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Verbale Quantifikation in der Sprachgeschichte des Deutschen

Gotisch und Althochdeutsch - Die Kategorie des Aspekts im Vergleich

Título: Verbale Quantifikation in der Sprachgeschichte des Deutschen

Trabajo de Seminario , 2013 , 12 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Daniela Ammann (Autor)

Filología alemana - Lingüística
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Im Rahmen der Proseminar-Arbeit zum Titel „Numerus und Zählbarkeit“ wurde das Thema „Verbale Quantifikation in der Sprachgeschichte des Deutschen“ ausgesucht. Im vorangegangenen Referat wurde jeweils ein Abriss der einzelnen sprachgeschichtlichen Entwicklungen dargestellt, die Kategorie des Aspekts im allgemeinen sowie im Gotischen, Althochdeutschen, Mittelhochdeutschen, Neuhochdeutschen bis hin zur Gegenwarts-sprache, wo diese Kategorie nur noch im Partizip II ausgedrückt wird, allerdings keine Kategorie des Aspekts mehr erkennbar ist. Da es sich hierbei allerdings um ein sehr umfassendes Thema handelt und die jeweilige Darstellung der sprachlichen Entwicklung mit dem geplanten Ausmaß dieser Arbeit nicht konform geht, wurde das Thema dieser Arbeit begrenzt auf „Gotisch und Althochdeutsch - Die Kategorie des Aspekts im Vergleich“. Im Fokus stehen zwei Arbeiten zu diesem Thema, die einleitend im Hauptteil vorgestellt werden. Im Hauptteil selbst wird sowohl Forschungsstand, Problematik desselben sowie die Erläuterung einer Kategorie des Aspekts im Gotischen sowie im Althochdeutsch getrennt voneinander dargestellt. Im Kapitel über das Gotische wird vor allem die Arbeit von LEISS, Elisabeth (2000): Artikel und Aspekt. Die grammatischen Muster von Definitheit. behandelt sowie am Rande einige andere Arbeiten, die Elisabeth Leiss in ihrer Forschung hervorhebt. Im Kapitel über das Althochdeutsch wird die Forschung von Elisabeth Leiss der von Silvia Kirova eingereichten Dissertation: KIROVA, Silvia (2000): Das althochdeutsche Verbalsystem: Grundzüge und Weiterentwicklung: Aspekt. gegenübergestellt. Wobei markante Unterschiede herausgearbeitet werden sollen umso erneut die Schwierigkeit in der Forschung darzustellen. Im letzten Kapitel wird das Gotische selbst dem Althochdeutschen gegenübergestellt, um aufzuzeigen, ob und welche Änderungen sich ergeben haben. Schlussendlich werden die einzelnen Betrachtungen zusammengefasst.
Diese Arbeit befasst sich mit keiner eigenen Forschungsfrage. Es werden lediglich bereits gewonnene Erkenntnisse dargestellt, wobei in der Zusammenfassung eine eigene Meinung anhand der Argumentation gebildet werden soll. Das Ziel ist es einen Einblick in das Aspektsystem im Gotischen sowie im Althochdeutschen zu geben bzw. darzustellen welche Veränderungen zwischen diesen beiden Sprachstufen erkennbar ist.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Aspekt im Gotischen

2.2 Aspekt im Althochdeutschen

3. Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die grammatische Kategorie des Aspekts in der Sprachgeschichte des Deutschen, mit einem spezifischen Vergleich zwischen dem Gotischen und dem Althochdeutschen. Ziel ist es, einen Einblick in die jeweiligen Aspektsysteme zu geben und die Veränderungen sowie das Zusammenspiel mit der Entstehung des definiten Artikels aufzuzeigen.

  • Analyse der Aspektkategorie im Gotischen mittels ga-Präfixierung.
  • Untersuchung des Aspektsystems im Althochdeutschen und dessen Abgrenzung.
  • Vergleich der Forschungskontroversen und unterschiedlicher theoretischer Ansätze.
  • Diskussion des Einflusses der zunehmenden Grammatikalisierung des definiten Artikels auf den Aspektverlust.
  • Gegenüberstellung beider Sprachstufen zur Identifikation sprachgeschichtlicher Entwicklungen.

Auszug aus dem Buch

2.1 Aspekt im Gotischen

Seit dem Erscheinen von STREITBERGS Arbeit „Perfective und imperfective Actionsart im Germanischen“ (1891) ist die Frage, ob das Gotische eine Aspektkategorie aufzuweisen hat, umstritten (LEISS 1992:54). Die Schwierigkeit in der Forschung zu Aspekt (und Artikel), liegt bei der kontroversen Betrachtung der einzelnen Kombinationen. So ist auch der Forschungsstand ein sehr unsteter, je nachdem welche der zahlreichen Arbeiten betrachtet werden. Fakt ist: Der definite Artikel hat sich in allen germanischen Sprachen herausgebildet (LEISS 2000:114). Da diese Entwicklung mit dem Zusammenbrechen eines ursprünglich intakten Aspektsystems im Altisländischen zusammenhängt, ist es nach LEISS obligatorisch sich dies auch im Gotischen näher anzusehen, da es die einzige überlieferte germanische Sprache ist.

Hierfür listet LEISS die bereits untersuchten Kombinationen auf: Vorhandensein von Artikel und Aspekt (W. KRAUSE 1953/1968), Fehlen sowohl des Artikels als auch des Aspekts (W.P. LEHMANN 1994) sowie Vorhandensein von Aspekt, aber nicht des Artikels (STREITBERG 1910). Die vierte mögliche Kombination, nämlich Fehlen des Aspekts, aber Vorhandensein des Artikels würde laut Leiss nie formuliert werden, denn bei der bloßen Konfrontation mit gotischen Texten wird klar, dass es eine vorhandene Kategorie des Aspekts gibt, ganz gleich welche Maßstäbe für eine grammatische Kategorie ansetzt (LEISS 2000:115).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung umreißt das Thema der verbalen Quantifikation und grenzt die Arbeit auf den Vergleich zwischen Gotisch und Althochdeutsch ein.

2. Hauptteil: Der Hauptteil beleuchtet die Aspektkategorien in beiden Sprachen, diskutiert den Forschungsstand und analysiert die Rolle des Artikels.

2.1 Aspekt im Gotischen: Dieses Kapitel analysiert das gotische Aspektsystem und die Bedeutung des Verbalpräfixes ga- als Mittel zur Perfektivierung.

2.2 Aspekt im Althochdeutschen: Hier wird das althochdeutsche Verbalsystem untersucht, wobei insbesondere die Hybridform und das Zusammenspiel mit dem definiten Artikel im Fokus stehen.

3. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die Kontroversen der Forschung und stellt fest, dass beide Sprachen eine Schwächung des Aspektsystems bei gleichzeitiger Stärkung des Artikels zeigen.

Schlüsselwörter

Verbale Quantifikation, Aspekt, Gotisch, Althochdeutsch, ga-Präfix, gi-Kompositum, Sprachgeschichte, Verbalpräfix, Perfektivierung, Aspektsystem, grammatische Kategorie, Sprachwandel, Definitheit, Artikelbildung, Aktionsart.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der sprachgeschichtlichen Entwicklung der Kategorie des Aspekts und untersucht deren Präsenz und Veränderung vom Gotischen bis zum Althochdeutschen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die verbale Quantifikation, die Entstehung des definiten Artikels sowie die funktional-semantische Kategorie des Aspekts in den frühen germanischen Sprachen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, einen Einblick in das Aspektsystem des Gotischen und Althochdeutschen zu geben und aufzuzeigen, wie sich diese Systeme im Kontext der Grammatikalisierung verändert haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem Vergleich bestehender Forschungsarbeiten, insbesondere den Ansätzen von Elisabeth Leiss und Silvia Kirova.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der Forschungsstand zum Aspekt im Gotischen und Althochdeutschen dargestellt sowie die Rolle von Präfixen und deren Zusammenspiel mit dem definiten Artikel analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Aspekt, Sprachgeschichte, Gotisch, Althochdeutsch, Verbalpräfixe und Definitheit.

Welche Rolle spielt das ga-Präfix im Gotischen?

Das ga-Präfix fungiert im Gotischen als hochgradig grammatikalisiertes Mittel zur Perfektivierung und kennzeichnet systematisch Aspektpaare.

Warum wird das Althochdeutsche als "Hybridform" bezeichnet?

Es wird als Hybridform bezeichnet, da es sowohl ansatzweise Aspektstrukturen ähnlich dem Gotischen aufweist als auch bereits den Prozess der Aspektauflösung durch die Entstehung des Artikels durchläuft.

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Detalles

Título
Verbale Quantifikation in der Sprachgeschichte des Deutschen
Subtítulo
Gotisch und Althochdeutsch - Die Kategorie des Aspekts im Vergleich
Universidad
University of Vienna  (Germanistik)
Curso
PS Sprachwissenschaft: Numerus & Zählbarkeit
Calificación
2,0
Autor
Daniela Ammann (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
12
No. de catálogo
V215106
ISBN (Ebook)
9783656428077
ISBN (Libro)
9783656438045
Idioma
Alemán
Etiqueta
verbale quantifikation sprachgeschichte deutschen gotisch althochdeutsch kategorie aspekts vergleich
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Daniela Ammann (Autor), 2013, Verbale Quantifikation in der Sprachgeschichte des Deutschen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/215106
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