Wie der Titel der Hausarbeit verrät, möchte ich in dieser Arbeit auf das Thema „Gender Mainstreaming“ eingehen. Gender Mainstreaming bezeichnet keine Fallstudie oder Ähnliches, sondern ein politisches Ziel, was vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ins Leben gerufen wurde. Gender Mainstreaming ist eine Strategie zur Herstellung von Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern, die im Anschluss an die 4. Weltfrauenkonferenz in Beijing als EU-Richtlinie für alle Mitgliedstaaten für verbindlich erklärt und auch vom Bundeska-binett in seinem Beschluss vom 23.6.99 als strukturierendes Leitprinzip anerkannt wurde. Dieses Konzept gilt als verbindliche Richtlinie, die politisch umgesetzt werden muss, da dieses Thema in den letzten Jahren stark an Relevanz gewonnen hat. „Mit dem Ansatz von Gender Mainstreaming sollen die einseitig fokussierten Konzepte der ‚Frauenförderpläne’ erweitert und die Realisation von Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern als allgemeine Aufgabe aller politischer Handlungsfelder und auf allen politischen Ebenen reklamiert werden.“ Die Kategorie Gender ist also eine „Zukunftsressource“, die in alle politischen Entscheidungsprozesse integriert werden muss.
In dieser Arbeit werde ich zunächst eine Definition des Begriffes „Gender Mainstreaming“ und ein Beispiel angeben, bevor ich einen kurzen Überblick gebe, in welchen Bereichen Gender Mainstreaming in der Schule gefunden werden kann.
Dabei gilt meine besondere Aufmerksamkeit der Frage, ob es sich beim Gender Mainstreaming bloß um ein Konzept handelt oder ob dieses auch in die Praxis umgesetzt wird. Wie leicht oder schwer ist die Umsetzung des Gender Mainstreamings?
Um Aussagen hierüber treffen zu können werde ich eine Umfrage in drei verschiedenen Altersklassen durchführen, in denen die Befragten Auskunft über ihre Erfahrungen mit Aspekten des Gender Mainstreamings zu ihrer Schulzeit geben.
In der Umfrage, sowie in dieser Hausarbeit, wird mein Hauptaugenmerk dem Thema Rollentwicklung gelten. Wie erlebten die Befragten dies in Bezug auf das Thema Gender Mainstreaming und welche Auswirkung hatte dies auf ihr späteres Leben? ...
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition des Begriffs, Beispiel
3. Bereiche des Gender Mainstreamings in der Schule
4. Umfrage
4.1. Zum Fragebogen
4.2. Auswertung
5. Fazit
7. Anhang
7.1. Der Fragebogen
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob es sich bei Gender Mainstreaming lediglich um ein theoretisches Konzept handelt oder ob dieses bereits in die schulische Praxis implementiert wurde. Ziel ist es, durch eine empirische Umfrage in verschiedenen Altersklassen herauszufinden, wie ehemalige und aktuelle Schülerinnen und Schüler mit Aspekten des Gender Mainstreamings in Berührung kamen, welches Rollenverständnis sie entwickelt haben und ob die Schule hierbei als gestaltende Instanz wahrgenommen wird.
- Grundlagen und Definitionen des Konzepts Gender Mainstreaming
- Anwendungsbereiche und Herausforderungen in der schulischen Organisation
- Empirische Analyse des Rollenverhaltens über verschiedene Generationen hinweg
- Vergleich zwischen theoretischem Anspruch und erlebter Praxis
- Evaluierung der schulischen Vorbereitung auf geschlechtsspezifische Rollenbilder
Auszug aus dem Buch
3. Bereiche des Gender Mainstreamings in der Schule
Wichtig für Gender Mainstreaming in der Schule wäre, die typischen Rollenbetrachtungen von Männern und Frauen zu ändern, um eine gendergerechte Gesellschaft zu erreichen.
So könnte die Schule für die Mädchen etwa Mädchentage einrichten, an denen die Schülerinnen Einblick in technische Berufe bekommen, oder Jungentage, an denen die Jungen etwa Einblick in erzieherische oder kulturwissenschaftliche Berufe bekommen.
Damit könnte erreicht werden, dass die Schüler und Schülerinnen leichter ihre eigene Rolle entwickeln und sich nicht nur an den „typisch“ von der Gesellschaft vorgegebenen Rollen orientieren.
Außerdem müssten die Lehrer in den Schulen weitergebildet und gecoacht werden, um die vollständige Implementierung des Konzepts Gender Mainstreaming zu erreichen. „Auf der Strukturebene sollten Bedingungen geschaffen werden, um eine genderbewusste Organisation zu ermöglichen.“6
Es muss ein sozialer Rollenausgleich für Schüler und Lehrer erreicht werden. Dies bedeutet zum Beispiel für die Personalauswahl, dass sich für Frauen kein Nachteil ergibt, bloß weil diese vorrangig die Erziehungsaufgaben für ihre Kinder tragen.7
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik des Gender Mainstreamings als politisches Ziel ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der praktischen Umsetzung im schulischen Kontext.
2. Definition des Begriffs, Beispiel: Dieses Kapitel erläutert den Begriff Gender Mainstreaming anhand offizieller Quellen und veranschaulicht durch Beispiele aus dem Berufsleben, warum eine differenzierte Betrachtung der Geschlechterrollen notwendig ist.
3. Bereiche des Gender Mainstreamings in der Schule: Es werden konkrete Möglichkeiten diskutiert, wie Schule durch Maßnahmen wie Aktionstage, Lehrpersonalentwicklung und Materialgestaltung zur Gleichstellung beitragen kann.
4. Umfrage: Dieser Abschnitt beschreibt das methodische Vorgehen bei der Datenerhebung über die schulischen Erfahrungen der Befragten und präsentiert die statistische Auswertung der Ergebnisse.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Umfrage zusammen, ordnet sie kritisch in den theoretischen Rahmen ein und gibt Ausblicke auf zukünftige Anforderungen an ein gelebtes Gender Mainstreaming.
7. Anhang: Der Anhang enthält den für die empirische Erhebung verwendeten Fragebogen zur Dokumentation der methodischen Grundlage.
Schlüsselwörter
Gender Mainstreaming, Rollenverhalten, Geschlechterrollen, Schule, Chancengleichheit, Bildungsauftrag, Mädchentage, Jungentage, Sozialisation, Berufswahl, Empowerment, Empirische Untersuchung, Implementierung, Schulentwicklung, Geschlechtergerechtigkeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Konzept des Gender Mainstreamings und dessen praktische Anwendung im Bildungssystem, insbesondere mit Fokus auf die schulische Erfahrung der Schülerinnen und Schüler.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zentral sind die Themen Rollenentwicklung, geschlechtsspezifische Sozialisation in der Schule, die Wirksamkeit von Fördermaßnahmen sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage lautet, ob Gender Mainstreaming ein rein theoretisches Konzept bleibt oder bereits erfolgreich in die Praxis umgesetzt wird, um individuelle Rollenbilder positiv zu beeinflussen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Autorin nutzte einen quantitativ-qualitativen Mischansatz durch eine Umfrage an 48 Personen, die in drei Altersklassen unterteilt wurden, um Trends über Generationen hinweg zu vergleichen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Definition, die Darstellung von Handlungsfeldern in der Schule und die detaillierte statistische und inhaltliche Auswertung der durchgeführten Umfrage.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Gender Mainstreaming, Geschlechterrollen, Chancengleichheit, Schulentwicklung und die kritische Auseinandersetzung mit der Umsetzung in Lehrplänen und Unterrichtsmaterialien.
Wie bewerten die Befragten der verschiedenen Altersklassen ihre Schulzeit im Hinblick auf Geschlechterrollen?
Jüngere Altersgruppen zeigen ein höheres Bewusstsein für Rollenbilder, während ältere Gruppen die schulische Vorbereitung auf die eigene Rolle häufiger als unzureichend oder wenig praxisnah empfinden.
Welchen Stellenwert nimmt die Forderung nach "Jungenarbeit" in der Untersuchung ein?
Die Arbeit betont, dass Gender Mainstreaming nicht nur Frauenpolitik sein darf; insbesondere die Forderung nach Jungenarbeit (z.B. Kochunterricht für Jungen) wird als essenziell für eine echte Gleichstellung identifiziert.
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- Melissa Naase (Autor), 2012, Gender Mainstreaming. Konzept oder Praxis?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/214968