>>Kreativität<<. Es steckt noch voller Versprechungen. Jeder weiß es zu nutzen, keiner mag es entbehren, keiner kritisiert es. Es ist gleichermaßen beliebt bei Technikern und Umweltschützern, Wirtschaftsführern und Pädagogen, den schwarzen, roten, grünen und blau-gelben Parteien.“1Kreativität wird so immer mehr zu einem vielseitig gebrauchten Modewort, weshalb eine eindeutige Bestimmung des Begriffes nur schwer möglich ist und oftmals zu„hohe Erwartungen an einen schwachen Begriff“2gestellt werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Kreativität
2.1. Geschichtliches
2.2. Lässt sich Kreativität überhaupt beschreiben?
2.2.1. Kreativität als universeller Terminus
2.2.2. Kreativität aus evolutionärer Sicht
2.2.3. Kreativität aus anthropologischer und humanistischer Sicht
2.2.4. Weitere Sichtweisen zum Begriff Kreativität
2.2.4.1.Das 4P - U - Interaktionsmodell
2.2.4.2.Das Komponentenmodell nach Urban
2.3. Forschungsschwerpunkte
2.3.1. Das kreative Produkt
2.3.2. Der kreative Prozess
2.3.3. Die kreative Persönlichkeit
2.3.4. Umweltbedingungen
2.4. Kreativität und Gesellschaft
3. Begabung
3.1. Assoziierte Begriffe
3.2. Identifikation von Begabungen
3.2.1. Der pädagogische ,,Potential - Ansatz"
3.2.2. Der dynamische Begabungsbegriff
3.2.3. Der statische Begabungsbegriff
4. Begabung und Kreativität
4.1. Begabung, Intelligenz, Kreativität und Motivation
5. Hochbegabung
5.1. Geschichtliches
5.2. Modelle der Hochbegabung
5.2.1. Fähigkeits- und eigenschaftsorientierte Modell
5.2.2. Kognitive Komponenten-Modelle
5.2.3. Leistungsorientierte Modelle
5.2.4. Soziokulturell orientierte Modelle
6. Begabungsförderung
6.1. Wie kann man Begabungen erkennen und adäquat fördern?
6.1.1. Searching
6.1.2. Screening
6.2. Allgemeines zur Förderung
6.3. Konkrete Begabtenförderung
6.4. Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen der Kreativität und Begabung sowie deren komplexe Wechselwirkungen. Ziel ist es, die Konzepte kritisch zu beleuchten, aktuelle Identifikationsmethoden zu erläutern und Ansätze zur adäquaten Förderung in Bildungseinrichtungen aufzuzeigen.
- Grundlagen und Definitionen von Kreativität und Begabung
- Forschungsschwerpunkte und theoretische Modelle zur Hochbegabung
- Methoden der Identifikation: Searching und Screening
- Strategien zur Begabungsförderung im schulischen Kontext
- Die gesellschaftliche Relevanz von Kreativitätsentwicklung
Auszug aus dem Buch
2.3.2. Der kreative Prozess
Bevorzugt wird der kreative Prozess als spezifischer Problemlösungsprozess diskutiert. Neuere Konzeptionen weisen einen erheblich größeren Differenzierungsgrad auf. Sie betonen als spezielles Kennzeichen des kreativen Problemlösungsprozesses die nur vage Beschreibung des Endzustandes und/ oder das Nichtvorliegen des zur Problemlösung notwendigen Wissens und das Phänomen des Problementdeckens, das dem Problemlösen vorgelagert ist.
Häufig wird der kreative Prozess in differenzierte Phasen unterteilt. In der Forschung hat sich allgemein eine der ältesten Unterteilungen durchgesetzt. Dabei handelt es sich um das Vier-Phasen-Schema. Danach wir der kreativen Prozess in die folgenden vier Phasen eingeteilt:
1. die Präparation (Problem wird bewusst/ entsprechendes Wissen wird gesammelt)
2. die Inkubation (,,schöpferische Pause“/ die unbewusste Weiterverarbeitung),
3. die Illumination (der ,,plötzliche“ Einfall),
4. die Verifikation (die Lösungsbeurteilung).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das vielschichtige Thema Kreativität und Begabung ein und skizziert das Anliegen der Arbeit, gängige Begriffe und Förderansätze zu hinterfragen.
2. Kreativität: Dieses Kapitel behandelt historische Ansätze, versucht eine begriffliche Annäherung durch verschiedene Modelle und analysiert die Bedeutung von Kreativität im gesellschaftlichen Kontext.
3. Begabung: Hier werden assoziierte Begriffe geklärt und verschiedene Identifikationsansätze wie der potenzielle, dynamische und statische Begabungsbegriff gegenübergestellt.
4. Begabung und Kreativität: Das Kapitel verknüpft die beiden zentralen Konzepte und betont die Bedeutung von Intelligenz und Motivation als interagierende Faktoren.
5. Hochbegabung: Es werden verschiedene theoretische Modellgruppen vorgestellt, um das Phänomen Hochbegabung wissenschaftlich greifbar zu machen.
6. Begabungsförderung: Der abschließende Teil widmet sich praktischen Identifikationsverfahren wie Searching und Screening sowie konkreten Fördermaßnahmen für hochbegabte Kinder.
Schlüsselwörter
Kreativität, Begabung, Hochbegabung, Intelligenz, Motivation, 4P-Modell, Identifikationsverfahren, Searching, Screening, Begabtenförderung, Problemlösungsprozess, Persönlichkeitsentwicklung, Bildungsforschung, Pädagogische Psychologie, Potenzial.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet einen Überblick über die psychologischen Grundlagen von Kreativität und Begabung, deren theoretische Einordnung sowie praktische Möglichkeiten der Erkennung und Förderung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder sind die Definition von Kreativität, der differenzierte Begabungsbegriff, Modelle der Hochbegabung sowie Strategien zur schulischen Begabtenförderung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Interaktion von Intelligenz, Kreativität und Motivation zu schaffen, um Schülern eine individuellere Förderung zu ermöglichen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender psychologischer Forschung, darunter bekannte Modelle wie das Drei-Ringe-Modell und das 4P-U-Interaktionsmodell.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung von Kreativitäts- und Begabungsbegriffen sowie in die Analyse von Identifikationsinstrumenten für den Schulalltag.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Begriffe sind Kreativität, Hochbegabung, Begabtenförderung, Identifikationsverfahren (Searching/Screening) und pädagogische Psychologie.
Wie unterscheidet der Autor zwischen Searching und Screening?
Searching ist eine erste Grobeinschätzung zur Erstellung einer Liste potenziell begabter Kinder, während Screening ein systematischeres, empirisch gestütztes Verfahren zur Identifikation darstellt.
Welche Bedeutung hat das soziale Umfeld für hochbegabte Kinder?
Der Autor betont, dass eine gesunde Entwicklung nur durch eine unterstützende soziale Umgebung erfolgen kann, da hochbegabte Kinder sonst unter Isolation oder Entwicklungsdefiziten leiden könnten.
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- Thomas Schrowe (Author), 2004, Kreativität und Begabung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24589