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Arbeitsbewertung und Arbeitsbewertungssysteme in Tarifverträgen

Titel: Arbeitsbewertung und Arbeitsbewertungssysteme in Tarifverträgen

Hausarbeit , 2003 , 20 Seiten , Note: 1,75

Autor:in: Dennis Möller (Autor:in), Frank Hauß (Autor:in)

Jura - Zivilrecht / Arbeitsrecht
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Lange Zeit war die internationale Psychologie geprägt durch die Lerntheorien.
Lerntheorien sind für die Sozialpsychologie von solch hervorgehobener Bedeutung, da der Mensch nur mit wenigen angeborenen Verhaltensweisen ausgestattet ist. Die meisten notwendigen Teilprozesse und Voraussetzungen sozialer Interaktion müssen erst durch Erfahrung erworben, also gelernt werden.
Der Erfolg der Darwinschen Theorie der Evolution im zweiten Teil des 19. Jahrhunderts ebnete den Weg für ein neues Verständnis des Lernens. Die Evolutionstheorie stellte den Menschen in dieselbe biologische Entwicklungskette wie andere Lebewesen. Das tierische Lernen wurde als Model des menschlichen Lernens betrachtet.
Unter diesem Einfluss sind die Prinzipien des Konditionierens zu sehen.


Leseprobe


Inhaltsübersicht

1 Einleitung

2 Arbeitsbewertung und Arbeitsbewertungssysteme

2.1 summarische Arbeitsbewertung

2.1.1 Rangfolgeverfahren

2.1.2 Lohn- bzw. Gehaltsgruppenverfahren

2.2 analytische Arbeitsbewertung

2.2.1 Rangreihenverfahren

2.2.2 Stufenwertzahlverfahren

3 Arbeitsbewertungssysteme in Tarifverträgen ausgewählter Branchen

3.1 chemische Industrie

3.2 Textilindustrie

3.3 Bankgewerbe

3.4 Gastronomie

3.5 Metall- und Elektroindustrie

4 Geschlechterspezifische Lohn- und Gehaltsdifferenzierung in Tarifverträgen

5 Resümee

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Aufbau und die Anwendung von Arbeitsbewertungssystemen in verschiedenen Branchen innerhalb deutscher Tarifverträge, mit einem besonderen Fokus auf die Problematik geschlechterspezifischer Lohndifferenzierungen.

  • Grundlagen summarischer und analytischer Arbeitsbewertungsverfahren.
  • Analyse der Praxis der Arbeitsbewertung in ausgewählten Branchen (Chemie, Textil, Banken, Gastronomie, Metall/Elektro).
  • Kritische Untersuchung der Eignung von Arbeitsbewertungssystemen zur Beseitigung von Lohnungleichheiten.
  • Diskussion über geschlechterspezifische Lohn- und Gehaltsdiskriminierung in Tarifstrukturen.

Auszug aus dem Buch

2.2 analytische Arbeitsbewertung

Da die summarischen Arbeitsbewertungen mit ihren vielen Interpretationsmöglichkeiten und weitläufigen Einschätzungen recht unpräzise sind, hat man im Laufe der Zeit verfeinerte Verfahren entwickelt, die sogenannten analytischen Bewertungsverfahren.

Bei der analytischen Arbeitsbewertung dienen Arbeitsinhalt und Arbeitsanforderungen als Maßstab. Es erfolgt keine schematische Einteilung in eine festgelegte Anzahl von Tarifgruppen. Anknüpfungspunkt sind die Tätigkeiten, die an einem konkreten Arbeitsplatz ausgeübt werden. Durch eine Aufgliederung der Arbeitsschwierigkeiten soll ein Vergleich zu anderen Arbeitsplätzen im Betrieb ermöglicht und somit für jede Arbeitsschwierigkeit Werte gewonnen werden. Hieraus wird für jede Arbeitsschwierigkeit, wobei jede Arbeitsschwierigkeit anders bewertet wird, Teilarbeitswerte des Arbeitsplatzes errechnet. Durch Addition der Teilarbeitswerte wird dann der tatsächliche Arbeitswert ermittelt, welcher Grundlage für die Entgeltfindung ist.

Die analytische Arbeitsbewertung findet man beispielsweise im Entgeltrahmenabkommen (ERA) der Metall- und Elektroindustrie in Baden- Württemberg. Weiterhin wird die analytische Arbeitsplatzbewertung im Bundesdienst angewendet. Dort ist sie sogar gesetzlich vorgeschrieben.

Bei der analytischen Arbeitsbewertung findet die Umsetzung anhand des Rangreihenverfahrens oder des Stufenwertzahlverfahrens statt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Autoren stellen das Ziel vor, verschiedene tarifliche Arbeitsbewertungssysteme zu beleuchten und dabei insbesondere auf bestehende Lohndiskriminierungen zwischen den Geschlechtern hinzuweisen.

2 Arbeitsbewertung und Arbeitsbewertungssysteme: Dieses Kapitel definiert die methodischen Unterschiede zwischen summarischen (Gesamtbeurteilung) und analytischen (Einzelbeurteilung) Verfahren zur Arbeitsbewertung.

3 Arbeitsbewertungssysteme in Tarifverträgen ausgewählter Branchen: Es werden konkrete Beispiele aus fünf verschiedenen Wirtschaftszweigen angeführt, um die unterschiedliche Anwendung summarischer und analytischer Bewertungsmethoden in der Praxis zu demonstrieren.

4 Geschlechterspezifische Lohn- und Gehaltsdifferenzierung in Tarifverträgen: Hier wird analysiert, wie Arbeitsbewertungssysteme unfreiwillig oder systembedingt zu Lohndiskriminierungen von Frauen beitragen können.

5 Resümee: Die Autoren fassen zusammen, dass analytische Verfahren zwar präziser und gerechter sind, sich jedoch summarische Verfahren aufgrund ihrer Einfachheit in der breiten Praxis gehalten haben.

Schlüsselwörter

Arbeitsbewertung, Tarifverträge, summarische Arbeitsbewertung, analytische Arbeitsbewertung, Lohngruppen, Gehaltsgruppen, Lohndiskriminierung, Geschlechterspezifische Entgeltdifferenzierung, Entgeltrahmenabkommen, Arbeitsplatzbewertung, Rangfolgeverfahren, Stufenwertzahlverfahren, Entgeltfindung, Anforderungen, Tätigkeitsmerkmale.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung, wie Arbeitsbewertungssysteme in deutschen Tarifverträgen aufgebaut sind und welche Auswirkungen diese Systeme auf die Lohnfindung haben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der methodischen Unterscheidung von summarischen und analytischen Bewertungsverfahren sowie der kritischen Reflexion über geschlechterspezifische Einkommensunterschiede.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die verschiedenen Herangehensweisen der Tarifvertragspartner an die Arbeitsbewertung darzulegen und aufzuzeigen, warum diese Systeme oft nicht ausreichen, um Lohnungleichheiten zwischen den Geschlechtern zu beseitigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autoren nutzen eine vergleichende Analyse von Tarifverträgen aus fünf verschiedenen Branchen sowie eine Literaturanalyse zum Thema Arbeitsbewertung und Entgeltgerechtigkeit.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung in die Bewertungsverfahren sowie die praktische Untersuchung von Tarifverträgen in Branchen wie der Chemie-, Textil- und Metallindustrie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Arbeitsbewertung, Lohndiskriminierung, Entgeltrahmenabkommen (ERA), summarische vs. analytische Verfahren und tarifliche Eingruppierung.

Warum ist die summarische Arbeitsbewertung in der Praxis so verbreitet?

Sie ist historisch gewachsen und im Vergleich zu analytischen Verfahren deutlich einfacher und kostengünstiger in der praktischen Umsetzung.

Welchen Einfluss hat die analytische Arbeitsbewertung auf die Entgeltgerechtigkeit?

Da analytische Verfahren Tätigkeiten detaillierter in einzelne Anforderungen aufschlüsseln, können sie objektiver sein und diskriminierende Strukturen besser aufdecken als summarische Verfahren.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Arbeitsbewertung und Arbeitsbewertungssysteme in Tarifverträgen
Hochschule
Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik (ehem. Hochschule für Wirtschaft und Politik)
Veranstaltung
Arbeitskampf,- Koalitions-, und Tarifvertragsrecht
Note
1,75
Autoren
Dennis Möller (Autor:in), Frank Hauß (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
20
Katalognummer
V21936
ISBN (eBook)
9783638254250
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Arbeitsbewertung Arbeitsbewertungssysteme Tarifverträgen Arbeitskampf Koalitions- Tarifvertragsrecht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dennis Möller (Autor:in), Frank Hauß (Autor:in), 2003, Arbeitsbewertung und Arbeitsbewertungssysteme in Tarifverträgen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21936
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Leseprobe aus  20  Seiten
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