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Partizipation wohnungsloser Menschen

Eine Analyse der Betroffenenperspektive

Título: Partizipation wohnungsloser Menschen

Tesis de Máster , 2012 , 121 Páginas , Calificación: 1,6

Autor:in: Julia Schlembach (Autor)

Trabajo social
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Partizipation ist ein großes Schlagwort in der Sozialen Arbeit. Thema dieser qualitativen Untersuchung ist die Partizipation wohnungsloser Menschen, da ich das Gefühl habe,dass v. a. Zielgruppen mit Lobby beteiligt werden. Dabei ist die Adressat_innengruppe der Wohnungsnotfallhilfe gerade durch den Mangel an Teilhabe definiert und es ist somit die Kernaufgabe der Sozialarbeit diese zu fördern und herzustellen. Wie ich ausführlicher in Kapitel II 1.2 beschreiben werde, besteht eine Forschungslücke bezüglich meiner Thematik. Partizipation wird meist in Zusammenhang mit Beteiligungsstrukturen für Kinder
und Jugendliche, Menschen mit Behinderung, alten Menschen oder lediglich im
politischen Bereich thematisiert. Nach intensiver Recherche konnte ich zwar Literatur zur Beteiligung armer, ausgegrenzter und wohnungsloser Menschen finden, jedoch wurde m. E. die Perspektive der wohnungslosen Menschen selbst noch nie erhoben. Ich entschied mich für ein qualitatives Forschungsdesign, da ich die subjektiven Sichtweisen und Wahrnehmungen von wohnungslosen Menschen als Expert_innen ihrer Lebenswelt erheben möchte.
Ziel meiner Arbeit ist es, die Fragen zu beantworten, ob, wie und in welchem Umfang wohnungslose Menschen in welchen Bereichen partizipieren und in welchen Gebieten und auf welche Art und Weise sie das überhaupt möchten.
Meine Arbeit gliedert sich in drei Teile. Nachdem theoretische Vorannahmen erläutert wurden, erörtere ich im Anschluss mein forschungsmethodisches Vorgehen, um danach die empirischen Ergebnisse meiner Untersuchung darzustellen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I Einführende theoretische Vorannahmen

1 Armut, Ausgrenzung und Wohnungslosigkeit

1.1 Konzepte und Ausmaß von Armut

1.2 Soziale Ungleichheit und soziale Ausgrenzung

1.3 Definition und Fallzahlen von Wohnungslosigkeit

2 Das Partizipationskonzept

2.1 Allgemeine Grundannahmen

2.2 Partizipation und Soziale Arbeit

2.3 Partizipation ausgegrenzter, armer und wohnungsloser Menschen

2.3.1 Rechtliche Grundlagen für Partizipation wohnungsloser Menschen

2.3.2 Partizipation wohnungsloser Menschen

2.4 Exkurs: Empowerment

3 Theorien Sozialer Arbeit

3.1 Lebensweltorientierung nach Thiersch

3.2 Lebensbewältigung nach Böhnisch

3.3 Lebensgestaltung nach Möller

II Forschungsmethodisches Vorgehen

1 Forschungsmethodische Grundlagen

1.1 Explikation der Fragestellung

1.2 Literaturrecherche

1.3 Methodologie der Untersuchung

1.4 Realisierung von Gütekriterien der qualitativen Sozialforschung

1.5 Ethische Reflexion des Forschungsvorhabens

2 Erhebung der Daten

2.1 Das problemzentrierte Leitfadeninterview

2.1.1 Das problemzentrierte Interview nach Witzel

2.1.2 Erstellung des Leitfadens

2.2 Das Sampling der Untersuchung

2.3 Zugang zum Feld

2.4 Die Durchführung der Interviews

3 Auswertung der Daten

3.1 Transkription der geführten Interviews

3.2 Die Grounded Theory

3.2.1 Theoretische Grundprinzipien der Grounded Theory

3.2.2 Methodische Umsetzung der Grounded Theory

3.3 Computergestützte Analyse der Daten

III Darstellung der empirischen Ergebnisse

1 Beschreibung der institutionellen Rahmenbedingungen

2 Beschreibung der Interviewpartner_innen und deren ‚Problemlagen‘

3 Beschreibung und Interpretation der Kategorie ‚Bewältigung‘

4 Beschreibung und Interpretation der Schlüsselkategorie ‚Partizipation‘

4.1 Das Phänomen Partizipation

4.2 Fördernde und intervenierende Bedingungen

4.3 Zusammenfassung der Kernkategorie

5 Resümee der empirischen Ergebnisse

6 Handlungsstrategien für die Soziale Arbeit

Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Partizipationsmöglichkeiten wohnungsloser Menschen aus deren eigener Betroffenenperspektive. Ziel ist es, zu analysieren, ob, wie und in welchem Umfang wohnungslose Menschen an institutionellen und gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen teilhaben und welche Wünsche bezüglich ihrer Partizipation bestehen.

  • Analyse der Lebensbedingungen von Menschen in der Wohnungslosenhilfe.
  • Untersuchung der Teilhabechancen im Kontext von Armut und sozialer Ausgrenzung.
  • Erforschung der subjektiven Wahrnehmungen und Partizipationswünsche wohnungsloser Menschen.
  • Reflexion der Rolle der Sozialen Arbeit als Unterstützungsinstanz für Selbstbestimmung und Empowerment.
  • Ableitung von Handlungsstrategien zur Förderung von Partizipation in der Wohnungslosenhilfe.

Auszug aus dem Buch

1.1 Konzepte und Ausmaß von Armut

Die bis in die 1990er Jahre vorherrschende Beschränkung der Armutsdebatten auf Einkommensarmut wurden zunehmend kritisiert. Es folgten das Lebenslagenkonzept sowie die dynamische Armutsforschung als zeitgeschichtliche Rekonstruktionen von Armut. „Das Lebenslagenkonzept ermöglichte einen multidimensionalen Zugang zur Armutsproblematik, der das Spektrum sozialer Ungleichheiten und Ausgrenzungen umfassend und differenziert erfasst.“ (Braches-Chyrek; Lenz 2011, S. 8) Denn nicht nur der ungenügende Zugang zu ökonomischen Ressourcen kann zu Armut führen, sondern auch ein Mangel an Versorgung in anderen Lebensbereichen, wie z. B. soziokulturelle Teilhabe oder Bildung. Die dynamische Armutsforschung sieht Armut nicht als dauerhaften und biographisch festgeschriebenen Status, sondern im Kontext der subjektiven Wahrnehmung und von individuellen Bewertungen der Betroffenen.

Armut wird hierbei also individualisiert und sozial entgrenzt angesehen. „Der Überbetonung individueller Fähigkeiten zur Überwindung von Armutsverhältnissen wurde durch die Gegenüberstellung von objektiven Armutslagen zu subjektiven Verarbeitungsmustern entgegengetreten.“ (Braches-Chyrek; Lenz 2011, S.8) Sowohl der zweite als auch der dritte Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung orientiert sich an dem Lebenslagenkonzept sowie am Capability-Ansatz nach Sen. Beide Ansätze erweitern die Bemessung von Armut und Reichtum über die traditionelle Einkommensanalyse hinaus auf Lebenslagendimensionen wie Gesundheit, Bildung oder Wohnen. Das Konzept der Teilhabe- und Verwicklungschancen fragt darüber hinaus danach, inwiefern Unterschiede der Lebenslagen auf ungleiche Verwirklichungschancen zurückzuführen sind.

Zusammenfassung der Kapitel

I Einführende theoretische Vorannahmen: Dieser Teil legt die theoretischen Grundlagen dar, indem er Armutsbegriffe, das Konzept der sozialen Ausgrenzung sowie Theorien der Lebensbewältigung im Kontext Sozialer Arbeit erörtert.

II Forschungsmethodisches Vorgehen: Hier wird das qualitative Forschungsdesign der Arbeit beschrieben, inklusive der Auswahl des problemzentrierten Leitfadeninterviews, des Samplings und der Auswertung mittels Grounded Theory.

III Darstellung der empirischen Ergebnisse: Dieser Hauptteil analysiert die Interviews mit wohnungslosen Menschen, interpretiert die Kategorien 'Bewältigung' und 'Partizipation' und leitet konkrete Handlungsempfehlungen ab.

Schlüsselwörter

Partizipation, Wohnungslosigkeit, Armut, Soziale Ausgrenzung, Lebensbewältigung, Soziale Arbeit, Empowerment, Qualitative Forschung, Grounded Theory, Teilhabe, Selbstbestimmung, Wohnungslosenhilfe, Leitfadeninterview, soziale Integration, Betroffenenperspektive.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit den Möglichkeiten und Grenzen der Partizipation wohnungsloser Menschen und analysiert deren individuelle Perspektiven auf gesellschaftliche und institutionelle Teilhabe.

Welche Themenfelder sind zentral?

Zentrale Themen sind die theoretische Einordnung von Armut und Ausgrenzung, die Rolle der Sozialen Arbeit als Unterstützerin und das subjektive Erleben von Teilhabe durch wohnungslose Menschen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: Wie partizipieren wohnungslose Menschen in der Stadt X am institutionellen und gesellschaftlichen Leben?

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt, das auf problemzentrierten Leitfadeninterviews basiert und die erhobenen Daten mithilfe der Grounded Theory auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil präsentiert die empirischen Ergebnisse aus den Interviews, beschreibt die Problemlagen der Betroffenen und analysiert Kategorien wie 'Bewältigung' und 'Partizipation'.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Partizipation, Empowerment, Lebensbewältigung und Soziale Arbeit im Kontext der Wohnungslosenhilfe.

Wie bewerten die Befragten ihre Teilhabe in der Wohnungslosenhilfe?

Die Bewertungen fallen unterschiedlich aus: Während einige die Unterstützung durch Sozialarbeiter_innen positiv hervorheben, kritisieren andere Bevormundung oder fehlende Mitbestimmungsmöglichkeiten in den Unterkünften.

Welche Rolle spielt das Gefühl der Ausgrenzung für die Partizipation?

Das Gefühl der Ausgrenzung und Stigmatisierung führt oft zu einer Resignation oder einer defensiven Abgrenzung, was die Motivation zur aktiven Partizipation in der Gemeinschaft maßgeblich beeinflusst.

Final del extracto de 121 páginas  - subir

Detalles

Título
Partizipation wohnungsloser Menschen
Subtítulo
Eine Analyse der Betroffenenperspektive
Universidad
University of Applied Sciences Esslingen
Curso
Soziale Arbeit
Calificación
1,6
Autor
Julia Schlembach (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
121
No. de catálogo
V229662
ISBN (Ebook)
9783656453437
ISBN (Libro)
9783656454212
Idioma
Alemán
Etiqueta
wohnungslos Wohnungslosenhilfe Partizipation Teilhabe qualitative Forschung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Julia Schlembach (Autor), 2012, Partizipation wohnungsloser Menschen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/229662
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