Akira Kurosawa ist der wohl bekannteste japanische Regisseur, seine Werke sind Klassiker des Weltkinos und beeinflussen Filmemacher weltweit. Der Cineast und Blogger Klaus Wiesmüller lädt in seinem Buch dazu ein, tief in die Filmwelt des Meisterregisseurs einzutauchen.
„Die Filmkunst ist etwas Fabelhaftes, aber ihr Wesen zu verstehen ist sehr, sehr schwierig“, sagte Kurosawa 1990 anlässlich der Oscar-Verleihung für sein Lebenswerk. 30 fundierte Essays beschäftigen sich ausführlich mit Kurosawas Filmen: von den Anfängen bis hin zu Meisterstücken wie Die Sieben Samurai, Rashomon oder Ran. Hier erfährt der Leser, wie Kurosawa seine Filme schuf, die (Schwertkampf-)Filmwelt revolutionierte und warum die Wurzeln des Italo-Western bis nach Japan zurückreichen.
Für alle Filmfans, die das Werk von Akira Kurosawa (wieder-)entdecken wollen.
Inhaltsverzeichnis
FASZINATION KUROSAWA
SEIN LEBEN
Schuljahre: Von der Heulsuse zum Rebellen
Hinwendung zur Kunst und erster Kontakt zur Welt des Films
Lehrjahre und der Kampf um das Regiedebüt
„… und Action!“
Drei Filme für die Ewigkeit
Die Goldenen Jahre
Die große Krise und der geplatzte Traum von Hollywood
Berühmte Fans und später Ruhm
SEINE FILME
Judo Saga
Am Allerschönsten
Sanshiro Sugata II
Die Tigerfährte
Kein Bedauern für meine Jugend
Ein wunderschöner Sonntag
Engel der Verlorenen
Das stumme Duell
Ein streunender Hund
Skandal
Rashomon
Der Idiot
Einmal wirklich leben
Die Sieben Samurai
Bilanz eines Lebens
Das Schloss im Spinnwebwald
Nachtasyl
Die verborgene Festung
Die Bösen schlafen gut
Yojimbo
Sanjuro
Zwischen Himmel und Hölle
Rotbart
Dodeskaden – Menschen im Abseits
Uzala, der Kirgise
Kagemusha – Der Schatten des Kriegers
Ran
Akira Kurosawas Träume
Rhapsodie im August
Madadayo
EIN LEBEN FÜR DEN FILM
Zielsetzung & Themen
Das Buch untersucht das facettenreiche Leben und das filmische Gesamtwerk des japanischen Regisseurs Akira Kurosawa, um zu verstehen, wie seine persönlichen Erfahrungen – von der Kindheit über das Kanto-Erdbeben bis hin zu Krisen in der Filmbranche – seine unkonventionelle Ästhetik und seine humanistische Weltsicht geformt haben.
- Chronologische Analyse der Biografie Kurosawas
- Detaillierte Werkbesprechungen zu dreißig Regiearbeiten
- Erörterung von Stilmitteln, Bildsprache und Schnitttechniken
- Untersuchung der Rezeption seiner Filme im nationalen und internationalen Kontext
- Darstellung von Kurosawas Einfluss auf nachfolgende Generationen von Filmemachern
Auszug aus dem Buch
Faszination Kurosawa
„If, in musical terms, Ozu was the Chopin of Japanese cinema, and Mizoguchi its Haydn, Kurosawa assumed the mantle of Beethoven, tackling the giant themes of life, and rendering on screen, without inhibition, his own fears and aspirations.“
Peter Cowie (Filmhistoriker)
Dass Kurosawa mit seinen älteren Kollegen Yasujiro Ozu und Kenji Mizoguchi verglichen wird, findet sich ständig in der Literatur. Meist wird die Riege noch um den im Westen weniger bekannten Mikio Naruse erweitert, um dann respektvoll von den „Großen Vier“ der goldenen Ära des japanischen Films zu sprechen.
Doch betrachtet man diese vier herausragenden Regisseure und ihre Werke genauer, merkt man schnell, dass Kurosawa aus dem Rahmen fällt. Das beginnt damit, dass Kurosawa der Jüngste der „Großen Vier“ ist. Während die filmischen Wurzeln der anderen drei bis in die Stummfilmzeit der 1920er Jahre zurückreichen, gab Kurosawa erst 1943 sein Regiedebüt, also mitten in den Wirren des Zweiten Weltkriegs.
Zusammenfassung der Kapitel
FASZINATION KUROSAWA: Einleitende Betrachtung über Kurosawas Sonderstellung innerhalb der „Großen Vier“ des japanischen Films und erste Einordnung seiner filmischen Einzigartigkeit.
SEIN LEBEN: Detaillierte Biografie, die von Kurosawas Kindheit über seine Anfänge als Maler bis hin zu seinem Werdegang als weltweit bedeutender Regisseur und seinen späten Lebensjahren reicht.
SEINE FILME: Chronologische Analyse von dreißig Filmen, die inhaltliche Überblicke, Produktionshintergründe und stilistische Interpretationen bietet.
EIN LEBEN FÜR DEN FILM: Abschließende Würdigung von Kurosawas künstlerischem Vermächtnis und seinem lebenslangen Ringen um die Essenz des Kinos.
Schlüsselwörter
Akira Kurosawa, Japanisches Kino, Filmregie, Samurai-Filme, Jidaigeki, Schnitttechnik, Toshiro Mifune, Takashi Shimura, Filmgeschichte, Rashomon, Die Sieben Samurai, Ran, Drehbuchautor, Filmproduktion, Japanische Filmstudios
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Buch grundlegend?
Das Buch bietet ein umfassendes Porträt von Akira Kurosawa, das sowohl seine bewegte Lebensgeschichte als auch eine detaillierte Auseinandersetzung mit seinem filmischen Schaffen vereint.
Welche Themenfelder stehen im Fokus?
Zentrale Themen sind Kurosawas Entwicklung als Filmemacher, die Bedeutung von Lehrer-Schüler-Beziehungen in seinen Werken, der Einfluss von Literatur auf seine Arbeit sowie der ständige Kampf um künstlerische Freiheit innerhalb der japanischen Filmindustrie.
Was ist das primäre Ziel des Autors?
Das Ziel ist es, dem Leser ein tieferes Verständnis für die Motive, stilistischen Entscheidungen und die historische Relevanz Kurosawas zu vermitteln und einen fundierten Leitfaden für sein Gesamtwerk zu bieten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verfolgt?
Der Autor wählt einen essayistischen, chronologischen Ansatz, der biografische Eckpunkte mit einer filmwissenschaftlichen Analyse der einzelnen Werke verknüpft.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden dreißig Filme chronologisch vorgestellt, wobei jeder Film durch eine Inhaltsangabe, kritische Anmerkungen zur Regie und Hinweise zu Produktion und Stil gewürdigt wird.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Authentizität, Perfektionismus, humanistische Weltanschauung, soziale Gerechtigkeit und filmische Innovation geprägt.
Welche Rolle spielt Toshiro Mifune in Kurosawas Werk?
Mifune fungiert als einer der wichtigsten Hauptdarsteller und engsten Partner, dessen schauspielerische Energie Kurosawas Filme über Jahrzehnte hinweg maßgeblich prägte.
Warum ist das "Gumi"-System für das Verständnis der Filme wichtig?
Das "Gumi"-System beschreibt die festen Arbeitsgruppen hinter Kurosawa, die entscheidend dazu beitrugen, dass seine komplexen künstlerischen Visionen durch ein eingespieltes Team realisiert werden konnten.
- Citar trabajo
- Klaus Wiesmüller (Autor), 2013, Zwischen Samurai und Helden des Alltags: Leben und Werk des japanischen Regisseurs Akira Kurosawa, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230797