufbauen und neue Zielgruppen erschließen können.
- Grundlagen und Besonderheiten der PR im Kulturbereich
- Aufgaben und Zielsetzungen von Kultur-PR
- Einsatzmöglichkeiten von Social Media im Web 2.0
- Chancen und Risiken digitaler Kommunikationsstrategien für Kulturinstitutionen
Auszug aus dem Buch
2.3 Besonderheiten der Kultur-PR
Sind die eben skizzierten Aufgaben und Ziele von PR nun als kulturspezifisch einzuordnen? Wie unterscheidet sich Kultur-PR sonst von PR in anderen Branchen bzw. für andere Produkte?
Mandel ist der Meinung, dass es zum einen zwar bestimmte bewährte PR-Methoden gibt, die aufgrund der „Logik unserer Informations- und Mediengesellschaft“ für jegliche Bereiche gelten (Mandel 2009, S. 29). Zum anderen muss Kultur-PR jedoch gewisse Eigengesetzlichkeiten der Kulturbranche berücksichtigen, wozu beispielsweise spezifische Konsum- und Rezeptionsbedingungen gehören (vgl. Mandel 2009, S. 29f).
So ist Kultur kein materielles Produkt, sondern meist eine Dienstleistung, die nur intuitiv zugänglich ist. Diese Eigenschaft erschwert es der PR dem potenziellen Kunden ihren Nutzen darzulegen. Andererseits wecken Kulturangebote bei jedem Individuum eine Vielzahl an Assoziationen, d. h. sie haben ein sehr großes Erlebnis- und Erfahrungspotenzial, welches dagegen im Marketing für Konsumgüter erst noch erschaffen werden muss (vgl. Mandel 2009, S. 30f).
Ein weiterer Unterschied zu Konsumgütern ist, dass sich Kunst und Kultur häufig erst durch die emotionale und intellektuelle Beteiligung des Rezipienten für diesen erschließen und somit vollenden. Daher stellt laut Mandel eine Aufgabe der Kultur-PR die Aktivierung der Kulturnutzer dar (vgl. Mandel 2009, S. 31).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Relevanz von Public Relations für Kultureinrichtungen angesichts wachsender Konkurrenz und rückläufiger öffentlicher Mittel.
2 PR im Kulturbereich: Dieses Kapitel definiert die Grundlagen der Kultur-PR, ihre spezifischen Aufgaben, Zielgruppen sowie die besonderen Herausforderungen, die sich aus der Art der Kulturprodukte ergeben.
3 Kommunikationsinstrument Social Media im Web 2.0: Hier werden Möglichkeiten des Web 2.0 untersucht, wobei konkrete Social-Media-Anwendungen und deren Nutzen für die Kulturbranche detailliert diskutiert werden.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer strategischen Einbindung von Social Media, weist jedoch zugleich auf den weiteren Forschungsbedarf zur Erfolgsmessung hin.
Schlüsselwörter
Kultur-PR, Public Relations, Kulturbetrieb, Social Media, Web 2.0, Kulturmanagement, Kommunikationsstrategie, Zielgruppenerschließung, Öffentlichkeitsarbeit, digitale Kommunikation, Crowdsourcing, Markenaufbau, Kultursponsoring
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der strategischen Bedeutung von Public Relations für Kulturinstitutionen und der Einbindung moderner digitaler Kommunikationswege zur Bewältigung aktueller Herausforderungen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen die Definition von Kultur-PR, die Abgrenzung zu herkömmlichem Marketing, die Analyse von Social-Media-Instrumenten sowie die damit verbundenen Chancen und Risiken.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist es, den Nutzen und die Notwendigkeit von PR-Maßnahmen im Web 2.0 für Kultureinrichtungen aufzuzeigen und Strategien für einen effektiven Einsatz zu diskutieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse und der Aufbereitung aktueller Erkenntnisse aus dem Kulturmanagement basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Kultur-PR und die praktische Diskussion von Social-Media-Anwendungen wie Blogs, Communities und Netzwerken.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlagworte sind Kultur-PR, Social Media, Web 2.0, Kulturmarketing und der Aufbau öffentlicher Beziehungen.
Wie unterscheidet sich Kultur-PR von klassischem Marketing?
Kultur-PR setzt laut Arbeit stärker auf die Aktivierung der Nutzer und die Vermittlung immaterieller, intuitiv erfahrbarer Dienstleistungen, wobei die Grenzen zum Marketing im digitalen Raum zunehmend verschwimmen.
Welche Risiken werden für Kultureinrichtungen im Social Web genannt?
Als Risiken werden unter anderem der Kontrollverlust über die Markenführung, der hohe personelle Aufwand und rechtliche Aspekte wie der Datenschutz und das Urheberrecht identifiziert.
Welche Rolle spielt die Größe der Kultureinrichtung beim Social-Media-Einsatz?
Die Arbeit betont, dass PR-Maßnahmen vernünftig im Verhältnis zur Größe der Einrichtung stehen müssen, da kleinere Betriebe oft nicht über die Kapazitäten für die Bespielung aller Kanäle verfügen.
- Quote paper
- Sandra Wackenhut (Author), 2013, Public Relations im Kulturbereich unter besonderer Berücksichtigung der Social Media, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213640