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Die Türkei und die EU – auf ewig unvereinbar? Die EU-Beitrittsdebatte und ihre Argumente

Title: Die Türkei und die EU – auf ewig unvereinbar? Die EU-Beitrittsdebatte und ihre Argumente

Textbook , 2013 , 188 Pages

Autor:in: Orkun Aktuna (Author), Alona Gordeew (Author), Benjamin Spörer (Author)

Politics - Topic: European Union
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Darf die Türkei in die EU? Eine endlos erscheinende und hitzig debattierte Streitfrage, bei der zwei Kulturen aufeinanderprallen. Dabei steht die Zukunft sowohl der Türkei als auch der EU auf dem Spiel. Der Ausgang ist entscheidend für die Erweiterungspolitik und zukünftige Ausrichtung der EU. Doch es ist auch eine Frage nach Identität und nach den Kernwerten Europas.

Dieses Buch zeichnet wesentliche Argumentationslinien der EU-Erweiterungs-Debatte nach und erläutert die europäische und türkische Haltung zur Beitrittsfrage. Es stellt gleichzeitig einen Versuch dar, das Staatengebilde der EU mit politikwissenschaftlichen Kategorien zu erfassen.

Aus dem Inhalt:
Die Kopenhagener Kriterien für den EU-Beitritt; Wirtschaftliche Voraussetzungen; Stereotype in der EU bezüglich der Türkei; Kernproblematiken in der Türkei: Die Zypernfrage, Das KurdInnenproblem, Die Rolle des Militärs in der Türkei; Außen- und sicherheitspolitische Implikationen; Geostrategische und -politische Bedeutung der Türkei; Demographische und migrationspolitische Argumentationskriterien; Die EU als "Union der Staaten" und "Union der Bürger"

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Orkun Aktuna (2009): Die Türkei und die EU. Eine unendliche Geschichte mit ungewissem Ausgang

Einleitende Worte

Assoziierungsabkommen von Ankara

Über die Kopenhagener Kriterien

Verschiedene Auslegungen des Minderheitenbegriffs

Pro und Kontra einer eventuellen türkischen EU-Mitgliedschaft

Die Rolle der Türkei in ihrem Umfeld

Stereotype in der EU bezüglich der Türkei

Bedeutsame Kernproblematiken in der Türkei

Persönliches Schlussresümee

Alona Gordeew (2008): Die Debatte über den EU-Beitritt der Türkei und die Rückschlüsse daraus über das Europabild

Einleitung

Bisherige Entwicklung der EU-Türkei Beziehungen

Zum Konzept der Argumentationslinien

Vorpolitische Argumentation

Politische und geostrategische Argumentation

Fazit

Benjamin Spörer (2011): Die EU – Vom Elitenprojekt zum Bürgerprojekt. Der EU-Beitritt der Türkei als Testfall für das Verhältnis zwischen einer Union der Staaten und einer Union der Bürger

Einleitung

Ist der EU-Beitritt der Türkei ein Testfall für das Verhältnis zwischen einer Union der Staaten und einer Union der Bürger?

Wie stellt sich das Verhältnis zwischen einer Union der Staaten und einer Union der Bürger anhand des EU-Beitritts der Türkei als Testfall dar?

Wie ist das Verhältnis einzuordnen?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die komplexe Thematik eines etwaigen EU-Beitritts der Türkei, wobei sie den Prozess als Testfall für das grundlegende Spannungsverhältnis zwischen einer "Union der Staaten" und einer "Union der Bürger" analysiert. Im Zentrum steht dabei die Frage nach der europäischen Identität, der Finalität der EU sowie der Rolle öffentlicher Debatten in den Mitgliedstaaten für die demokratische Legitimation des europäischen Einigungsprojekts.

  • Historische Entwicklung und aktuelle Dynamik der EU-Türkei-Beziehungen.
  • Analyse politischer, geostrategischer und sozioökonomischer Argumentationslinien.
  • Untersuchung des Spannungsfeldes zwischen intergouvernementaler Zusammenarbeit und Bürgerpartizipation.
  • Diskursanalyse zur Bedeutung von Identitätskonstruktionen für den Erweiterungsprozess.

Auszug aus dem Buch

Die Rolle der Türkei in ihrem Umfeld

Nicht unwesentlich sind im Zusammenhang mit einem möglichen EU-Beitritt die verschiedenen Rollen der Türkei, wie etwa ihre geostrategische und -politische Rolle, aber auch ihre Energieträgerinnenfunktion. Auch ihre diplomatischen Beziehungen zu den Nachbarregionen dürfen keinesfalls unterschätzt werden. In diesem Zusammenhang soll versucht werden, die wesentlichen Funktionen und ihre Bedeutung hervorzuheben.

Ein Blick auf die Landkarte genügt, um festzustellen, dass die Türkei an der Schnittstelle zwischen Nahem Osten, Kaukasus und Südosteuropa liegt. Durch diese geografisch äußerst günstige Lage kann das Land mit dem Halbmond in der Flagge den westlichen Zugang zu dem als „strategische Energieellipse“ definierten Raum kontrollieren. Dieser wird im Osten von Afghanistan und Zentralasien begrenzt und seinen Hauptscheitel bilden das Kaspische Meer und der Persische Golf.

Zusammenfassung der Kapitel

Assoziierungsabkommen von Ankara: Dieser Abschnitt beleuchtet die historischen Anfänge und die vertraglichen Grundlagen der Beziehungen zwischen der Türkei und der EWG seit 1959.

Über die Kopenhagener Kriterien: Hier werden die politischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen definiert, die ein Beitrittskandidat erfüllen muss, um vollwertiges Mitglied der EU zu werden.

Pro und Kontra einer eventuellen türkischen EU-Mitgliedschaft: In diesem Kapitel werden die verschiedenen Vorteile und Risiken eines Beitritts detailliert aus europäischer und türkischer Perspektive gegenübergestellt.

Geostrategische und -politische Bedeutung der Türkei: Der Text analysiert die Rolle der Türkei als Brücke zwischen Orient und Okzident sowie ihre sicherheitspolitische Relevanz für Europa.

Schlüsselwörter

Europäische Union, Türkei, EU-Beitritt, Kopenhagener Kriterien, Minderheitenbegriff, Geostrategie, Identitätspolitik, Integration, Erweiterungsprozess, Union der Staaten, Union der Bürger, Minderheitenschutz, Energiepolitik, Demokratisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Publikation analysiert die vielschichtige Debatte um den EU-Beitritt der Türkei und nutzt diesen Prozess als Fallbeispiel, um die institutionelle und identitäre Entwicklung der Europäischen Union zu untersuchen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die rechtlichen Beitrittskriterien (Kopenhagener Kriterien), die geostrategische Bedeutung der Türkei, ökonomische Implikationen sowie die Frage nach dem demokratischen Charakter der EU.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt danach, wie sich das Verhältnis zwischen einer Union der souveränen Staaten und einer Union der Bürger im Kontext der EU-Erweiterung und der Türkei-Debatte konkret darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche und diskursanalytische Untersuchung, die aktuelle Forschungsstände, Berichte und Umfragedaten verknüpft, um idealtypische Positionen zu identifizieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der systematischen Kategorisierung von Argumenten (vorpolitische, politische, strategische) und der Analyse der Türkei-Debatte in den Schlüsselstaaten Deutschland, Frankreich und Großbritannien.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie "EU-Integration", "Finalitätsdebatte", "Identitätskonstruktion" und "Sinnkrise der EU" geprägt.

Wie bewertet der Autor die Rolle des türkischen Militärs?

Das Militär wird als traditioneller "Hüter der Republik" und des Laizismus beschrieben, dessen Rolle in der modernen Türkei jedoch im Kontext von Reformen und EU-Anpassungsprozessen neu bewertet wird.

Welche spezifische Schlussfolgerung zieht der Verfasser?

Der Autor argumentiert, dass ein EU-Beitritt zwar derzeit unwahrscheinlich oder aufgrund politischer Widerstände schwierig ist, die Reformdynamik der Türkei jedoch im Sinne einer engen Partnerschaft weiter gefördert werden sollte.

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Details

Title
Die Türkei und die EU – auf ewig unvereinbar? Die EU-Beitrittsdebatte und ihre Argumente
Authors
Orkun Aktuna (Author), Alona Gordeew (Author), Benjamin Spörer (Author)
Publication Year
2013
Pages
188
Catalog Number
V231630
ISBN (eBook)
9783656475521
ISBN (Book)
9783956870330
Language
German
Tags
türkei eu-beitrittsdebatte argumente
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Orkun Aktuna (Author), Alona Gordeew (Author), Benjamin Spörer (Author), 2013, Die Türkei und die EU – auf ewig unvereinbar? Die EU-Beitrittsdebatte und ihre Argumente, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/231630
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