Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Filosofía - Práctica (etica, estética, cultura, naturaleza, derecho, etc.)

Die Entstehung des Souveräns im Leviathan. Seine Rechte. Seine Pflichten.

Título: Die Entstehung des Souveräns im Leviathan. Seine Rechte. Seine Pflichten.

Trabajo Escrito , 2012 , 24 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Sebastian Wagner (Autor)

Filosofía - Práctica (etica, estética, cultura, naturaleza, derecho, etc.)
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

„So liegen also in der menschlichen Natur drei hauptsächliche Konfliktursachen: Erstens Konkurrenz, zweitens Mißtrauen, drittens Ruhmsucht.“ Mit diesem Zitat beschreibt Thomas Hobbes vortrefflich das menschliche Miteinander in einem Stadium, das er selbst als Natur- bzw. Kriegszustand beschreibt.
Hobbes selbst war politischer Philosoph in der Mitte der abendländischen Tradition und gilt als Fremdkörper von der britischen Insel und gleichsam als Sündenbock sowohl dort als auch auf dem Kontinent. Dennoch fasziniert er mit seiner frisch und modern wirkenden Lehre aufgrund seines (scheinbaren?) Realismus und unsentimentalen Analyse bis heute.
Der Leviathan, sein Meisterwerk, das 1651 erschien und aus dem zugleich das obige Zitat entstammt, zählt unanzweifelbar zu den bedeutendsten Schriften in der Historie der politischen Theorie. Darin formuliert Hobbes den Anfang eines neuzeitlichen Verständnisses von Souveränität und Staat . Im Herzen steht also eine Staatskonzeption, die den Übergang des Menschen im Naturzustand durch einen Gesellschaftsvertrag hin zum Untertan eines künstlichen Dritten, von Hobbes so genannten Leviathan, beschreibt. Dennoch handelt es sich bei diesem Teil des Werkes nur um einen kleinen Ausschnitt, denn in vorangehenden Kapiteln legt Hobbes den Grundstein für seinen Leviathan, und in den nachfolgenden Kapiteln versucht er seine Staatslehre in der christlichen Lehre zu bestätigen.
Die vorliegende Arbeit stützt sich allerdings fast ausschließlich auf den von mir als Herzstück bezeichneten Ausschnitt. Kenntnisse über die Grundlagen, die Hobbes zuvor beschreibt, werden vorausgesetzt und nur teilweise mit einbezogen, wo dies für die Argumentation notwendig ist. Ziel der Ausarbeitung ist es, den Leviathan näher zu beleuchten, indem untersucht wird, wie und warum er entsteht, und welche Rechte und Pflichten er innehat. Daneben soll abschließend ein Versuch unternommen werden, warum Hobbes dieses Staats-Wesen ausgerechnet als Leviathan bezeichnete – einem Wesen, das laut dem Buche Hiob nur einmal auf Erden ist, ohne Furcht, und das zudem „König über alles stolze Wild ist“ .

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ursachen, Erzeugung und Definition des Souveräns

2.1 Ursachen und Entstehung des Souveräns

2.1.1 Der Mensch und der Naturzustand

2.1.2 Vom Naturzustand zum Leviathan

2.2 Definition des Souveräns und zwei Arten von Souveränität

3. Rechte und Pflichten des Souveräns

3.1 Rechte des Souveräns

3.2 Pflichten des Souveräns

4. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die Staatskonzeption von Thomas Hobbes, mit einem spezifischen Fokus auf das Zustandekommen, die Aufgaben und die Machtbefugnisse des Leviathans, um das Verständnis von Souveränität in seinem Werk zu erhellen.

  • Die anthropologischen Grundlagen und der Naturzustand als Konfliktarena
  • Der Übergang vom Naturzustand zum Staat durch den Gesellschaftsvertrag
  • Die Rechte des Souveräns als Basis für absolute Macht und Friedenssicherung
  • Die Pflichten des Souveräns zur Wahrung der staatlichen Ordnung
  • Die metaphorische Bedeutung des Leviathans im Kontext biblischer Bezüge

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Der Mensch und der Naturzustand

Hobbes beschreibt sein Menschenbild als ein materialistisches. Denn der Mensch ist eine Ansammlung bewegter Materie, welche aufgrund steter und anhaltender Effekte entsteht. Der Mensch verhält sich dabei sowohl zu sich selbst als auch zu seiner Bewegung, d.h. er sehnt sich infolge seines Triebs nach bestimmten Dingen, wogegen er andere hinsichtlich einer Abneigung zu meiden versucht. Objekte der Triebe sind dabei gut, Objekte der Abneigung hingegen böse, wobei diese Einschätzung immer subjektiv ist.

Daraus erwächst ein Zustand des menschlichen Miteinanders, der sich durch folgende fünf Charakteristika auszeichnet: Erstens. Konstitutiver Egoismus. Der Mensch verfolgt seine Interessen und ist bei allem, was er tut, auf Erfolg ausgerichtet. Zweitens. Knappheitsbedingte Konkurrenz. Sowohl die Güter, nach denen der Mensch strebt, als auch die dafür erforderlichen Mittel sind knapp. Sie konkurrieren also einerseits um die Güter und andererseits um die Macht. Drittens. Konkurrenzbedingte Verfeindung. Da Konkurrenten im Naturzustand gewaltbereit sind, werden sie in dem Moment zu Feinden. Sobald mehrere Menschen Interesse an ein und demselben Gut haben, versuchen sie, die anderen zu vernichten oder zu unterwerfen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die politische Philosophie von Thomas Hobbes ein und umreißt das Ziel der Arbeit, den Leviathan und seine Rolle im Prozess der Staatsbildung zu untersuchen.

2. Ursachen, Erzeugung und Definition des Souveräns: Dieses Kapitel erläutert das materialistische Menschenbild, den daraus resultierenden kriegerischen Naturzustand und die Notwendigkeit des Übergangs zum künstlichen Staatswesen.

3. Rechte und Pflichten des Souveräns: Hier werden die absoluten Rechte des Souveräns sowie seine zentralen Pflichten zur Sicherung des Friedens und der öffentlichen Ordnung detailliert dargelegt.

4. Schluss: Der Schlussteil fasst die zentralen Argumente zusammen und reflektiert die Bewertung des Leviathans im wissenschaftlichen Diskurs als potenzielle despotische Machtstruktur.

Schlüsselwörter

Thomas Hobbes, Leviathan, Naturzustand, Souveränität, Gesellschaftsvertrag, Staatsphilosophie, absolute Macht, bellum omnium contra omnes, Friedenssicherung, Untertanen, politische Theorie, Recht, Pflichten, Gewaltenteilung, Rechtsordnung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die politische Theorie von Thomas Hobbes, insbesondere die Entstehung, Legitimation und Funktion des Staates, den er als Leviathan bezeichnet.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen umfassen den Naturzustand des Menschen, die Notwendigkeit eines Gesellschaftsvertrages, die absoluten Rechte des Souveräns und die staatlichen Pflichten gegenüber den Untertanen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Entstehungsprozess des Leviathans sowie die konkreten Rechte und Pflichten, die mit der Ausübung souveräner Macht verbunden sind, detailliert zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer intensiven Analyse und Interpretation der politischen Schriften von Thomas Hobbes sowie der Sekundärliteratur zu seinem Werk.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Naturzustandes, die Definition des Souveräns sowie eine ausführliche Darstellung der Rechte und Pflichten, die dem Staat bzw. dem Souverän zukommen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Souveränität, Naturzustand, Leviathan, Gesellschaftsvertrag und staatliche Sicherheit.

Warum bezeichnet Hobbes den Staat als Leviathan?

Hobbes wählt diesen Begriff, angelehnt an ein biblisches Wesen aus dem Buch Hiob, um die überwältigende, unbändige Macht des Staates zu verdeutlichen, die notwendig ist, um den Krieg aller gegen alle zu beenden.

Inwiefern ist der Souverän bei Hobbes unfehlbar?

Da der Souverän die Rechtsordnung erst selbst schafft und der Vertrag zwischen den Untertanen (nicht mit dem Souverän) geschlossen wurde, kann er nach Hobbes kein rechtliches Unrecht an seinen Untertanen begehen.

Welche Rolle spielt die Zensur im Staatssystem von Hobbes?

Der Souverän hat das Recht zur Zensur, um Meinungen und Lehren zu kontrollieren, die den Frieden im Staat gefährden könnten, da er davon überzeugt ist, dass die Lenkung von Meinungen entscheidend für die Lenkung von Handlungen ist.

Final del extracto de 24 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Entstehung des Souveräns im Leviathan. Seine Rechte. Seine Pflichten.
Universidad
Martin Luther University  (Institut für Ethnologie und Philosophie)
Curso
Lektüre-Übung zu Thomas Hobbes Leviathan
Calificación
2,0
Autor
Sebastian Wagner (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
24
No. de catálogo
V214887
ISBN (Ebook)
9783656428596
ISBN (Libro)
9783656436034
Idioma
Alemán
Etiqueta
Leviathan Thomas Hobbes Rechtsphilosophie Praktische Philosophie Souverän Staat Rechte und Pflichten des Staates Rechte und Pflichten des Souverän
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sebastian Wagner (Autor), 2012, Die Entstehung des Souveräns im Leviathan. Seine Rechte. Seine Pflichten., Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/214887
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  24  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint