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Die muslimischen "Anderen" im multikulturellen / multireligiösen Schulunterricht

Interkulturelles und Interreligiöses Lernen im schulischen Kontext

Título: Die muslimischen "Anderen" im multikulturellen / multireligiösen Schulunterricht

Ensayo , 2012 , 8 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Master of Education; Dipl. Kfm. (FH) Volker Ahmad Qasir (Autor)

Didáctica - Teología, pedagogía religiosa
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Essay zum Umgang mit muslimischen Jugendlichen im schulischen Kontext und warum dieses oft ein Problem sein kann, wenn man den Islam und die islamische Kultur nicht kennt oder berücksichtigt. Und wie man diesen Problemen besser begegnen kann, wenn man über entsprechendes Wissen verfügt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Warum der Islam „anders“ ist

2. Die muslimischen „Anderen“ im Schulalltag und dessen Konsequenzen

3. Was interkulturelle / interreligiöse Kompetenzen hierbei leisten können

4. Religiöses Wissen als interkultureller / interreligiöser Konfliktlöser

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Der Essay untersucht, wie Lehrkräfte durch die reflektierte Auseinandersetzung mit dem Islam und interkulturelle Kompetenzen Stereotype über muslimische Schüler abbauen können, um ein respektvolles, von Vorurteilen befreites Schulklima zu schaffen.

  • Dekonstruktion gesellschaftlicher Stereotype gegenüber Muslimen
  • Herausforderungen im pädagogischen Alltag durch kulturelle Zuschreibungen
  • Die Rolle des Religionsunterrichts als Raum für interkulturelle Begegnung
  • Wissen als Instrument zur Konfliktlösung und Identitätsstärkung
  • Reflexion des eigenen Selbstkonzepts und der Lehrerrolle

Auszug aus dem Buch

Die muslimischen „Anderen“ im Schulalltag und dessen Konsequenzen

Für den pädagogischen Alltag ergibt sich daraus eine als problematisch zu erachtende Einstellung gegenüber Schülerinnen und Schülern, die aus islamisch geprägten Kulturkreisen stammen. Nicht selten nämlich werten Lehrkräfte Verhaltensweisen „muslimischer“ Schülerinnen und Schüler „nicht nur als inkompatibel mit geltenden Vorstellungen des Geschlechterverhältnisses der Sozialbeziehungen in der Klasse“, sondern sogar als Angriff auf die vorherrschende demokratische Norm. Die bekannten Stereotype werden auf die ungewohnten (unbekannten) Verhaltensweisen übertragen und im Lichte der bekannten Stereotype analysiert („Man sieht nur, was man weiß“). Das Ergebnis hiervon ist zwangsläufig eine Bestätigung und somit wiederum auch eine Verstärkung der bekannten Stereotype: „Vor diesem Hintergrund stellen religiöse Muslime für die Pädagogen nahezu zwangsläufig Gegner ihrer Erziehungs- und Bildungsziele dar. Verschärft wird der Konflikt, wenn solche in der Öffentlichkeit oft breit diskutierten islamisch-orthodoxen Minderheitenpositionen durch fehlende Sachkenntnisse pauschal auf alle muslimischen Schüler oder deren Eltern übertragen werden.“

Die Verweigerung, das Klassenzimmer aufzuräumen oder die Tafel zu wischen, mit der Begründung, dies sei „Frauenarbeit“, verkommt bei einer Auseinandersetzung mit einem muslimischen Schüler zu einem „Kulturproblem“, während es sich bei neutraler Sichtweise schlichtweg um einen Machtkampf zwischen einem älteren Lehrer und einem jüngeren, pubertierenden Jugendlichen aus sozial schwachem Elternhaus handeln könnte. Ebenso wird dem kopftuchtragenden türkischen Mädchen, das zu Hause einen Streit mit dem Vater hatte, eine unterdrückte Persönlichkeit bescheinigt, während die Sachlage bei einer deutsch-stämmigen Jugendlichen vermutlich ganz anders aussehe, man das Recht vielleicht sogar auf Seiten der Eltern verorten würde.

Kurzum, Respektlosigkeiten gegenüber Lehrkräften, Probleme mit sozial schwachen Elternhäusern, oder ein bildungsfernes soziales Umfeld kommen natürlich auch bei Muslimen vor, sind aber nur bedingt das Produkt der anderen (islamischen) Kultur oder Religion.

Zusammenfassung der Kapitel

Warum der Islam „anders“ ist: Der Autor beleuchtet, wie gesellschaftliche Stereotype und Ängste das Bild des Islam als „fremde“ Religion prägen und wie diese Vorurteile auch die Wahrnehmung von Lehrkräften beeinflussen.

Die muslimischen „Anderen“ im Schulalltag und dessen Konsequenzen: Dieses Kapitel zeigt auf, wie durch Stereotype geprägte Erwartungshaltungen Alltagskonflikte mit Schülern fälschlicherweise als Kulturprobleme etikettiert und somit verschärft werden.

Was interkulturelle / interreligiöse Kompetenzen hierbei leisten können: Es wird diskutiert, wie der Austausch und der Religionsunterricht Freiräume schaffen können, um den „Anderen“ wertfrei zu begegnen und die eigene Perspektive kritisch zu hinterfragen.

Religiöses Wissen als interkultureller / interreligiöser Konfliktlöser: Das Kapitel verdeutlicht, wie fundiertes Wissen über die Religion dazu beitragen kann, Spannungen abzubauen und muslimische Identität im Schulalltag respektvoll anzuerkennen.

Fazit: Die abschließenden Überlegungen betonen, dass eine multikulturelle Gesellschaft nur dann als Bereicherung erlebt werden kann, wenn die eigene Identität reflektiert und dem Gegenüber auf Augenhöhe begegnet wird.

Schlüsselwörter

Islam, Interkulturelle Kompetenz, Schule, Stereotype, Religionsunterricht, Diskriminierung, Pädagogik, Identität, Vorurteile, Gesellschaft, Kulturkampf, Selbstkonzept, Multikulturalität, Integration, Konfliktlösung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Essay grundsätzlich?

Der Essay befasst sich mit der Wahrnehmung muslimischer Schüler in multikulturellen Schulen und analysiert, wie Vorurteile und gesellschaftliche Stereotype den pädagogischen Alltag beeinflussen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind der Umgang mit kultureller Diversität im Unterricht, die Dekonstruktion von Feindbildern gegenüber Muslimen sowie die Entwicklung interkultureller Kompetenzen bei Lehrkräften.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Pädagogen durch Reflexion und Sachwissen einen professionelleren und empathischeren Umgang mit kulturellen Differenzen finden können, statt Konflikte durch Stereotype zu verstärken.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit pädagogischer und sozialwissenschaftlicher Fachliteratur sowie auf die Analyse gesellschaftlicher Diskurse über den Islam.

Was steht im Hauptteil des Essays im Fokus?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Problematik, dass Verhaltensweisen muslimischer Jugendlicher häufig voreilig als „kulturell bedingt“ stigmatisiert werden, und wie dies durch interreligiöse Kompetenz verhindert werden kann.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie interkulturelle Kompetenz, Stereotypenbildung, Identität und die Notwendigkeit einer differenzierten pädagogischen Wahrnehmung.

Warum spielt der Religionsunterricht eine besondere Rolle für den Autor?

Der Religionsunterricht wird als „weiches Fach“ und geschützter Raum definiert, der weniger Leistungsdruck bietet und sich daher ideal für den Austausch über Weltanschauungen und die Selbstentfaltung eignet.

Wie trägt „religiöses Wissen“ konkret zur Konfliktlösung bei?

Wissen über religiöse Inhalte kann helfen, Situationen zu entschärfen, indem der Schüler Anerkennung für seine Kultur erfährt und Lehrer hinter vermeintlich kulturellen Problemen individuelle oder pubertäre Ursachen erkennen können.

Final del extracto de 8 páginas  - subir

Detalles

Título
Die muslimischen "Anderen" im multikulturellen / multireligiösen Schulunterricht
Subtítulo
Interkulturelles und Interreligiöses Lernen im schulischen Kontext
Universidad
University of Kassel  (Evangelische Theologie)
Curso
Interkulturelles und interreligiöses Lernen
Calificación
1,0
Autor
Master of Education; Dipl. Kfm. (FH) Volker Ahmad Qasir (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
8
No. de catálogo
V231208
ISBN (Ebook)
9783656469483
ISBN (Libro)
9783656470724
Idioma
Alemán
Etiqueta
Islam Religion Theologie evangelisch katholisch Ökumene interreligiöses Lernen interkulturell Unterrichtsstörungen Muslime Kopftuch Machos Kaufmann Unterricht Schule Pauker Lehrer Lehrerinnen Schüler Schülerinnen SuS Referendariat
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Master of Education; Dipl. Kfm. (FH) Volker Ahmad Qasir (Autor), 2012, Die muslimischen "Anderen" im multikulturellen / multireligiösen Schulunterricht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/231208
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