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Die Kuba-Krise. John F. Kennedy - ein brillanter Krisenmanager?

Analyse der internen Entscheidungsprozesse und ihre zielgerichtete Darstellung in der Öffentlichkeit

Title: Die Kuba-Krise. John F. Kennedy - ein brillanter Krisenmanager?

Term Paper (Advanced seminar) , 2009 , 29 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Andreas Unger (Author)

Politics - Region: USA
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Summary Excerpt Details

In der vorliegenden Arbeit gilt es vor allem zu untersuchen, vor welchen brisanten Entscheidungen die amerikanische Führung in den 13 Tagen im Oktober 1962 stand. Gegenstand ist hier die Erörterung der Optionen/Vorschläge der Mitglieder des geheimen Krisenstabs sowie ihrer entsprechenden Begründungen als Analyse sicherheitsstrategischer Überlegungen.
Im Zentrum der Arbeit steht vor diesem Hintergrund der Entscheidungsprozess des Präsidenten. Herausgearbeitet wird hierbei auch in der Beleuchtung der speziellen Höhepunkte der Krise das Zusammenspiel von taktischem Kalkül der USA als Antwort auf die sowjetische Herausforderung einerseits sowie glücklicher Umstände/Zufälle andererseits.
Schwerpunkt der Arbeit ist nachfolgend die Beurteilung der zielgerichteten Darstellung und Begründung der als „Quarantäne“ verharmlosten Blockade Kubas in der Öffentlichkeit – als Information des amerikanischen Volkes, als Legitimation vor den NATO-Verbündeten und vor allem als strategischer Schachzug als Antwort auf die sowjetische Herausforderung.
Ziel der Arbeit ist weiterhin die Beantwortung der Frage, ob der verbreitete Mythos John F. Kennedys durch die brillante Bewältigung der Kuba-Krise gerechtfertigt ist und, abschließend, ein kurzer Ausblick auf nachhaltige Folgen und Wirkungen dieser Krisenbewältigung auf die Entspannungspolitik.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I Die Kuba-Krise als Höhepunkt des Kalten Krieges

1. Zur Entstehung der Kuba-Krise

1.1 Die Kuba-Krise im Kontext des Kalten Krieges

1.2 Die Kuba-Krise im Brennpunkt der bipolaren Konfrontation

II: Die amerikanische Reaktion auf die sowjetische Herausforderung

1. Entscheidungsprozesse Kennedys

1.1 Politische Ziele und Motive Kennedys

1.2 Positionen seiner politischen Berater

1.3 Der Meinungs- und Entscheidungsbildungsprozess

1.4 Begründung der Blockadelösung im Exkom

2. Umsetzung der Entscheidungen und ihre Auswirkungen

2.1 Offizielle Darstellung der Krise

2.2 Verlauf der Blockade und Höhepunkte der Krise

3. Beendigung der Krise

III Die Kuba-Krise - erfolgreiches Krisenmanagement?

1. Berechtigung des Mythos John F. Kennedys durch die Bewältigung der Kuba-Krise?

2. Ausblick: Folgen für die Entspannungspolitik

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die internen Entscheidungsprozesse der US-amerikanischen Führung während der 13 Tage der Kuba-Krise im Oktober 1962 und analysiert, wie diese Entscheidungen rhetorisch und strategisch in der Öffentlichkeit legitimiert wurden.

  • Analyse der Optionen und Entscheidungsprozesse innerhalb des Exkoms.
  • Untersuchung der Rolle des US-Präsidenten John F. Kennedy und seines taktischen Kalküls.
  • Darstellung der „Quarantäne“ als strategische Antwort auf die sowjetische Herausforderung.
  • Hinterfragung des Mythenstatus von Kennedys Krisenbewältigung.
  • Ausblick auf die Auswirkungen der Krisenbeilegung auf die internationale Entspannungspolitik.

Auszug aus dem Buch

1.2 Positionen seiner politischen Berater

Als Kennedy am 16. Oktober von der Stationierung sowjetischer Raketen auf Kuba erfuhr, berief er umgehend, am Morgen des 16. Oktober, eine geheime Arbeitsgruppe zum Krisenstab ein. Dazu gehörten „etwa 14 Personen“ (s. Anhang Nr.3) : sein Stellvertreter, Vizepräsident Johnson, der Außenminister Dean Rusk, der Verteidigungsminister McNamara, der Chef des Generalstabs General Maxwell Taylor, der Nationale Sicherheitsberater McGeorge Bundy, Russlandsexperten und Geheimdienstler sowie weitere engste Mitarbeiter und Vertraute. „Die Gruppe, die bis zum 22. Oktober … in streng geheimen Sitzungen diskutierte und anschließend offiziell tagte, wurde als <the best and the brightest> gepriesen.“

„John F. Kennedy leitete die Sitzungen. Er bewies einen guten Sinn für Gruppenpsychologie, denn er verließ ab und zu den Raum, um den Teilnehmern die Möglichkeit zu bieten, ihre Meinungen freier zu äußern.“ Die Handlungsweise des sowjetischen Regierungschefs war allen unverständlich. Einig war man sich über die Brisanz der Lage und die hochexplosive Gefahr eines atomaren Krieges, die sofortiges Handeln erforderte. Nachdem US-Geheimdienstchef John A. McCone die Luftaufnahmen erläutert hatte, riet die Arbeitsgruppe Kennedy dringend, „nach dem Mauerbau keine Schwäche zu zeigen. Da die Ratgeber einen Angriff auf West-Berlin oder eine neue Blockade der Stadt durch die Sowjets befürchteten, traten sie zunächst sehr entschieden für einen militärischen Erstschlag gegen Kuba ein.“

Die von den Mitgliedern des Exkom vorgestellten Optionen stecken Handlungsspielräume für den Präsidenten ab und bilden die Grundlage für die Darstellung und Analyse des folgenden Meinungsbildungsprozesses. Die jeweils befürworteten Optionen verdeutlichen die Einschätzung der Lage durch den jeweiligen Vertreter und sind geprägt von dessen Amtsfunktion je nach Rolle eines Diplomaten oder Militärs.

Zusammenfassung der Kapitel

I Die Kuba-Krise als Höhepunkt des Kalten Krieges: Dieses Kapitel verortet die Kuba-Krise innerhalb des Kalten Krieges und analysiert die Hintergründe der bipolaren Konfrontation.

II: Die amerikanische Reaktion auf die sowjetische Herausforderung: Das Kapitel detailliert die Entscheidungsprozesse Kennedys, die Beraterrollen im Exkom sowie die strategische Umsetzung und mediale Aufbereitung der Blockade.

III Die Kuba-Krise - erfolgreiches Krisenmanagement?: Dieser Abschnitt kritisiert den Mythos um Kennedys Handeln und diskutiert die langfristigen Auswirkungen auf die Entspannungspolitik.

Schlüsselwörter

Kuba-Krise, John F. Kennedy, Exkom, Kalter Krieg, Quarantäne, Entscheidungsprozess, Blockade, Sowjetunion, Krisenmanagement, Entspannungspolitik, USA, atomare Bedrohung, Außenpolitik, Diplomatie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Kuba-Krise von 1962 und analysiert das Krisenmanagement der US-Regierung unter John F. Kennedy.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die internen Entscheidungsprozesse des Krisenstabs (Exkom) und die strategische Kommunikation der US-Regierung gegenüber der Öffentlichkeit und den Verbündeten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Beantwortung der Frage, ob der verbreitete Mythos einer brillanten Bewältigung der Krise durch Kennedy gerechtfertigt ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Analyse von Entscheidungsprozessen auf Basis von Primärquellen, wie offiziellen Dokumenten und Gesprächsprotokollen des Krisenstabs.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Meinungsbildung im Exkom, die unterschiedlichen Berateroptionen sowie die Umsetzung der Blockade, die euphemistisch als „Quarantäne“ bezeichnet wurde.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Kuba-Krise, Kennedy, Exkom, Krisenmanagement, Blockade, Entspannungspolitik und Kalter Krieg.

Wie unterscheidet sich Kennedys Verhalten laut den Quellen in den Sitzungen?

Kennedy zeigte sich zunächst als "Hitzkopf", änderte aber seine Haltung im Laufe der Diskussionen durch den Einfluss der moderateren Berater ("Tauben") hin zu einem besonneneren Vorgehen.

Warum war der Begriff „Quarantäne“ für die Blockade entscheidend?

Der Begriff wurde gewählt, um völkerrechtliche Probleme einer Blockade außerhalb eines Kriegszustandes zu umgehen und eine direkte Kriegserklärung zu vermeiden.

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Details

Title
Die Kuba-Krise. John F. Kennedy - ein brillanter Krisenmanager?
Subtitle
Analyse der internen Entscheidungsprozesse und ihre zielgerichtete Darstellung in der Öffentlichkeit
College
University of Trier  (Politikwissenschaft)
Course
Seminar: Internationale Beziehungen
Grade
1,3
Author
Andreas Unger (Author)
Publication Year
2009
Pages
29
Catalog Number
V215390
ISBN (eBook)
9783656432517
ISBN (Book)
9783656439035
Language
German
Tags
kuba-krise john kennedy krisenmanager analyse entscheidungsprozesse darstellung öffentlichkeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Unger (Author), 2009, Die Kuba-Krise. John F. Kennedy - ein brillanter Krisenmanager?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/215390
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