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Das griechische Symposion im 5. und 4. Jahrhundert v. Chr.

Title: Das griechische Symposion im 5. und 4. Jahrhundert v. Chr.

Term Paper , 2012 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Désirée Senft (Author)

World History - Early and Ancient History
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Diese Arbeit ist den Charakteristika eines griechischen Symposions gewidmet. Grundlage bilden die Quellen von Platon und Xenophon, die dieses Ereignis schildern. Das Symposion war ein wichtiger Bestandteil des griechischen Gesellschaftslebens und prägend für die Herausbildung von sozialem Rang und Kontakt. Das Werk beinhaltet darüber hinaus die Analyse einer bildlichen Quelle, die einen Symposiasten darstellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Quellenkritik

2. Quellen

2.1 Platons Symposion

2.2 Xenophons Symposion

2.3 Das Symposion in der Klassischen Archäologie

2.3.1 Beispiel einer Darstellung

3. Bestandteile eines Symposions im 5./4. Jahrhundert v.Chr.

3.1 Ort eines Symposions

3.2 Ablauf eines Symposions

3.3 Unterhaltungen während eines Symposions

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die gesellschaftlichen Aspekte des antiken griechischen Symposions, indem sie literarische Quellen von Platon und Xenophon mit archäologischen Zeugnissen vergleicht. Das Ziel ist es, ein realistisches Bild dieses Gastmahls zu zeichnen und zu hinterfragen, inwieweit die literarische Überlieferung die Lebenswirklichkeit der Zeit widerspiegelt.

  • Vergleichende Analyse der Symposion-Beschreibungen bei Platon und Xenophon.
  • Untersuchung archäologischer Darstellungen als ergänzende Bildquelle.
  • Analyse der rituellen und sozialen Abläufe eines Symposions.
  • Betrachtung von Unterhaltungsformen und philosophischen Diskursen im antiken Kontext.
  • Kritische Einordnung des idealisierten Bildes des Symposions in die historische Realität.

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Beispiel einer Darstellung

Als Beispiel einer Gelageszene des 5./4. Jahrhunderts v.Chr. ist ein Fresko aus dem Grab des Tauchers in Paestum, welches ein Bestattungsbankett darstellt, besonders geeignet (Abb. 1). Es stammt aus dem Jahre 470 v.Chr. und befindet sich nun im Museo Archeologico Nazionale in Paestum.

Das Fresko zeigt zwei nebeneinander stehende Klinen mit jeweils zwei darauf gelagerten Männern. Von diesen tragen zwei Zecher einen Bart, der für gehobenes Alter steht, während zwei Übrigen durch ihren beginnenden oder noch nicht vorhandenen Bartwuchs als Jünglinge zu erkennen geben. Es ist auffällig, dass alle anwesenden Männer einen freien Oberkörper besitzen und der Unterkörper von Stoff umhüllt ist. Dabei könnte es sich etwa um eine Decke handeln oder um das Himation, welches ein beim Symposion gebräuchliches Kleidungsstück darstellte. Zudem tragen die Zecher jeweils einen Kranz um den Kopf. Betrachtet man nun zunächst die linke der beiden Klinen, so fällt auf, dass beide Männer eine Sianaschale in der rechten Hand halten, wobei die linke der Zecher den rechten Arm erhoben hat und den Zeigefinger durch den Henkel des Gefäßes gelegt hat. Der andere Symposiast, der durch seinen Bartwuchs als der Ältere zu erkennen ist, hat seinen Blick auf die Männer der zweiten Kline gerichtet und hält die Sianaschale auf Brusthöhe. Betrachtet man nun die Symposiasten der zweiten Kline, zeigt sich, dass diese kein Gefäß in der Hand halten, sondern sich miteinander beschäftigen. Der linke der beiden Männer berührt dabei die Brust des Anderen, während er mit der anderen Hand des aufgestützten Armes ein Musikinstrument hält. Es handelt sich bei dem Musikinstrument wohl um eine Leier, die ein übliches Instrument beim Symposion darstellte. Der ältere Zecher auf der rechten Seite der Kline berührt dagegen den Jüngeren am Hinterkopf. Vor jeder Kline steht zudem noch ein kleiner Tisch, auf dem die Sianaschalen wie im Falle des rechten Tisches abgestellt werden können. Deutet man nun die Handlungen der Teilnehmer des Symposions, so ist es offensichtlich, dass die Männer der linken Kline sich dem sogenannten „Kottabos-Spiel“ widmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema des Symposions im antiken Griechenland und Erläuterung des methodischen Vorgehens mittels Quellenkritik.

2. Quellen: Detaillierte Analyse der Schriften von Platon und Xenophon sowie archäologischer Bildzeugnisse zur Rekonstruktion des Symposions.

3. Bestandteile eines Symposions im 5./4. Jahrhundert v.Chr.: Untersuchung der räumlichen Gestaltung, des rituellen Ablaufs und der verschiedenen Unterhaltungsmöglichkeiten innerhalb des Gastmahls.

4. Fazit: Zusammenfassender Vergleich zwischen literarischer Idealisierung und archäologischer Evidenz zur Einordnung der historischen Praxis des Symposions.

Schlüsselwörter

Symposion, Antikes Griechenland, Platon, Xenophon, Archäologie, Grab des Tauchers, Gastmahl, Antike, Kottabos-Spiel, Himation, Sianaschale, Sozialgeschichte, Ritualistik, Athen, Gelage.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse antiker griechischer Symposien, wobei der Fokus auf dem Vergleich zwischen den Beschreibungen bei Platon und Xenophon sowie archäologischen Funden liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die soziale Bedeutung des Symposions, der ritueller Ablauf, die Rolle der Unterhaltung und die Frage, wie repräsentativ die literarische Überlieferung für die tatsächliche Lebenswirklichkeit ist.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das durch antike Autoren idealisierte Bild des Gastmahls durch den Abgleich mit archäologischen Quellen wie Vasenmalerei und Fresken kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine quellenkritische Methode angewandt, bei der literarische Texte mit archäologischem Material in einen Dialog gesetzt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Quellen (Platon, Xenophon), diskutiert archäologische Zeugnisse am Beispiel des Grabes des Tauchers und untersucht die praktischen Bestandteile wie Ort, Ablauf und Unterhaltung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Symposion, Antike, Quellenkritik, Archäologie und griechische Lebenskultur charakterisiert.

Was zeigt das Fresko aus dem „Grab des Tauchers“?

Das Fresko illustriert zwei Klinen mit Zechern, die verschiedene Interaktionen zeigen, darunter das Kottabos-Spiel und musikalische Betätigungen, und dient als archäologisches Fallbeispiel.

Warum wird die archäologische Forschung für dieses Thema als notwendig erachtet?

Archäologische Funde sind notwendig, da sie Aspekte des Symposions zeigen, die in der rein literarischen, oft idealisierten Überlieferung fehlen oder anders gewichtet werden.

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Details

Title
Das griechische Symposion im 5. und 4. Jahrhundert v. Chr.
College
University of Münster  (Institut für Alte Geschichte)
Course
Athen und Sparta im 5./4.Jahrhundert v.Chr. - Von Freund zu Feind
Grade
2,0
Author
Désirée Senft (Author)
Publication Year
2012
Pages
16
Catalog Number
V215947
ISBN (eBook)
9783656444879
ISBN (Book)
9783656445203
Language
German
Tags
symposion jahrhundert
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Désirée Senft (Author), 2012, Das griechische Symposion im 5. und 4. Jahrhundert v. Chr., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/215947
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