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Die Bedeutung des Pompeius für den Ausbruch des Bürgerkriegs

Title: Die Bedeutung des Pompeius für den Ausbruch des Bürgerkriegs

Seminar Paper , 2012 , 28 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Jan Seichter (Author)

World History - Early and Ancient History
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Diese Arbeit steht unter der weitergefassten Fragenstellung: Welche Bedeutung hatte Pompeius für den Ausbruch des Bürgerkriegs?
Es geht dieser Arbeit jedoch nicht darum diese Ereignisse zu bewerten und nicht einmal darum, festzustellen, ob ein alternatives Handeln Sinn ergeben hätte oder nicht. Es geht um die Betrachtung der Fakten und eine Einschätzung hinsichtlich Pompeius‘ Bedeutung für den Bürgerkrieg, welche sich auch nicht dadurch ändern würde, dass Pompeius in gewissen Situation vielleicht gar keine andere Wahl gehabt hatte, als so zu handeln, wie er es tat.
Im Forschungszusammenhang reiht sich die gewählte Fragestellung ein in die allgemeinen Untersuchungen zum Bürgerkrieg, wie dieser zu Caesars Alleinherrschaft führte und damit auch zur Frage, wann und ob die Republik mit Caesar ihren endgültigen Untergang und ihre Transformation in eine Monarchie erlebt hat. Aus einer größeren Perspektive betrachtet, trägt diese Arbeit natürlich auch dazu bei, die Figur des Pompeius noch genauer in der römischen Historie zu verorten und zu bewerten.
Dabei nehmen die Vitae des Plutarch, Appians römische Geschichte und Caesars Bücher über den gallischen sowie den Bürgerkrieg eine zentrale Rolle ein. Zur Bewertung der Fakten sind vor allem die Ausführungen von Christian Caroli, Martin Jehne und Christian Meier herangezogen wurden. Dazu wurden aber auch Matthias Gelzers und Ernst Baltruschs Betrachtungen über Pompeius eingebunden.
Als Grundlage, um eine Bearbeitung des Themas in diesem Rahmen überhaupt zu ermöglichen, wird im ersten Kapitel eine historische Abgrenzung vorgenommen. Um anschließend innerhalb des gewählten Zeitabschnitts der zugrundeliegenden Frage nachgehen zu können, wird im darauffolgenden Kapitel eine genauere Operationalisierung vorgenommen, die gleichzeitig zu jenen Variablen führt, die für den Ausbruch des Bürgerkrieges in Bezug auf Pompeius als relevant einzustufen sind. Die dabei herausgearbeiteten drei Hauptvariablen werden schließlich anhand der historischen Fakten untersucht und ausgewertet, um im vierten Kapitel dieser Arbeit den Versuch zu unternehmen, einen theoretischen Rahmen, um die gewonnenen Erkenntnisse zu ziehen. Als zugrundeliegende Theorie wurde die Arbeit von Mischa Meier gewählt. Da eine Betrachtung der Fakten vor dem Hintergrund dieser Theorie noch nicht geschehen ist, sollte diese Analyse demnach zur Erweiterung des Forschungsstandes beitragen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Auswahl des historischen Ausschnitts

3. Operationalisierung und Variablenauswahl

3.1. Der Zusammenhang zwischen Pompeius und Caesar

3.2. Das Verhalten des Pompeius

3.3. Der Zusammenhang zwischen Pompeius und den Optimaten

4. Anwendung auf den theoretischen Rahmen von Mischa Meier

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Rolle des Gnaeus Pompeius Magnus bei der Entstehung des Bürgerkriegs, der zum Ende der Römischen Republik führte. Anstatt eine moralische Schuldfrage zu klären, analysiert die Autorin/der Autor die kausalen Zusammenhänge und die spezifische Bedeutung von Pompeius als machtpolitischer Akteur innerhalb des sich wandelnden Systems zwischen 52 und 49 v. Chr.

  • Historische Einordnung des Zeitraums von 52 bis 49 v. Chr.
  • Analyse der machtpolitischen Ambivalenz des Pompeius
  • Die Beziehung zwischen Pompeius, Caesar und der Senatsgruppe der Optimaten
  • Anwendung des theoretischen Modells von Mischa Meier auf die historischen Akteure
  • Untersuchung der Eskalationsdynamik des Bürgerkriegs

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Er wäre wohlmöglich als größter Feldherr und herausragender Politiker seiner Zeit in die Geschichte eingegangen, wenn sein stärkster Widersacher nicht Gaius Iulius Caesar gewesen wäre. Die Rede ist von Gnaeus Pompeius Magnus (106 bis 48 v. Chr.), der von Peter Greenhalgh als „the Republican Prince“ betitelt wurde. Der Bürgerkrieg, den sein Gegner mit seinem Marsch auf Rom begann, forderte letztlich Pompeius‘ Leben. Etwa zur Zeit von Pompeius‘ Ermordung trat Caesar offiziell seine Alleinherrschaft als Diktator an.

So führte der Bürgerkrieg zum Ende des Pompeius und zum Ende der Republik. Diese Meinung ist nur eine unter mehreren, wozu schon viel geschrieben wurde. Ebenso wurde auch Pompeius‘ Bezug zum Bürgerkrieg schon oft beleuchtet, wobei jedoch meistens in Gegenüberstellung zu Caesar versucht wurde, die Schuldfrage für diesen Krieg zu klären.

Aber nach Schuld zu fragen, ist nicht immer die beste Art und Weise, um nach Verantwortung zu suchen. So stehen alle historischen Ereignisse immer am Ende einer oft sehr langen Kette aus Kausalzusammenhängen, bei denen es oft nicht leicht ist, oder sogar willkürlich wirkt, einen Anfangspunkt im Sinne einer Schuld festzulegen. Auch diese Arbeit beschäftigt sich mit dieser Thematik. Aufgrund der angesprochenen Probleme geschieht dies allerdings unter der weitergefassten Fragenstellung: Welche Bedeutung hatte Pompeius für den Ausbruch des Bürgerkriegs?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Problematik um Pompeius und Caesar ein, begründet das Forschungsinteresse und grenzt den Untersuchungsgegenstand sowie die verwendete Methodik ab.

2. Auswahl des historischen Ausschnitts: Dieses Kapitel rechtfertigt die zeitliche Begrenzung der Untersuchung auf die Jahre 52 bis 49 v. Chr. als entscheidende Phase vor Ausbruch des Bürgerkriegs.

3. Operationalisierung und Variablenauswahl: Hier werden die methodischen Suchinstrumente definiert und drei Hauptvariablen – das Verhältnis zu Caesar, das ambivalente Verhalten des Pompeius und das Verhältnis zu den Optimaten – als Untersuchungsparameter festgelegt.

4. Anwendung auf den theoretischen Rahmen von Mischa Meier: Auf Basis des Modells von Mischa Meier wird die politische Dynamik zwischen den Akteuren als Subsystem analysiert, um den Übergang von der Republik zur Monarchie zu erklären.

5. Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert, dass Pompeius als entscheidendes Bindeglied und Gravitationszentrum wirkte, dessen ambivalentes Verhalten und Hinwendung zu den Optimaten den Konflikt mit Caesar maßgeblich eskalierte.

Schlüsselwörter

Pompeius, Caesar, Bürgerkrieg, Römische Republik, Optimaten, Triumvirat, Machtpolitik, Mischa Meier, Historische Analyse, Politische Geschichte, Konsulat, Rubikon, Senat, Kausalität, Machtgleichgewicht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische Rolle von Gnaeus Pompeius Magnus als eine zentrale Figur bei der Entstehung des römischen Bürgerkriegs und der Transformation der Republik zur Monarchie.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse machtpolitischer Konstellationen, der Untersuchung der Beziehungen zwischen Pompeius, Caesar und den Optimaten sowie der theoretischen Einordnung mittels des Modells von Mischa Meier.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die spezifische Bedeutung von Pompeius für den Ausbruch des Bürgerkriegs auf Basis historischer Fakten zu ermitteln, ohne dabei einer vereinfachten Schuldzuweisung zu folgen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewendet?

Die Arbeit nutzt eine quellenkritische Analyse historischer Fakten, die mit einem theoretischen Konstrukt zur Strukturbildung (nach Mischa Meier) verknüpft wird, um historische Kausalzusammenhänge objektiv zu bewerten.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begründung der historischen Auswahl, die methodische Operationalisierung der Variablen und die detaillierte Untersuchung der drei zentralen Einflussfaktoren: das Verhältnis zu Caesar, das ambivalente Verhalten des Pompeius und dessen Annäherung an die Optimaten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Pompeius, Caesar, Bürgerkrieg, Römische Republik, Machtgleichgewicht, Triumvirat und die theoretischen Konzepte Ordnung und Handlungsrahmen.

Warum war das Gesetz des Pompeius (lex Pompeia de ambitu) laut der Arbeit so bedeutsam?

Das Gesetz stellte aus Caesars Sicht eine direkte Bedrohung dar, da es die Statthalterschaft von der Amtszeit trennte und Caesar somit angreifbar für Strafprozesse machte, was ihn zum Handeln zwang.

Welchen Einfluss hatte die Theorie von Mischa Meier auf die Analyse?

Sie ermöglichte es, Pompeius, Caesar und die Optimaten als Subsystem zu begreifen, in dem der Zerfall des Triumvirats und das spätere Handeln die bestehende politische Ordnung destabilisierten und in einen neuen Konfliktmodus überführten.

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Details

Title
Die Bedeutung des Pompeius für den Ausbruch des Bürgerkriegs
College
Dresden Technical University  (Institut für Geschichte)
Course
Caesar und der Untergang der römischen Republik
Grade
1,0
Author
Jan Seichter (Author)
Publication Year
2012
Pages
28
Catalog Number
V229931
ISBN (eBook)
9783656453505
ISBN (Book)
9783656453666
Language
German
Tags
Caesar Pompeius Pompejus Rom Republik Bürgerkrieg 52-49 v. Chr. fünfziger Jahre Crassus Optimaten Senat Diktatur Cato Mischa Meier
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jan Seichter (Author), 2012, Die Bedeutung des Pompeius für den Ausbruch des Bürgerkriegs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/229931
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