Orientierungspraktikum an einem Gymnasium


Praktikumsbericht (Schule), 2011
14 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhalt

1 Einleitung
1.1 Meine Erwartungen vor dem Praktikum

2 Das Johann-Conrad-Schlaun Gymnasium in Munster
2.1 Das Padagogische Profil des Schlaun Gymnasiums

3 Beobachtungsschwerpunkte
3.1 Beobachtungsschwerpunkt I - Einsatz von Medien
3.2 Beobachtungsschwerpunkt II - Unterrichtsstorungen
3.3 Abschlussbemerkungen zur den Beobachtungsschwerpunkten

4 Vorstellung der eigenen Unterrichtseinheit
4.1 Reflektion der eigenen Unterrichtsstunde

5 Fazit

6 Literatur

1 Einleitung

Der vorliegende Praktikumsbericht dient zur Reflektion meines Orientierungspraktikums am Johann-Conrad-Schlaun Gymnasium im Zeitraum vom 05.09.11 bis zum 03.10.11. Er soll in erster Linie dazu dienen, das Erlebte aufzuarbeiten und Folgerungen fur mein zukunftiges Studium daraus zu ziehen. Zu Beginn des Berichts werde ich meine Wunsche und Fragen vor dem Beginn des Praktikums formulieren. AnschlieBend wird kurz die Schule und ihr didaktisches Profil vorgestellt. Darauf folgen die Darstellung meiner Beobachtungsschwerpunkte, sowie die meiner Unterrichtsstunde. AbschlieBend wird ein kurzes Fazit in Bezugnahme auf meine Erwartungen gezogen und herausgestellt, welche Schlusse ich fur mein zukunftiges Studium ziehen konnte.

1.1 Meine Erwartungen vor dem Praktikum

Im Vorfeld meines Praktikums habe ich viele verschiedene Erwartungen an das Orientierungspraktikum. Am wichtigsten ist es fur mich, einen Perspektivwechsel zu vollziehen. Nach 13 Jahren schulischer Ausbildung und der Sicht des Schulers mochte ich nun den Unterricht und das Drumherum aus der Sicht des Lehrenden wahrnehmen. Dieser Schritt ist die Basis zur Erkenntnis, welche Eigenschaften und Inhalte mir noch fehlen und auch, in wie fern ich meinen Berufswunsch weiter verfolgen will. Ich erhoffe mir naturlich die Bestatigung meines Berufswunsches und die Antwort auf die Frage, ob der Schultyp des Gymnasiums zu mir passt. Daruber hinaus mochte ich den Beruf des Lehrers mit all seinen Facetten kennenlernen. Das bedeutet nicht nur den Unterricht wahrzunehmen, sondern auch, was fur Aufgabenbereiche in der unterrichtsfreien Zeit auf mich zukommen. Was macht ein Lehrer in der Pause? Wie viel Zeit benotigt er fur die Vorbereitung auf den Unterricht? In wieweit ist er auch Erzieher?

Ein weiterer Wunsch ist es, das erlernte anzuwenden und eine eigene Unterrichtsstunde vorzubereiten und zu halten. Auf diese Art und Weise konnte ich fur mich selbst erkennen, in welchen Bereichen es noch Defizite gibt und welche wahrend des Studiums ausreichend abgedeckt wurden. AuBerdem mochte ich durch meine Beobachtungsschwerpunkte die didaktische Theorie und den Lehrberuf naher kennenlernen.

Zusammengefasst sind meine Erwartungen an das Praktikum folgende. Auf Basis eines Perspektivwechsels will ich auf der einen Seite feststellen, ob der Beruf des Lehrers zu mir passt, welche Aufgaben er im Alltag wahrnimmt und auf der anderen Seite herausfinden, in welchen Bereichen noch Nachholbedarf fur mich besteht.

2 Das Johann-Conrad-Schlaun Gymnasium in Munster

„Herzlich willkommen am Schlaun - das Gymnasium mit Herz und Kopfchen" (www.schlaun-gymnasium.de [24.04.12 - 11:56]) lautet das Motto auf der Homepage des Johann-Conrad-Schlaun Gymnasiums in der Innenstadt Munsters. Das meine Wahl auf das Schlaun Gymnasium fiel, lag in erster Linie an der geographischen Nahe, sowie dem Namensgeber. Nach einer positiven Ruckmeldung absolvierte ich mein Orientierungspraktikum im Zeitraum vom 05.09.11 bis zum 03.10.11 am Schlaun Gymnasium.

Das Schlaun wurde 1899 als lateinlose Realschule gegrundet und zog 1904 in das heutige Schulgebaude an der SonnenstraBe um. 1929 erfolgte die Umbenennung in Johann-Conrad-Schlaun Oberrealschule. Trager des Gymnasiums ist die Stadt Munster und es wird von Dr. Lothar Jansen geleitet. Im Jahr 2011 besuchten 553 Schuler das Schlaun und wurden dabei von 44 Lehrern unterrichtet (www.wikipedia.org/wiki/Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium [24.04.12 - 12:06]). Betrachtet man die Zusammensetzung der Schuler naher, so lassen sich einige interessante Unterschiede zu den anderen Gymnasien in Munster feststellen. Die Schulerschaft ist mit Abstand die kleinste, so verwundert es nicht, dass die nachst groBere Schule, das Rats Gymnasium, 200 Schuler mehr unterrichtet. Des Weiteren sind die Schuler mit 282 mannlichen und 271 weiblichen Schulern sehr homogen verteilt. Es fallt auf, dass das Schlaun Gymnasium lediglich acht auslandische Schuler beherbergt, wodurch es sich weiter von den anderen Gymnasien unterscheidet (Stadt Munster 2010, S. 16). Auf Grund der geringen GroBe der Schulerschaft wird eng mit dem Ratsgymnasium zusammengearbeitet. Es werden verschiedene Kurse in Kooperation angeboten, um den Schulern eine groBere Auswahlmoglichkeit zu bieten.

2.1 Das Padagogische Profil des Schlaun Gymnasiums

Betrachtet man das padagogische Profil naher, so ist hervorzuheben, dass seit 2010 unter dem Motto „Arts and Sciences" in 90 Minuten Einheiten unterrichtet wird. Im Folgenden sollen die Grunde und die Umsetzung dieses Profils vorgestellt werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Logo des Schulprofils seit 2010

(Quelle: www.schlaun-gymnasium.de)

Die Schuler haben ab der siebten Klasse die Moglichkeit sich zwischen den Schwerpunkten Geisteswissenschaften und Naturwissenschaften zu entscheiden. Innerhalb dieser beiden Varianten Arbeitsgemeinschaften und Workshops. Die farbliche (Quelle: www-schlaun-gymnasium-de)- Markierung soll den Schulern helfen ihren Schulalltag besser zu strukturieren. Auf Grund dessen sind sowohl die Raume rot und blau markiert, als auch die Arbeitsgemeinschaften und die Workshops, welche den Schulern die Moglichkeit bieten bei viel Engagement ein Zusatzzertifikat zu erwerben. Das Schlaun Gymnasium sieht es als Lehrauftrag die Schuler optimal auf ein spateres Studium vorzubereiten, sodass dieses neue Profil den Schulern einen ersten Einblick in ein mogliches Studium eroffnen soll. Arts & Sciences soll den Schulern fruhzeitig helfen einen Studienwunsch zu definieren und somit nicht nur die Hochschulreife zu erreichen, sondern auch erste Entscheidungen fur ein spateres Studium zu treffen. Durch die Arbeitsgemeinschaften und Workshops haben die Schuler die Moglichkeit sich thematisch zu vertiefen und eine Portfolio Mappe mit ihren au&erschulischen Aktivitaten zu erhalten. Dadurch sollen sie attraktiver fur mogliche Arbeitgeber sein (http://www.typo3.schlaun-gymnasium.de/index.php?id=artsandsciences [24.04.12 - 12:47]).

Abgesehen von dem Profil zeichnet sich das Schlaun Gymnasium durch weitere Angebote aus. Neben der tiefen historischen Verwurzelung wird auf einen starken Austausch zwischen Schule und Eltern geachtet. Dies wird nicht zuletzt damit begrundet, dass die Schuler viel Zeit an der Schule verbringen, z.B. wahrend des Mittagsessens, welches in der Kantine angeboten wird.

3 Beobachtungsschwerpunkte

Das Beobachten des Schulunterrichts fallt unter den Sammelbegriff der Erkundung. Die Erkundung umfasst alle Aktivitaten, die darauf ausgelegt sind, die Schule und den stattfindenden Unterricht wahrzunehmen. Beobachten ist dabei ein spezifischer „enger" Begriff, der das Wahrnehmen der Schule und des Unterrichts meint. Es ist wichtig, dass Beobachten trotz aller Objektivitat ein aktiver durch den Beobachtenden beeinflusster Prozess ist. Das wird deutlich, wenn man sich vor Augen fuhrt, dass der zu beobachtende Punkt immer aktiv ausgewahlt wird und andere Schwerpunkte in den Hintergrund gedrangt werden. Des Weiteren ist der Prozess des Sammelns selektiv. Das Sammeln kann dabei methodisch, spontan oder systematisch ausgestaltet werden. Beide Ansatze haben ihre Vor- und Nachteile. Durch die Komplexitat des Unterrichts und die Anzahl an beteiligten Individuen wird es unmoglich sein den Unterricht ganzlich wahrzunehmen (Anhalt 2006, S. 47 - 49).

Fur den Lehrer im Alltag ist die Beobachtung einer der wichtigsten Bestandteile, wenn es zur Notengebung kommt. Sie dient au&erdem als Grundlage fur die Planung des Unterrichts, sowie dem individuellen Umgang mit Schulern (Landesinstitut fur Schule und Weiterbildung 1997, S. 12). Auf den ersten Blick ist es fur den Lehramtsstudenten au&erst langweilig den Unterricht zu beobachten. Erst die Erkenntnis, dass die Beobachtung eine Grundlage des Lehrberufes darstellt andert dies.

Hervorzuheben ist, dass eine gezielte und geplante Beobachtung nicht am ersten Tag des Praktikums beginnen kann. Vielmehr muss sie erst ausprobiert werden, anfangs auch nur mit einem Kind. Andernfalls droht eine Festlegung von Vorurteilen, auf Grund der vielen Eindrucke. Deshalb muss, wenn es zur ersten genauen Beobachtung kommt, alles genau protokoliert werden (Landesinstitut fur Schule und Weiterbildung 1997, S. 12f.).

3.1 Beobachtungsschwerpunkt I - Einsatz von Medien

Ein Medium ist der lateinischen Wortbedeutung her das „Mittlere“, also im Kontext des Unterrichts das Vermittelnde. Es ermoglicht dem Lehrer, also dem Sender, seine Informationen dem Schuler, also dem Rezipienten seine Informationen mitzuteilen. Deshalb ist die Wahl des Mediums von enormer Bedeutung fur den Erfolg des Informationsaustausches und muss genau abgestimmt sein. Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, wie z.B. die Erwartungen beider Seiten, das Interesse am Stoff, die Kompetenzen beider Seiten, aber auch z.B. Storfaktoren die berucksichtigt werden mussen. In Bezug auf Unterricht sind sie „als Lernhilfen konzipiert, durch die die verfolgten Intentionen - ob vom Lehrer in Auseinandersetzung mit dem Lehrplan allein gesetzt oder in Abstimmung mit den Schulern gemeinsam festgelegt - [...] moglichst optimal realisiert werden sollen" (Plöger 2006, S. 140). In der Regel dient der Einsatz von Medien dem Erreichen von Lernzielen (Plöger 2006, S. 139 ff.)

[...]

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Orientierungspraktikum an einem Gymnasium
Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Note
1,3
Autor
Jahr
2011
Seiten
14
Katalognummer
V230246
ISBN (eBook)
9783656463511
ISBN (Buch)
9783656463771
Dateigröße
757 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
praktikumsbericht, gymnasium
Arbeit zitieren
Vincent Nikolai (Autor), 2011, Orientierungspraktikum an einem Gymnasium, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230246

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