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Vergleichende Beurteilung des Vorsichtsprinzips nach HGB und IFRS

Título: Vergleichende Beurteilung des Vorsichtsprinzips nach HGB und IFRS

Trabajo de Seminario , 2013 , 19 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Timo Barth (Autor)

Economía de las empresas - Contabilidad e impuestos
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Viele Unternehmen sehen sich mit Auswirkungen der Globalisierung und Internationalisierung konfrontiert. Sowohl global agierende Konzerne als auch kleine und mittelständische Unternehmen sind auf internationalen Handelsplätzen vertreten, um dort Produkte abzusetzen, Rohstoffe zu beschaffen oder Kapital zur Finanzierung des Unternehmens zu akquirieren.
Insbesondere die Kapitalakquise setzt voraus, dass anderen Marktteilnehmern Informationen zur Verfügung stehen, auf deren Basis Risiken und Chancen der Kapitalüberlassung beurteilt werden können. Potenziellen Kapitalgebern stehen hierbei viele informatorische Quellen zur Verfügung, deren Güte und Transparenz stark schwanken können. Besonders die Vergleichbarkeit fundamentaler Informationen ist für Investoren im Hinblick auf alternative Investitionsmöglichkeiten relevant.
Dem Jahresabschluss kommt hier als Informationsquelle große Bedeutung zu. Die International Financial Reporting Standards (IFRS) und das deutsche Handelsgesetzbuch (HGB) bilden für viele Unternehmen die Rahmenkonzepte, innerhalb derer sich bei Jahresabschlusserstellung zu bewegen ist. Nach IFRS erstellte Jahresabschlüsse unterscheiden sich jedoch hinsichtlich ihrer Aussage erheblich von jenen, welche nach Vorschriften des HGB erstellt wurden, da beide Regelwerke infolge unterschiedlicher Prämissen divergierende Ziele verfolgen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Gegenstand und Ziel der Arbeit

1.2 Aufbau der Arbeit

2. Rechnungslegungssysteme im Überblick

2.1 Grundlagen HGB

2.2 Grundlagen IFRS

3. Vergleichende Beurteilung des Vorsichtsprinzips nach HGB und IFRS

3.1 HGB

3.2 IFRS

3.3 Vergleichende Beurteilung

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht das Vorsichtsprinzip innerhalb der Rechnungslegung nach HGB und IFRS. Ziel ist es, die unterschiedlichen Ausprägungen und Zielsetzungen der Regelwerke zu analysieren, um das Verständnis für die konzeptionell divergierenden Ansätze bei der Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu schärfen.

  • Grundlagen der Rechnungslegungssysteme im HGB und IFRS
  • Analyse der Ausprägung des Vorsichtsprinzips im deutschen Handelsrecht
  • Untersuchung der Rolle neutraler Bewertungsmethoden in den IFRS
  • Vergleichende Gegenüberstellung der Zielsetzung von Gläubigerschutz versus Entscheidungsnützlichkeit
  • Diskussion über Auswirkungen von Zeitwertbewertungen auf die Bilanzvolatilität

Auszug aus dem Buch

3.1 HGB

Aus § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB resultiert das allgemeine Vorsichtsprinzip, dessen Kodifikation und die weitere Konkretisierung durch die GoB die zentrale Bedeutung des Gläubigerschutzes im deutschen Handelsrecht unterstreichen (vgl. Beisse 1990, S. 500 f.; vgl. Binger 2009, S. 8; vgl. Hachmeister/Hermes 2010, S. 263; vgl. RegE BilMoG, S. 35; vgl. Thommen/Achleitner 2012, S. 434 f.).

Der Gesetzeswortlaut verlangt nach einer vorsichtigen Bewertung, was jedoch nicht implizieren soll, dass der Anwendungsbereich des Vorsichtsprinzips auf die Bewertung reduziert wird. Vielmehr wird die handelsrechtliche Rechnungslegung in ihrer Gesamtheit durch das Vorsichtsprinzip dominiert (vgl. RegE BilMoG, S. 33).

Ferner darf keine Interpretation derart erfolgen, stets vom ungünstigsten aller möglichen Szenarien bei Unsicherheit hinsichtlich Ansatz und Bewertung ausgehen zu müssen (vgl. Binger 2009, S. 35). Stattdessen ist es im Sinne des Vorsichtsprinzips, Unsicherheit so zu berücksichtigen, eine Bandbreite möglicher Werte sowie deren Eintrittswahrscheinlichkeiten zu bestimmen und „bei der nun erforderlichen Reduktion der Bandbreite auf einen einzigen, für die Bilanz maßgeblichen Wert ungünstige Bandbreitenwerte stärker zu gewichten“ (vgl. Moxter 2003, S. 35). Bei der Beurteilung von Bandbreitenwerten und Wahrscheinlichkeitsgewichtungen ist zur Vermeidung von Willkür nicht die subjektive Meinung des Bilanzierenden relevant, sondern eine sich auf allgemeine Erfahrungswerte oder Branchenkenntnisse stützende „Verkehrsauffassung ehrenwerter Kaufleute“ (vgl. Moxter 2003, S. 35; vgl. Binger 2009, S. 35).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz internationaler Rechnungslegungsunterschiede ein und definiert den Gegenstand sowie das Ziel der Arbeit, das Vorsichtsprinzip kritisch zu untersuchen.

2. Rechnungslegungssysteme im Überblick: Hier werden die kontinentaleuropäischen und angelsächsischen Systeme gegenübergestellt, wobei der Fokus auf dem Einfluss unterschiedlicher Finanzierungskulturen und Rechtstraditionen liegt.

3. Vergleichende Beurteilung des Vorsichtsprinzips nach HGB und IFRS: Dieses Kernkapitel analysiert detailliert die Ausprägungen des Vorsichtsprinzips im HGB und vergleicht es mit der neutralitätsorientierten Zielsetzung der IFRS.

4. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Würdigung der gegensätzlichen Ansätze und stellt fest, dass beide Systeme in der aktuellen Diskussion Vor- und Nachteile aufweisen.

Schlüsselwörter

Vorsichtsprinzip, HGB, IFRS, Gläubigerschutz, Rechnungslegung, Realisationsprinzip, Imparitätsprinzip, Bilanzierung, Fair Value, Jahresabschluss, BilMoG, GoB, Informationsfunktion, Zeitwert, Bewertung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den Vergleich zwischen der Rechnungslegung nach deutschem Handelsgesetzbuch (HGB) und den internationalen Standards (IFRS) mit besonderem Fokus auf das Vorsichtsprinzip.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den unterschiedlichen Zielsetzungen der Rechnungslegung, der Rolle des Gläubigerschutzes im HGB und der Entscheidungsnützlichkeit in den IFRS.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine vergleichende Analyse der Ausprägung des Vorsichtsprinzips, um aufzuzeigen, wie unterschiedliche Regelwerke zu verschiedenen Darstellungen der Unternehmenslage führen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine analytische Literatur- und Regelwerksanalyse, welche die Bilanzierungsnormen beider Systeme gegenüberstellt und kritisch würdigt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Grundlagen beider Systeme sowie die detaillierte Untersuchung der Bewertungsgrundsätze wie Realisations- und Imparitätsprinzip.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Vorsichtsprinzip, Gläubigerschutz, Fair Value, Bilanzierung und Rechnungslegung.

Wie unterscheidet sich der Ansatz des HGB von dem der IFRS?

Während das HGB durch das Vorsichtsprinzip primär den Gläubigerschutz sicherstellen möchte, streben die IFRS nach einer neutralen Abbildung der tatsächlichen Verhältnisse für Kapitalmarktteilnehmer.

Welchen Einfluss hat das BilMoG auf das Vorsichtsprinzip?

Das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) wird in der Arbeit als Schritt interpretiert, der die Informationsfunktion des HGB stärken soll, jedoch auch mit einer gewissen Abschwächung der Vorsicht einhergeht.

Final del extracto de 19 páginas  - subir

Detalles

Título
Vergleichende Beurteilung des Vorsichtsprinzips nach HGB und IFRS
Universidad
University of applied sciences Frankfurt a. M.
Curso
Financial Reporting
Calificación
1,3
Autor
Timo Barth (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
19
No. de catálogo
V213655
ISBN (Ebook)
9783656422402
ISBN (Libro)
9783656422730
Idioma
Alemán
Etiqueta
Vorsichtsprinzip
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Timo Barth (Autor), 2013, Vergleichende Beurteilung des Vorsichtsprinzips nach HGB und IFRS, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213655
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