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Joint Implementation aus Sicht von Entwicklungsländern

Titel: Joint Implementation aus Sicht von Entwicklungsländern

Seminararbeit , 2004 , 25 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Axel Franke (Autor:in)

VWL - Umweltökonomie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Verbrauch von Umwelt durch Ressourcenentnahme oder Emission ist ein öffentliches Gut, da keiner von diesem Gut ausgeschlossen werden kann. Es besteht keine Nutzenrivalität, da die Verwendung der Luft gleichzeitig für verschiedene Zwecke herangezogen werden kann.

Ein großes Hindernis für ein nachhaltiges und zukunftsfähiges Wirtschaften liegt darin, dass die „Preise nicht die ökologische Wahrheit sagen“. 1 Durch die Tatsache, dass Umwelt ein öffentliches Gut ist, werden nicht die vollen Kosten für den Verbrauch oder die Emission berücksichtigt. 2 Daher wurden in der Vergangenheit kaum Grenzen für die Emission von Schadstoffen gesetzt, d.h. die Kosten wurden nicht internalisiert. Würde man die Kosten für den Verbrauch bzw. die Emission voll internalisieren, so wären Güter mit einem höheren Ressourcenverbrauch teurer als solche mit einem geringeren. Aus diesem Grund hätte der Käufer des Gutes die Wahlmöglichkeit und somit einen individuellen Anreiz, seinen Beitrag zum nachhaltigen Erhalt seiner Umwelt beizusteuern. Aufgrund der klimatischen Entwicklungen der letzten Zeit ist ein

umweltbewusstes Handeln für die Zukunft notwendig geworden. Diese Seminararbeit beschäftigt sich nach den einleitenden Erklärungen, warum und wie alle Menschen von den Treibhausemissionen betroffen sind, mit dem Problem kosteneffizienter Vermeidung von weiteren Umweltschädigungen. Eine Möglichkeit ist die im Zuge des Kyoto-Protokolls entwickelte Methode der Joint Implementation.

Im Rahmen der Arbeit werden die Auswirkungen dieses flexiblen Mechanismus auf die Entwicklungsländer näher betrachtet und eine kritische Bewertung erarbeitet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Umwelt- und Klimapolitik

2.1 Schadstoffe

2.2 Treibhauseffekt

2.3 Globale Folgen des Treibhauseffektes

2.4 Anreize für globale Klimapolitik

3 Kyoto

3.1 Was ist Kyoto

3.2 Flexible Mechanismen

3.2.1 Emissionsrechtehandel

3.2.2 Clean Development Mechanism

3.2.3 Joint Implementation

4 Anreize für Joint Implementation

4.1 Ökonomische Betrachtung

4.2 Politische Betrachtung

5 Joint Implementation mit deutscher Beteiligung

6 Joint Implementation aus Sicht von Entwicklungsländern

6.1 Umweltgestützte Maßnahmen

6.1.1 Wald als Erosionsschutz

6.1.2 Verbesserung des Images

6.1.3 Gründe für die Abholzung

6.1.3.1 Bevölkerungswachstum

6.1.3.2 Viehwirtschaft

6.1.3.3 Brennholz

6.1.3.4 Holzprodukte

6.1.4 Bewertung umweltgestützter Maßnahmen

6.2 Technologiegestützte Maßnahmen

6.2.1 Transferarten

6.2.1.1 Kapitaltransfer

6.2.1.2 Technologietransfer

6.2.1.3 Wissenstransfer

6.2.2 Auswirkungen technologischer Maßnahmen

6.2.2.1 Intensivierung der Beziehungen zum Geberland

6.2.2.2 Verlust eigener Reduktionspotentiale

6.2.2.3 Cheap buy out

6.2.2.4 Verringerung der Wettbewerbsvorteile

6.2.2.5 Verlust anderer Entwicklungshilfen

6.2.3 Bewertung Technologiegestützter Maßnahmen

7 Resümee

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht den Mechanismus der Joint Implementation des Kyoto-Protokolls aus einer kritischen Perspektive, wobei der Fokus gezielt auf den Auswirkungen für Entwicklungsländer liegt. Es wird analysiert, inwiefern dieser flexible Mechanismus ökologische Vorteile bietet oder bestehende wirtschaftliche sowie politische Abhängigkeiten vertieft.

  • Klimapolitik und internationale Treibhausgasvermeidungsstrategien
  • Funktionsweise und Kategorisierung der Joint Implementation
  • Kritische Analyse umweltgestützter Maßnahmen, insbesondere Aufforstungsprojekte
  • Untersuchung technologiegestützter Maßnahmen und deren Implikationen für Schwellen- und Entwicklungsländer
  • Bewertung von Zielkonflikten zwischen Umweltschutz, wirtschaftlicher Entwicklung und technologischer Abhängigkeit

Auszug aus dem Buch

6.2.2.1 Intensivierung der Beziehungen zum Geberland

Joint Implementation Projekte führen zu einer Intensivierung der Beziehungen zwischen dem Geberland und dem Entwicklungsland.

Dies führt einerseits dazu, dass die Produkte des gastgebenden Entwicklungslandes bessere Absatzaussichten haben, da sie durch die durchgeführten Maßnahmen zum Umweltschutz einen besseren Ruf als Produkte anderer Entwicklungsländer haben, die ihre Produkte nicht umweltgerecht produzieren.

Auf der anderen Seite entstehen Abhängigkeiten des Landes vom Geberland, das Mitspracherechte bei der Projektgestaltung sowie andere Konditionen beispielsweise bei Einfuhrzöllen oder dem bevorzugten Zugriff auf Rohstoffe als Voraussetzung für die Durchführung fordert.

Die Intensivierung der Beziehungen und die dadurch entstehenden Abhängigkeiten führen zu einem Aufweichen der gemeinsamen Front der Entwicklungsländer bei den Klimaverhandlungen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Definiert den ökologischen Problemkontext und führt die Fragestellung zur Effizienz der Joint Implementation ein.

2 Umwelt- und Klimapolitik: Erläutert die theoretischen Grundlagen von Schadstoffen und dem Treibhauseffekt sowie die globalen Notwendigkeiten der Klimapolitik.

3 Kyoto: Beschreibt die Entstehung des Kyoto-Protokolls und ordnet die flexiblen Mechanismen (Emissionshandel, CDM, JI) in den internationalen Rahmen ein.

4 Anreize für Joint Implementation: Analysiert die ökonomischen und politischen Motive von Staaten und Unternehmen, das Instrument der Joint Implementation zu nutzen.

5 Joint Implementation mit deutscher Beteiligung: Gibt einen Überblick über konkrete deutsche Pilotprojekte in Ländern wie Indonesien, Lettland und der Tschechischen Republik.

6 Joint Implementation aus Sicht von Entwicklungsländern: Untersucht differenziert die ökologischen und technologischen Maßnahmen und bewertet deren Auswirkungen auf die Entwicklungsländer.

7 Resümee: Fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass eine kritische Einzelfallprüfung notwendig ist, um eine einseitige Bereicherung der Industrieländer zu verhindern.

Schlüsselwörter

Joint Implementation, Kyoto-Protokoll, Klimapolitik, Treibhausgase, Entwicklungsländer, Nachhaltigkeit, Technologietransfer, Umweltpolitik, Emissionseinsparung, Ressourcenentnahme, Klimaschutz, Wirtschaftlicher Aufschwung, Umweltgestützte Maßnahmen, Technologiegestützte Maßnahmen, Klimaverhandlungen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit befasst sich mit dem Instrument der Joint Implementation innerhalb des Kyoto-Protokolls und bewertet dessen Auswirkungen speziell aus der Perspektive von Entwicklungsländern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Klimapolitik, der Funktionsweise der flexiblen Mechanismen und der kritischen Unterscheidung zwischen umweltgestützten und technologiegestützten Klimaschutzmaßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine kritische Bewertung der Auswirkungen von Joint Implementation auf Entwicklungsländer, insbesondere im Hinblick auf ökonomische Anreize, technologischen Transfer und politische Abhängigkeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse sowie eine auf Literatur basierende Evaluierung der Mechanismen, ergänzt durch die Betrachtung von Praxisbeispielen deutscher Projekte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Verortung im Kyoto-Protokoll, die Analyse der Anreizstrukturen für Investoren und eine detaillierte Auseinandersetzung mit verschiedenen Projektarten in Entwicklungsländern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Joint Implementation, Kyoto-Protokoll, Nachhaltigkeit, Technologietransfer, Klimaschutz und die kritische Analyse der Entwicklungshilfe.

Welches Problem beschreibt der Begriff „Cheap buy out“?

Der Begriff bezeichnet das Risiko, dass Industrieländer veraltete Technologien in Entwicklungsländern einsetzen, um Emissionsverpflichtungen billig zu erfüllen, anstatt innovative Spitzentechnologien bereitzustellen.

Warum kritisieren Entwicklungsorganisationen oft Joint Implementation?

Kritik entsteht vor allem aus der Befürchtung, dass Industrieländer sich auf Kosten der Entwicklungsländer ihrer klimapolitischen Verantwortung entziehen und die Empfängerländer in neue technologische oder finanzielle Abhängigkeiten geraten.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Joint Implementation aus Sicht von Entwicklungsländern
Hochschule
Technische Universität Berlin  (Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsrecht)
Note
1,3
Autor
Axel Franke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
25
Katalognummer
V23192
ISBN (eBook)
9783638263627
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Joint Implementation Sicht Entwicklungsländern
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Axel Franke (Autor:in), 2004, Joint Implementation aus Sicht von Entwicklungsländern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/23192
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Leseprobe aus  25  Seiten
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