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Der Vater-Vorteil

Die exklusive Bedeutung des Vaters für die psychische Entwicklung des Kindes im Kleinkind-, Schulkind- und Jugendalter

Titre: Der Vater-Vorteil

Thèse de Bachelor , 2013 , 48 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Yves Steininger (Auteur)

Psychologie - Psychologie du développement
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Die vorliegende Arbeit in Form einer umfassenden Literaturrecherche diskutiert den aktuellen Stand der Forschung zur Bedeutung des Vaters für die psychische Entwicklung des Kindes.
Der Autor liefert über die differenzierte Darstellung empirischer Forschungsergebnissen zu den unterschiedlichen kindlichen Entwicklungsstadien aussagekräftige Argumente für die These, dass der Vater als real-erfahrbare Bezugs– und Bindungsperson gerade für die psychische Entwicklung des Kindes unentbehrlich und von enormer Wichtigkeit ist.
Das Spiel zwischen Vater und Kind als ein zentrales väterlich-exklusives „Instrument“ bei der Vermittlung kognitiver, emotionaler und moralischer Werte, die Auswirkungen der triadischen Beziehung auf die Selbstrepräsentation des Kindes und die väterliche Vorbildfunktion für Autonomie und Selbstbestimmung werden in diesem Buch genau betrachtet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichtlicher Wandel des Vaterbildes und Veränderungen der Vaterrolle innerhalb der Familie

3. Literaturrecherche

3.1. Vorgehen

3.2. Tabellarischer Überblick der verwendeten Studien

4. Die distinktive Bedeutung des Vaters in unterschiedlichen Entwicklungsphasen

4.1. Väter und Säuglinge/Kleinkinder – Triangulierung, Bindung, Spielfeinfühligkeit und Individuation

4.1.1. Frühe Triangulierung.

4.1.2. Der spielende Vater.

4.1.3. Spiel und Kognition

4.1.4. Erstgeborene Söhne.

4.2. Väter und Schulkinder – Förderer von Geschlechtsrollenidentität und kognitiv-emotionaler Entwicklung

4.2.1. Vaterwärme.

4.2.2. “Intensive fatherhood”.

4.3. Väter und Jugendliche/Junge Erwachsene – Ratgeber und Rollenmodell für Autonomie und Abgrenzung

4.3.1. Autonomieüberzeugung.

4.3.2. Bewährter Rat.

4.4 Vatertypologie

5. Diskussion der Ergebnisse und methodenkritische Überlegungen

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die spezifischen und einzigartigen Beiträge von Vätern zur psychischen Entwicklung ihrer Kinder über verschiedene Lebensphasen hinweg – vom Säuglings- bis ins junge Erwachsenenalter. Ziel ist es, die These zu stützen, dass der Vater als real erfahrbare Bezugs- und Bindungsperson für die gesunde Entwicklung des Kindes unentbehrlich ist und seine Rolle über eine bloße Ergänzung mütterlicher Fürsorge hinausgeht.

  • Historischer Wandel des Vaterbildes und gesellschaftliche Erwartungen
  • Die Bedeutung des Vaters für Triangulierung, Bindung und Exploration im Kleinkindalter
  • Einfluss des väterlichen Engagements auf Geschlechtsrollenidentität und kognitiv-emotionale Entwicklung bei Schulkindern
  • Der Vater als Vorbild und Ratgeber bei Autonomiebestrebungen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen
  • Typologien moderner Vaterschaft und die Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Auszug aus dem Buch

Die distinktive Bedeutung des Vaters in unterschiedlichen Entwicklungsphasen

In diesem Kapitel soll gezielt auf die distinktive Bedeutung des Vaters für die kindliche Entwicklung eingegangen werden. Die auf empirischen Studien basierenden und hier dargestellten Ergebnisse beziehen sich auf die Lebensspanne vom Säuglings- und Kleinkindalter bis in die Adoleszenz und ins junge Erwachsenenalter.

Nach Seiffge-Krenke (2009a) kann die Vaterforschung seit 1970 in drei Phasen unterteilt werden. Zentral für die erste Phase war der periphere, abwesende Status des Vaters in der Kindererziehung. In der zweiten Phase liegt der Fokus auf dem Vergleich mit der Mutter. Als erstrebenswert galt das Erreichen einer „größtmöglichen Ähnlichkeit“ zwischen den beiden Elternteilen (Seiffge-Krenke, 2009a S.196). Die dritte Phase der Vaterforschung bildet die Grundlage für die vorliegende Arbeit und soll durch die in diesem Kapitel aufgeführten Studienergebnisse näher beschrieben werden. Sie behandelt die, sich von den Mutter-Kind Interaktionen unterscheidenden, Verhaltenscharakteristika und Umgangsformen des Vaters im Kontakt mit seinem Kind und deren zentrale Bedeutung für die psychische Entwicklung von Söhnen und Töchtern (Seiffge-Krenke, 2009a).

Aus den bisherigen Ergebnissen der dritten Phase der Vaterforschung lassen sich nach Seiffge-Krenke (2009b) fünf wichtige Funktionen des Vaters beschreiben: 1. Betonung und Training von Aktivität, die das Erlangen von Kontrolle über den eigenen Körper fördern, 2. Betonung des Geschlechts seines Kindes, 3. Förderung der Autonomie, 4. Strukturierung und Aufstellen von Regeln im Spiel und Alltag, 5. Lehrfunktion.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert das wachsende wissenschaftliche Interesse an der Vaterrolle und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der distinktiven Bedeutung des Vaters für die psychische Entwicklung des Kindes.

2. Geschichtlicher Wandel des Vaterbildes und Veränderungen der Vaterrolle innerhalb der Familie: Dieses Kapitel skizziert die historische Entwicklung des Vaterbildes von religiösen Ursprüngen über patriarchale Strukturen bis hin zu modernen, egalitären Idealen.

3. Literaturrecherche: Hier wird das methodische Vorgehen bei der Suche nach empirischer Literatur beschrieben, unter anderem durch die Nutzung von Datenbanken und das Schneeballprinzip bei Literaturverzeichnissen.

4. Die distinktive Bedeutung des Vaters in unterschiedlichen Entwicklungsphasen: Das Hauptkapitel analysiert empirische Erkenntnisse zum väterlichen Einfluss, unterteilt in die Phasen Kleinkind-, Schulkind- sowie Jugend- und Erwachsenenalter.

5. Diskussion der Ergebnisse und methodenkritische Überlegungen: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert, wobei methodische Stärken und Schwächen der zitierten Studien beleuchtet werden.

6. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die unersetzliche, eigenständige Rolle des Vaters für die Kindesentwicklung.

Schlüsselwörter

Vater-Kind-Beziehung, Vaterschaft, Entwicklungspsychologie, Triangulierung, Bindung, Spielfeinfühligkeit, Geschlechtsrollenidentität, Autonomie, Väterforschung, intensive fatherhood, Vaterrolle, Psychische Entwicklung, Bindungsforschung, Sozialisation, Identitätsfindung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die wissenschaftlich belegte, eigenständige Rolle des Vaters in der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen und arbeitet die spezifischen Funktionen heraus, die Väter von Müttern unterscheiden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf dem historischen Wandel der Vaterrolle, der Bedeutung von Vätern im Spiel, ihrer Funktion als Rollenmodell für Autonomie und der geschlechtsspezifischen Prägung durch den Vater.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, Argumente für die These zu liefern, dass der Vater eine real erfahrbare, einzigartige und für die psychische Entwicklung des Kindes unentbehrliche Bindungsperson ist.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer umfangreichen Literaturrecherche und der vergleichenden Analyse empirischer Studien aus den Bereichen Entwicklungspsychologie und Vaterforschung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die spezifischen väterlichen Funktionen in verschiedenen Altersphasen detailliert analysiert, etwa die Triangulierung im Kleinkindalter oder die Funktion als Ratgeber bei der Identitätsfindung Jugendlicher.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Vater-Kind-Beziehung, Triangulierung, Spielfeinfühligkeit, Geschlechtsrollenidentität, Autonomie und die psychische Entwicklung des Kindes.

Wie beeinflusst der Vater die Bindungsentwicklung seines Kindes?

Der Vater ergänzt die mütterliche Bindung durch seine spezifische Spielfeinfühligkeit, indem er das Kind zu Exploration und Aktivität herausfordert, was zu einer sicheren Bindung und inneren Arbeitsmodellen des Selbst beiträgt.

Gibt es einen geschlechtsspezifischen Unterschied bei Vätern?

Ja, Studien zeigen, dass Väter oft distinktiv auf Söhne und Töchter reagieren, wobei Söhne häufig zu physischerem Spiel angeregt werden, während der Umgang mit Töchtern oft als weicher und unterstützender beschrieben wird.

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Résumé des informations

Titre
Der Vater-Vorteil
Sous-titre
Die exklusive Bedeutung des Vaters für die psychische Entwicklung des Kindes im Kleinkind-, Schulkind- und Jugendalter
Université
Johannes Gutenberg University Mainz  (Psychologisches Institut)
Note
1,3
Auteur
Yves Steininger (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
48
N° de catalogue
V232443
ISBN (ebook)
9783656495987
ISBN (Livre)
9783656495789
Langue
allemand
mots-clé
bedeutung vaters entwicklung kindes kleinkind- schulkind- jugendalter triangulierung spielfeinfühligkeit funktion rollenmodell autonomie individuation auswirkungen engagements
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Yves Steininger (Auteur), 2013, Der Vater-Vorteil, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/232443
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Extrait de  48  pages
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