Versorgungssicherheit durch optimierte Logistiksysteme. Restaurantbelieferung einer Fastfood-Kette in der Slowakei


Seminararbeit, 2012
26 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Aufgabenstellung
1.2 Vorgehensweise
1.3 Zielsetzung

2 Slowakei
2.1 Allgemein
2.2 Verkehrsinfrastruktur
2.3 Außenhandel und Wirtschaft

3 Standortplanung
3.1 Allgemein
3.2 Modelle der betrieblichen Standortplanung
3.3 Quantitative Standortfaktoren
3.4 Qualitative Standortfaktoren

4 Nachlaufkonzept
4.1 Rechtsgrundlagen
4.2 Berechnungsgrundlage
4.3 Aufbau einer Transportkette

5 Kombinierter Verkehr
5.1 Allgemein
5.2 Straße/Schiene
5.3 Straße/Binnenschiff
5.4 Straße/Luft

6 Distributionzentrum
6.1 Güterverkehrszentrum
6.2 Distributionsstrategien
6.2.1 Berechnungsgrundlage
6.2.2 Tourenplanung
6.2.3 Direktverkehre

7 Zusammenfassung und Handlungsempfehlung

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Übersichtskarte Slowakei

Abbildung 2: Güterverkehr Slowakei

Abbildung 3: Kostenübersicht Kombinierter Verkehr

Abbildung 4: Containerauslastung

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Distribution Restaurants

Tabelle 2: Gesamtkostenübersicht

1 Einleitung

1.1 Aufgabenstellung

Die vorliegende Arbeit basiert auf den Rahmenbedingungen, dass monatlich 130 Tonnen Non-Food Ware von einer amerikanischen Fastfood-Kette aus den USA über Rotterdam importiert werden. Bei der Ware handelt es sich um lose Kartons mit Spielzeug, Abmessungen von jeweils 40x60x30cm und einem Bruttogewicht von jeweils 5kg. Die Aufgabe besteht darin, ein intermodales Nachlaufkonzept unter der Berücksichtigung, dass jedes Restaurant der fünf größten Städte in der Slowakei dreimal wöchentlich beliefert werden sollen, zu erarbeiten.

1.2 Vorgehensweise

Im nachfolgenden Kapitel wird eine Landesanalyse der Slowakei durchgeführt und aufbauend darauf in Kapitel 3 die unterschiedlichen Faktoren und Modelle für eine Standortplanung für ein Logistikzentrum voneinander abgegrenzt. Darüber hinaus beschäftigt sich Kapitel 4 mit den Berechnungs- und Rechtsgrundlagen für ein Nachlaufkonzept und die darauf aufbauenden divergierenden Ansätzen des Kombinierten Verkehrs, welche in Kapitel 5 aufgezeigt werden. Nach der Abgrenzung der Distributionsstrategien zur Versorgungssicherheit der einzelnen Restaurants in Kapitel 6, dient abschließend die Zusammenfassung als Handlungs-empfehlung zur Optimierung der logistischen Prozesse innerhalb der Fastfood-Kette aber auch zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Slowakei.

1.3 Zielsetzung

Durch die EU-Osterweiterung und die Liberalisierung der Märkte, haben der internationale Wettbewerb und die zunehmende Integration in die Europäische Union einen erheblichen Einfluss auf die ökonomischen und logistischen Veränderungen der Wirtschaft. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, eine kundenindividuelle Logistiklösung auf der Basis fest definierter Logistikstandards entlang der logistischen Prozesskette zu schaffen. Durch eine geeignete Auswahl der Verkehrsträger und eine Optimierung der Prozesse entlang der Wertschöpfungskette, sollen der Energieverbrauch und die CO²-Emissionen, bei gleichzeitiger Transportkostenoptimierung, reduziert werden.

2 Slowakei

2.1 Allgemein

Die Slowakische Republik, kurz Slowakei, grenzt mit einer Gesamtlänge von 1525km an Österreich, die Tschechische Republik, Polen, die Ukraine und Ungarn. Nach der Trennung von der Tschechoslowakei 1993 erlangte die Slowakei ihre Unabhängigkeit. Im Frühjahr 2004 trat die Slowakei der NATO und der EU bei und führte am 01. Januar 2009 den Euro ein.[1] Das Landesgebiet breitet sich über eine Gesamtfläche von 48.090 km² aus. Das Bruttoinlandsprodukt[2] wies im Jahr 2010 einen Zuwachs von 4,2% im Vergleich zum Vorjahr aus. Seit der Unabhängigkeit stellt die Erwerbslosenquote mit derzeit 13,7%, augenscheinlich ein großes Problem in der Slowakei dar.[3] Obwohl die Beschäftigung hingegen proportional zum BIP auf 59,6% anwächst.[4] Die Slowakei hat etwa 5,4 Millionen Einwohner, was einer Bevölkerungsdichte von 112,3 Einwohnern pro km² entspricht. Die Hauptstadt des Landes, mit der zugleich höchsten Einwohnerzahl, ist Bratislava mit 428.672 Einwohnern, gefolgt von Kosice 240.915, Presov 92.687, Nitra 87.357 und Zilina 86.685.[5]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Übersichtskarte Slowakei

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Slowakei#/media/File:Kraj_slovakia_german.svg

2.2 Verkehrsinfrastruktur

Die Ausprägung der Verkehrsinfrastruktur und ein gut funktionierendes Verkehrsnetz bilden das Fundament einer jeden Volkswirtschaft. Die räumliche Erreichbarkeit hängt von der Netzdichte, der Netzstruktur und den Transportzeiten innerhalb des Netzes ab und bestimmt somit den Zuverlässigkeitsfaktor für die jeweiligen Verkehrsträger.[6]

Die Gesamtlänge des Wasserstraßennetzes in der Slowakei beträgt 570 km. Die Donau fließt als Grenzfluss zu Ungarn mit einer Länge von ca. 170 km durch den westlichen Teil der Slowakei und ist eine bedeutende internationale Wasserstraße. Die Vah ist mit einer Länge von ca. 400 km der längste Fluss der Slowakei und mündet an der ungarischen Grenze in die Donau. Die Vah ist nur sehr begrenzt schiffbar[7] und wird daher im Rahmen des in dieser Arbeit zu bearbeitenden Logistikkonzepts nicht weiter betrachtet.

Die Slowakei ist durch ein überdurchschnittlich dichtes Eisenbahnnetz gekenn-zeichnet. Jedoch befinden sich große Teile der Infrastruktur in einem technisch schlechten Zustand. Die Gesamtlänge des Eisenbahnnetzes beträgt ca. 3.622 km.[8] Die Anteile des Eisenbahnverkehrs am Gesamtgüterverkehr sind gering.

Mit einer Gesamtlänge von 17.946 km verfügt die Slowakei über ein dichtes Straßenverkehrsnetz. Der Anteil der gut ausgebauten Straßen am gesamten Straßenverkehrsnetz ist gering, wobei die Westslowakei durch ein modernes Autobahnnetz gut erschlossen ist und Bratislava als Knotenpunkt des Straßen-verkehrsnetzes fungiert.[9] 2009 wurden etwa 78% aller Gütertransporte über den Straßengüterverkehr durchgeführt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Güterverkehr Slowakei

Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an www.epp.eurostat.ec.europa.eu (2010), Stand 04.05.2012

2.3 Außenhandel und Wirtschaft

Die Volkswirtschaft der Slowakei wächst, im Vergleich derer anderer europäischer Staaten schneller. Die Wachstumsraten des realen BIP sind in den zurückliegenden Jahren regelmäßig angestiegen, mit Ausnahme von 2008, wo erstmals ein geringeres Wachstum erreicht wurde. Der steigende konjunkturelle Aufschwung ist vor allem auf die erheblichen ausländischen Investitionen zurückzuführen. Charakteristisch für den industriellen Sektor des Landes ist ein verhältnismäßig hoher Ressourceneinsatz. Darüber hinaus sorgt der private Konsum in den letzten Jahren für Wachstumsimpulse. Kontinuierliche Anteilsgewinne am BIP verzeichnet daneben der Dienstleistungssektor. Der Außenhandel, dessen Volumen sich in den vergangenen Jahren mehr als verdoppelte, ist ebenfalls eine bedeutende Stütze der wirtschaftlichen Gesamtentwicklung. Steuerliche Vorteile, günstigere Produktionskosten, Fördermittel und eine hohe Einsatzbereitschaft der Beschäftigten wirkt sich förderlich auf die Auslandsinvestitionen aus.[10]

Um ausländischen Unternehmen Investitionsanreize zu geben, bedarf gut aus-gebauter Standorte, welche im Nachfolgenden bewertet werden.

3 Standortplanung

3.1 Allgemein

Die gedankliche Auseinandersetzung mit dem Thema der Standortplanung, setzt zunächst eine Definition des Standortsbegriffs voraus. Bereits schon 1909 definierte Weber den Begriff des Standortfaktors als ein „seiner Art nach scharf abgegrenzten Vorteil, der für eine wirtschaftliche Tätigkeit dann eintritt, wenn sie sich an einem bestimmten Ort oder auch generell an Plätzen bestimmter Art vollzieht“.[11] Die Wahl eines geeigneten Standortes bildet die Rahmenbedingungen für die Errichtung eines Logistiksystems und ist aufgrund der Kostenintensität und hohen Kapitalbindung kaum revidierbar.[12]

3.2 Modelle der betrieblichen Standortplanung

Bei dem Modell der Standortplanung in der Ebene werden alle durch Koordinaten bestimmbaren Punkte auf der Landkarte in der Slowakei als potentielle Standorte betrachtet. Bei diesem Modell werden die Topographie und die Infrastruktur des Landes nicht berücksichtigt, womit nicht verhindert werden kann, dass das Ergebnis für den optimalen Standort in einem nicht erschlossenen Gebiet oder Gewässer liegt.[13] Da ein Standort bestimmt werden soll, welcher die Rahmenbedingungen für ein logistisches Netzwerk bilden soll, wird dieses Modell nicht weiter erläutert.

Anders als bei dem Modell der Standortplanung in der Ebene ist das Ziel bei dem Netzwerkmodell, die Transportwege und die damit einhergehenden Transport-kosten zu minimieren, unter der Voraussetzung, dass die potentiellen Standorte, von welchem jeder einzelne Kunde beliefert werden soll, bestimmt sind und definiert wurden.[14]

Sowohl die Planung in der Ebene, als auch das Netzwerkmodell unterliegen Faktoren quantitativer und qualitativer Art.

3.3 Quantitative Standortfaktoren

Quantitative Standortfaktoren lassen sich in Ihrer Ausprägung und Beiträgen für den Unternehmenserfolg monetär bewerten. Dazu zählen unter anderem das Lohnniveau, Grundstückskosten und Transportkosten.[15]

Ein Vergleich des Einkommens zwischen der Region Bratislava, hier liegt das Lohnniveau zwischen 700,00 und 800,00 Euro, und der Stadt Presov, in welcher das Lohnniveau durchschnittlich bei 400,00 Euro liegt, zeigt deutliche Unterschiede.[16]

Ein wichtiger Punkt, welcher sich auf die Transportkosten auswirkt, ist die Verfügbarkeit von Umschlagterminals im Rahmen des Kombinierten Verkehrs. Der Begriff des Kombinierten Verkehrs wird in den nächsten Kapiteln näher erläutert. Das einzige an den Kombinierten Verkehr angebundene Terminal befindet sich in Bratislava. Abbildung 3 zeigt eine Kostenübersicht für den Transport des Seecontainers von Rotterdam nach Bratislava.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Kostenübersicht Kombinierter Verkehr

Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Anlage

3.4 Qualitative Standortfaktoren

Qualitative Standortfaktoren lassen sich nicht monetär bewerten und müssen zum Teil geschätzt werden. Hierzu zählen unter anderem die Verfügbarkeit von Arbeitskräften, Umweltschutz und Infrastruktur.[17]

Bratislava ist das wirtschaftliche und politische Zentrum des Landes und durch qualifizierte Arbeitskräfte und eine hohe Produktivität geprägt. Die Quantität der qualifizierten Arbeitskräfte in weiteren slowakischen Städten ist, im Vergleich zu der Hauptstadt Bratislava, gering.[18]

Ein weiterer aus ökologischer Sicht wichtiger Punkt ist, dass Logistikzentren in Stadtnähe umweltfreundlicher sind. Durch eine Verlagerung bzw. Eröffnung der Logistikzentren im Umland, erhöht sich aufgrund der längeren Arbeitswege der Mitarbeiter der CO² Ausstoß.

[...]


[1] Vgl. www.cia.gov (2011a), Stand 01.05.2012.

[2] Der Begriff des Bruttoinlandsprodukts wird im Nachfolgenden mit BIP abgekürzt.

[3] Vgl. www.epp.eurostat.ec.europa.eu (2012), Stand 01.05.2012.

[4] Vgl. www.destatis.de (2010), Stand 01.05.2012.

[5] Vgl. www.sec-chamber.ch (2011), Stand 07.05.2012.

[6] Vgl. Ihde, G. (2001), S.111f.

[7] Vgl. www.slowakei-net.de (2001), Stand 10.05.2012.

[8] Vgl. www.cia.gov (2011b), Stand 07.05.2012.

[9] Vgl. www.ssk.sk (2008), Stand 01.05.2012.

[10] Vgl. www.bwvl.de (2009), Stand 19.04.2012.

[11] Weber, A. (1909), S.16.

[12] Vgl. Günther, H.-O. et al. (2004), S.16.

[13] Vgl. Domschke, W. et al. (2004), o.S.

[14] Vgl. Alicke, K. (2005), S.79f.

[15] Vgl. Hansmann, K.-W. (2006), S.108f.

[16] Vgl. www.slowakeibusiness.de (2009), Stand 07.05.2012.

[17] Vgl. Hansmann, K.-W. (2006), S.108f.

[18] Vgl. www.eu-info.de (2012), Stand 09.05.2012.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Versorgungssicherheit durch optimierte Logistiksysteme. Restaurantbelieferung einer Fastfood-Kette in der Slowakei
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Köln
Note
1,0
Autor
Jahr
2012
Seiten
26
Katalognummer
V231434
ISBN (eBook)
9783668130289
ISBN (Buch)
9783668130296
Dateigröße
820 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
versorgungssicherheit, logistiksysteme, restaurantbelieferung, fastfood-kette, slowakei
Arbeit zitieren
Denise Kellner (Autor), 2012, Versorgungssicherheit durch optimierte Logistiksysteme. Restaurantbelieferung einer Fastfood-Kette in der Slowakei, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/231434

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