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Die Nichteheliche Lebensgemeinschaft

Title: Die Nichteheliche Lebensgemeinschaft

Term Paper , 2011 , 14 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christina Riederer (Author)

Sociology - Relationships and Family
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Immer weniger Menschen geben sich das Ja-Wort, folglich ist die stetig stinkende Anzahl der Eheschließungen eine logische Konsequenz. Nach Angaben der Bundeszentrale für politische Bildung wurden im Jahr 2006 373.681 Ehen in Deutschland geschlossen. „Bezogen auf die Einwohnerzahl waren das 4,5 Eheschließungen je 1.000 Einwohner. 1950 lag die Zahl der Eheschließungen noch bei knapp 750.500 – das entsprach 10,8 Eheschließungen je 1.000 Einwohner.“ Dies rührt daher, da viele Menschen nicht mehr dauerhaft in einem so festgelegten Raster wie der Ehe, mit starren Regeln leben möchten. Stattdessen werden immer öfter freie Formen des Zusammenlebens gewählt und so leben immer mehr Menschen in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft. „Die nichteheliche Lebensgemeinschaft ist ein gesellschaftliches Phänomen, das sich während der letzten beiden Jahrzehnten in den verschiedensten Formen und Ausgestaltungen immer stärker entwickelt und ausgebreitet hat.“ Jene Lebensform soll nun in der vorliegenden Hausarbeit ausführlicher behandelt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Überblick über die Entwicklung der nichtehelichen Lebensgemeinschaft

3. Einblick in die Formen eheähnlicher Gemeinschaften

4. Die nichteheliche Lebensgemeinschaft

4.1 Entstehung des Begriffs der nichtehelichen Lebensgemeinschaft

4.2 Definition

4.3 Mögliche Gründe für das Eingehen einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft

4.4 Statistische Erhebungen zur nichtehelichen Lebensgemeinschaft

5. Rechtsfolgen und Ausgleichsansprüche bei Beendigung der nichtehelichen Lebensgemeinschaft

5.1 Das Sorgerecht und Umgangsrecht

5.2 Der Unterhalt

5.2.1 Unterhalt für die Kinder

5.2.2 Unterhalt für den Partner

5.3 Der Hausrat und das Vermögen

5.4 Die Wohnung

6. Der Partnerschaftsvertrag

7. Die Ethische Betrachtungsweise

8. Schluss

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Phänomen der nichtehelichen Lebensgemeinschaft im Wandel der Zeit, beleuchtet die soziologischen Hintergründe und analysiert detailliert die rechtliche Situation in Deutschland bei Abwesenheit einer expliziten gesetzlichen Regelung.

  • Historische Entwicklung und gesellschaftliche Wandlungsprozesse von Beziehungsformen
  • Rechtliche Rahmenbedingungen bei Trennung, Unterhalt und Vermögensfragen
  • Statistische Auswertungen zur Verbreitung und Struktur nichtehelicher Lebensgemeinschaften
  • Bedeutung und Gestaltungsmöglichkeiten durch einen Partnerschaftsvertrag
  • Ethische Einordnung und gesellschaftliche Akzeptanz des Zusammenlebens ohne Trauschein

Auszug aus dem Buch

4.1 Entstehung des Begriffs der nichtehelichen Lebensgemeinschaft

In der Literatur findet man ein Breitband verschiedenster Wendungen für die nichteheliche Lebensgemeinschaft. „Früher sprach man von ’wilder Ehe’ oder von ’Konkubinat’ [...] “16. Abgelöst wurden diese abwertenden Begriffe durch einige Widersprüchliche, wie „’Heirat ohne Ehe’ oder ’nichteheliche Ehe’“17, die Resultate der Ableitung vom herkömmlichen Wort Ehe darstellten, „[...] aber andererseits die Offenheit für neue Lebensformen beton[en] [...]“18 sollten. „In der Umgangssprache wie im wissenschaftlichen Dialog [entstanden] Wendungen wie: ’voreheliche Beziehung’, ’faktische Ehe’, [...] ’Ehe ohne Trauschein’, ’Schrägstrichehe’, ’formlose Ehe’, ’papierlose Ehe’, ’Vorehe’, ’Ehe auf Widerruf’, ’Ehe auf Probe’.“19 „Im Laufe der Zeit [entstanden] inhaltliche Umkehrungen, bei denen der formale Charakter der Ehe in den Hintergrund rückt[e] und sich das Interesse auf den privaten Aspekt der Paarbeziehung konzentriert[e]: ’Lebensgefährtenverhältnis’, ’Dauerpartnerschaft’, ’freie Partnerschaft’ oder ’freie Lebensgemeinschaft’. Hierbei wird besonders der rechtsfreie Beziehungsrahmen betont.“20

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Rückgang der Eheschließungen und führt die nichteheliche Lebensgemeinschaft als wachsendes gesellschaftliches Phänomen ein.

2. Überblick über die Entwicklung der nichtehelichen Lebensgemeinschaft: Dieses Kapitel zeichnet die historische Stigmatisierung außerehelicher Gemeinschaften nach und verdeutlicht den Wandel hin zur heutigen Akzeptanz.

3. Einblick in die Formen eheähnlicher Gemeinschaften: Es wird die Pluralisierung von Beziehungsmodellen aufgezeigt, wobei verschiedene Varianten wie die Zeit-Ehe oder offene Partnerschaften skizziert werden.

4. Die nichteheliche Lebensgemeinschaft: Der Abschnitt befasst sich mit der Begriffsfindung, einer rechtlichen Definition sowie den Motiven und statistischen Fakten zur Lebensform.

5. Rechtsfolgen und Ausgleichsansprüche bei Beendigung der nichtehelichen Lebensgemeinschaft: Hier wird die rechtliche Situation bei Trennung analysiert, insbesondere bezüglich Sorgerecht, Unterhalt, Vermögen und Wohnsituation.

6. Der Partnerschaftsvertrag: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung vertraglicher Regelungen, um den gesetzlich nicht geregelten Rahmen einer nichtehelichen Partnerschaft individuell zu strukturieren.

7. Die Ethische Betrachtungsweise: Die ethische Perspektive reflektiert die veränderte moralische Bewertung von Partnerschaften und die Integration der nichtehelichen Lebensgemeinschaft in die Gesellschaft.

8. Schluss: Der Schlussteil zieht ein Resümee, das die Ehe trotz zunehmender Verbreitung anderer Lebensmodelle weiterhin als erstrebenswertes Leitbild für Sicherheit und Familiengründung hervorhebt.

Schlüsselwörter

Nichteheliche Lebensgemeinschaft, Konkubinat, Wilde Ehe, Beziehungsformen, Familienrecht, Partnerschaftsvertrag, Sorgerecht, Unterhaltsanspruch, Vermögenstrennung, Lebenspartnerschaft, Ehe, Rechtsfolgen, Sozialer Wandel, Statistik, Ethische Betrachtung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Phänomen der nichtehelichen Lebensgemeinschaft unter Berücksichtigung ihrer gesellschaftlichen Entwicklung, ihrer rechtlichen Einordnung in Deutschland und der praktischen Gestaltung der Beziehung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische Einordnung, die Definition, statistische Daten, die rechtlichen Folgen bei einer Trennung sowie die ethische Bewertung dieser Lebensform.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel besteht darin, einen umfassenden Überblick über die Lebensform der nichtehelichen Gemeinschaft zu geben und aufzuzeigen, wie Paare rechtliche Vorsorge treffen können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung basierend auf Literaturanalyse, rechtlichen Quellen und der Auswertung statistischer Erhebungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt neben der Begriffsbestimmung und Motivation vor allem die Rechtsfolgen wie Unterhalt, Sorgerecht und Vermögensfragen sowie die Rolle von Partnerschaftsverträgen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Nichteheliche Lebensgemeinschaft, Familienrecht, Partnerschaftsvertrag, gesellschaftlicher Wandel, Trennung und Unterhalt.

Warum gibt es laut Arbeit kaum gesetzliche Regelungen für nichteheliche Lebensgemeinschaften?

Die Arbeit führt aus, dass der Gesetzgeber die Ehe als institutionellen Regelfall betrachtet und Partner in einer nichtehelichen Gemeinschaft sich bewusst gegen diese institutionelle Bindung entschieden haben.

Wie unterscheidet sich die rechtliche Situation der Frau bei Trennung in der nichtehelichen Lebensgemeinschaft von der Ehe?

Im Gegensatz zur Ehe besteht in der nichtehelichen Lebensgemeinschaft grundsätzlich kein Unterhaltsanspruch, außer in spezifischen Fällen der Betreuung eines gemeinsamen Kindes (Unterhalt für die Mutter).

Welche Bedeutung hat ein Partnerschaftsvertrag konkret?

Der Vertrag dient dazu, Bereiche wie Vermögensaufteilung, Wohnungsmietverhältnisse oder gesundheitliche Vorsorge individuell zu regeln, um im Trennungsfall oder Notfall klare Verhältnisse zu haben.

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Details

Title
Die Nichteheliche Lebensgemeinschaft
College
University of Augsburg  (Evangelische Theologie)
Course
Partnerschaftsethik
Grade
1,3
Author
Christina Riederer (Author)
Publication Year
2011
Pages
14
Catalog Number
V214647
ISBN (eBook)
9783656429692
ISBN (Book)
9783656436010
Language
German
Tags
nichteheliche lebensgemeinschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christina Riederer (Author), 2011, Die Nichteheliche Lebensgemeinschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/214647
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