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Nahrungsmetaphern. Warum können Frauen Torten sein?

Titre: Nahrungsmetaphern. Warum können Frauen Torten sein?

Dossier / Travail de Séminaire , 2012 , 18 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Auteur)

Didactique de l'Allemand - Pédagogie, Linguistique
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Sprache und Essen sind zwei der wohl alltäglichsten Bestandteile des menschlichen Lebens und wie bereits der Titel von Elke Donalies „sprachwissenschaftlichem Kochbuch“ oder „kulinarischem Sprachbuch“, „Sprache ist der beste Koch“ nahelegt, ist eine Verknüpfung dieser beiden Bereiche durch die Untersuchung von Nahrungsmetaphern für die Linguistik durchaus fruchtbar und interessant:
Nahrungsmittel und Metaphern haben eines gemeinsam: Sie sind alltäglich. […] Tatsache ist […], daß solange es Menschen, ja Lebewesen allgemein gibt, die Nahrung, ihre Zubereitung und ihr Verzehr einen ganz wesentlichen Platz nicht nur in der Gestaltung alltäglicher Handlungen, sondern im Denken des Menschen überhaupt einnehmen. Von ähnlichen Prämissen darf für die Metapher ausgegangen werden, die […] im Sprechen, Denken und Kategorisieren ein wichtiges und unverzichtbares Instrument darstellt. (Osthus 2000, 11)

Die beiden potentiell unerschöpflichen Bereiche Sprache und Essen haben dabei für die vorliegende Arbeit somit jeweils eine Beschränkung erfahren: Auf linguistischer Seite ist das Phänomen der Metapher Untersuchungsgegenstand, auf kulinarischer Seite sollen, wie im Titel der Arbeit angedeutet, vor allem Süßspeisen und andere zur Bezeichnung einer Frau oder weiblicher Körperteile genutzte Nahrungsmetaphern genauer betrachtet werden.
Es kann dabei im Rahmen dieser Arbeit nicht darum gehen, anhand umfassender Korpusanalysen eine exhaustive Liste an Nahrungsmetaphern zur Bezeichnung von Frauen zusammenzustellen. Vielmehr sollen daher einige Ausdrücke gezielt unter die Lupe genommen werden, um so einen kleinen Vorgeschmack auf ein durchaus interessantes Untersuchungsgebiet der deutschen Sprache zu geben. Wieso kann eine Frau zum Beispiel eine Torte sein? Welche Bildbereiche werden in dieser Nahrungsmetapher miteinander verknüpft und wo liegt das für die Entschlüsselung einer Metapher häufig herangezogene tertium comparationis? Und was sagt die Benutzung solcher Metaphern eventuell sogar über den Sprecher oder gar die Sprachgemeinschaft aus?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Die Metapher

3) Nahrungsmetaphern

4) Von Sahneschnitten und Torten- Nahrungsmetaphern rund um die Frau

4.1) Formale Analyse

4.2) Nahrungsmetaphern und Konzeptualisierung

5) Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die linguistische Verwendung von Nahrungsmetaphern in der deutschen Sprache, insbesondere im Hinblick auf die Bezeichnung von Frauen als "Süßspeisen". Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie Sprache und Essen in Metaphern konzeptuell verknüpft werden und inwieweit diese Bilder den Sprecher charakterisieren oder soziale Rollenbilder widerspiegeln.

  • Metapherntheorie nach Skirl und Schwarz-Friesel
  • Analyse von Nahrungsmetaphern in populären Songtexten
  • Die kognitive Verknüpfung von Frauenbildern und Desserts
  • Untersuchung des Stereotyps weiblicher "Süße"
  • Kontrastierung mit dem englischsprachigen Konzept "Woman as Dessert"

Auszug aus dem Buch

4.1) Formale Analyse

Als Grundlage dieses Kapitels sollen vor allem zwei Songtexte von Peter Fox, „Schüttel’ deinen Speck“ und „Zucker“, dienen. Es soll in dieser Arbeit also nicht darum gehen, eine umfassende Liste aller möglichen Nahrungsmetaphern, mit denen eine Frau als Essbares bezeichnet werden kann, zu erarbeiten, sondern vielmehr einzelne Ausdrücke anhand der zuvor genannten Kriterien zu analysieren.

(2) Jipp, Jipp, ich lass mich heut Abend blicken, ich komm gut geschmückt in den Laden geritten. Alle tanzen, die Damen sind echt entzückend, 'n ganzes Backblech voller Sahneschnitten. Die Torten schschütteln ihre Schrippen, schschütteln ihr Gold auf den Rippen, schschschütteln ihr Holz vor den Hütten, die Macker versuchen im Takt zu nicken. [...]

Ja, dein Tisch ist fein gedeckt, wuuh ich brauch kein Besteck, lecker, du musst dich beißen lassen, ich bin Bäcker und back auf deinen heißen Backen. Dein Toaster wackelt auf und ab, dein Obst ist knackig, frisch verpackt. Feinste Trüffel, groß und kompakt, du schüttelst mich nicht ab. (Internetquelle 7, Hervorhebung v. Verf.)

In diesen beiden Strophen des Songs „Schüttel’ deinen Speck“ von Peter Fox häufen sich die Nahrungsmetaphern, die zur Bezeichnung attraktiver Frauen und deren Körper gewählt wurden: „Sahneschnitten“, „Torten“, „Schrippen“, „Trüffel“ und „Obst“ bilden ein „leckeres“ Buffet an Weiblichkeit.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Die Einleitung erläutert die Verbindung von Sprache und Essen als alltagsnahe Forschungsbereiche und definiert das Ziel der Arbeit, Nahrungsmetaphern zur Beschreibung von Frauen linguistisch zu untersuchen.

2) Die Metapher: Dieses Kapitel liefert die theoretischen Grundlagen zur Metaphernforschung, insbesondere die Definition von Metaphern als nicht-wörtliche Übertragungszusammenhänge zwischen Konzepten.

3) Nahrungsmetaphern: Hier wird die Alltäglichkeit und Sinnlichkeit von Nahrungsmitteln als Bildspender für metaphorische Äußerungen beleuchtet, die eine Projektion körperlicher Erfahrungen auf abstrakte Wahrnehmungen ermöglichen.

4) Von Sahneschnitten und Torten- Nahrungsmetaphern rund um die Frau: Der Hauptteil analysiert spezifische Nahrungsmetaphern in Songtexten von Peter Fox und hinterfragt deren konzeptuelle Basis in Bezug auf Stereotype und Frauenbilder.

5) Zusammenfassung und Ausblick: Das Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen, wonach Nahrungsmetaphern stark auf dem Stereotyp weiblicher "Süße" beruhen, und schlägt weitere kontrastive Untersuchungen vor.

Schlüsselwörter

Nahrungsmetaphern, Metapherntheorie, Konzeptualisierung, Frauenbild, Sprachwissenschaft, Stereotype, Kognitive Linguistik, Sahneschnitte, Torte, Tertium comparationis, Bildspender, Semantik, Peter Fox, Süßspeisen, Sprachgebrauch

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die linguistische Verwendung von Nahrungsmetaphern, die verwendet werden, um Frauen oder weibliche Körperteile zu beschreiben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Metapherntheorie, die kognitive Linguistik sowie die Analyse von kulturell geprägten Stereotypen in der deutschen Sprache.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es zu ergründen, wie und warum Nahrungsmittel als Bildspender dienen und ob diesen Metaphern ein systematisches Konzept der "Frau als Nachspeise" zugrunde liegt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine linguistische Analyse angewandt, die auf der Metapherntheorie von Skirl und Schwarz-Friesel basiert und beispielhaft Songtexte auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die formale Analyse von Nahrungsmetaphern wie "Sahneschnitte" oder "Torte" und untersucht deren Bedeutungskonstruktion beim Hörer.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Nahrungsmetaphern, Konzeptualisierung, Stereotype, Tertium comparationis und Kognitive Linguistik.

Wie lässt sich die "Tortenmetapher" linguistisch erklären?

Sie basiert auf einer lexikalischen Überschneidung, bei der Merkmale wie "süß", "lecker" und "anziehend" von der Süßspeise auf die Frau übertragen werden.

Ist die Bezeichnung einer Frau als "Torte" automatisch sexistisch?

Die Arbeit warnt vor voreiligen Schlüssen, da die Bedeutung und Konnotation stark vom individuellen Kommunikationskontext abhängen.

Welche Rolle spielen Songtexte in der Untersuchung?

Sie dienen als authentische Datenquelle für den heutigen Sprachgebrauch, um zu zeigen, wie produktiv und kreativ Nahrungsmetaphern im Alltag eingesetzt werden.

Wie unterscheidet sich die Sichtweise von der von Caitlin Hines?

Während Hines die Metaphern im Englischen stark als Abwertung sieht, hinterfragt diese Arbeit kritisch, ob dieses Schema eins zu eins auf den spontanen deutschen Sprachgebrauch übertragbar ist.

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Résumé des informations

Titre
Nahrungsmetaphern. Warum können Frauen Torten sein?
Université
Johannes Gutenberg University Mainz
Note
1,0
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
18
N° de catalogue
V215866
ISBN (ebook)
9783656447320
ISBN (Livre)
9783656447825
Langue
allemand
mots-clé
nahrungsmetaphern warum frauen torten
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2012, Nahrungsmetaphern. Warum können Frauen Torten sein?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/215866
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