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Das Japaninstitut zwischen den Systemen

Die Beziehungen des Instituts zur Politik von der Gründung 1926 bis zum Ende 1945

Titre: Das Japaninstitut zwischen den Systemen

Dossier / Travail de Séminaire , 2012 , 44 Pages , Note: 1,7

Autor:in: M.A. Juliane Neumann (Auteur)

Orientalisme / Sinologie - Lettres, Langues et Civilisation Japonaises (LLCE Japonais)
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Résumé Extrait Résumé des informations

Das Berliner Japaninstitut ist 1926 von Fritz Haber gegründet worden. Mit der Machtübernahme Hitlers kamen Veränderung auf verschiedenen Ebenen auf das Institut zu. Diese Arbeit hat zum Ziel, herauszufinden, ob das Japaninstitut als politisches Mittel der NS-Zeit verwendet wurde oder ob es seinen demokratischen Ansätzen treu blieb. Des Weiteren soll gezeigt werden, wie sich dieses Kulturinstitut im Laufe der Zeit verändert hat.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Gründung des Japaninstituts

3. Das Japaninstitut und Politik

3.1 Die 1920er Jahre

3.2 Die 1930er Jahre – Die Zeit nach der Machtergreifung

4. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung des Berliner Japaninstituts von seiner Gründung im Jahr 1926 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs 1945, wobei der Schwerpunkt auf der wechselhaften Beeinflussung des Instituts durch politische Systeme liegt.

  • Gründungsgeschichte und wissenschaftliche Zielsetzung des Japaninstituts
  • Wechselwirkung zwischen wissenschaftlicher Arbeit und politischer Instrumentalisierung
  • Einfluss der NS-Machtergreifung auf personelle Strukturen und inhaltliche Ausrichtung
  • Die Rolle des Instituts bei deutsch-japanischen Kulturbeziehungen
  • Umgang mit jüdischen Mitarbeitern und politische Zensur

Auszug aus dem Buch

3. Das Japaninstitut und Politik

Nach dem 1. Weltkrieg hat Japan, wie alle anderen Siegermächte, Reparationszahlungen von Deutschland gefordert. In den 1920er Jahren legte sich diese Situation jedoch, als Japan zum isolierten Staat der Siegermächte wurde. Die isolierte Lage Japans ergab sich aus den Differenzen mit den anderen Siegermächten. Probleme gab es mit England in der Flottenfrage, mit den USA und China bei der Tsingtau-Problematik und der Festlandpolitik an sich. Eine Entfremdung von der Sowjetunion entstand durch die Entsendung von Truppen nach Sibirien (Friese 1987 (b):11). Japan wollte eine Ausgleichspolitik mit den Verliererstaaten. Letzten Endes hat Japan auf die meisten ursprünglich erhobenen Forderungen verzichtet. Ein weiterer Faktor des Problems Japan – Deutschland wurde gelöst, als Deutschland nach dem Krieg jeglichen Anspruch auf Tsingtau fallen ließ (ibid.). In Deutschland setzte sich in den 20er Jahren die parlamentarische Demokratie durch. In Japan etablierte sich zur gleichen Zeit die Entwicklung zur Parteiendemokratie (Becker 1996:24).

Die Demokratie ging aber in den 30er Jahren in Deutschland unter und damit auch die Hintergründe der Institutsgründung. Die jüdischen Mitglieder sowie Mitglieder mit anderen politischen Ansichten mussten wissenschaftliche Institute (und andere Arbeitsstellen) verlassen. Wie in den folgenden Kapiteln gezeigt wird, suchte sich die Politik ihren Weg in das Institut, u. a. durch neue Präsidenten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Bedeutung des Japaninstituts ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Verwendung des Instituts als politisches Instrument während der NS-Zeit.

2. Die Gründung des Japaninstituts: Dieses Kapitel beleuchtet die Umstände der Institutsgründung im Jahr 1926 unter maßgeblicher Beteiligung von Fritz Haber und die anfänglichen Zielsetzungen der wechselseitigen Kenntnisförderung.

3. Das Japaninstitut und Politik: Das Kapitel analysiert die politische Einbindung des Instituts, unterteilt in die liberale Ära der 1920er Jahre und die Zeit der nationalsozialistischen Einflussnahme ab 1933.

3.1 Die 1920er Jahre: Dieser Abschnitt beschreibt die frühe Phase des Instituts als Teil der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft und dessen anfängliche Unabhängigkeit gegenüber der Tagespolitik.

3.2 Die 1930er Jahre – Die Zeit nach der Machtergreifung: Hier wird der Prozess der politischen Gleichschaltung, die Verdrängung jüdischer Mitglieder und die zunehmende Instrumentalisierung für die NS-Kulturpropaganda dargestellt.

4. Schlussfolgerung: Das Fazit zieht eine Bilanz über die Entwicklung des Instituts, das trotz seiner Instrumentalisierung versuchte, wissenschaftliche Grundansätze beizubehalten.

Schlüsselwörter

Japaninstitut, Fritz Haber, NS-Zeit, Deutsch-japanische Beziehungen, Wissenschaftspolitik, Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, Kulturpropaganda, Weimarer Republik, Arierparagraph, Institutionelle Geschichte, Wissenschaftsdiplomatie, Politische Instrumentalisierung, Nationalsozialismus, Fremdenfeindlichkeit, Berliner Japaninstitut

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit primär?

Die Arbeit befasst sich mit der Geschichte des Berliner Japaninstituts zwischen 1926 und 1945 und untersucht, wie sich die politische Ausrichtung Deutschlands auf die Arbeit und Struktur des Instituts auswirkte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Gründungsgeschichte, die wissenschaftliche Ausrichtung, der Wandel der personellen Zusammensetzung durch die NS-Ideologie und der Einfluss der Politik auf die deutsch-japanischen Kulturbeziehungen.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, zu klären, inwieweit das ursprünglich als wissenschaftliche und kulturelle Einrichtung konzipierte Japaninstitut als politisches Werkzeug des NS-Regimes instrumentalisiert wurde.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer umfassenden Auswertung von Primärquellen, wie Archivdokumenten aus dem Archiv der Max-Planck-Gesellschaft und dem Nachlass Solf, sowie auf Sekundärliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Institutsgründung sowie eine vergleichende Betrachtung der politischen Rahmenbedingungen in den 1920er Jahren im Kontrast zur Ära des Nationalsozialismus nach 1933.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Japaninstitut, Wissenschaftspolitik, NS-Zeit, Deutsch-japanische Beziehungen, Fritz Haber und institutionelle Gleichschaltung charakterisiert.

Welche Rolle spielten die jüdischen Mitglieder für das Institut?

Jüdische Mitglieder wie der Gründer Fritz Haber waren maßgeblich am Aufbau beteiligt, mussten jedoch nach 1933 aufgrund der rassistischen Gesetzgebung des NS-Regimes zunehmend das Institut verlassen oder wurden aus der offiziellen Darstellung verdrängt.

Gab es Versuche, die ursprüngliche Ausrichtung des Instituts zu bewahren?

Ja, die Arbeit zeigt auf, dass trotz des politischen Drucks und der Instrumentalisierung Bestrebungen existierten, den wissenschaftlichen Charakter des Instituts zu wahren und teilweise sogar Verfolgten bei der Emigration zu unterstützen.

Wie wirkte sich der "Arierparagraph" auf das Institut aus?

Der Arierparagraph führte dazu, dass jüdische Mitarbeiter entlassen wurden, was eine Zäsur in der personellen Zusammensetzung und im wissenschaftlichen Betrieb darstellte, auch wenn einige ehemalige Mitarbeiter im Hintergrund noch informell in Verbindung blieben.

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Résumé des informations

Titre
Das Japaninstitut zwischen den Systemen
Sous-titre
Die Beziehungen des Instituts zur Politik von der Gründung 1926 bis zum Ende 1945
Université
University of Tubingen  (Asien-Orient-Institut, Abteilung für Japanologie)
Note
1,7
Auteur
M.A. Juliane Neumann (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
44
N° de catalogue
V215205
ISBN (ebook)
9783656444831
Langue
allemand
mots-clé
Japan Japaninstitut Berlin Deutschland Zweiter Weltkrieg Fritz Haber Wilhelm Solf Kulturinstitut Deutsch-Japanische Gesellschaft
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
M.A. Juliane Neumann (Auteur), 2012, Das Japaninstitut zwischen den Systemen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/215205
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Extrait de  44  pages
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