Modellprojekt in einem multikulturellen Kindergarten in Germersheim (Rheinland-Pfalz) zur ganzheitlichen Sprachförderung bei Kindern im Alter von 4-6 Jahren.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Zur Entstehung des Projekts
3. Voraussetzungen
3.1 Räumliche Voraussetzungen
3.2 Personelle und Sprachliche Voraussetzungen
3.3 Zeitliche Voraussetzungen
4. Ziele und Prinzipien
5. Vorgehen/Arbeitsweise im Projekt
6. Durchgängige Sprachförderung
6.1 Modell
6.2 Sprachbeobachtung
6.3 Von den Beobachtungsergebnissen bis zu den Förderentscheidungen
6.4 Themen
7. Sprachförderung
7.1 Alltägliches sprachliches Handeln der Erzieherinnen
7.3 Integrierte Sprachförderung
7.4 Sprachförderung in Kleingruppen
8. Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht das „Germersheimer Modell“ zur durchgängigen Sprachförderung im Kindergarten „Regenbogen“. Ziel ist es, den Aufbau, die Methoden und die Effektivität dieses Projekts zu erörtern sowie dessen Stärken und Schwächen im Hinblick auf eine mögliche Implementierung in anderen Einrichtungen zu bewerten.
- Strukturierte Implementierung einer durchgängigen Sprachförderung
- Bedeutung der Einbeziehung von Familiensprachen und Mehrsprachigkeit
- Analyse von Beobachtungsverfahren und individuellen Förderplänen
- Die Rolle der Erzieherinnen als sprachliche Vorbilder und Begleiter
- Evaluation des Zeit- und Arbeitsaufwands im Projektalltag
Auszug aus dem Buch
6. Durchgängige Sprachförderung
Die durchgängige Sprachförderung in der Kindertagesstätte erfolgt als eine Art Spirale, die sich im Halbjahres- Rhythmus wiederholt:
Schon beim Eintritt des Kindes in den Kindergarten werden die ersten Sprachbeobachtungen gemacht. Mit den Eltern wird nach ein paar Wochen ein Gespräch geführt, in dem es um die Spracherziehung geht. In der darauffolgenden Zeit wird das Kind weiterhin beobachtet und seine sprachliche Entwicklung wird analysiert. Durch die Auswertung derer kann für das Kind im Einzelnen ein individueller Förderplan erstellt werden, welcher auch die Grundlage für alle weiteren Fördermaßnahmen ist. Wenn ein Kind die Einrichtung drei Jahre lang besucht, gibt es am Ende also fünf solcher Förderpläne für das Kind.
Die Gespräche mit den Eltern finden weiterhin jährlich statt, da die sprachliche Entwicklung der Kinder gemeinsames Thema der Erzieherinnen und der Eltern ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Dokumentation des Germersheimer Projekts vor und formuliert das Ziel, andere Einrichtungen zur Umsetzung durchgängiger Sprachförderung zu inspirieren.
2. Zur Entstehung des Projekts: Dieses Kapitel beschreibt den multikulturellen Hintergrund des Kindergartens „Regenbogen“ und die Kooperation mit dem Institut für Bildung im Kindes- und Jugendalter.
3. Voraussetzungen: Es werden die räumlichen Gegebenheiten, das Personal und die zeitliche Organisation als Grundlagen für das Projekt erläutert.
4. Ziele und Prinzipien: Hier werden die bildungspolitischen Vorgaben und die pädagogischen Leitziele der Sprachförderarbeit, insbesondere der Übergang zur Grundschule, definiert.
5. Vorgehen/Arbeitsweise im Projekt: Das Kapitel thematisiert die methodische Planung durch den Wechsel von Theorie- und Praxisphasen sowie die Bedeutung von Teamsitzungen.
6. Durchgängige Sprachförderung: Das Herzstück des Modells wird durch den Kreislauf von Beobachtung, Analyse und individueller Förderplanung detailliert dargestellt.
7. Sprachförderung: Hier werden konkrete Instrumente für das pädagogische Handeln, wie das „Mittelpunktkind“ und Kleingruppenarbeit, vorgestellt.
8. Fazit: Die Autorin zieht eine Bilanz über den hohen Arbeitsaufwand und bewertet das Projekt trotz kritischer Aspekte als wertvoll und empfehlenswert.
Schlüsselwörter
Sprachförderung, Germersheimer Modell, Mehrsprachigkeit, Sprachbeobachtung, Förderplan, Migrationshintergrund, Kindertagesstätte, pädagogische Kompetenz, Sprachbildung, Elternarbeit, Montessori-Pädagogik, Bildungsarbeit, Frühe Förderung, Sprachbiographie, Sprachdiagnose.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der Implementierung und Analyse des „Germersheimer Modells“, eines Konzepts zur durchgängigen Sprachförderung in der Kindertagesstätte „Regenbogen“.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Im Zentrum stehen die Beobachtung sprachlicher Fähigkeiten, die Erstellung individueller Förderpläne sowie die Gestaltung einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit den Eltern.
Welches Ziel verfolgt das Projekt?
Das primäre Ziel ist es, Kindern mit Migrationshintergrund durch eine kontinuierliche und früh einsetzende Sprachförderung bessere Bildungschancen und einen gelingenden Übergang in die Grundschule zu ermöglichen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit stützt sich auf die Dokumentation der praktischen Erprobung des Modells, ergänzt durch Reflexionen über den theoretisch-praktischen Transfer sowie eine kritische Analyse des Arbeitsaufwands.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Voraussetzungen, der methodischen Vorgehensweise, der spezifischen Instrumente der Sprachförderung und der Auswertung der Ergebnisse.
Welche Schlagworte charakterisieren das Modell?
Das Modell ist charakterisiert durch Begriffe wie „Durchgängigkeit“, „Individualisierung“, „Spracherziehungspartnerschaft“ und „Mehrsprachigkeit als Ressource“.
Was ist unter der Methode des „Mittelpunktkindes“ zu verstehen?
Dabei erhält ein Kind für einen begrenzten Zeitraum besondere Aufmerksamkeit und individuelle Förderung, um gezielt auf seinen aktuellen Entwicklungsstand einzugehen.
Welche kritischen Punkte werden am Modell angeführt?
Kritisiert wird insbesondere der hohe zeitliche Aufwand für Dokumentationen sowie das gelegentliche Herausreißen von Kindern aus der Gruppe während spezieller Fördersituationen.
- Arbeit zitieren
- Nadine Wackenhut (Autor:in), 2012, Durchgängige Sprachförderung im Kindergarten "Regenbogen", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/233034