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Die Vergütungen des GmbH-Geschäftsführers nach EStG, KStG und UStG

Title: Die Vergütungen des GmbH-Geschäftsführers nach EStG, KStG und UStG

Seminar Paper , 2004 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Alexander Tetzlaff (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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1. 1. Qualifizierung der Einkunftsarten: Der Geschäftsführer ist das durch Gesetz zwingend vorgeschriebene Organ (§ 6 I GmbHG) der Gesellschaft mit beschränkter Haftung, welches diese gerichtlich und außergerichtlich uneingeschränkt vertritt (§§ 35 ff. GmbHG). Dabei handelt es sich stets um eine natürliche Person (§ 6 II GmbHG), welche für eben diese Vertretungsleistung in aller Regel ein Entgelt in unterschiedlichsten Erscheinungsformen erhält. Bei steuerrechtlicher Betrachtung der Vergütungen sind diese zunächst in die abschließende Aufzählung der Einkunftsarten des § 2 I 1 EStG einzuordnen. Nach ganz herrschender Meinung erzielt der GmbH-Geschäftsführer mit den Vergütungen für seine Tätigkeit Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit nach § 19 EStG1. Dies wird damit begründet, daß er trotz seiner uneingeschränkten Vertretungsmacht und seines erheblichen Handlungsspielraumes im Außenverhältnis doch im Innenverhältnis letztlich den Weisungen der Gesellschaft, die sich aus der Bestellung zum Geschäftsführer, aus dem Anstellungsvertrag oder den Gesellschafterbeschlüssen ergeben können, zu folgen hat. Somit ist er gem. § 1 II 2 LStDV als Arbeitnehmer einzustufen. Was den sogenannten Fremdgeschäftsführer angeht – einen Geschäftsführer, der nicht aus dem Kreis der Gesellschafter stammt (§ 6 II GmbHG) – kann diese Argumentation schlüssig überzeugen. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. DER GMBH-GESCHÄFTSFÜHRER IM EINKOMMENSSTEUER- UND KÖRPERSCHAFTSSTEUERRECHT

1. 1. QUALIFIZIERUNG DER EINKUNFTSARTEN

1. 2. UMFANG DER EINKÜNFTE

1. 2. 1. Allgemein

1. 2. 2. Die lohnsteuerliche Behandlung von D & O-Versicherungen

1. 2. 3. Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- oder Nachtarbeit

1. 3. DIE PROBLEMATIK DER VERDECKTEN GEWINNAUSSCHÜTTUNG (VGA)

1. 3. 1. Allgemeine Vorbetrachtungen

a) Begriff

b) Auswirkungen

c) Unwirksamkeit der Vereinbarungen und Rückwirkungsverbot

1. 3. 2. Angemessenheit von Tantiemen und Gesamtausstattung

1. 3. 3. Die körperschaftssteuerliche Behandlung einer Pensionszusage

a) Wartezeit

b) Erdienbarkeit

c) Keine Überversorgung

d) Keine Nur-Pension

e) Finanzierbarkeit

2. DER GMBH-GESCHÄFTSFÜHRER IM UMSATZSTEUERRECHT

2. 1. ÄNDERUNG DER RECHTSPRECHUNG BEZÜGLICH VERTRETUNGSLEISTUNGEN AN EINE GESELLSCHAFT

2. 2. AUSWIRKUNGEN FÜR DEN GMBH-GESCHÄFTSFÜHRER

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit analysiert die steuerrechtliche Einordnung der Vergütungen von GmbH-Geschäftsführern, insbesondere im Hinblick auf das Einkommensteuer-, Körperschaftsteuer- und Umsatzsteuerrecht, um die Abgrenzung zwischen zulässigen Tätigkeitsvergütungen und verdeckten Gewinnausschüttungen sowie die umsatzsteuerliche Behandlung zu klären.

  • Qualifizierung der Geschäftsführer-Bezüge als Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit.
  • Abgrenzung und steuerliche Folgen der verdeckten Gewinnausschüttung (vGA).
  • Anforderungen an die Angemessenheit von Tantiemen und Pensionszusagen.
  • Umsatzsteuerliche Behandlung von Geschäftsführungsleistungen nach aktueller Rechtsprechung.

Auszug aus dem Buch

1. 3. 2. Angemessenheit von Tantiemen und Gesamtausstattung

GmbH-Geschäftsführern wird neben ihrem festen Gehalt häufig zum Zwecke eines Leistungsanreizes auch eine variable Tantieme gezahlt. Möglich sind hierbei die zwei Formen der Umsatz- und der Gewinntantieme, welche sich in der jeweils herangezogenen Bemessungsgrundlage unterscheiden. Jedoch wird die Vereinbarung einer Umsatztantieme von der Finanzrechtsprechung mit Skepsis gesehen. Die Begründung hierfür ist, daß ein ordentlicher und gewissenhafter Geschäftsleiter, welcher stets an dem Verbleib eines bestimmten Mindestgewinns in der Erwerbsgesellschaft interessiert ist, wegen der Gefahr der völligen Gewinnabsaugung durch die Umsatztantieme eine solche Vereinbarung nicht mit einem Gesellschaftsfremden schließen würde. So wird eine vereinbarte Tantieme auf Umsatzbasis ausnahmsweise nur dann nicht schon dem Grunde nach als verdeckte Gewinnausschüttung bewertet, wenn wohl begründet wird, warum die Anreizwirkung nicht auch durch eine Gewinntantieme erreicht werden könne, etwa in gewinnschwachen Aufbau- und Umstellungsphasen und auch nur dann, wenn der zu erreichende Absolutbetrag nach oben begrenzt wird.

In der Praxis häufiger anzutreffen sind jedoch die Gewinntantiemen. Jedoch können auch diese unter Umständen dem Grunde oder der Höhe nach eine vGA darstellen. Auch hierbei bemüht die Rechtsprechung wieder den Fremdvergleich und geht von folgendem aus: Zum einen würde ein Fremdgeschäftsführer keinem Anstellungsvertrag zustimmen, deren Hauptvergütungsanteil abhängig vom Gewinn ist, weil dies in schwachen Jahren bei ihm zu „…existenziellen Risiken…“ führen würde. Zum anderen würde die Kapitalgesellschaft nicht durch einen hohen Tantiemeanteil einen Anreiz zur Erzielung „...schneller Gewinne zu Lasten der langfristigen Ertragsaussichten…“ setzen wollen. Ausgehend von diesen Überlegungen stellt die Rechtsprechung fest, daß Tantiemen der Höhe nach nur angemessen sind, wenn sie höchstens 25 % und damit die fixen Gehaltsbestandteile wenigstens 75 % der angemessenen Gesamtvergütung betragen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. DER GMBH-GESCHÄFTSFÜHRER IM EINKOMMENSSTEUER- UND KÖRPERSCHAFTSSTEUERRECHT: Dieses Kapitel behandelt die steuerliche Einordnung des Geschäftsführers als Arbeitnehmer und die spezifische Problematik der verdeckten Gewinnausschüttung bei Gehaltsbestandteilen und Pensionszusagen.

2. DER GMBH-GESCHÄFTSFÜHRER IM UMSATZSTEUERRECHT: Hier wird untersucht, ob Geschäftsführungsleistungen als steuerbare Umsätze einzustufen sind, wobei die Rechtsprechung hierbei die Selbstständigkeit des Geschäftsführers kritisch hinterfragt.

Schlüsselwörter

GmbH-Geschäftsführer, Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Umsatzsteuer, verdeckte Gewinnausschüttung, vGA, Fremdvergleich, Tantiemen, Pensionszusage, Arbeitnehmereigenschaft, Vergütung, Geschäftsführung, Steuerrecht, Lohnsteuer, Haftungsrisiken.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die steuerlichen Rahmenbedingungen für Vergütungen von Geschäftsführern einer GmbH im deutschen Steuerrecht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die einkommensteuerliche Einordnung der Bezüge, die Vermeidung verdeckter Gewinnausschüttungen und die umsatzsteuerliche Relevanz der Geschäftsführertätigkeit.

Welches ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Erläuterung der steuerlichen Behandlung von Vergütungen, um Rechtssicherheit für GmbHs und deren Geschäftsführer bei der Vertragsgestaltung zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer juristischen Analyse einschlägiger Steuergesetze, Verwaltungsanweisungen und der ständigen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die einkommen- und körperschaftsteuerliche Behandlung von Bezügen und Zusagen sowie die umsatzsteuerliche Einordnung der Tätigkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind GmbH-Geschäftsführer, verdeckte Gewinnausschüttung (vGA), Fremdvergleich, Pensionszusagen und Umsatzsteuerbarkeit.

Warum wird die „Nur-Pension“ steuerlich kritisch gesehen?

Eine Nur-Pension führt nach Ansicht des BFH zu einer verdeckten Gewinnausschüttung, da ein fremder Geschäftsführer neben der Altersvorsorge immer ein laufendes Gehalt verlangen würde.

Wie wirkt sich die Rechtsprechung von 2002 auf die Umsatzsteuer aus?

Die Rechtsprechung stellt seit 2002 stärker auf das Vorliegen eines Leistungsaustauschs ab, verneint jedoch bei Geschäftsführern meist die nötige Selbstständigkeit, weshalb ihre Bezüge weiterhin nicht umsatzsteuerbar sind.

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Details

Title
Die Vergütungen des GmbH-Geschäftsführers nach EStG, KStG und UStG
Grade
1,3
Author
Alexander Tetzlaff (Author)
Publication Year
2004
Pages
20
Catalog Number
V22308
ISBN (eBook)
9783638256919
Language
German
Tags
Vergütungen GmbH-Geschäftsführers EStG KStG UStG
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Tetzlaff (Author), 2004, Die Vergütungen des GmbH-Geschäftsführers nach EStG, KStG und UStG, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22308
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