Herr B. ist bis auf sein Krafttraining zwei Mal die Woche jeweils 40 Minuten an geführten Maschinen, körperlich nicht sonderlich gefordert. Gerade sein Beruf als Bürokaufmann ist von einer sitzenden Tätigkeit geprägt. So beklagt er neben häufig auftretenden Nackenverspannungen eine gebeugte Sitzhaltung, auf die ihn seine Frau immer am Esstisch hinweist.
Er ist 36 Jahre alt und wiegt bei einer Körpergröße von 180 cm 78 kg. Sein Blut - druck liegt im normalen Bereich (vgl. STEHBECK, 2009, S. 11).
Als er vor drei Jahren Vater geworden ist, hat er das Fußballspielen aus zeitlichen Gründen aufgegeben, was er zuvor sieben Jahre lang 2 – 3 Mal je Woche für je - weils 90 Minuten betrieben hatte.
Inhaltsverzeichnis
1 Personendaten
2 Beweglichkeitstestung
2.1 Testung der Brustmuskulatur
2.2 Testung der Hüftbeugemuskulatur
2.3 Testung der Kniestreckmuskulatur
2.4 Testung der Kniebeugemuskulatur
2.5 Testung der Wadenmuskulatur
3 Trainingsplanung Beweglichkeitstraining
4 Trainingsplanung Koordinationstraining
5 Literaturrecherche – Effekte des Dehnens im Hinblick auf eine Verletzungsprophylaxe
5.1 Studie I
5.2 Studie II
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, auf Basis einer individuellen Analyse von biometrischen Daten und einer manuellen Beweglichkeitstestung einen strukturierten Trainingsplan für ein Beweglichkeits- und Koordinationstraining zu erstellen, um spezifische muskuläre Defizite zu beheben und Verletzungen vorzubeugen.
- Analyse des Ist-Zustands durch biometrische Daten und manuelle Funktionstests
- Erstellung eines individualisierten Dehnprogramms zur Korrektur muskulärer Dysbalancen
- Konzeption eines Koordinationstrainings zur Verbesserung der Körperstabilität
- Wissenschaftliche Fundierung der präventiven Wirkung von Dehnübungen anhand von Studien
Auszug aus dem Buch
2 Beweglichkeitstestung (vgl. REIß / ALBERS, 2012, S. 36ff.)
Unter diesem Punkt soll mit Herrn B. ein manueller Beweglichkeitstest, in Anlehnung an Janda, durchgeführt werden. Hierbei werden folgende Muskelgruppen überprüft: Brustmuskulatur (M. pectoralis major), Hüftbeugemuskulatur (speziell M. iliopsoas), Kniestreckmuskulatur (speziell M. rectus femoris), Kniebeugemuskulatur (Mm. ischiocrurales), Wadenmuskulatur (Mm. triceps surae).
Zu erwähnen ist, dass diese Art der Testung keine vollständigen objektiven Ergebnisse liefern kann, da die Erfahrung des Testleiters in erheblichem Maße mit eine Rolle spielt. Für eine optimale Durchführung sollte neben einer ausreichend breiten und langen, festen Untersuchungsbank, ein ruhiger, wohl temperierter Raum ohne Ablenkung zur Verfügung stehen. Weiterhin ist genug Zeit vorhanden um Herrn B. Zweck und Ablauf der Muskelfunktionsüberprüfung verständlich zu erläutern (vgl. JANDA, 2000, S. 8).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Personendaten: In diesem Kapitel werden die allgemeinen und biometrischen Daten der zu trainierenden Person sowie die spezifischen Trainingsmotive erhoben.
2 Beweglichkeitstestung: Hier erfolgt eine manuelle Überprüfung verschiedener Muskelgruppen, um den aktuellen Beweglichkeitsstatus zu ermitteln und Defizite zu identifizieren.
3 Trainingsplanung Beweglichkeitstraining: Dieses Kapitel präsentiert ein auf die Testergebnisse abgestimmtes Dehnprogramm mit zwölf spezifischen Übungen zur Verbesserung der Flexibilität.
4 Trainingsplanung Koordinationstraining: Hier wird ein Koordinationstraining auf dem Therapiekreisel entwickelt, um die Stabilität und das Gleichgewicht zu schulen.
5 Literaturrecherche – Effekte des Dehnens im Hinblick auf eine Verletzungsprophylaxe: Dieses Kapitel untermauert die Bedeutung des Dehntrainings durch die Vorstellung und Analyse zweier wissenschaftlicher Studien zur Verletzungsprävention.
Schlüsselwörter
Beweglichkeitstraining, Koordinationstraining, Muskeldehnung, Verletzungsprophylaxe, Dysbalancen, funktionelle Testung, Biometrie, Therapiekreisel, Flexibilität, Gesundheitsorientiertes Training, Trainingsplanung, Sportmedizin.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Erstellung eines individuellen Trainingsplans für einen Kunden mit dem Ziel, Beweglichkeit und Koordination durch gezielte Übungen zu verbessern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die diagnostische Erfassung des muskulären Zustands, die praktische Umsetzung von Dehn- und Koordinationsübungen sowie die theoretische Aufarbeitung von deren präventivem Nutzen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die gezielte Reduktion von Nackenverspannungen und die Verbesserung der Haltung und Koordination des Probanden durch ein fundiertes Trainingsprogramm.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden manuelle Muskelfunktions-Tests nach Janda angewendet und die Wirksamkeit der Trainingsmaßnahmen durch eine Literaturrecherche relevanter sportmedizinischer Studien belegt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Darstellung der durchgeführten Beweglichkeitstestung sowie die Ausarbeitung konkreter Übungskataloge für das Beweglichkeits- und Koordinationstraining.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Typische Schlüsselbegriffe sind Beweglichkeitstraining, Koordinationstraining, Verletzungsprophylaxe, Muskelfunktionstests und Trainingssteuerung.
Warum ist eine Testung vor dem Trainingsbeginn notwendig?
Die Testung ist entscheidend, um den Ist-Zustand zu erfassen und den Trainingsplan exakt auf die individuellen Defizite des Probanden zuzuschneiden, statt ein allgemeines Standardprogramm anzuwenden.
Welche Rolle spielt der Therapiekreisel im Koordinationstraining?
Der Therapiekreisel dient als zentrales Hilfsmittel, um durch instabile Unterlagen die Gleichgewichtsfähigkeit und die stabilisierende Muskulatur gezielt zu fordern und zu verbessern.
Wie lautet die Erkenntnis bezüglich der Verletzungsprophylaxe?
Die analysierten Studien zeigen, dass regelmäßiges, ergänzendes Dehntraining einen statistisch signifikanten positiven Effekt auf die Reduktion von Überlastungsverletzungen hat.
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- Moritz Wenninger (Autor), 2013, Trainingsplanung Beweglichkeits- und Koordinationstraining , Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/215960