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Grundkategorien Pierre Bourdieus soziokultureller Klassentheorie

Título: Grundkategorien Pierre Bourdieus soziokultureller Klassentheorie

Trabajo , 2009 , 15 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Michel Stade (Autor)

Trabajo social
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Pierre Bourdieus Gesellschaftstheorie hat das Verhältnis zwischen Lebensstilen, Klassenzugehörigkeit, kultureller Kompetenz, kultureller Praxis und Bildungspartizipation zum Thema und ist deshalb als soziokulturelle Klassentheorie zu verstehen. Um verständlich zu machen, wie Bourdieu sein Konzept einer Klassengesellschaft darlegt, werde ich im Rahmen dieser Arbeit die grundlegenden Argumentationen Bourdieus zur sozialen Struktur zeitgenössischer Gesellschaften vorstellen. Zum Einstieg werde ich unter Punkt 2.1. und 2.2. zunächst die wichtigsten Stationen im Leben von Pierre Bourdieu aufzeigen sowie seine bedeutungsvollsten Werke kurz erörtern. Unter Punkt 3 widme ich mich dann dem eigentliche Thema der Arbeit, die Grundkategorien
der soziokulturellen Klassentheorie. Dazu ist zu sagen, dass Bourdieu keine separate Klassentheorie entwickelt hat sondern die Theorie der Klassen sich in seiner soziokulturellen Gesellschaftsstudie wiederfindet. Um verständlich zu machen was Bourdieu unter Klasse versteht, werden in Punkt 3 die Begriffe Sozialer Raum, Feld, Habitus und Kapitalformen näher erläutert, da sie mit dem Begriff Klasse, welcher unter Punkt 3.2. für sich erklärt wird, im engen Zusammenhang stehen. Neben der Vorstellung dieser fünf Grundkategorien der
Bourdieuschen Theorie soll vor allem auch ihre Beziehung zueinander deutlich werden. Deshalb beziehe ich mich in den jeweiligen Unterpunkten auch häufiger auf die anderen Kategorien bzw. es findet einen fließender Übergang zwischen den einzelnen Punkten statt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Pierre Bourdieu – Zur Person

2.1. Leben

2.2. Werk

3. Grundkategorien der Bourdieuischen Theorie

3.1. Sozialer Raum

3.2. Klasse

3.3. Feld

3.4. Habitus

3.5. Kapitalformen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die soziokulturelle Klassentheorie von Pierre Bourdieu sowie deren zentrale Grundkategorien verständlich darzulegen und deren wechselseitige Bezüge aufzuzeigen, um das Verständnis für die soziale Struktur zeitgenössischer Gesellschaften zu schärfen.

  • Biografischer Abriss und wissenschaftliches Lebenswerk von Pierre Bourdieu
  • Analyse des Konstrukts des sozialen Raums als mehrdimensionales Modell
  • Differenzierung der Klassenbildung auf Basis von Kapitalvolumen und -struktur
  • Die Funktion und Logik der sozialen Felder in Bourdieus Theorie
  • Bedeutung des Habitus als vermittelndes System von Dispositionen und Wahrnehmungsmustern
  • Klassifizierung und Wechselwirkungen der verschiedenen Kapitalformen

Auszug aus dem Buch

3.1. Sozialer Raum

Zur Veranschaulichung der Sozialstruktur verwendet Bourdieu das Konstrukt des sozialen Raumes, in dessen Rahmen zum einen die gesellschaftlichen Positionen der einzelnen Individuen und zum anderen ihre Lebensstile verortet werden. Hierbei ist zu beachten, dass der soziale Raum nicht geschlossen sondern offen ist und er sich als dreidimensionales Modell von anderen Ausführungen abgrenzt, welche die Gesellschaft beispielsweise mit Hilfe der Form einer Pyramide oder Zwiebel dargestellt haben (vgl. Schilcher 2001, S. 10).

Nach Bourdieu sind das ökonomische sowie das kulturelle Kapital für die Gestaltung des sozialen Raumes von maßgeblicher Bedeutung: „Der soziale Raum ist so konstruiert, daß die Verteilung der Akteure oder Gruppen in ihm der Position entspricht, die sich aus ihrer statistischen Verteilung nach zwei Unterscheidungsprinzipien ergibt, die in den am weitesten entwickelten Gesellschaften wie den Vereinigten Staaten, Japan oder Frankreich die zweifelsohne wirksamsten sind, nämlich das ökonomische Kapital und das kulturelle Kapital“ (Bourdieu 1998, S. 18).

Wichtig ist es bei der Betrachtung des sozialen Raums zu beachten, dass „eine Position ... durch ihr Verhältnis zu allen anderen, d.h. Durch Relationen von Nähe bzw. Entfernung bestimmt“ (Schilcher 2001, S. 11) wird. So weisen Personen mehr Beziehungen zu einander vor, wenn sie sich räumlich nah sind. Sie haben beispielsweise vergleichbare Interessen bzw. Vorlieben und einen gleichartigen Sozialisationsverlauf. Dementsprechend ist es für Bourdieu am wahrscheinlichsten das Personen die eine räumliche Nähe zueinander haben sich zusammenfinden. Allerdings gibt es für ihn keine Zwangskoalition verschiedener sozialer Gruppen, da Individuen mit einer großen räumlichen Entfernung sich zwar schwieriger zusammenschließen können, es jedoch nicht ausgeschlossen ist (vgl. Schilcher 2001, S. 12).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der soziokulturellen Klassentheorie von Pierre Bourdieu ein und erläutert das Vorgehen sowie den Aufbau der Arbeit.

2. Pierre Bourdieu – Zur Person: Dieses Kapitel gibt einen biografischen Überblick über das Leben von Pierre Bourdieu und ordnet sein wissenschaftliches Gesamtwerk in den zeitgeschichtlichen Kontext ein.

3. Grundkategorien der Bourdieuischen Theorie: Hier werden die fünf zentralen Konzepte – Sozialer Raum, Klasse, Feld, Habitus und Kapitalformen – ausführlich definiert und ihre theoretischen Verflechtungen untereinander analysiert.

Schlüsselwörter

Pierre Bourdieu, soziokulturelle Klassentheorie, sozialer Raum, Habitus, Kapitalformen, ökonomisches Kapital, kulturelles Kapital, soziales Kapital, Feldtheorie, Lebensstile, Sozialstruktur, Klassengesellschaft, soziale Position, Dispositionen, Modus Operandi

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der soziokulturellen Klassentheorie von Pierre Bourdieu und untersucht, wie er das Verhältnis zwischen Lebensstilen, Klassenlage und gesellschaftlicher Struktur analysiert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Zentrum stehen die biographischen Grundlagen Bourdieus sowie die detaillierte Erarbeitung seiner fünf zentralen Theoriekonzepte: sozialer Raum, Klasse, Feld, Habitus und Kapitalformen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Bourdieus Konzept der Klassengesellschaft verständlich darzulegen und die komplexen Wechselwirkungen zwischen den genannten Grundkategorien aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Zusammenführung soziologischer Fachliteratur, um Bourdieus komplexe Gesellschaftstheorie strukturiert aufzuarbeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorstellung der Person Pierre Bourdieu sowie eine tiefgehende Analyse seiner theoretischen Grundkategorien, wobei besonders der Übergang zwischen den verschiedenen Konzepten beleuchtet wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Bourdieu, Habitus, soziales Kapital, kulturelles Kapital, sozialer Raum, Feldtheorie und soziokulturelle Klassentheorie.

Wie unterscheidet Bourdieu zwischen den verschiedenen Kapitalformen?

Bourdieu differenziert vor allem zwischen kulturellem, sozialem und ökonomischem Kapital, die jeweils in unterschiedlichen Zuständen (inkorporiert, objektiviert, institutionalisiert) auftreten und den sozialen Status eines Akteurs beeinflussen.

Was versteht man unter dem Begriff des „Habitus“ bei Bourdieu?

Der Habitus ist ein System dauerhafter Dispositionen, das als Wahrnehmungs-, Denk- und Handlungsschema dient und die Praxis eines Individuums in der sozialen Welt strukturiert.

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Detalles

Título
Grundkategorien Pierre Bourdieus soziokultureller Klassentheorie
Universidad
University of Hildesheim
Calificación
1,0
Autor
Michel Stade (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
15
No. de catálogo
V232500
ISBN (Ebook)
9783656489054
ISBN (Libro)
9783656492320
Idioma
Alemán
Etiqueta
grundkategorien pierre bourdieus klassentheorie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Michel Stade (Autor), 2009, Grundkategorien Pierre Bourdieus soziokultureller Klassentheorie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/232500
Leer eBook
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