Angst im Sportunterricht. Eine biographische Perspektive auf das subjektive Erleben von angstbesetzten Situationen


Hausarbeit, 2013

18 Seiten


Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1. Einleitung

2. Problemdarstellung
2.1 Bedeutsamkeit des Themas
2.2 Forschungsfragen
2.3 Methodische Vorgehensweise

3. Angst im Sportunterricht
3.1 Definitionsansätze „Angst“
3.2 Anzeichen von Sportangst
3.3 Auswirkungen von Sportangst

4. Empirische Untersuchung
4.1 Darstellung der Forschungsmethode
4.2 Durchführung
4.3 Auswertung und Analyse
4.3.1 Formen, Entstehung und Einflussfaktoren von Angst im Sportunterricht
4.4 Diskussion der Ergebnisse

5. Fazit/Ausblick

Literaturverzeichnis

„Angst im Sportunterricht stellt eine immer wiederkehrende Erscheinung dar, die im Hinblick auf die am Unterricht beteiligten Personengruppen, den Lehrer und die Schüler, beide Seiten gleichermaßen betrifft.“

(Kranz, 2007, x)

1. Einleitung

„Angst“ sollte besonders in seiner Form im Sportunterricht nicht unterschätzt werden. Daher legt die vorgelegte Arbeit ihren Schwerpunkt auf angstbesetzte Situationen im Sportunterricht.

Zunächst werden hierfür die theoretischen Grundlagen genauer dargelegt. Um deutlich zu machen, auf welches Verständnis von „Angst“ sich diese Arbeit stützt, wird der Begriff mit seinen Definitionsansätzen näher beleuchtet. Anschließend zeigt die Arbeit auf, wie man Angst, speziell im Sportunterricht, erkennen kann und welche Auswirkungen diese auf das Bewegungsverhalten hat.

Mithilfe einschlägiger Literatur und Fallstudien aus einer empirischen Untersuchung werden die Formen von Sportangst sowie dessen Entstehung und Einflussfaktoren erarbeitet.

Im vorgegebenen Rahmen dieser Arbeit ist es realisierbar, auf verschiedene Schülerängste einzugehen, nicht aber auf die Ängste von Lehrern im Sportunterricht.

2. Problemdarstellung

2.1 Bedeutsamkeit des Themas

Angst im Sportunterricht ist ein umfassender und bedeutsamer Faktor, der das motorische Lernen sowohl im Schul- als auch im Vereinssport in vielerlei Hinsicht mitbestimmt (vgl. Kollegger, 1995, S. 9). Besonders für das Entwickeln und Erhalten eines guten Körperbewusstseins ist es wichtig, dass die Freude an der Bewegung überwiegt sowie regelmäßige Bewegungsmöglichkeiten angeboten werden (vgl. Dieser, 2010, S.9). Deiser erwähnt in diesem Zusammenhang den heutigen „Trend zur bewegungsarmen Freizeitbeschäftigung“ (ebd.), der einen möglichen Grund für existierende Ängste im Sportunterricht bildet. Kinder, die zum Beispiel durch ihr Elternhaus in ihrem frühen Bewegungsdrang gebremst werden und somit weniger Erfahrungen mit verschiedenen Bewegungsarten machen, können vermehrt Gefühle von Angst empfinden. Da Angst im Sportunterricht jedoch nicht nur bei bewegungsunerfahrenen Schülern und Schülerinnen auftritt, ist es wichtig, dass wir als Pädagogen[1] die verschiedenen Formen der Angst kennen, deren Ursachen und Symptome identifizieren und entsprechend handeln können. In der Praxis ist es folglich von Bedeutung, auf Grundlage des theoretischen Wissens, ein angstfreies Klima aufzubauen sowie bestehende Ängste zu reduzieren.

Angst kann in jedem Unterrichtsfach bestehen und muss daher überall thematisiert und präventiv behandelt werden. In meiner Arbeit habe ich den Schwerpunkt auf das Unterrichtsfach „Sport“ gelegt, da das Phänomen „Angst“ hier erfahrungsgemäß oft auftritt. Weiterhin möchte ich mich vertiefend mit der Thematik auseinandersetzen, da es mir wichtig ist, in meiner späteren Tätigkeit als Sportlehrerin darauf vorbereitet zu sein.

2.2 Forschungsfragen

Das Thema „Angst im Sportunterricht“ ist überaus komplex und kann durch eine Vielzahl von Fragestellungen ergründet werden. Alle Forschungsfragen sind konkret thematisiert und sollen einen Überblick über das Thema geben. Die Arbeit legt dabei besonderes Augenmerk auf die Fragestellungen, die mithilfe der empirischen Forschung beantwortet werden sollen.

Im theoretischen Teil werden folgende Fragen beantwortet:

- Was bedeutet der Begriff „Angst“?
- Wie äußert sich „Angst“ speziell im Sportunterricht?
- Welche Auswirkungen hat das Gefühl der „Angst“ im Sportunterricht?
Mithilfe der empirischen Forschung sollen die nachstehenden Fragen beantwortet werden:
- Welche Formen von Sportangst gibt es?
- Wie entsteht „Angst im Sportunterricht“ beziehungsweise welche Einflussfaktoren spielen eine Rolle?

2.3 Methodische Vorgehensweise

Für die Ausarbeitung der theoretischen Grundlagen habe ich entsprechende Fachliteratur aus den Wissenschaftsbereichen Psychologie und Sportwissenschaft verwendet. Weiterhin wurde neben den Werken von bekannten Wissenschaftlern und Experten, Literatur in Form von Abschlussarbeiten hinzugezogen. Diese bieten eine gute Zusammenfassung und enthalten eigene und aktuelle Forschungsergebnisse zur Thematik.

Neben der literarischen Forschung basiert meine Arbeit auf empirischem Material, dass in Form von kleinen Fallstudien einfließen wird. Mithilfe von Sportstudenten und -studentinnen der Universität Hildesheim konnten kurze, narrative Texte gewonnen werden, die durch einen Erzählimpuls entstanden sind. Die Daten der empirischen Forschung fungieren als biographische Perspektive und geben Informationen über das subjektive Erleben von angstbesetzten Situationen im Sportunterricht. Darüber hinaus spiegeln sie verschiedene Formen von Angst sowie deren Entstehung und Einflussfaktoren wider.

3. Angst im Sportunterricht

3.1 Definitionsansätze „Angst“

Um sich dem Thema der Arbeit nähern zu können, muss zunächst der Begriff „Angst“ genauer definiert werden. Bei meiner literarischen Forschung bin ich dabei auf unterschiedliche Definitionsansätze gestoßen, sodass es nicht einfach ist, eine konkrete Definition zu finden. So stellt auch Boisen fest:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Auch Vormbrock erwähnt, dass „“Angst“ als psychologischer Forschungsgegenstand […] jeweils theoriegebunden sehr unterschiedlich definiert [wird]“ (Vormbrock, 1983, S. 15). Viele der Definitionen weisen dennoch Gemeinsamkeiten auf, die Boisen und auch Vormbrock als allgemeine Merkmale von „Angst“ benennen: „Angst“ ist demnach…

- …„ein unangenehmes Gefühl angesichts der Wahrnehmung von Gefahren […], das subjektiv von anderen Emotionen unterschieden werden kann.“ (ebd.),
- „wird als unangenehm wahrgenommen und ist von physiologischen Veränderungen begleitet (z.B. Blutdruckanstieg, Schweißausbruch, Zittern, […])“ (Boisen, 1975, S. 9),
- „ruft Verhaltensveränderungen hervor“ (ebd.).

Neben der Schwierigkeit, eine allgemeine Definition von „Angst“ zu finden, gibt es Auffassungen, bei der die Emotion „Angst“ von anderen Begriffen wie „Furcht“ abgegrenzt wird. Bei der Unterscheidung beider Begriffe geht es darum, dass „Furcht einen Gegenstand habe, Angst aber nicht“ (Baumann, 1993, S.254). Nach Baumann besteht der Unterschied jedoch im „Grad der Kenntnis bzw. der Unkenntnis der angstauslösenden Faktoren, wie z.B. Dinge, Personen, Situationen, Strafe, Leistung […]“ (ebd.), sodass er als Differenzierungsmerkmal „nicht die Gegenstandslosigkeit, sondern das Unwissen über Auslöser“ (ebd.) bevorzugt.

[...]


[1] Aus Gründen der sprachlichen Vereinfachung verwende ich den Begriff Pädagoge im Folgenden für beide Geschlechter, wenn nicht explizit auf Frauen oder Männer Bezug genommen wird.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Angst im Sportunterricht. Eine biographische Perspektive auf das subjektive Erleben von angstbesetzten Situationen
Hochschule
Universität Hildesheim (Stiftung)
Autor
Jahr
2013
Seiten
18
Katalognummer
V215026
ISBN (eBook)
9783656431336
ISBN (Buch)
9783656433880
Dateigröße
503 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
angst, sportunterricht, eine, perspektive, erleben, situationen
Arbeit zitieren
Julia Uhlitzsch (Autor), 2013, Angst im Sportunterricht. Eine biographische Perspektive auf das subjektive Erleben von angstbesetzten Situationen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/215026

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