Die vorliegende Arbeit basiert auf den Rahmenbedingungen, dass monatlich 130 Tonnen Non-Food Ware von einer amerikanischen Fastfood-Kette aus den USA über Rotterdam importiert werden. Bei der Ware handelt es sich um lose Kartons mit Spielzeug, Abmessungen von jeweils 40x60x30cm und einem Bruttogewicht von jeweils 5kg. Die Aufgabe besteht darin, ein intermodales Nachlaufkonzept unter der Berücksichtigung, dass jedes Restaurant der fünf größten Städte in der Slowakei dreimal wöchentlich beliefert werden sollen, zu erarbeiten.
Im nachfolgenden Kapitel wird eine Landesanalyse der Slowakei durchgeführt und aufbauend darauf in Kapitel 3 die unterschiedlichen Faktoren und Modelle für eine Standortplanung für ein Logistikzentrum voneinander abgegrenzt. Darüber hinaus beschäftigt sich Kapitel 4 mit den Berechnungs- und Rechtsgrundlagen für ein Nachlaufkonzept und die darauf aufbauenden divergierenden Ansätzen des Kombinierten Verkehrs, welche in Kapitel 5 aufgezeigt werden. Nach der Abgrenzung der Distributionsstrategien zur Versorgungssicherheit der einzelnen Restaurants in Kapitel 6, dient abschließend die Zusammenfassung als Handlungs-empfehlung zur Optimierung der logistischen Prozesse innerhalb der Fastfood-Kette aber auch zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Slowakei.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Aufgabenstellung
1.2 Vorgehensweise
1.3 Zielsetzung
2 Slowakei
2.1 Allgemein
2.2 Verkehrsinfrastruktur
2.3 Außenhandel und Wirtschaft
3 Standortplanung
3.1 Allgemein
3.2 Modelle der betrieblichen Standortplanung
3.3 Quantitative Standortfaktoren
3.4 Qualitative Standortfaktoren
4 Nachlaufkonzept
4.1 Rechtsgrundlagen
4.2 Berechnungsgrundlage
4.3 Aufbau einer Transportkette
5 Kombinierter Verkehr
5.1 Allgemein
5.2 Straße/Schiene
5.3 Straße/Binnenschiff
5.4 Straße/Luft
6 Distributionzentrum
6.1 Güterverkehrszentrum
6.2 Distributionsstrategien
6.2.1 Berechnungsgrundlage
6.2.2 Tourenplanung
6.2.3 Direktverkehre
7 Zusammenfassung und Handlungsempfehlung
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Erarbeitung einer kundenindividuellen Logistiklösung auf der Basis definierter Logistikstandards, um monatlich 130 Tonnen Non-Food-Ware effizient und kostengünstig von den USA in fünf slowakische Städte zu transportieren und dabei den Energieverbrauch sowie CO2-Emissionen zu reduzieren.
- Analyse der Standortbedingungen und Infrastruktur in der Slowakei
- Entwicklung eines intermodalen Nachlaufkonzepts für eine Fastfood-Kette
- Bewertung von Kombinierten Verkehrsträgern zur Transportoptimierung
- Optimierung von Distributionsstrategien und Tourenplanung
Auszug aus dem Buch
3.2 Modelle der betrieblichen Standortplanung
Bei dem Modell der Standortplanung in der Ebene werden alle durch Koordinaten bestimmbaren Punkte auf der Landkarte in der Slowakei als potentielle Standorte betrachtet. Bei diesem Modell werden die Topographie und die Infrastruktur des Landes nicht berücksichtigt, womit nicht verhindert werden kann, dass das Ergebnis für den optimalen Standort in einem nicht erschlossenen Gebiet oder Gewässer liegt. Da ein Standort bestimmt werden soll, welcher die Rahmenbedingungen für ein logistisches Netzwerk bilden soll, wird dieses Modell nicht weiter erläutert.
Anders als bei dem Modell der Standortplanung in der Ebene ist das Ziel bei dem Netzwerkmodell, die Transportwege und die damit einhergehenden Transportkosten zu minimieren, unter der Voraussetzung, dass die potentiellen Standorte, von welchem jeder einzelne Kunde beliefert werden soll, bestimmt sind und definiert wurden.
Sowohl die Planung in der Ebene, als auch das Netzwerkmodell unterliegen Faktoren quantitativer und qualitativer Art.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Arbeit stellt eine Logistikaufgabe für den Transport von Non-Food-Ware in die Slowakei vor und beschreibt die methodische Vorgehensweise sowie die Zielsetzungen hinsichtlich Effizienz und Nachhaltigkeit.
2 Slowakei: Dieses Kapitel bietet eine Landesanalyse, die geografische, wirtschaftliche und infrastrukturelle Gegebenheiten der Slowakei als Grundlage für logistische Planungen beleuchtet.
3 Standortplanung: Es werden theoretische Modelle zur Standortfindung diskutiert und relevante quantitative sowie qualitative Faktoren für die Wahl eines Logistikstandortes bewertet.
4 Nachlaufkonzept: Das Kapitel behandelt die rechtlichen Rahmenbedingungen und mathematischen Grundlagen für die Transportkette sowie den Aufbau der logistischen Kette.
5 Kombinierter Verkehr: Verschiedene Verkehrsträgerkombinationen werden hinsichtlich ihrer Eignung für den Nachlauf analysiert, wobei der Fokus auf Umweltverträglichkeit und Kosteneffizienz liegt.
6 Distributionzentrum: Hier werden die Funktionen eines Güterverkehrszentrums erläutert und spezifische Distributionsstrategien, wie Tourenplanung und Direktverkehre, mathematisch und operativ abgeleitet.
7 Zusammenfassung und Handlungsempfehlung: Die Ergebnisse werden synthetisiert und Handlungsempfehlungen zur Prozessoptimierung, insbesondere durch Pufferlager und IT-Integration, gegeben.
Schlüsselwörter
Logistik, Slowakei, Transportkette, Kombinierter Verkehr, Standortplanung, Distributionsstrategie, Nachlaufkonzept, Güterverkehrszentrum, Tourenplanung, Supply Chain, Kosteneffizienz, Nachhaltigkeit, Transportlogistik, Warenstrom, CO2-Reduktion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Planung eines intermodalen Logistiksystems für den Transport von Non-Food-Gütern einer Fastfood-Kette in die Slowakei.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Kerngebiete umfassen die Standortanalyse, das Nachlaufkonzept, den Kombinierten Verkehr, Distributionsstrategien und das Management logistischer Transportketten.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Schaffung einer kundenindividuellen Logistiklösung, die durch Prozessoptimierung Kosten senkt und gleichzeitig den ökologischen Fußabdruck reduziert.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es findet eine Kombination aus theoretischer Landesanalyse, Standortbewertung und quantitativer Berechnung von Transportvolumina und Kosten für verschiedene Distributionsszenarien statt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die slowakische Infrastruktur, theoretische Standortmodelle, die rechtlichen Grundlagen für den Güterverkehr sowie die verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten im Gütertransport und deren Wirtschaftlichkeit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Logistik, Intermodalität, Standortplanung, Kombinierter Verkehr, Kosteneffizienz und Distributionsstrategien.
Warum spielt die Donau in der Arbeit nur eine untergeordnete Rolle?
Obwohl die Donau eine internationale Wasserstraße ist, sind die infrastrukturellen Voraussetzungen für einen Binnenschiffstransport von Rotterdam in die Slowakei für das vorliegende Logistikkonzept nicht gegeben.
Welche Rolle spielt Bratislava bei der logistischen Planung?
Bratislava fungiert als Knotenpunkt, da es das wirtschaftliche Zentrum des Landes ist und bereits über die notwendige Infrastruktur, wie ein an den Kombinierten Verkehr angebundenes Terminal, verfügt.
Welche Empfehlung gibt die Autorin zur langfristigen Prozessoptimierung?
Die Autorin schlägt die Implementierung eines Pufferlagers in Verbindung mit einer IT-gestützten Abruforganisation vor, um operative Belastungen in den Restaurants zu minimieren.
Wie werden die Frachtkosten für die Restaurants in Presov und Nitra optimiert?
Die Belieferung erfolgt hier durch eine kombinierte Tourenplanung, bei der Waren für beide Standorte effizient in einem einzigen Sattelauflieger gebündelt transportiert werden.
- Citation du texte
- Denise Kellner (Auteur), 2012, Versorgungssicherheit durch optimierte Logistiksysteme. Restaurantbelieferung einer Fastfood-Kette in der Slowakei, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/231434