Einführung in das Thema
Ein Sachverhalt, welcher, entsprechend prognostizierten demographischen Szenarien, in Zukunft hohe marktrelevante Auswirkungen besitzt:
Bekanntlich weisen unterschiedliche Altersgruppen auch unterschiedliche Kauf- und Verbrauchsverhalten auf. Die Unterstellung, Seniorenläden für Verbrauchsgüter wären sinnvoll, kann am besten mit Hilfe der Entwicklung einer am Nutzen dieser Zielgruppe orientierten, zumindest grob strukturierten Sortimentierung eines solchen Geschäftes untermauert werden.
Dieser Vorgang stellt ein Gedankenspiel dar, in welchem folgende Gesichtspunkte zu erörtern sind:
welche bestehenden Produkte und Dienstleistungen sind unverändert für Senioren attraktiv ?
welche der am Markt bereits eingeführten Produkte und Dienstleistungen können über eine spezifische Anpassung in ihrer Nutzenfunktionen für Senioren verbessert werden ?
was könnte eine „echte Innovation“ in diesem Marktsegment darstellen ?
Zur erfolgreichen Unterstützung dieser schöpferischen, kreativen Arbeit kann der Einsatz einer sogenannten „Kreativitätstechnik“ erfolgen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung in das Thema
1.1 Ausgangssituation
1.2 Aufgabenstellung und -abgrenzung
2 Der Markt
2.1 Die Kundenzielgruppe der Senioren als Nachfrager
2.2 Analyse von Markt und Wettbewerbssituation
2.3 Erfolgsfaktor Marketing
2.4 Sortimentsgestaltung als Teil des Marketing-Mix
2.5 Weitere wichtige Einflußfaktoren
2.5.1 Erhöhung der Wertschöpfung durch Dienstleistungen
2.5.2 Die geeignete Vertriebsstruktur
2.5.3 Der richtige Standort
2 Entwicklung einer nachhaltigen betrieblichen Innovationsstrategie
3.1 Kreativität als Voraussetzung für innovative Ideen
3.2 Der kreative Prozeß und seine Phasen
3.2.1 Zielbestimmung und –definition
3.2.2 Methodische Informationssammlung als Quelle zur Gewinnung neuer Ideen
3.2.3 Einsatz von Kreativitätstechniken
3.2.4 Analyse und Bewertung neuer Ideen
3.2.5 Umsetzung geeigneter Ideen
3.3 Vorstellung geeigneter Kreativitätstechniken
3.3.1 Einsatz von Checklisten
3.3.2 Brainstorming
3.4 Anwendung der Kreativitätstechnik „Brainstorming“ bei der Sortimentierung eines Seniorenladens
3.4.1 Grundlage und Ziel der Technik
3.4.2 Vorgehensweise
3.4.3 Regeln
3.4.4 Auswahl der Teammitglieder
3.4.5 Nutzung eines Strukturierungsinstrumentes
4 Zusammenfassung und Auswertung
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit untersucht, wie Kreativitätstechniken systematisch eingesetzt werden können, um eine marktorientierte Sortimentierung und innovative Dienstleistungsangebote für die wachsende Zielgruppe der Senioren im Einzelhandel zu entwickeln.
- Demografischer Wandel und Kundenbedürfnisse von Senioren
- Integration von Kreativitätstechniken in den Innovationsprozess
- Anwendung von Checklisten zur Sortimentsoptimierung
- Methodik des Brainstormings und Mind-Mappings in der Praxis
- Entwicklung nachhaltiger betrieblicher Innovationsstrategien
Auszug aus dem Buch
3.4.2 Vorgehensweise
Die Vorgehensweise beim Brainstorming kann in drei Phasen gegliedert werden:
- Bekanntgabe des Problems vor Beginn einer Sitzung
- Gemeinsame Ideensuche ohne Kritik und Bewertung
- Bewertung und Untersuchung der Ideen auf ihre Realisierbarkeit in einer separaten Auswertungssitzung
Zur erfolgreichen Durchführung einer Brainstorming-Sitzung empfiehlt sich der Einsatz eines Moderators. Er wird in der Regel vor der Sitzung mit seiner Funktion beauftragt und informiert alle Teilnehmer vorab über das anstehende Thema. Zu Beginn der Sitzung schreibt er das zentrale Problem in die Mitte z.B. einer Wandtafel. Nach Einsetzen der Brainstormingaktivitäten hat der Moderator folgende Aufgaben zu erfüllen:
- die Sitzung zu leiten und die Einhaltung der Grundregeln zu überwachen,
- die Teilnehmer zur Ideenäußerung zu ermutigen, ohne dabei aber selbst Vorschläge zu äußern,
- die Ideen wahrzunehmen und unverändert kommentarlos und strukturiert festzuhalten (z.B. mittels Mind-Map-Methode),
- die Bewertung der Vorschläge zu leiten, ohne selbst eine Bewertung vorzunehmen,
- das Ausrichten der Gruppe am fokussierten Thema.
Die Bewertung der Ideen sollte frühestens einen Tag nach der Sitzung stattfinden, um den Teilnehmern die Gelegenheit zu geben, geistig wieder „umzu-schalten“. Während dieser Bewertungsphase ist nämlich wieder sachliche Kritik erwünscht, da dann unzweckmäßige und nicht realisierbare Ideen aus-gesondert werden müssen.
Die in dieser Problemlösungstechnik enthaltenen Kriterien wie Spontanität, Bewertungssperre und Kritikaussetzung bewirken nicht nur einen Fortschritt im Hinblick auf die Quantität der Ideen, sondern auch schließlich auf die (nahezu alles) entscheidende Qualität.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung in das Thema: Erläutert die demografische Relevanz von Senioren als Zielgruppe und die Notwendigkeit kreativer Sortimentsgestaltung.
2 Der Markt: Analysiert die spezifischen Eigenschaften der Zielgruppe sowie die Notwendigkeit von Marketing-Mix-Anpassungen im Einzelhandel.
2 Entwicklung einer nachhaltigen betrieblichen Innovationsstrategie: Beschreibt Kreativität als Basis für Innovationen und führt den kreativen Problemlösungsprozess sowie spezifische Techniken ein.
4 Zusammenfassung und Auswertung: Synthetisiert die erarbeiteten Lösungsansätze in konkrete Warengruppen und gibt einen Ausblick auf die unternehmerische Umsetzung.
Schlüsselwörter
Senioren, Kreativitätstechniken, Einzelhandel, Sortimentierung, Marketing-Mix, Brainstorming, Mind-Mapping, Innovationsstrategie, Dienstleistung, Kundenorientierung, demografischer Wandel, Problemlösungsprozess, Produktpolitik, Zielgruppe, Marktpotenzial.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Hausarbeit befasst sich mit der Anwendung von Kreativitätstechniken, um für Seniorenläden optimierte Sortimente und Dienstleistungen zu entwickeln.
Welche Themenfelder stehen im Fokus?
Im Zentrum stehen der demografische Wandel, die spezifischen Bedürfnisse der Altersgruppe über 60 sowie betriebswirtschaftliche Instrumente der Marketing- und Innovationsplanung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, durch den Einsatz methodischer Kreativitätstechniken marktgerechte Innovationsstrategien für ein Einzelhandelskonzept im Seniorensegment abzuleiten.
Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zur Anwendung?
Die Arbeit nutzt Literaturanalysen zu Innovationsmanagement sowie angewandte Kreativitätstechniken wie die Checklistenmethode, Brainstorming und Mind-Mapping.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Markt- und Wettbewerbsanalyse sowie eine detaillierte Erläuterung und Anwendung des kreativen Problemlösungsprozesses.
Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Senioren, Kreativitätstechniken, Sortimentierung, Innovationsstrategie, Marketing-Mix und Kundenorientierung.
Warum spielt die Moderation beim Brainstorming eine Schlüsselrolle?
Der Moderator stellt sicher, dass die Grundregeln, wie die Bewertungssperre, eingehalten werden und die Gruppendynamik konstruktiv auf das Ziel fokussiert bleibt.
Welchen Vorteil bietet Mind-Mapping für den Autor?
Mind-Mapping ermöglicht auch Einzelpersonen eine visuelle und strukturierte Aufarbeitung komplexer Probleme, da es die assoziative Arbeitsweise des menschlichen Gehirns unterstützt.
- Quote paper
- Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH) Thomas Gärtner (Author), 2003, Ableiten von Aufgabenstellungen für künftige Entwicklungsaufgaben unter Nutzung von Kreativitätstechniken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21674