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Fußball und Nationalismus. Eine soziologische Untersuchung

Titre: Fußball und Nationalismus. Eine soziologische Untersuchung

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2012 , 19 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Jan Schaller (Auteur)

Sport - Sociologie du sport
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In der vorliegenden Arbeit soll das Verhältnis zwischen Fußball und Nationalismus beleuchtet werden. Ausgangspunkt ist der seit 2006 zunehmende 'Party-Nationalismus', der in Deutschland zu beobachten ist. Es wird nach Gründen gefragt, wieso Fußball scheinbar besonders anfällig für Nationalismus ist. Dazu werden drei Annährungen gewählt (sportimmanent bzw. strukturell, akteurszentriert mit Bezug auf das Publikum sowie die Medien) und auf ihr Erklärungspotential geprüft.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Zugänge

2.1. Nation- ein umkämpfter Begriff

2.2. Nationalismus, Patriotismus, Chauvinismus

3. Empirisch-theoretische Untersuchungen

3.1. Zum Verhältnis von Sport und Nation – strukturelle Faktoren

3.2. Das Publikum als ausschlaggebender Parameter?

3.3. Die Medien als ‚Brennglas‘ chauvinistischer Einstellungen?

4. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die soziologische Frage, warum der Fußball im Vergleich zu anderen gesellschaftlichen Sphären eine besonders hohe Anfälligkeit für Nationalismus und chauvinistische Tendenzen aufweist. Dabei wird analysiert, inwiefern strukturelle Merkmale des Sports, die Zusammensetzung des Publikums sowie die mediale Berichterstattung bei sportlichen Großereignissen diese Dynamik begünstigen.

  • Strukturelle Anfälligkeit des Fußballs für nationalistische Vereinnahmung
  • Die Rolle von Großereignissen bei der Konstruktion nationaler Identität
  • Einfluss der Medien als Agenda-Setter auf nationalistische Denkmuster
  • Verhältnis zwischen Sport, Nation und Chauvinismus
  • Kritische Reflexion der soziologischen Forschung zum Sportpublikum

Auszug aus dem Buch

3.1. Zum Verhältnis von Sport und Nation – strukturelle Faktoren

Hier soll mit einem offensichtlichen Grund, der Patriotismus und eben auch Nationalismus entstehen lässt und verstärkt, begonnen werden. So ist es schlichtweg das Prinzip, dass Nationalmannschaften gegeneinander antreten; der Kampf der Nationen entscheidet über Sieg oder Niederlage. Für diese Erkenntnis bedarf es zwar keiner wissenschaftlichen Herangehensweise; festzuhalten ist sie dennoch, da so natürlich schon eine günstige Grundlage für Nationalismus geschaffen ist. Ob und wie diese Ausgangslage genutzt wird, soll im Folgenden gezeigt werden.

Um die Verbindung von Sport und Nation, respektive Nationalismus aufzuzeigen, soll noch einmal kurz auf den Nationsdiskurs zurückgegriffen werden. In diesem Abschnitt wurde festgestellt, dass es sich bei Nationen um künstliche, imaginierte Gebilde handelt. Sie sind Ausdruck eines essentiellen menschlichen Gefühls – der Zugehörigkeit zu einer Gruppe beziehungsweise kollektiver Identität (vgl. Binder 2007: 14). Da es sich hierbei aber um etwas Künstliches3 handelt, muss es auch künstlich erhalten werden. Dies wird durch Symbole (vgl. ebd.: 17), Rituale und Mythen erreicht (vgl. Traby 2010: 8). Als Mythos wird hier die „Summe zentraler kollektiver Erinnerungsfiguren“ (Kaschuba 1993: 59) bezeichnet, wobei Eliten auf „bekannte und vertraute historische Traditionen [zurückgreifen] und [...] eine passende Vergangenheit [formen]“ (Traby 2010: 8). Das Mittel hierfür ist das Hervorheben und Heroisieren bestimmter Ereignisse und Personen auf der einen, das Ausblenden unerwünschter Vorkommnisse auf der anderen Seite (vgl. ebd.). Hobsbawm prägte hierfür den Term der „invented traditions“ (Hobsbawm/Ranger 1992: 1) – der erfundenen Traditionen. Besonders viele dieser ‚Erinnerungsorte‘ finden sich im Sport (Traby 2010: 8), wo Symbole und Rituale die abstrakten Mythen ergänzen (Fahnen, Absingen der Hymne, auch die Nationalmannschaft als solches) (vgl. ebd.: 9). Beispiele für Mythen im Fußball sind die gewonnenen Weltmeister-Titel in Bern 1954 oder nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 in Rom.4 Die Brücke von Nation zu Nationalismus zu schlagen, ist dabei nicht schwer. Mit dem Besitz von Nationalmannschaften etc. als nationale Symbole, werden Gefühle wie Patriotismus bedient, die auch in Friedenszeiten europäischer Integration fortwirken.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema Nationalismus im Kontext des Fußballs ein und formuliert die Forschungsfrage, warum der Fußball anfälliger für nationalistische Tendenzen ist als andere gesellschaftliche Bereiche.

2. Theoretische Zugänge: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe 'Nation' und 'Nationalismus' und grenzt diese von Patriotismus und Chauvinismus ab, um ein theoretisches Fundament für die weitere Untersuchung zu schaffen.

3. Empirisch-theoretische Untersuchungen: In diesem Hauptteil wird anhand von drei Thesen untersucht, wie strukturelle Faktoren, das Stadionpublikum und die mediale Berichterstattung die Verbreitung von Nationalismus fördern.

4. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, wonach insbesondere strukturelle Gegebenheiten des Fußballs und das Wirken der Medien als maßgebliche Faktoren für nationalistische Tendenzen identifiziert werden konnten.

Schlüsselwörter

Nationalismus, Fußball, Nation, Chauvinismus, Patriotismus, Sportsoziologie, Großereignisse, Medienberichterstattung, Stereotypisierung, Identität, Agenda-Setting, Stadionpublikum, Konstruktivismus, politische Vereinnahmung, kollektive Identität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die soziologische Verbindung zwischen Fußball und Nationalismus, insbesondere unter dem Aspekt, warum dieser Sport so stark für nationalistische Tendenzen anfällig ist.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?

Die Arbeit beleuchtet das Spannungsfeld zwischen Sport und Nation, die Rolle von Zuschauern bei Großereignissen sowie die Funktion der Medien als Verstärker nationalistischer Denkmuster.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Wieso ist der Fußball für Nationalismus anfälliger als andere gesellschaftliche Sphären?“

Welche wissenschaftliche Methodik wurde verwendet?

Die Arbeit nutzt einen theoretisch-empirischen Ansatz, der auf der Analyse bestehender Literatur, Medienanalysen und soziologischer Theoriebildung basiert.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Im Hauptteil werden drei Ebenen analysiert: strukturelle Merkmale des Fußballs, die demografische Zusammensetzung des Publikums und die Wirkungsmacht der Medien bei der Konstruktion nationaler Identitäten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie 'banaler Nationalismus', 'Agenda-Setting', 'künstliche Nationenkonstruktion' und 'chauvinistische Einstellungen' geprägt.

Welche Rolle spielen die Medien laut dem Autor?

Die Medien fungieren als 'Agenda-Setter', die durch eine nationalistische Berichterstattung, martialische Metaphern und die Kreation von Stereotypen aktiv zur Verbreitung nationalistischer Denkweisen beitragen.

Warum konnte die Hypothese zum Publikum nicht abschließend bestätigt werden?

Da es an empirischen Daten zur demografischen Zusammensetzung des Stadionpublikums bei Großereignissen mangelt, konnte diese Hypothese nur auf Indizienbasis betrachtet werden und blieb im Ergebnis nicht verifizierbar.

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Résumé des informations

Titre
Fußball und Nationalismus. Eine soziologische Untersuchung
Université
Free University of Berlin  (Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft)
Cours
Rechtsextremismus in Europa
Note
1,3
Auteur
Jan Schaller (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
19
N° de catalogue
V213895
ISBN (ebook)
9783656421870
ISBN (Livre)
9783656423553
Langue
allemand
mots-clé
Soziologie Sport Fußball Nationalismus
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Jan Schaller (Auteur), 2012, Fußball und Nationalismus. Eine soziologische Untersuchung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213895
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Extrait de  19  pages
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