Die zentrale Fragestellung, die dieser Hausarbeit zugrunde liegt, lautet wie folgt: „Wie
können Barrieren bei der Implementierung von Wissensmanagement-Konzepten
überwunden werden?“. Dazu wird im zweiten Kapitel kurz rekapituliert, was in der
dazugehörigen Seminarsitzung referiert und diskutiert wurde. Im dritten Kapitel werden
dann zentrale Begrifflichkeiten geklärt. Kapitel vier beschäftigt sich mit der Darstellung
von zwei Wissensmanagement-Konzepten. In Unterkapitel 4.1 wird der Ansatz der
Wissensbausteine nah Probst et al. vorgestellt. Anschließend wird im zweiten
Unterkapitel das Konzept von Nonaka und Takeuchi skizziert, da dies neben Probst et
al. die wissenschaftliche Debatte um das Wissensmanagement nachhaltig geprägt hat.
Im fünften und thematisch letzten Kapitel wird sich der Implementierung von
Wissensmanagement gewidmet. Hierzu werden im ersten Unterkapitel Barrieren und
Hindernisse die eine Einführung behindern oder sogar verhindern können, thematisiert.
Wie Barrieren überwunden oder verringert werden können, wird in Unterkapitel 4.2 mit dem Aufzeigen verschiedener Erfolgsfaktoren illustriert. Abgeschlossen wird diese
Arbeit durch ein Fazit, in welchem die eingangs formulierte Fragestellung bearbeitet
wird und zentrale Aspekte der Arbeit festgehalten werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Seminarsitzung
3 Begriffsklärung
3.1 Wissen
3.2 Wissensarten
3.3 Wissensmanagement
4 Wissensmanagement-Konzepte
4.1 Nach Probst et al.
4.2 Nach Nonaka/Takeuchi
5 Implementierung von Wissensmanagement
5.1 Barrieren und Hindernisse
5.2 Erfolgsfaktoren
6 Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Hausarbeit untersucht die zentrale Fragestellung, wie auftretende Barrieren und Veränderungswiderstände bei der Implementierung von Wissensmanagement-Konzepten in Unternehmen erfolgreich überwunden werden können, um die Wettbewerbsfähigkeit der Organisation nachhaltig zu sichern.
- Bedeutung von Wissen als strategische Schlüsselressource in Unternehmen.
- Theoretische Grundlagen und Differenzierung verschiedener Wissensarten.
- Vergleich integrativer Wissensmanagement-Konzepte nach Probst et al. sowie Nonaka/Takeuchi.
- Analyse typischer Barrieren, Hindernisse und Veränderungswiderstände beim Change Management.
- Identifikation zentraler Erfolgsfaktoren für die Implementierung, insbesondere Unternehmenskultur und Anreizsysteme.
Auszug aus dem Buch
5.1 Barrieren und Hindernisse
Mit der Einführung oder Praktizierung eines Wissensmanagements in Unternehmen werden Prozesse verändert und Mitarbeiter diverser Ebenen sehen sich einem Wandel gegenüber. Im Sinne des Change Management ist die Implementierung eines Wissensmanagementsystems ein Wandel, der zu Problemen führen kann. Schreyögg bemerkt hierzu, dass Individuen sich mit der Zeit Verhaltensweisen angewöhnt haben, welche sich zu Routinen entwickeln. Durch die Erfüllung dieser Routinen stellt sich Befriedigung beim Individuum ein und durch eine Veränderung werden die Routineerfüllung und die damit verbundene Bedürfnisbefriedigung gefährdet, was als Barriere oder Veränderungswiderstand bezeichnet werden kann. Der Mensch ist ein „Gewohnheitstier“ und reagiert auf Veränderungen zunächst skeptisch oder abblockend (vgl. Schreyögg 2008, S. 406). Gleichsam führt Cacaci an, dass Individuen stets nach einer stabilen Umwelt streben. Veränderungen werden von Subjekten als Kräfte wahrgenommen, die das persönliche Gleichgewicht der Umwelt aus der Balance bringen. Im Zuge der auf das Individuum einwirkenden Kräfte, bauen Individuen Barrieren auf, um sich vor den verändernden Kräften und somit dem „Neuen“ zu schützen (vgl. Cacaci 2006, S. 44). Weitere Barrieren, die die Wissensweitergabe, -entwicklung, -verteilung, etc. behindern, werden bei Lehner festgehalten. Ein Mangel an Vertrauen im Unternehmen kann eine ernst zu nehmende Barriere darstellen, da Vertrauen eine Grundvoraussetzung für das Miteinander auf allen Ebenen der Organisation ist und somit auch für Bausteine des Wissensmanagements. Des Weiteren stellt die geringe Akzeptanz gegenüber dem Wissen von Mitarbeitern, die in der Organisationshierarchie weiter unten stehen, ein Problem dar. Oftmals wird das Wissen der „Basis“ ignoriert oder nicht wahrgenommen. Zudem ist eine im Unternehmen angelegte Kultur, die nur geringe Toleranz gegenüber Fehlern von Mitarbeitern zulässt ein Hindernis bei der Implementierung von Wissensmanagement in Unternehmungen (vgl. Lehner 2002, S. 10).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Wissen als Produktionsfaktor ein und definiert die zentrale Fragestellung der Hausarbeit hinsichtlich der Überwindung von Implementierungsbarrieren.
2 Seminarsitzung: Das Kapitel beschreibt das didaktische Konzept der zugrundeliegenden Seminarsitzung und illustriert anhand eines fiktiven Unternehmensbeispiels die Komplexität der Wissensidentifikation.
3 Begriffsklärung: Hier werden grundlegende Definitionen von Wissen, verschiedenen Wissensarten sowie der Begriff des Wissensmanagements theoretisch fundiert.
4 Wissensmanagement-Konzepte: Es erfolgt eine detaillierte Vorstellung der Wissensmanagement-Modelle nach Probst et al. sowie Nonaka/Takeuchi als integrative Lösungsansätze.
5 Implementierung von Wissensmanagement: Dieses Kapitel analysiert Chancen und Risiken bei der Einführung und legt den Fokus auf die Identifikation von Barrieren sowie entscheidenden Erfolgsfaktoren.
6 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und betont die Notwendigkeit von Rahmenbedingungen und Anreizsystemen für eine erfolgreiche Umsetzung.
Schlüsselwörter
Wissensmanagement, Wissensgesellschaft, Implementierung, Veränderungswiderstand, Unternehmenskultur, Wissensidentifikation, Wissensspirale, Wissensarten, Change Management, Erfolgsfaktoren, Anreizsysteme, Organisationswissen, Wissenstransfer, Wettbewerbsvorteil, Humanorientierter Ansatz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit im Kern?
Die Arbeit befasst sich mit der Herausforderung, Wissensmanagement-Konzepte erfolgreich in Unternehmen einzuführen, wobei der Schwerpunkt auf der Überwindung von Barrieren und Widerständen durch die Mitarbeiter liegt.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Wissen, den Vergleich etablierter Wissensmanagement-Konzepte, die Analyse von Implementierungshemmnissen sowie die Ableitung von Erfolgsfaktoren für die Praxis.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Wie können Barrieren bei der Implementierung von Wissensmanagement-Konzepten überwunden werden?“
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?
Der Autor stützt sich auf eine fundierte Literaturrecherche sowie auf die Reflexion einer Seminarsitzung, die durch ein fiktives Fallbeispiel („Rotodecor“) die praktische Relevanz des Themas verdeutlicht.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Fundierung, die Vorstellung integrativer Konzepte (Probst et al. und Nonaka/Takeuchi) und die Untersuchung der Barrieren sowie Erfolgsfaktoren bei der Implementierung.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Wissensmanagement, Change Management, Implementierungsbarrieren, Unternehmenskultur und Erfolgsfaktoren beschreiben.
Wie spielt die Unternehmenskultur bei der Einführung von Wissensmanagement eine Rolle?
Die Unternehmenskultur gilt als einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren. Eine Kultur, die Wissensaustausch unterstützt und Führungskräfte als Vorbilder (Multiplikatoren) für den Wandel nutzt, ist entscheidend für den Erfolg der Implementierung.
Warum ist das Teilen von Wissen für viele Mitarbeiter eine Herausforderung?
Viele Mitarbeiter sehen keinen unmittelbaren persönlichen Mehrwert darin, ihr Wissen zu teilen. Zudem entstehen oft Ängste, durch die Weitergabe von Wissen an Bedeutung zu verlieren oder „ausgebeutet“ zu werden, was durch entsprechende Anreizsysteme adressiert werden muss.
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- Lars Rosenbaum (Author), 2013, Wissensmanagement: Barrieren und Hindernisse bei der Implementierung überwinden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/232687