Eine Psychologie der Heimat

Integrität durch Verortung im Hier-, Jetzt- und Sosein


Wissenschaftliche Studie, 2013

40 Seiten


Leseprobe

Inhalt

1. HEIMATMELODIE: Die harmonische Integration von Heimatbewusstsein und Welterfahrung 5

2. Meine Heimat: Mein Vaterland und meine Muttersprache 22

3. Von den geistig-kulturellen und den persönlichen Wurzeln 28

4. Von der Vertiefung der geistigen Wurzeln 34

1
HEIMATMELODIE
Die harmonische Integration von Heimatbewusstsein und Welterfahrung

Wir haben keine Heimat,

Sondern wir sind Heimat.

Was wir haben, können wir verlieren;

Was wir sind, bleibt uns immer.

Daher begleitet uns die Heimat

Auf dem gesamten Lebensweg

Und verlässt uns niemals,

Selbst wenn wir sie verlassen.

Wenn wir Heimat sind, wie die obigen Worte nahelegen, dann muss jede Fremderfahrung auf diesem seelisch-körperlichen Wurzelwerk aufbauen und auf natürliche Weise in den organischen Entwicklungsprozess integriert werden können oder aber eventuell als korrumpierend verworfen werden. Das Kompatibilitätsspektrum zwischen Integrierbarkeit und Ablehnungserfordernis ist durch die menschliche Natur bedingt.

Warum verherrlicht der Mensch die Heimat? Warum zelebriert und besingt er sie in tausend Liedern, Gedichten, Filmen, literarischen Werken und Philosophien? Warum kämpft er für sie, verteidigt sie und opfert sich für sie? Zahllose Kriege wurden über das Heimatverständnis geführt, die wiederum viele Menschen entwurzelt und aus ihrer Heimat vertrieben haben. Die Definition des Heimatbegriffes (homeland) beschäftigt die höchsten weltpolitischen Gremien, wie die UNO, um die damit verbundene Frage des Krieges und des Friedens im Mittleren Osten und darüber hinaus zu lösen. Das Recht auf das Hier- und Sosein, wie man ist, ebenso, wie Sonne, Mond und Sterne, Blumen, Pflanzen des Feldes und Myriaden von Geschöpfen ist ein nicht formal verankertes, aber unabdingbares, natürliches Recht; ein Recht auf das Hiersein, in der lebendigen Gegenwart und Sosein, wie man geistig, seelisch und körperlich von seinem Schöpfer gedacht und seinen singulären Eltern in seiner Einzigartigkeit geboren wurde und gereift ist. Die Globalisierung und menschliche Agenden kultureller, politischer und anderer Formen der Beherrschung untergraben bisweilen dieses fundamentalste aller Rechte. Es ist eine Ursache des menschlichen Leids, das durch die Negierung seiner uneingschränkten Beheimatung in dieser Welt mit ihren verschiedenen Aspekten verursacht wird. Vielleicht kommt der Begriff der Grundrechte unseres Grundgesetzes der Sache am nächsten. Doch selbst die Autoren dieses Grundgesetzes ließen diese Thematik ohne Kontouren, sodass unser Bundesverfassungsgericht erst im Laufe der fünfziger Jahre diesen vagen Begriff allmählich präzisierte. Und immer noch klafft ein Abgrund zwischen der verbalisierten Intention des Respektes dieser Grundrechte und der Alltagspraxis, ja sie werden bisweilen sogar vom Staat selbst, der sie zu schützen berufen ist, ausgehebelt, sodass die institutionellen Rechte des Staates Vorrang vor den persönlichen Rechten seiner Bürger haben. Dies führt die Erfordernis einer politisch-psychologischen Beheimatung ad absurdum und kann national-internationale kausale Verkettungen und Problemkreisläufe von Heimat- und Identitätsfragen einleiten, die in Kulturkonflikte eskalieren können, welche im Zeitalter der globalen Interdependenz die menschliche Beheimatung auf dem Planeten insgesamt kompromittieren können. Ebensowenig, wie Lebensformen der Fauna und Flora ohne ihre intakten Ökosysteme überleben können, ist der Mensch von seiner Heimat abhängig. Sie ist von existenzieller Bedeutung und subsumiert vitale Grundrechte.

Warum zieht es den Menschen immer wieder in die Heimat zurück, nachdem er die ganze Welt erforscht hat? Der Soldat besingt sie in fernen Breiten. Der Expatriate (beruflich ins Ausland Entsandte) träumt von ihr des Nachts, sucht in Paris oder Shanghai ein deutsches Lokal. Ähnliches trifft in der Regel auf Mitglieder anderer Kulturen zu. Der Weltreisende, der einen Landsmann trifft, findet einen Gefährten. Selbst wenn ihn Lichtjahre vom Lebensentwurf des Gefährten trennen, die Heimat, die Sehnsucht, das Bedürfnis nach Heimat und die damit verbundene Identitätsbestätigung erbaut, überbrückt und verbindet so manche Differenzen.

Die weltweite Kommunikation via Internet kommt diesem Bedürfnis entgegen. Aber selbst da wird man nie satt von seiner Heimat, man sucht sie in Google Earth, sendet Emails, telefoniert via Internet, Satellitenschüssel-Wälder wuchern an Häuserfassaden und stellen die Verbindung zur nahen und zur fernen Heimat her. Das Ortsrecht kapituliert und beugt sich vor kulturellen Imperativen. Die Heimat ist, gleich einer Droge, die größte Abhängigkeit. Man mag ihr den Rücken kehren und ferne Gefilde, Länder, Meere, Weltmetropolen und was nicht alles durchforsten, durchkämmen und erobern. Man kehrt immer wieder zu ihr zurück. Je stärker das Pendel in die weite Welt hinausschwingt, desto unerbittlicher wird es irgendwann zurückschwingen.

Wie in der bekannten Geschichte der Gefangenen von Cayenne kehrt man immer wieder zu seinem Ausgangspunkt zurück: Die Kriegsgefangenen in den Dschungeln von Cayenne, das für den Cayenne Pfeffer bekannt ist, haben versucht, aus dem Gefangenenlager zu fliehen – zunächst erfolgreich, aber sie sind regelmäßig zu ihrem Ausgangpunkt zurückgekehrt, weil der vermeintliche direkte Weg aus der Gefangenschaft sich jeweils als ein Kreis entpuppt hat, allein deshalb, weil der eine Schritt etwas länger ist als der andere, in der Regel der mit dem rechten Fuß. Deshalb empfahl man, bei jeder Richtungsentscheidung nach rechts zu gehen, um die durch die Schrittlänge bedingte Abweichung vom Fluchtweg in die Freiheit zu korrigieren. Ebenso sitzt die Heimat am längeren Hebel und zwingt uns gefühlsmäßig in ihre Richtung zurück, wobei es häufig viel schwieriger ist, die emotionale Richtung zu korrigieren als die physische. Ebenso wie die Kompassnadel zum Nordpol zeigt, so zeigt unser emotionaler Kompass immer Richtung Heimat. Je weiter wir uns von ihr entfernen, desto mehr, weil wir selbst diese Heimat sind. Und das, was zusammengehört, möchte eins sein und sich vereinen.

Je mehr man gegen sich selbst arbeitet, je weiter man sich hinauswagt, desto größer ist die Erfordernis, zu sich selbst zurückzukehren. Kann man es nicht physisch tun, so kompensiert man dafür durch heimatkulturelle Artefakte, Gegenstände und Souvenirs, geistige, materielle, künstlerische, sprachliche oder durch die Verbindung mit Dingen in der Fremde, die die Heimat aufleben lassen wie Nahrung, Musik, Literatur und Landsleute etc. Alles was die Schwingung der Heimat erzeugt, gleich in welcher Form, ist ein Schritt in ihre Richtung und bestätigt die Identität, das Ich, das Selbst, das singuläre menschliche Wesen. Es ist zu oberflächlich, wenn dieses Verhaltensmuster als Heimatromantik oder im Falle des Deutschseins als Deutschtümelei, als eine Gefühlsduselei qualifiziert und abgewertet wird, die sich nicht für Helden, Pioniere und Erforscher der Fremde ziemt.

Die Heimat ist Nahrung, ebenso wie die physische, materielle Nahrung, ja mehr noch, sie ist ein Lebenselixier, wenn man in der Fremde schwächelt. Dann kann der Kontakt mit der Heimat, der direkte oder indirekte, physische, geistige oder virtuelle den durch die Fremde gebeugten wiederaufrichten, ihn wieder zum Herrn seines körperlichen Zeltes machen, das er an einem fernen Ort der Welt aufgeschlagen hat. Wenn man durch die Aufreibung im Überlebenskampf in fernen Breiten den heimatlichen Boden unter den Füßen verloren hat und den heimatlichen Himmel nicht mehr sehen kann, sowie die besondere Formation und Ondulierung der Landschaft mit seinen Jahreszeiten, Tönen, Farben und Gerüchen, die Art der Menschen, die Musik des Lebens zu spielen, ihre Sprache zu sprechen und ihre Lieder zu singen, dann kann das Evozieren und die Erinnerung an all diese Dinge den Menschen den Boden unter seinen Füßen, seinen aufrechten Gang wiederfinden und seinen Blick für den gesamten durch Erde und Himmel gerahmten Horizont wiedergewinnen lassen; die korrekte Ausrichtung zwischen Himmel und Erde und ihn somit wieder auf den Weg zurückführen, von dem er abzukommen drohte oder auf dem er gefallen ist. Diese innerlich-äußerliche Wiederaufrichtung, all das kann die Heimat bewirken. Sie ist die persönliche Norm und Richtschnur, der Nordpol auf dem Kompass des Lebensweges, obschon man in alle vier Himmelsrichtungen, in die Tiefen der Wälder und Ozeane, in die Höhen des Mount Everest oder extraterrestrische Räume aufbrechen mag. Sie kann bewirken, was man in der fernöstlichen Philosophie als „Ten Shin“ oder den Geist des Herzens des reinen Himmels bezeichnen könnte.

Mit der „Initialisierung“ des Heimatprogramms, um einen Begriff des digitalen-globalen Zeitalters zu wählen, kann man so manche Anomalie begradigen, die durch die geistigen und materiellen Räume fremder Breiten und Kulturen ausgelöst wird, besonders wenn große kulturelle Distanzen überbrückt werden müssen, die natürlich nicht zwangsläufig mit der geographischen Distanz einhergehen. Im myriadenfachen Interfacing von Kulturen und Heimaten in den Millionenmetropolen in Orient und Okzident, in der neuen und der alten Welt, kann es immer wieder zu Situationen kommen, die durch die eigene Waghalsigkeit oder durch Dritte absichtlich oder unabsichtlich ausgelöst werden, die eine Entstörung durch die Melodie der Heimat erfordern. Sie kann den Schmutz und Staub der Fremde von den Füßen abwaschen, dem müden Wandersmann Mut und Vertrauen einflößen, dadurch dass der charakteristische Grundton der heimatlichen Melodie des Lebens wiedergefunden und angestimmt wird, wodurch man für sich selbst und fremdheimatliche Mitmenschen wieder prognostizierbarer wird. Dieser ermöglicht wieder ein synergetischeres und einvernehmlicheres Mitwirken im Konzert der vielen Heimaten, Völker und Kulturen der Welt.

Macht und Magie der Heimat sind kein Fetisch, sondern ein alchimistischer Zaubertrank, der das wahre Gold des Reisenden verkörpert, ein geheimer, impliziter Code, den nur der Mensch selbst kennt, denn jeder hat eine einzigartige Heimat, auch wenn er sie mit anderen im mancher Hinsicht teilt. Es ist der Code für eine Bewusstseinsdimension, einen geistigen Raum, den nur er kennt und der nur ihm gehört und in dem er immer Zuflucht nehmen und finden kann, ob er im Gefängnis sitzt, ans Bett gefesselt ist oder Erfolge ihn ins Taumeln bringen, Umstände ihn aus dem Lot bringen und aus der Bahn werfen. Sie ist der Stein der Weisen der Reisenden, ein jederzeit verfügbarer Auslöser eines Schleudersitzes, wenn sich ein existenzieller „Crash“ abzeichnet. Allein deshalb, weil sie der Weg zurück zu einem selbst weist, gleich in welchem Labyrinth man sich verirrt haben mag. Sie ist der Weg zurück zu den konstitutiven Ausgangskoordinaten, zum Grundton der Lebensmelodie, auf der man wieder aufbauen kann.

Die Heimat kann, je nach Umfeldbedingungen, verschiedene Gestalt annehmen. Für die Insassen der Konzentrationslager war es zum Beispiel die Dichtung, mit der die Gefangenen aufgewachsen sind und die die Macht und Kraft der Heimat auslösten. In dem Buch "La Lumière Retrouvée", einer Autobiographie von Jacques Lusseyran, die mir eine mittlerweile verstorbenen Dame, die ich hin und wieder zu Gesprächen während meiner Studienzeit in Paris traf, gab, schildert der Autor die lebenserhaltend wirkende Funktion der Dichtung, die Kraft und Mut zum Weiterleben – und im Falle des Autors Mut zum Überleben verlieh, sodass der nach der Befreiung das erwähnte Buch schreiben konnte – in ausweglos erscheinenden Situationen verlieh und Verzweifelte sogar im Angesicht des Todes wiederaufrichten konnte.

Erkennt, versteht und fühlt man, wieviel die Heimat für einem selbst bedeutet, obwohl man sie scheinbar jahrelang ignoriert haben man, so versteht man auch, warum man so verletzlich ist in Bezug auf seine Heimat und man versteht auch die Situation von Menschen anderer Länder, Kulturen, Rassen, Sprachen…und Heimaten. Man mag die Heimat vergessen oder vor ihr fliehen, doch manche Situation in der Fremde zwingt uns zumindest geistig in ihren Bann zurück, sei es durch eigenes Bedürfnis oder Zwang oder auch durch die Projektionen kultureller Kolonisierung durch Menschen anderer Kulturen, die uns nolens volens mit unserer nationalkulturellen Heimat identifizieren und in der entsprechenden Schublade in ihrem Gemüt kategorisieren. Dann steht man stellvertretend für alles Gute und Böse, das von der eigenen nationalkulturellen Heimat ausgegangen ist und man wird für das eine bewundert und für das andere verachtet.

Fremde Stereotypen von einem können subtile Transfers auslösen, die uns in die Bahnen und Verhaltensmuster der jeweiligen Stereotype drängen und somit einem subliminalen Transfer von Erwartungen in Bezug auf Denk-, Seins- und Verhaltensweisen gleichkommen. Wenn der Brite der Überzeugung ist, dass die Deutschen strukturiert sind, so wird er dasselbe von dem jeweiligen Repräsentanten der Kultur erwarten und bei Nichterfüllung dieser Erwartung äußerst verblüfft sein. Er wird uns wenig Spielraum lassen, unsere ureigene Kultur, die singulär ist, zu inszenieren und zum Ausdruck zu bringen. Und wenn der italienische Staatspräsident S. Berlusconi den deutschen SPD-Europaabgeordneten Schmidt in seiner Rede im Europaparlament geistig in der Nähe eines KZ-Wächters rückte, dann muss ich, der ich weder SPD-Mitglied bin, noch sonst viel außer dem deutschen Personalausweis mit diesem Individuum gemeinsam habe, für die vermeintlichen KZ-Wächter Charakter dieses Mannes am Pranger stehen. Das ist mir an der Universität Cambridge vor einigen Jahren passiert und als „Coffee or Tea“ mit Snacks in der Pause von einem Kellner angeboten wurden, habe ich mich demonstrativ jeweils für Tea und indische Samosas entschieden, während andere eher westliche Kaffeegetränke und kontinentale Snacks wählten. Und während ich meinen englischen Tee genoss, hörte ich eine Gruppe italienischer Kommilitonen von führenden italienischen Konzernen über "I tedesci " (diese Deutschen) lamentieren. Ich war als einziger Deutscher eine willkommene Projektionsfläche für ihr kulturelles Schubladendenken, das ihnen letztendlich gestattete, ihre eigene Heimat und kulturelle Identität durch eine negative Bezugnahme auf andere aufzuwerten und ihr zu huldigen.

Kurz, da braucht man ein sehr starkes Heimatprogramm, eine mächtige Melodie, um seine Identität zu intonieren, seine eigene Musik zu spielen. Die hat man ja immer abrufbereit gespeichert. Man trägt sie mit sich herum, ob man es will oder nicht. Andere hören diese Melodie aber oft nicht und wollen ihre eigenen Kompositionen in Bezug auf unser eines Heimat zusammenstellen und inszenieren, mit den entsprechenden Erwartungen an einem und zur Erfüllung und Betätigung ihrer selbst.

Die Heimat hat eine konkrete und eine symbolische Dimension. Wenn man ihr fern ist, lebt sie innerlich in einem fort, äußerlich in Zeichen, Symbolen, Ritualen und verschiedenen Artefakten, die eine ähnliche Wirkung wie die Anatomie und Physionomie, die Topographie, Düfte und Töne der materiellen Heimat haben können. Und die Heimat wächst auch weiter mit allem, was die Identität bestätigt und veredelt. Die Tee und Samosa Option war ein kultureller symbolischer Akt, der die subtilen Annahmen und Projektionen in Bezug auf mein Deutschsein unterlief. Ebenso die Tatsache, dass sich bei einem Gala Dinner im renommierten Downing College als einziger ein vegetarisches Menu verlangte, während alle Steaks einer Größenordnung serviert bekamen, die an anlässlich des Rinderwahnsinns gekeultes Vieh erinnerten.

Da ich als Deutscher einen quatrikulturellen Hintergrund habe, aber dennoch in erster Linie Deutscher bin, kann ich in so mancher Hinsicht auf meine multikulturelle Identität innerlich wie äußerlich ausweichen, wenn der Druck auf meine deutsche geistige Heimat unablässig, persistent, zu groß und zu unerträglich wird. In einem interkulturellen Management Trainingsvideo, das in einem Workshop der Universität Cambridge vorgeführt wurde, hat man eine Rolle mit einem deutschen Teammitglied besetzt und sie ein Skript interpretieren lassen, das als Exempel für die totale Unangemessenheit des deutschen Kommunikationsstils diente. Steter Tropfen höhlt den Stein. Das war mehr Feuer gegen meine deutsche Identität, als ich in den zehn Jahren meines früheren Aufenthalts in Paris, Madrid und London erfahren habe. Auf dem Rückflug von London-Heathrow nach dem mehrtägigen Arbeitstreffen in Cambridge und einem Zwischenaufenthalt in London und zwei, drei Tagen Einkehr bei einer Bekannten aus früheren Zeiten war ich regelrecht erstarrt vor Entsetzen ob derartiger Voreingenommenheiten und Vorurteile an einer weltführenden Universität und in einem Umfeld interkultureller Spezialisten – und dies obendrein noch im 21. Jahrhundert. Eine objektive Analyse und Bewertung solcher Stereotype liefert aber dennoch wertvolle Information über die kulturellen Profile der involvierten Akteure. Bei der Landung auf dem lokalen süddeutschen Flughafen muss ich den Tränen nahe gewesen sein. Ich hätte nie vermutet, dass sich noch eine derartige Verletzlichkeit in Bezug auf meine Heimat hatte, denn ich war de facto ein Kosmopolit geworden.

[...]

Ende der Leseprobe aus 40 Seiten

Details

Titel
Eine Psychologie der Heimat
Untertitel
Integrität durch Verortung im Hier-, Jetzt- und Sosein
Autor
Jahr
2013
Seiten
40
Katalognummer
V213766
ISBN (eBook)
9783656422020
ISBN (Buch)
9783656566748
Dateigröße
631 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
geistig-seelisch-körperliche Beheimatung, interkulturelle Psychlogie, Identitätsforschung, Lebenselixier Heimat, Heimatverlust und Pathologie, Expatriierung-Repatriierung, Heimat und Fremde, geistig/physisch/kulturelle Distanzanalyse, kulturelle Anpassung/Adaptation, Heimat und geistig-seelisch-körperliche Integrität, Wurzeln/Entwurzelung/Rückverwurzelung, Heimatkultur, kulturelles Gedächtnis, Heimweh/Fernweh, Vaterland und Muttersprache, Auslandsentsendung/Reintegration in der Heimatkultur
Arbeit zitieren
D.E.A./UNIV. PARIS I Gebhard Deißler (Autor), 2013, Eine Psychologie der Heimat, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213766

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