Für schlechte Noten in der Schule gibt es die verschiedensten Ursachen. Neben schulunterrichtsbezobenen, schülerbezogenen, familiären, körperlichen, lerntechnikbedingten und freizeitbedingten Ursachen stellen Lernschwierigkeiten einen wichtigen Grund für schlechte Schulleistungen dar.
Unter schulischen Lernschwierigkeiten versteht man Schulleistungsschwierigkeiten. Es geht um Schulleistungen, die unterhalb der erwarteten Leistungsnorm liegen (definiert durch die Durchschnittsleistung einer Schulklasse). Man untergliedert die schulischen Lernschwierigkeiten in:
• Lernstörungen
(leichteste Form)
• Lernbehinderung
(schweres und dauerhaftes Schulversagen; Kriterium: zweimaliges Sitzenbleiben in der
Grundschule oder zweijähriger Schulleistungsrückstand)
• Geistige Behinderung
(Abgrenzungskriterium: IQ kleiner als 60).
Dieser Beitrag behandelt Lernstörungen – insbesondere Aufmerksamkeitsstörung (ADS) und Hyperaktivität, Rechenschwäche und Lese-Rechtschreib-Schwäche. Die genannten Lernstörungen werden auch als Teilleistungsstörungen im schulischen Bereich bezeichnet.
Inhaltsverzeichnis
1. Das Phänomen „Nachhilfe“
2. Schüler mit Lernschwierigkeiten
2.1 Aufmerksamkeitsstörung (ADS) und Hyperaktivität
2.2 Rechenschwäche (Dyskalkulie)
2.3 Lese-Rechtschreib-Schwäche (Legasthenie)
3. Abgrenzung zur Lerntherapie
4. Lerntechniken bei Lernschwierigkeiten – vom Teufelskreis des Misserfolgs zur Erfolgsspirale
5. Abschließende Bemerkungen
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die Rolle des Nachhilfeunterrichts bei Schülern mit spezifischen Lernschwierigkeiten zu beleuchten und aufzuzeigen, wie durch gezielte Förderung sowie den Einsatz neurobiologisch fundierter Lerntechniken schulische Misserfolge überwunden werden können. Dabei werden insbesondere die Herausforderungen für Nachhilfelehrer sowie die Abgrenzung zur professionellen Lerntherapie thematisiert.
- Analyse der verschiedenen Formen schulischer Lernschwierigkeiten (ADS, Dyskalkulie, Legasthenie)
- Darstellung von Symptomen und diagnostischen Hinweisen für den pädagogischen Alltag
- Konkrete Handlungsanweisungen und Tipps für die Gestaltung des Nachhilfeunterrichts
- Unterscheidung zwischen allgemeiner Nachhilfe und integrativer Lerntherapie
- Vermittlung von lernbiologischen Regeln zur effektiven Wissensvermittlung
Auszug aus dem Buch
13. Dichte Verknüpfung
Eine dichte Verknüpfung aller Fakten eines Unterrichts, eines Buchs oder einer Aufgabe miteinander stärkt die Punkte 4, 5, 8, 10 und 11, vermittelt Erfolgserlebnisse und fördert das Behalten wie auch das kreative Kombinieren ohne zusätzlichen Aufwand. Eine solche Verknüpfung und Abstimmung gilt natürlich auch für diese dreizehn Punkte selbst. Man sollte sie für jeden praktischen Fall abwägen und mit dem jeweiligen Lerntyp in Einklang bringen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Das Phänomen „Nachhilfe“: Dieses Kapitel erläutert die historische und aktuelle Bedeutung von Nachhilfeunterricht als ergänzende Form des Lernens und stellt die typischen Aufgaben eines Nachhilfelehrers vor.
2. Schüler mit Lernschwierigkeiten: Hier werden die verschiedenen Formen von Lernstörungen wie ADS, Dyskalkulie und Legasthenie detailliert beschrieben, inklusive Symptomkatalogen und konkreter Unterstützungsmöglichkeiten.
3. Abgrenzung zur Lerntherapie: Das Kapitel differenziert zwischen allgemeiner Nachhilfe und integrativer Lerntherapie, wobei Letztere als gezielte Maßnahme bei tieferliegenden Lernstörungen definiert wird.
4. Lerntechniken bei Lernschwierigkeiten – vom Teufelskreis des Misserfolgs zur Erfolgsspirale: Hier wird der Prozess beschrieben, wie durch den Einsatz neurobiologisch fundierter Lernmethoden motivationale und leistungstechnische Fortschritte erzielt werden können.
5. Abschließende Bemerkungen: Der Autor resümiert die Notwendigkeit individueller Förderung und diskutiert gesellschaftliche Aspekte wie Chancengleichheit in der Bildung.
Schlüsselwörter
Nachhilfe, Lernschwierigkeiten, ADS, Dyskalkulie, Legasthenie, Lerntherapie, Lerntechniken, Lernbiologie, Teilleistungsstörungen, Schulerfolg, Wissensvermittlung, individuelle Förderung, Lernmotivation, Erfolgsspirale, Pädagogik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen und Möglichkeiten von Nachhilfeunterricht, wenn Schüler an spezifischen Lernschwierigkeiten oder Teilleistungsstörungen leiden.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf der Identifikation von Lernstörungen (ADS, Dyskalkulie, Legasthenie), der Abgrenzung von Nachhilfe zu therapeutischen Maßnahmen und der Anwendung lernbiologischer Prinzipien.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, Nachhilfelehrern praxisnahe Strategien an die Hand zu geben, um Kindern mit Lernschwierigkeiten zu helfen, den Teufelskreis aus Misserfolgen zu durchbrechen und individuelle Lernerfolge zu erzielen.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche zu pädagogischen und lernbiologischen Erkenntnissen, ergänzt durch praktische Erfahrungen des Autors aus der Nachhilfepraxis.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die diagnostische Einordnung von Lernstörungen, die Differenzierung zur professionellen Lerntherapie sowie eine umfassende Darstellung lernbiologischer Regeln zur Optimierung des Lernprozesses.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren den Text?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Lernstörungen, Erfolgsspirale, Lernbiologie, Teilleistungsstörungen und individuelle Förderung.
Wie sollten Nachhilfelehrer laut Autor mit hyperaktiven Kindern umgehen?
Der Autor empfiehlt unter anderem eine unvoreingenommene Beobachtung, das Schaffen eindeutiger Strukturen, konsequente Regeleinhaltung, viel Geduld sowie den Fokus auf die Stärken der Kinder.
Warum ist die Abgrenzung zur Lerntherapie wichtig?
Die Abgrenzung ist notwendig, da bei schweren Lernstörungen reine Nachhilfe oft nicht ausreicht. Lerntherapie zielt zusätzlich auf emotionale und soziale Faktoren sowie psychische Stabilisierung ab, was über den rein inhaltlichen Nachhilfeunterricht hinausgeht.
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- Dipl.-Handelslehrer Stefan Dassler (Author), 2004, Nachhilfeunterricht bei Lernschwierigkeiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24471