Diese Arbeit setzt sich mit den Besonderheiten des internationalen Dienstleistungsmarketings auseinander und rückt somit auch die Frage ins Zentrum, ob sich das internationale wesentlich vom nationalen Dienstleistungsmarketing unterscheidet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Terminologische und systematisierende Grundlagen
3. Besonderheiten des internationalen Dienstleistungsmarketing
3.1 Distributionspolitik
3.1.1 Das direkte Distributionssystem
3.1.2 Das indirektes Distributionssystem
3.2 Kommunikationspolitik
3.2.1 Werbung und Werbegestaltung in der internationalen Kommunikationspolitik
3.2.2 Image und Markenbekanntheit durch kommunikative Konstanz
3.3 Preis- und Konditionenpolitik
3.4 Produkt- bzw. Leistungspolitik
3.4.1 Standardisierung von internationalen Dienstleistungen
3.4.2 Produkt- bzw. Leistungsdifferenzierung
3.4.3 Produkt-/Leistungsmarkierung
3.4.4 Leistungsqualität
3.5 Personalpolitik
4. Schlusswort und Ausblick
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit den Besonderheiten des internationalen Dienstleistungsmarketings auseinander. Ziel ist es zu untersuchen, inwieweit sich dieses von nationalen Ansätzen unterscheidet, und darzulegen, wie die klassischen Marketing-Instrumente unter Berücksichtigung kultureller, rechtlicher und ökonomischer Rahmenbedingungen in einem internationalen Umfeld erfolgreich gestaltet werden können.
- Grundlegende Terminologie und Definitionen im Dienstleistungssektor
- Anpassung der Marketing-Instrumente (Distributions-, Kommunikations-, Preis-, Produkt- und Personalpolitik)
- Herausforderungen der Standardisierung versus lokale Differenzierung
- Die Rolle der Interaktionsintensität bei internationalen Dienstleistungen
- Bedeutung von Markenimage und Vertrauen bei immateriellen Leistungen
- Einfluss des Internets auf Vertriebs- und Marketingstrategien
Auszug aus dem Buch
3.1.1. Das direkte Distributionssystem
Beim direkten Distributionssystem wird das Dienstleistungsversprechen von demjenigen Unternehmen erbracht, welches es dem Kunden gegeben hat. Augrund der Integration des externen Faktors werden Dienstleistungen oft direkt vertrieben und Standortentscheidungen sind von grosser Wichtigkeit (vgl. Meffert/Bruhn, 1998, S. 436ff.). Aus der Immaterialität resultiert eine hohe Erklärungsbedürftigkeit der Dienstleistung, was mit hohen Anforderungen an die Kundenberater/Verkäufer verbunden ist. Durch den direkten Vertrieb lassen sich Marketingmassnahmen besser steuern und kontrollieren (vgl. Kühn/Fasnacht, 2002, S. 228), was für allem für internationale Dienstleistungsunternehmen ein grosser Vorteil ist.
Bei Produkten, bei denen das Geruchsempfinden unwichtig ist und es weiter keine Rolle spielt, wie sie sich anfühlen, ist es relativ einfach möglich, diese international zu vertreiben. Zu dieser Kategorie gehören z.B. Bücher, CD’s oder Video/DVD’s. Für den internationalen Vertrieb sind sie auch deshalb geeignet, weil sie leicht und kostengünstig versendet werden können und ihr internationaler Versand weder beim Unternehmen noch beim Endkunden hohe Transportkosten verursacht. Dies gilt auch für Dienstleistungen. Der Erwerb wird durch eine Bescheinigung bestätigt, welche kostengünstig international zustellbar ist, so z.B. ein Bahnticket, Eintrittskarten oder eine Reisebestätigung (vgl. Kliesch, 1999b, S. 223f.).
Die direkte internationale Distribution erfolgt am häufigsten über Franchising, Filialen oder über das Internet, denn diese drei Absatzwege erlauben ein weltweit einheitliches Erscheinungsbild des internationalen Dienstleistungsunternehmens (vgl. Hilke, 1994, S. 231).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einführung erläutert die wachsende Bedeutung von Dienstleistungen im Zuge der Globalisierung und stellt die Forschungsfrage nach den Besonderheiten des internationalen Dienstleistungsmarketings.
2. Terminologische und systematisierende Grundlagen: Hier werden zentrale Begrifflichkeiten, wie etwa die Merkmale von Dienstleistungen und die Einteilung in "Consulting"- und "Fast-Food"-Typen, definiert.
3. Besonderheiten des internationalen Dienstleistungsmarketing: Dieses Hauptkapitel analysiert detailliert die vier Marketing-Instrumente (Distributions-, Kommunikations-, Preis-, Produktpolitik) sowie die Personalpolitik unter internationalen Aspekten.
4. Schlusswort und Ausblick: Das Fazit fasst die gestiegene Komplexität internationaler Dienstleistungsaktivitäten zusammen und prognostiziert eine zunehmende wissenschaftliche Relevanz dieses Feldes.
Schlüsselwörter
Internationales Marketing, Dienstleistungsmarketing, Interaktionsintensität, Distributionspolitik, Kommunikationspolitik, Markenmanagement, Standardisierung, Leistungsdifferenzierung, Preispolitik, Personalpolitik, Dienstleistungsqualität, Globalisierung, Internet, Dienstleistungsmanagement, Länderimage
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Seminararbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die spezifischen Herausforderungen und Besonderheiten, denen Dienstleistungsunternehmen bei ihrer Internationalisierung gegenüberstehen, und wie sie ihre Marketingstrategien darauf abstimmen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder umfassen die Anpassung von Marketing-Instrumenten, die Wahl zwischen Standardisierung und Differenzierung sowie die strategische Bedeutung von Personal und Markenbildung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es zu klären, ob sich internationales Dienstleistungsmarketing signifikant vom nationalen Marketing unterscheidet und welche Anpassungen für den Erfolg im Ausland entscheidend sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der systematischen Analyse bestehender Marketing-Konzepte im Kontext internationaler Dienstleistungen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Distributions-, Kommunikations-, Preis- und Produktpolitik sowie einer spezifischen Betrachtung der internationalen Personalpolitik.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Typische Schlüsselbegriffe sind Internationales Dienstleistungsmarketing, Interaktionsintensität, Standardisierung, Länderimage und Markenmanagement.
Warum ist die Personalpolitik bei internationalen Dienstleistungen besonders kritisch?
Da das Personal oft als Qualitätsindikator wahrgenommen wird und Dienstleistungen stark von kulturellen Verhaltensnormen abhängen, ist eine kulturell angepasste Personalstrategie für die Kundenzufriedenheit essenziell.
Welche Rolle spielt das Internet im internationalen Dienstleistungsvertrieb?
Das Internet ermöglicht es auch kleineren und mittleren Unternehmen, durch Reduzierung von Handelsspannen und Überwindung räumlicher Distanzen kosteneffizient international tätig zu werden.
- Quote paper
- Nicole Kleinschmidt (Author), 2004, Besonderheiten des internationalen Dienstleistungsmarketing - Systematisierung und Schlussfolgerungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21430