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Die Bilanzierung von Stock Option Plans nach IFRS 2 und deutschem Steuerrecht

Title: Die Bilanzierung von Stock Option Plans nach IFRS 2 und deutschem Steuerrecht

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Carsten Müller (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Das Thema „Stock Option Plans für Manager“ rückt zunehmend in den Blickpunkt
der Öffentlichkeit und wird dort breit diskutiert.1 Vor allem um die
Abbildung der Aktienoptionspläne in der Rechnungslegung vieler Unternehmen ist
eine heftige Diskussion entbrannt. Eine Zeit lang wurden Aktienoptionsprogramme
überhaupt nicht bilanziell erfasst und galten als ein Instrument zur
Managerentlohnung, das das Unternehmen nichts kostet - eine Regelung, an der
harsche Kritik laut geworden ist.2 Im Jahre 1994 wurde vom US-Standardsetzer
FASB zum ersten Mal eine zwingend ergebniswirksame Bilanzierung von Stock
Option Plans vorgeschlagen – ein Plan, der allerdings nach starkem Druck durch
die Unternehmenslobby zurück genommen wurde. Neue Bewegung kam in das
Thema durch das im Februar 2004 vollendete Vorhaben des IASB, eine Vorschrift
zur Bilanzierung von Stock Option Plans nach IAS/IFRS vorzulegen. Ziel dieser Arbeit ist es, zu klären, wie Stock Option Plans funktionieren, warum
sie aufgelegt und wie sie ausgestaltet werden können. Im Anschluss sollen Kernfragen
der Bilanzierung von Aktienoptionsprogrammen diskutiert werden. Darauf
aufbauend wird die Bilanzierung nach IFRS 2 sowie nach deutschem Steuerrecht
dargestellt und gewürdigt. Ein expliziter Vergleich mit der Regelung nach USGAAP
ist nicht Inhalt dieser Arbeit. Eine Unterteilung in „echte“ und „virtuelle“
Aktienoptionen wird bei der Bilanzierung nach IFRS 2 vorgenommen, soll aber
nach deutschem Steuerrecht zugunsten einer komprimierten Darstellung
unterbleiben. In Kapitel 4 soll außerdem auf Programme, die Kombinationen von
echten und virtuellen Optionen vorsehen, in Kapitel 5 auf die Bilanzierung von
erworbenen Optionen zur Bedienung von Stock Option Plans nicht näher
eingegangen werden.
1 Vgl. etwa O.V. (FAZ,2004), S.18, Weber (2004), S.9.
2 Vgl. Buffet (2002), S. A19.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung

2 Stock Option Plans: Motivation, Funktionsweise und Ausgestaltung

2.1. Begriffsabgrenzung und Verbreitung

2.2. Wie funktioniert ein Stock Option Plan? – Sequenzielle Betrachtung

2.3. „Echte“ vs. „Virtuelle“ Aktienoptionspläne

2.4. Weitere bilanzierungsrelevante Ausgestaltungsmerkmale

3 Kernfragen der Bilanzierung von Stock Option Plans

3.1. Erfassung von Personalaufwand und Einlage in das Eigenkapital

3.2. Bewertungsmethode der Stock Option Plans

3.3. Bewertungszeitpunkt der Stock Option Plans

3.4. Behandlung von Ausübungsbedingungen („vesting conditions“)

4 Bilanzierung von Stock Option Plans nach IFRS 2

4.1. Entstehung und Geltungsbereich von IFRS 2

4.2. Echte Aktienoptionen

4.2.1 Ansatznormen

4.2.2 Bewertungsnormen

4.2.3 Zeitpunkte von Ansatz und Bewertung

4.2.4 Die Erfassung von Ausübungsbedingungen

4.2.5 Bilanzierung nach dem grant date

4.3. Die Behandlung von Stock Appreciation Rights (SAR) nach IFRS2

5 Behandlung von Stock Option Plans nach deutschem Steuerrecht

5.1. Gesellschaftsrechtlicher Rahmen

5.2. Ausgabe auf gesellschaftsrechtlicher Ebene

5.3. Ausgabe auf betrieblicher Ebene

5.4. Kritische Würdigung

6 Thesen zur Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Funktionsweise und Ausgestaltung von Aktienoptionsprogrammen für Manager und analysiert kritisch die damit verbundenen Herausforderungen in der Rechnungslegung. Ziel ist es, die Bilanzierung nach IFRS 2 sowie nach deutschem Steuerrecht fundiert darzustellen und zu würdigen, um die komplexen Zusammenhänge dieses Vergütungsinstruments transparent zu machen.

  • Motivation und Funktionsweise von Stock Option Plans
  • Bilanzierungsfragen bei Aktienoptionen nach IFRS 2
  • Unterscheidung zwischen „echten“ und „virtuellen“ Optionen
  • Steuerrechtliche Behandlung von Optionsplänen in Deutschland

Auszug aus dem Buch

4.2.3 Zeitpunkte von Ansatz und Bewertung

Als Generalnorm für den Ansatzzeitpunkt schreibt IFRS 2 vor, dass der Ansatz dann erfolgen soll, wenn das Unternehmen im Rahmen einer Transaktion vereinbarte Güter oder Dienstleistungen erhält. Speziell hat die Erfassung einer „expense“ unmittelbar zu erfolgen, wenn die gewährten Eigenkapitalinstrumente den Begünstigten ohne eine Sperrfrist zur Verfügung stehen. In diesem Fall geht das IASB davon aus, dass die gewährten Aktienoptionen eine Vergütung für bereits erbrachte Leistungen darstellen. Stehen die gewährten Optionen den Angestellten erst nach einer Sperrfrist („vesting period“) zur Verfügung, so sollen die anfallenden „expenses“ wie auch die einhergehende Erhöhung des „equity“ grundsätzlich zeitanteilig über die Sperrfrist verteilt werden, wobei allerdings die sich durch die Regelungen zu den Ausübungsbedingungen (s. Abschnitt 4.2.4.) ergebenden Anpassungen zu beachten sind.

Als Bewertungszeitpunkte kommen für das IASB grundsätzlich die jeweiligen Zeitpunkte der Gewährung der Optionen („grant date“), der Erbringung der Arbeitsleistungen („service date“), des Auslaufens der Sperrfrist („vesting date“) und der tatsächlichen Ausübung der Optionen („exercise date“) in Frage. IFRS 2 sieht eine Bewertung zum „grant date“ vor. Dies sei sowohl für die Soll-Buchung (Aktivierung der Dienstleistungen) als auch für die Haben-Buchung (Erhöhung des Eigenkapitals) konsistent. Laut IASB ist davon auszugehen, dass mit der Gewährung der Optionen eine Markttransaktion zwischen Unternehmen und Mitarbeitern erfolgt, so dass zum Zeitpunkt der Gewährung der Optionen („grant date“) der faire Wert der vereinbarten Optionen dem Wert der erworbenen Dienstleitungen entspricht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung: Einführung in die Debatte um die ergebniswirksame Bilanzierung von Aktienoptionen und Darstellung der regulatorischen Ausgangslage.

2 Stock Option Plans: Motivation, Funktionsweise und Ausgestaltung: Erläuterung der ökonomischen Anreize von aktienbasierten Vergütungssystemen und Abgrenzung der verschiedenen Optionsarten.

3 Kernfragen der Bilanzierung von Stock Option Plans: Diskussion der grundlegenden Probleme wie der Erfassung von Personalaufwand, Bewertungsmethoden und Bewertungszeitpunkten.

4 Bilanzierung von Stock Option Plans nach IFRS 2: Detaillierte Analyse der Ansatz- und Bewertungsregeln nach IFRS 2 für echte Optionen sowie für Stock Appreciation Rights.

5 Behandlung von Stock Option Plans nach deutschem Steuerrecht: Untersuchung der steuerrechtlichen Bilanzierung unter Berücksichtigung handelsrechtlicher Vorschriften und gesellschaftsrechtlicher Rahmenbedingungen.

6 Thesen zur Zusammenfassung: Komprimierte Darstellung der wesentlichen Ergebnisse und konzeptionellen Bewertungen der Bilanzierungsvorschriften.

Schlüsselwörter

Stock Option Plans, IFRS 2, Bilanzierung, Personalaufwand, Fair Value, Vesting Conditions, Aktienoptionen, Managerentlohnung, Eigenkapital, Steuerrecht, Rechnungslegung, Bewertungsmethoden, Share-based Payments, Anreizsysteme, Unternehmensführung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Bilanzierung von aktienbasierten Vergütungssystemen (Stock Option Plans) für Manager aus betriebswirtschaftlicher und steuerrechtlicher Sicht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Funktionsweise von Aktienoptionen, die Bilanzierung nach IFRS 2 sowie die steuerliche Behandlung dieser Instrumente nach deutschem Recht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, zu klären, wie Stock Option Plans funktionieren und wie sie korrekt bilanziert werden können, unter Berücksichtigung der unterschiedlichen internationalen und nationalen Regelungen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine analytische Arbeit, die regulatorische Standards (IFRS 2) sowie das deutsche Steuer- und Handelsrecht gegenüberstellt und kritisch würdigt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Funktionsweise, die spezifischen Bilanzierungsfragen, die Regelungen nach IFRS 2 und die steuerliche Behandlung im deutschen Kontext.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Stock Option Plans, IFRS 2, Fair Value, Bilanzierung, Managerentlohnung und Vesting Conditions.

Wie werden „echte“ und „virtuelle“ Aktienoptionen nach IFRS 2 unterschieden?

Während „echte“ Aktienoptionen zum Fair Value am Grant Date bewertet werden, erfolgt bei „virtuellen“ Optionen (SAR) eine Fortschreibung des Fair Values an jedem Bilanzstichtag.

Welche Probleme sieht der Autor bei der Anwendung von Optionspreismodellen?

Der Autor kritisiert, dass die Modelle auf nicht verlässlichen Erwartungswerten basieren und zudem Spielräume für bilanzpolitische Manipulationen lassen.

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Details

Title
Die Bilanzierung von Stock Option Plans nach IFRS 2 und deutschem Steuerrecht
College
University of Cologne  (Treuhandseminar für Wirtschaftsprüfung)
Course
Hauptseminar für Wirtschaftsprüfung
Grade
1,3
Author
Carsten Müller (Author)
Publication Year
2004
Pages
20
Catalog Number
V25271
ISBN (eBook)
9783638279468
Language
German
Tags
Bilanzierung Stock Option Plans IFRS Steuerrecht Hauptseminar Wirtschaftsprüfung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Carsten Müller (Author), 2004, Die Bilanzierung von Stock Option Plans nach IFRS 2 und deutschem Steuerrecht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25271
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