Der Versuch, die Kultur und somit das Volk durch interne Revolution und Terror von links und rechts zu retten, sowie der implizite Versuch, eine fremde Parallelkultur als Gegenkultur, in der Hoffnung eines langfristigen Kippens des Gleichgewichtes zugunsten der Kolonisierenden zu etablieren, was man auch noch durch massive Immigration fördern möchte, sind klare Zeichen des Siechtums einer Kultur, während sie sich ihrem materiellen Zenit zu nähern scheint. Doch dieser Aufstieg und Niedergang von Kulturen, der auf innerer Schwäche gründet, ist geschichtlich nicht neu, sondern vielmehr eine gewisse Gesetzmäßigkeit und scheint ein mögliches Zukunftsszenario auch dieser Pseudokultur zu sein, falls ihre Kursdaten nicht kulturkollisionsabwendend korrigiert werden können.
Inhaltsverzeichnis
1. Die Kultur als strategische Komponente der nationalen Sicherheit
2. Eine kulturelle Agenda 2025
3. Die deutsche Identität: Gedanken zur Identitätsfrage Deutschlands
4. Kulturelle Interfacing Strategien
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Kultur als strategische Komponente für die nationale Sicherheit und Identität Deutschlands. Dabei wird kritisch hinterfragt, wie eine technokratisch geprägte Identitätsauffassung durch eine tiefere, kulturell verwurzelte Selbsterkenntnis ergänzt werden kann, um zukunftsfähige Lösungsansätze für gesellschaftliche und interkulturelle Herausforderungen zu entwickeln.
- Analyse von Kultur als strategischer Sicherheitsfaktor
- Kritik an rein technokratischen und juristischen Lösungsansätzen
- Bedeutung der kulturellen Identität für gesellschaftliche Stabilität
- Entwicklung transkultureller Interfacing-Strategien
- Verbindung von historischen Wurzeln mit modernen Erfordernissen
Auszug aus dem Buch
Die Kultur als strategische Komponente der nationalen Sicherheit
Solange deutsche Energien landauf-landab durch die Weltkriege, sowie durch den darauffolgenden Wiederaufbau, das heißt, während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, polarisiert waren, hatte man eine Art Gleichausrichtung der Nation, vergleichbar mit einem Laserstrahl, der das Licht bündelt und fokussiert. Mit dem Ende dieser Phase, die etwa drei Generationen umfasste, ist nun eine mit weißem, gestreutem Licht vergleichbare Phase eingetreten, in der Pluralismus, Multikulturalität und multidimensionale Komplexität, wirtschaftlich, gesellschaftlich, politisch, national und international ständig neu und kreativ gemanagt werden müssen.
Und in dieser neuen Lage sind manche Akteure dieser Gesellschaft völlig hilflos, weil sie über Generationen nicht gelernt haben, selbständig zu denken und zu handeln, weil die politische und wirtschaftliche Gleichrichtung nationaler Energien die Menschen gezwungen hat, gleichermaßen im Gleichschritt zu marschieren und zu denken. Das hat ein hohes Maß an Sicherheit und Prognostizierbarkeit mit sich gebracht. Nun erzeugt die pluralistische Gesellschaft, in der diese Gleichrichtung nicht mehr durch das System vorgegeben ist, ein hohes Maß an Verunsicherung und entlarvt die Unfähigkeit vieler Deutscher im institutionellen und organisationalen Bereich, situativ angemessen, ohne vorgefertigte Schablonen, selbst kreativ und selbständig zu handeln, weil sie es über Generationen nicht gelernt haben.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Die Kultur als strategische Komponente der nationalen Sicherheit: Dieses Kapitel analysiert den Übergang Deutschlands von einer fokussierten Nachkriegsgesellschaft hin zu einer komplexen, pluralistischen Moderne und identifiziert die Notwendigkeit, Kultur als aktiven Faktor nationaler Sicherheit zu begreifen.
2. Eine kulturelle Agenda 2025: Hier wird die Notwendigkeit einer strategischen kulturellen Agenda dargelegt, die über technokratische Modelle hinausgeht und eine tiefgehende historische Standortbestimmung fordert, um die Identität des Landes zukunftsfähig zu gestalten.
3. Die deutsche Identität: Gedanken zur Identitätsfrage Deutschlands: Das Kapitel befasst sich mit der psychophysischen und sozialen Bedeutung von Identität und hinterfragt, wie historische Prägungen und die heutige Globalisierung das deutsche Selbstverständnis in einem komplexen Spannungsfeld beeinflussen.
4. Kulturelle Interfacing Strategien: Der abschließende Teil bietet eine praxisorientierte Übersicht verschiedener Ansätze und Modelle, um interkulturelle Begegnungen durch ein transkulturelles Bewusstsein synergetisch zu gestalten.
Schlüsselwörter
Kulturagenda, Nationale Sicherheit, Identität, Transkulturelles Management, Deutschland 2025, Gesellschaftskultur, Interkulturelle Forschung, Identitätsmanagement, Transkulturalität, Gesellschaftliche Transformation, Diversität, Interfacing Strategien, Kulturbewusstsein, Strategische Komponente, Wertesysteme.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die strategische Rolle der Kultur für Deutschland im 21. Jahrhundert und hinterfragt, wie eine solide nationale Identität in einer globalisierten, komplexen Welt gestärkt werden kann.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der deutschen Identitätsentwicklung, der Kritik an rein technokratischen Lösungsansätzen und der Vorstellung neuer inter- und transkultureller Managementmodelle.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, eine „kulturelle Agenda“ anzustoßen, die Deutschland dabei hilft, seine historische Identität zu reflektieren und diese als Ressource für eine zukunftsfähige, gesellschaftliche Entwicklung zu nutzen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein interdisziplinärer Ansatz gewählt, der kulturwissenschaftliche Analysen mit erkenntnistheoretischen Reflexionen und Managementmodellen verbindet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil erörtert die historische Bedingtheit deutscher kultureller Muster, die Problematik der Identitätsfindung zwischen Osten und Westen sowie verschiedene Diversitätsmanagement-Strategien.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Kulturelle Identität, Transkulturalität, Sicherheitsstrategie, Identitätsmanagement und transkulturelle Synergie sind zentrale Begriffe der Argumentation.
Warum wird das "Schiff Deutschland" als Metapher verwendet?
Das Schiff dient als Bild für ein kollektives Gebilde, das bei fehlender kultureller Steuerung und ohne tief verwurzelte Identität auf dem "demographischen Riff" der modernen Zeit zu zerschellen droht.
Welche Rolle spielt die „kulturelle Nemesis“ im Text?
Die „kulturelle Nemesis“ beschreibt ein geschichtliches Muster, bei dem der Versuch der totalen kulturellen Entfremdung oder der einseitigen Bevormundung durch externe Mächte langfristig zu einer Gegenreaktion führt, die die eigene Identität wieder einfordert.
Was ist mit „Kulturellem Interfacing“ gemeint?
Interfacing beschreibt die bewusste Gestaltung der Kontaktfläche zwischen verschiedenen Kulturen oder Identitäten, um statt Konflikten Synergien und gegenseitiges Verständnis zu erzeugen.
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- D.E.A./UNIV. PARIS I Gebhard Deißler (Author), 2013, Kulturagenda Deutschland 2025, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/214890